"Dunkle Materie" und Homöopathie
einige Gedanken zum Nachdenken

von

Peter O. Schneider

Anthropologe und Tierarzt

Maldonado, Uruguay; Email: info@poschneider.com
Homepage: http://www.poschneider.com

Beratung: per Email oder Telefon (04251 7524, zum deutschen Festnetztarif)

 das Buch zur Homepage: "Gedanken altern nicht"
(3. nochmals erweiterte Auflage 2010, ISBN:
978-3-8334-9271-6)

  elektronische Bücher (eBooks)

© 2008 by Dr.Dr. Peter Schneider

 

"Auch wenn Menschen das Größte und das Kleinste anschauen,
finden Sie immer nur das Eine: nämlich sich selbst.
"

Was ist Materie?
Das holographische Universum und der Mensch als Hologramm Gottes
Die fünf Existenzebenen
Wechselwirkungen zwischen Geist und Materie -
das Wesen der Homöopathie

Astronomen und Physiker gehen heute davon aus, dass nur vier Prozent unseres Universums aus sichtbarer Materie bestehen, so wie wir sie kennen. Der weit überwiegende Teil des Universums besteht nach ihrer Ansicht aus sog. "Dunkler Materie" (21 %) und "Dunkler Energie" (75 %).

Dieses Modell wird „Standardmodell der Kosmologie“ genannt.

Dunkle Materie besteht nach Meinung der Wissenschaft vermutlich aus noch unbekannten unsichtbaren Partikeln, die sich in Form von schwerfälligen Wolken inmitten der Galaxien befinden. Als Dunkle Energie wird eine kosmische Kraft bezeichnet, die das Universum seit dem Urknall immer weiter auseinander treibt (s.u.a. www.dradio.de).

Neuerdings wird sogar eine "mysteriöse Dunkle Strömung" vermutet (DIE WELT vom 26. September 2008), da alle Galaxien in eine bestimmte Richtung zu strömen scheinen.
 

Partielle Mondfinsternis am 16. August 2008

Als "Dunkel" wird die Materie bezeichnet, weil sie noch niemand gesehen oder nachgewiesen hat. Ihre Existenz ergibt sich lediglich indirekt aus physikalischen Berechnungen.

Galaxien rotieren nämlich so schnell, dass die Sterne in ihnen eigentlich aufgrund der Fliehkraft auseinander getrieben werden müssten. Das hat die Physikerin Vera Rubin schon vor 40 Jahren bei Untersuchungen des Andromeda-Nebels festgestellt. Eine rätselhafte Kraft scheint das jedoch zu verhindern. Viele Forscher vermuten daher, dass die so genannte dunkle Materie aufgrund ihrer Masseanziehung die Galaxien zusammenhält. Bislang hat jedoch niemand den mysteriösen Sternenkitt tatsächlich nachweisen können.
Die Masse der am Himmel sichtbaren Materie reicht nämlich nach diesen Berechnungen nicht aus, um Sterne, Planeten und Galaxien in ihren Bahnen zu halten. Es muss aus astrophysikalischer Sicht also weiteres Material vorhanden sein, das Schwerkraft erzeugt und für stabile Umlaufbahnen sorgt.

Die Suche nach der dunklen Materie ist derzeit Bestandteil einer sehr kostenintensiven Grundlagenforschung. Mittlerweile scheint die Wirkung der dunklen Materie nachgewiesen worden zu sein (DER SPIEGEL vom 21. Mai 2011).

Nach der aktuellen Lehrmeinung kann dunkle Materie im Prinzip nur auf eine einzige Weise mit "normaler" Materie interagieren: durch Gravitation, die Kraft also, die uns auf dem Boden hält.
Ein europäisches Forscherteam hat nun jedoch eine erstaunliche Entdeckung gemacht, die dieses Paradigma in Frage stellt. "Die dunkle und sichtbare Materie in Galaxien scheinen sich auf eine rätselhafte Weise miteinander auszutauschen", erklärt Dr. Benoit Famaey, Observatoire Astronomique de Strasbourg, Frankreich. "Die dunkle Materie scheint irgendwie viel zu genau zu 'wissen', wie die sichtbare Materie in Galaxien verteilt ist."

Zwischen der Dunklen Materie und der Homöopathie gibt es interessante Parallelen:

- das Universum wird durch fast Nichts zusammen gehalten,
- bei einer homöopathischen Therapie wird mit fast Nichts therapiert,
- bei der Verschüttelung einer homöopathischen Lösung scheint sich der "Fingerabdruck" der gelösten Substanz irgendwie auf das Lösungsmittel zu übertragen.

Während das "Standardmodell der Kosmologie" wissenschaftlich anerkannt ist, wird die Homöopathie von der konventionellen Medizin abgelehnt und bekämpft (siehe z.B. Wikipedia).
Die Idee der Homöopathie lässt sich jedoch noch weiter führen, indem nicht nur mit "Wenig", sondern mit "Garnichts" therapiert wird. Diese Therapieform mit Garnichts wird Placebotherapie genannt und ist wiederum wissenschaftlich anerkannt (siehe u.a. den Artikel "Was Placebos so erfolgreich macht" in DIE WELT vom 26.10.2007).

Was ist Materie?

Materie (lat. materia = Stoff) ist eine allgemeine Bezeichnung für alles Stoffliche, was uns umgibt und aus dem wir selbst teilweise bestehen. Im physikalischen Sinne ist Materie alles, was aus elementaren Fermionen (bestimmten Elementarteilchen) aufgebaut ist. Die definierenden Eigenschaften von Materie sind Masse, Raumbedarf, Struktur und innere Thermische Energie (s.a. Wikipedia).

Materie ist aus Atomen aufgebaut, welche wiederum Moleküle bilden können. Atome bestehen wiederum aus Protonen, Neutronen und Elektronen, den Elementarteilchen, die man häufig auch mit dem Begriff Materie gleichsetzt.

Mit der Entwicklung der Speziellen Relativitätstheorie und der Quantenmechanik stellte Albert Einstein die bekannte Formel E = mc² (Energie = Masse * Lichtgeschwindigkeit²) auf. Hierdurch kann man auch elektromagnetischer Strahlung (Licht, Wärmestrahlen etc.), deren Elementarteilchen, das Photon, keine Ruhemasse hat, eine "dynamische" Masse zuordnen.

Dies bedeutet, dass Masse und Energie ineinander umgewandelt werden können.

Denkt man diesen Gedanken weiter, so kommt man zu dem Ergebnis, dass es keine Materie an sich gibt, sondern dass sie eine bestimmte Zustandsform von Energie und Geist ist.

Der berühmte deutsche Physiker und Nobelpreisträger Max Planck (1858 – 1947, Nobelpreis für Physik 1918) hat diesen Sachverhalt folgendermaßen formuliert:

"Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich.
Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält.
Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt - es ist der Menschheit nicht gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile zu erfinden - so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie.
Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche - denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht -, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!
Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott!
Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes.
Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen weitergeben in die Hände der Philosophie."

zitiert aus dem Buch von Peter O. Schneider: "Gedanken altern nicht", 3. Auflage 2010.

Das holographische Universum und der Mensch als Hologramm Gottes

Ein Hologramm (erstmals 1947 von Denis Gabór beschrieben) ist eine besondere Art eines optischen Speichersystems, bei dem auf einem lichtempfindlichen Film lediglich Wellen- und Interferenzmuster aufgenommen werden. Beleuchtet man dieses holographische Filmnegativ von hinten mit einem Laserstrahl, so sieht man davor ein eingeschränkt dreidimensionales Bild. Selbst wenn die Fotoplatte in kleinere Teile zerbrochen wird, kann aus jedem dieser Teile das vollständige ganze Bild rekonstruiert werden, allerdings viel unschärfer.

Dies bedeutet, dass das Ganze stets im Teil enthalten ist.

Der Begriff des „holographischen Weltbildes“ geht auf den Neurochirurgen und Hirnforscher Karl H. Pribram (1971) und den Physiker David Bohm (1950) zurück, die der Funktion des Gehirns und der Betrachtung naturwissenschaftlicher Phänomene die Funktionsweise des Hologramms zugrunde legten. So beschreibt Karl Pribram in seinem Werk 'Languages of the Brain' (1971) die Funktionsweise des Gehirns analog der eines Hologramms.

Der Begriff des holographischen Weltbildes wurde mittlerweile Teil eines neuen Paradigmas in den Naturwissenschaften, und er wurde auch von vielen Autoren der Transpersonalen Psychologie aufgegriffen (vgl. Talbot 1992, Wilber 1982). Mit Hilfe des holographischen Weltbildes können nicht nur einige schwer erklärbare Phänomene der Gehirnforschung neu interpretiert werden (z.B. Entstehung des Gedächtnisses und des inneren Bildes von der Außenwelt), sondern auch paranormale Phänomene wie Präkognition, Telepathie und Psychokinese scheinen plötzlich eine physikalische Grundlage zu haben. In die transpersonale Psychiatrie sind wesentliche Regeln des holographischen Weltbildes durch den österreichischen Arzt Peter Weidinger eingeführt worden.

Bei der Betrachtung des holographischen Weltbildes löst sich die Begrenztheit von Raum und Zeit auf, und die Getrenntheit aller Dinge erweist sich als Illusion. Diese Erfahrung wird von spirituellen Traditionen als mystische Erfahrung beschrieben. David Bohm (1950) spricht von der eingefalteten Ordnung aller Dinge, dem Urgrund allen Seins und der expliziten Ordnung, wie die Welt uns im Alltag entgegentritt. Das holographische Weltbild trägt auf diese Weise zu einem Verständnis der transpersonalen Sichtweise bei, indem es den Menschen als Teil eines größeren Ganzen beschreibt.

Die Vorstellung von der Gottähnlichkeit des Menschen hat seinen Ursprung in dieser holographischen Beziehung, und im Matthäus-Evangelium hat Jesus mit genial einfachen Worten die holographische Beziehung der Menschen zu Gott als Urgrund allen Seins sowie der Menschen zueinander beschrieben.

»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten« - Matthäus 22, 37–40

Der Mensch kann Materie in Energie verwandeln (z.B. beim Feuer); er kann sogar Atome spalten und die frei werdende Energie nutzen.
Andererseits kann er auch Materie aus Energie herstellen - allerdings zur Zeit nur mit sehr großem Energieaufwand und in kleinem Umfang (z.B. im CERN) -, und er kann Materie mit Licht bewegen (DIE WELT vom 7. August 2009) - allerdings bisher nur in kleinem Umfang.

Die fünf Existenzebenen

Bei seinen philosophischen Überlegungen zur Struktur der Materie setzte bereits der griechische Philosoph Plato (ca. 428 - 347 v. Chr.) einen qualitätslosen Grundstoff voraus, dem die geometrischen Formen der regelmäßigen Körper aufgeprägt werden. Dabei können Feuer, Luft und Wasser ineinander umgewandelt werden.

Die Sichtweise Platos kommt heute wieder in den Focus der modernen Physik, indem sie als Grundstoff des Universums ein unstrukturiertes Feld, das sog. "Nullpunkt-Feld", ansieht (Lynne McTaggart: "Das Nullpunkt-Feld - auf der Suche nach der kosmischen Urenergie", Arkana-Verlag, 2003).

Interessanterweise hat Plato den "platonischen Körper" des Icosaeder (20-Flächner) dem Wasser und damit der vitalenergetischen Ebene zugeordnet. Heute zeigt die naturwissenschaftliche Forschung, dass die clusterförmige Anordnung der Wassermoleküle einem Icosaeder entspricht (s.a. die Internetseite von Martin Chaplin, LSBU, London). Eine gleiche Struktur besitzt häufig auch das Capsid, die Proteinhülle des Genoms von Viren. So ist auch die Erkenntnis Plato's sehr erstaunlich, dass "Krankheiten entstehen können, wenn das Blut zu viele Icosaeder enthält".

Die folgende Tabelle zeigt die fünf unterschiedlichen Ebenen, auf denen die Wesen der Erde existieren. Es ist faszinierend, wie diese Ebenen in der Auffassung Platos, der tausende Jahre alten indischen Ayurveda und der modernen Naturheilkunde übereinstimmen.
 

 

 

Ayurveda

 

Plato

Minera-lien

Pflanzen

Tiere
(höhere)

Elemen-tar-wesen

Mensch

Engel

Geistige
Ebene

Raum /
Äther


Dodekaeder

 

 

 

 

 

 

Mentale
Ebene

Luft


Oktaeder 

 

 

 

 

 

 

Gefühls-
(astrale)
ebene

Feuer


Tetraeder

 

 

 

 

 

 

Vital-energeti-sche
Ebene

Wasser


Icosaeder

 

 

 

 

 

 

Materielle
Ebene

Erde


Hexaeder

 

 

 

 

 

 

Neben den Walartigen (Cetaceae) existiert nur der Mensch auf allen Ebenen gleichzeitig, und nur er hat einen freien Willen. Demgegenüber existieren die meisten Tiere als irdische Wesen nur bis zur emotionalen Ebene; einen freien Willen besitzen sie nicht.

Der menschliche Körper ist gleichsam eine 'Antenne' für die einzelnen Daseinsebenen, d.h. bestimmte Regionen des Körpers sind schwerpunktmäßig bestimmten Daseinsebenen zugeordnet: das obere Drittel des Kopfes der geistigen Ebene (Inspiration), die unteren zwei Drittel der mentalen Ebene (Gedanken), vom Hals bis zum Bauchnabel der emotionalen Ebene (Gefühle), das Becken überwiegend der vitalenergetischen Ebene (Niere, Blase, Geschlechtsorgane) und der unterste Beckenabschnitt (Dickdarm, Rektum) und die Beine der materiellen Ebene.

Der Körper lässt sich somit in zwei Abschnitte einteilen: einen „irdischen“ Teil, der die materielle und vitalenergetische Ebene umfasst, und einen nicht-irdischen, „geistigen“ Teil, der die mentale und geistige Ebene einschließt. Die Gefühlsebene verbindet diese beiden Abschnitte und besitzt folglich Anteile von beiden Abschnitten.  Das Herz als Zentrum der menschlichen Existenz auf der Erde stellt die Verbindung der geistigen Ebenen mit den irdischen her.

Die irdischen Ebenen werden vorwiegend vom sog. „Bauchhirn“ gesteuert, das auch das zweite Gehirn genannt wird. Dieses Gehirn ist in die Wand des Darmes eingebettet, und die moderne Medizin hat bei ihren Untersuchungen an Tieren gefunden, dass das Bauchhirn in der Lage ist zu fühlen.
Da die meisten Tiere nur bis zur emotionalen Ebene existieren, ist das Bauchhirn für sie das zentrale Steuerungsorgan.

Die nicht-irdischen, geistigen Ebenen werden vorwiegend vom Haupthirn im Bereich des Kopfes gesteuert. Da die nicht-irdischen Ebenen den irdischen Ebenen hierarchisch übergeordnet sind, ist das Gehirn das zentrale Steuerungsorgan des ganzen Menschen auf der Erde.

Die moderne Hirnforschung zeigt, dass das Kopfhirn ein selbstbezogenes System ist, das sich seine Wirklichkeit selbst erzeugen kann und nur sich selbst dient (Gerhard Roth, Univ. Bremen: „Das Gehirn und seine Wirklichkeit“, Suhrkamp, 1997).
Daher besitzt der Mensch die schöpferische Fähigkeit, seine Umgebung und seine Geschichte entsprechend seinem freien Willen aktiv zu verändern und zu gestalten.

Nach der alten asiatischen Vorstellung wird alles, was materiell existiert, durch die Energie auf der vitalenergetischen Existenzebene, der Ebene des Wassers, definiert.

Diese Energie wird Qi genannt. Physikalische Materie befindet sich an der Grenze zur Energie; gleichzeitig befindet sich Energie an der Grenze zur Materie. Qi ist berührbar und gleichzeitig unberührbar; es kennzeichnet Funktion, Prozess und Wandel.

Im lebenden Organismus ist Qi die Lebenskraft; es ist die Kraft oder Energie, die die Harmonie kontrolliert und den Lebensprozess aktiviert und aufrecht erhält.

Schaut man sich die Schöpfungsgeschichte in der Bibel an, so findet man seltsamerweise eine ähnliche Sichtweise des Verhältnisses zwischen Wasser und Materie (Lutherbibel, 1900):

"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht. Und Gott sah, daß das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis, und nannte das Licht Tag, und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste, und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andre Tag. Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Örter, daß man das Trockne sehe. Und es geschah also. Und Gott nannte das Trockne Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage, und habe seinen eignen Samen bei ihm selbst, auf Erden. Und es geschah also. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen, und ihren eignen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war."

Weil der Mensch ein Hologramm Gottes ist, ist auch er zu schöpferischen Tätigkeiten befähigt. Dies bedeutet, dass auch der Mensch Materie formen und umwandeln kann und dass er in der Lage ist, die Energien auf den einzelnen Existenzebenen zu modulieren. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Modulation des Qi, der Energie auf der vitalenergetischen Ebene, durch den Menschen.

Wechselwirkungen zwischen Geist und Materie -
das Wesen der Homöopathie

Die Homöopathie ist eine umstrittene, weit verbreitete naturheilkundliche Therapiemethode, die der deutsche Arzt Samuel Hahnemann um 1800 begründet hat. Als Naturheilkunde werden alle Therapieverfahren bezeichnet, die nicht der sog. "Universitätsmedizin" zugerechnet werden.

Der wichtigste und namengebende Grundsatz der Homöopathie ist das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip: „Gleiches werde durch Gleiches geheilt“ (similia similibus curentur). Das entscheidende Auswahlkriterium für ein homöopathisches Arzneimittel ist demnach, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen kann wie diejenigen, an denen der Kranke leidet (siehe hierzu auch die Seite "Homöopathie - eine Erklärung aus naturheilkundlicher und naturwissenschaftlicher Sicht").

Homöopathische Arzneimittel werden in besonders zubereiteter, "potenzierter" Form verabreicht. Bei dem originalen Herstellungsverfahren wird die Arzneisubstanz mit der Hand schrittweise mit Wasser oder Alkohol verschüttelt oder mit Milchzucker in einem Mörser verrieben. Die Ausgangssubstanz wird dabei häufig so extrem verdünnt, dass der Ausgangsstoff mit chemischen oder physikalischen Mitteln nicht mehr nachweisbar ist.

Nach Ansicht der Homöopathie wird durch dieses besondere Zubereitungsverfahren die erwünschte Arzneimittelwirkung verstärkt.

Ein Hauptkritikpunkt der konventionellen Medizin an der Homöopathie ist, dass es für eine Wirkung extrem kleiner Substanzgaben keine Anhaltspunkte gibt. Sogenannte Hochpotenzen (also Potenzen über der D23, die über die sog. "Loschmidt'sche Zahl" verdünnt wurden) enthalten rechnerisch überhaupt keinen Wirkstoff mehr. Die von vielen Homöopathen angenommene selektive Steigerung erwünschter Arzneimittelwirkungen durch das Potenzierungsverfahren widerspreche somit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.

Außerdem zeigen die den heutigen wissenschaftlichen Anforderungen genügenden Studien in der Gesamtbetrachtung, dass die untersuchten homöopathischen Behandlungen keine über den Placebo-Effekt hinausgehende medizinische Wirksamkeit haben.

Diese Kritik ist nach dem heutigen Wissensstand vielleicht berechtigt, nach den bisher beschriebenen Sachverhalten jedoch wenig stichhaltig.

Die Homöopathie wirkt nämlich auch bei Tieren und Pflanzen. So wurde kürzlich der fördernde Einfluss einer homöopathisch hoch-potenzierten Arsentrioxid-Lösung (D45) auf das Wachstum von Weizenkeimlingen nachgewiesen, die vorher mit derselben Substanz subletal geschädigt worden waren  (Brizzi et al., 2005). Die einfach verdünnte, nicht-potenzierte Vergleichslösung zeigte diesen Effekt dagegen nicht.

Brizzi et al. gingen noch einen Schritt weiter, indem sie Wasser ohne Wirkstoff homöopathisch potenzierten und untersuchten. Ein solches Wasser hatte in der Potenz D45 einen statistisch signifikanten stimulierenden Einfluss auf das Wachstum von Weizenkeimlingen, die vorher mit Arsentrioxid subletal geschädigt worden waren.

Ein Beispiel einer direkten Modulation der Materie im lebenden Organismus durch den menschlichen Geist wurde in dem Artikel „Gedanken lassen Muskeln wachsen“ in der britischen Zeitschrift New Scientist Nr. 11, 2001, beschrieben (nach Spiegel-Online; Originalartikel: Ranganathan et al., 2004).
Danach haben Forscher der Cleveland Clinic Foundation in Ohio, U.S.A., gezeigt, dass durch Mentaltraining Armmuskeln wachsen können. Hierbei wurden zehn Untersuchungspersonen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren veranlasst, sich im Geiste fünfmal pro Woche die Anspannung eines Bizepsmuskels mit möglichst großer Konzentration vorzustellen. Die Forscher überwachten, dass die Probanden ihre Armmuskeln nicht versehentlich tatsächlich anspannten. Bereits nach 14 Tagen war der Muskel in der Versuchsgruppe um 13,5 % gewachsen; die Kontrollgruppe, die nicht an dem Mentaltraining teilnahm, zeigte diesen Effekt nicht. Der Gewinn an Muskelstärke blieb noch bis zu drei Monate nach dem Mentaltraining bestehen.

Bereits vor 150  Jahren stellte Samuel Hahnemann im §9 seines "Organon der Heilkunst" über die Lebenskraft fest:

"Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autocratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewunderungswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem höhern Zwecke unsers Daseins bedienen kann."

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