Die große Kraft kleiner Reize

von

Peter O. Schneider

Anthropologe und Tierarzt

Maldonado, Uruguay; Email: info@poschneider.com
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 das Buch zur Homepage: "Gedanken altern nicht"
(3. nochmals erweiterte Auflage 2010, ISBN:
978-3-8334-9271-6)

  elektronische Bücher (eBooks)

 

© 2008 by Dr.Dr. Peter Schneider

"Auch wenn Menschen das Größte und das Kleinste anschauen,
finden Sie immer nur das Eine: nämlich sich selbst.
"

Die heutige Human- und Tiermedizin geht häufig von dem Motto "Viel hilft viel" aus. Wenn es um die Regulation und Regeneration des lebenden Organismus geht, ist jedoch gerade das Gegenteil der Fall: "Ganz wenig hilft besonders viel".

Dieses Phänomen ist sehr faszinierend.

Ein Beispiel: ein Bekannter fährt sehr gerne auf seiner Kutsche, die von seinen Kaltblutpferden gezogen wird. Vor einigen Monaten hatte er an einem schönen Sommertag seinen temperamentvollen, aber sehr zuverlässigen Wallach angespannt und fuhr mit ihm los.
Anfänglich ging alles bestens; doch dann fuhr mein Bekannter einen kleinen Weg entlang, der plötzlich eine scharfe Kurve beschrieb. Als das Gespann in die Kurve ging, sah der Wallach plötzlich neben sich die Kutsche, geriet in Panik und preschte los.
Dabei streifte die Kutsche einen Pfahl in der Kurve und stürzte während der Fahrt um. Die Blattfedern der Kutsche lösten sich und wurden in den Boden gerammt; hierdurch kam der Wallach ruckartig zum Stehen.
Mein Bekannter war bei dem Sturz unter die Kutsche geraten, deren Gewicht ihm die Beckenknochen auf der rechten Seite brach.
Nach Klinikaufenthalt und Reha kam er langsam wieder auf die Beine und konnte allmählich wieder halbwegs gut laufen und auch wieder Kutsche fahren.
Durch die Verletzungen des Beckens wurden natürlich auch die Nerven in diesem Bereich und auch des rechten Beines in Mitleidenschaft gezogen. Besonders der Sensibilitätsverlust unter dem rechten Fuß bereitete ihm große Probleme, weil er z.B. auf einer Leiter keinerlei Trittsicherheit mehr hatte.
In dieser Phase traf ich meinen Bekannten und fragte ihn, ob er sich schon einmal mit dem Phänomen kleinster Reize und ihrer Bedeutung für die Regeneration beschäftigt habe. Er verneinte dies.
Nach kurzer Erklärung nahm er sich eine Gartenharke und legte sie flach mit den Zinken nach oben auf die Erde. Dann stellte er einen Stuhl neben die Harke, setzte sich auf ihn und zog den rechten Stiefel aus. Anschließend "tupfte" er ganz vorsichtig und eben sichtbar mehrmals den Fuß an seinen empfindungslosen Stellen auf die Harkenspitzen. Nach wenigen Minuten begann der Fuß zu kribbeln, und die vorher tauben Stellen bekamen allmählich wieder Gefühl. Das Kribbeln verstärkte sich und zog nun das rechte Bein hinauf bis zum Becken. In der Folge besserte sich auch das Gangbild meines Bekannten.

Eine Erklärung: Die moderne Forschung fand, dass der Mensch ein zusammengesetztes Wesen darstellt, das aus einem irdischen und einem nicht-irdischen Anteil besteht.

Menschen existieren gleichzeitig auf fünf Ebenen, die eng miteinander verflochten sind (geistige, mentale, emotionale, vitalenergetische und materielle Existenzebene).

Der menschliche Körper ist gleichsam eine „Antenne“ für die einzelnen Daseinsebenen, d. h. bestimmte Regionen des Körpers sind schwerpunktmäßig bestimmten Daseinsebenen zugeordnet: das obere Drittel des Kopfes der geistigen Ebene (Inspiration), die unteren zwei Drittel der mentalen Ebene (Gedanken), vom Hals bis zum Bauchnabel der emotionalen Ebene (Gefühle), das Becken überwiegend der vitalenergetischen Ebene (Niere, Blase, Geschlechtsorgane) und der unterste Beckenabschnitt (Dickdarm, Rektum) und die Beine der materiellen Ebene.

Der „irdische“ Anteil des Körpers umfasst die materielle und vitalenergetische Ebene, der nicht-irdische, „geistige“ Anteil schließt die mentale und die geistige Ebene ein. Die Gefühlsebene verbindet diese beiden Anteile und besitzt folglich Teile von beiden Abschnitten. Das Herz als Zentrum der menschlichen Existenz auf der Erde stellt die Verbindung der geistigen Ebenen mit den irdischen her.

Beide Anteile werden schwerpunktmäßig von zwei eigenen Gehirnen gesteuert, die eine sehr ähnliche Histologie und Biochemie, aber eine unterschiedliche Funktion besitzen.
So koordiniert das Bauchhirn, das in die Darmwand eingebettet ist, vor allem die Energien des irdischen Anteils z. B. durch Steuerung des Nerven-, Immun- und Sexualsystems, während das Kopfhirn vor allem die nicht-irdischen Energien koordiniert. Die emotionale Existenzebene wird von beiden Gehirnen gesteuert.

In Bezug auf die Regulation verhalten sich die beiden Gehirne hierarchisch, wobei das Kopfhirn dem Bauchhirn übergeordnet ist. Das Bauchhirn kann ohne das Kopfhirn überleben, aber nicht das Kopf- ohne das Bauchhirn.

Wie neuere naturwissenschaftliche Untersuchungen über den Plazeboeffekt gezeigt haben, ist vor allem das Kopfhirn in der Lage, eine Selbstheilung zu initiieren und voranzutreiben.

Das Bauchhirn ist weitgehend autonom und kann willentlich nicht direkt beeinflusst werden; es lässt sich allerdings vom Kopfhirn programmieren.

Ein schönes Beispiel hierfür wurde in dem Artikel „Gedanken lassen Muskeln wachsen“ in der britischen Zeitschrift New Scientist Nr. 11, 2001, beschrieben (nach Spiegel-Online; Originalartikel: Ranganathan et al., 2004). Danach haben Forscher der Cleveland Clinic Foundation in Ohio, U.S.A., gezeigt, dass durch Mentaltraining Armmuskeln wachsen können. Hierbei wurden zehn Untersuchungspersonen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren veranlasst, sich im Geiste fünfmal pro Woche die Anspannung eines Bizepsmuskels mit möglichst großer Konzentration vorzustellen. Die Forscher überwachten, dass die Probanden ihre Armmuskeln nicht versehentlich tatsächlich anspannten. Bereits nach 14 Tagen war der Muskel in der Versuchsgruppe um 13,5 % gewachsen; die Kontrollgruppe, die nicht an dem Mentaltraining teilnahm, zeigte diesen Effekt nicht. Der Gewinn an Muskelstärke blieb noch bis zu drei Monate nach dem Mentaltraining bestehen.

Auch das Autofahren ist ein Beispiel der Programmierung des Bauchhirns durch das Kopfhirn.

Besonders interessant ist die Verarbeitung von liminalen Reizen, also Reizen an der Wahrnehmungsschwelle, durch das Gehirn.

Solche Untersuchungen wurden von dem Arzt und Psychologen Dominik Bach an Gesunden und Patienten mit einem Reizdarmsyndrom (RDS) durchgeführt (Bach, 2005). Das RDS ist eine funktionale Darmerkrankung mit einer Prävalenz von ca. 15.000 / 100.000. Bisher konnte keine einzelne physiologische oder psychologische Ursache isoliert werden. Ein sensitiver und spezifischer Marker sind herabgesetzte rektale Schmerzschwellen. Die Verarbeitung von Reizen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle scheint sich von der Verarbeitung bewusster Reize zu unterscheiden. Es wurden daher die sub- und supraliminale rektale Wahrnehmung von acht RDS-Patienten und acht parallelisierten gesunden Kontrollprobanden untersucht. In einer funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT)-Studie wurden Reize unter, über und in der Nähe der Wahrnehmungsschwelle präsentiert. Bei supraliminaler Stimulation gesunder Probanden konnten der bekannte spinothalamische und vagale Pfad repliziert werden. Bei subliminaler Stimulation zeigte sich in einer Einzelauswertung eine ähnliche Verarbeitung, damit konnten die aus anderen Untersuchungen bekannten Vorergebnisse ebenfalls bestätigt werden. In der Gruppenauswertung fand sich Aktivierung nur in Hirnarealen, die bei supraliminaler Stimulation nicht aktiv waren. RDS-Patienten zeigten weniger Aktivität bei subliminaler und mehr bei liminaler Stimulation. Bei supraliminaler Stimulation zeigten sich unterschiedliche aktivierte Hirnareale. Insbesondere war der Amygdala-Hippocampus-Komplex bei Patienten stärker aktiviert.

Die Ergebnisse bei supraliminaler und liminaler Stimulation können als verstärkte Aufmerksamkeit auf eben wahrnehmbare Reize und als verstärkte emotionale Verarbeitung interpretiert werden.

Ein Ergebnis: Bezogen auf eine liminale Stimulation bedeuten diese Versuchsergebnisse Folgendes:

Zu einer ohnehin gesteigerten Empfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen kommt bei Patienten noch eine zusätzliche verstärkte Verarbeitung liminaler Reize hinzu, die zudem verstärkt emotional erfolgt.

Diese emotionale Komponente kann noch einmal dadurch verstärkt werden, dass die Patienten während einer Therapiesitzung die Reizintensität bis zu ihrer individuellen Wahrnehmungsschwelle selbst reduzieren müssen.

Beispiele der sog. "liminalen Therapien" sind die Homöopathie und die "Liminale Frequenztherapie nach Dr.Dr. Peter Schneider".

 
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