Dunkle Materie im Zentrum unserer Milchstraße

9. Februar 2015

Eine mysteriöse Form von Materie durchzieht unser Universum. Sie ist etwa fünf Mal häufiger als die sichtbare Materie, jedoch von nach wie vor von unbekannter, „dunkler“ Natur. Dass sie existieren muss, belegten Forschungsarbeiten bereits in den 1970er Jahren. Erstmals ist es nun einem internationalen Wissenschaftlerteam gelungen, die Existenz Dunkler Materie auch im Inneren unserer Galaxie nachzuweisen.

Die allgegenwärtige Präsenz der Dunklen Materie im Universum ist heute ein zentraler Grundsatz der modernen Kosmologie und Astrophysik. In verschiedenen Galaxien wurde ihre Existenz seit den 1970er Jahren mit einer Reihe von Methoden belegt. Eine dieser Methoden ist die Messung der Drehgeschwindigkeit von Gas und Sternen. Wissenschaftler können so eine Galaxie „wiegen“ und ihre Gesamtmasse bestimmen. Dabei zeigt sich, dass die gewöhnliche Materie nur einen Bruchteil des Gesamtgewichts ausmacht, den überwiegenden Teil trägt die Dunkle Materie bei.

Auch in den äußeren Bereichen unserer eigenen Galaxie, die wir bei klarem Nachthimmel als „Milchstraße“ sehen können, wurden die Astronomen mit diese Methodik fündig. Doch im inneren Bereich unserer Galaxie war es bisher unmöglich, die Anwesenheit Dunkler Materie sicher zu belegen.

Der Durchmesser unserer Galaxie beträgt etwa 100.000 Lichtjahre. Unser Sonnensystem ist etwa 26.000 Lichtjahre vom Zentrum der Milchstraße entfernt. Je näher man der Mitte kommt, desto schwieriger wird es, die Rotation des Gases und der Sterne mit der benötigten Genauigkeit zu messen.

Auf Basis der Messung von Sternenbewegungen haben nun Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM), der Universität Stockholm, der Freien Universität Madrid, des Internationalen Zentrums für Theoretische Physik des Südamerikanischen Instituts für Grundlagenforschung (ICTP-SAIFR) in São Paulo und der Universität Amsterdam erstmalig einen Beweis für die Anwesenheit Dunkler Materie im Inneren der Milchstraße vorgelegt. Dunkle Materie existiert danach auch im Bereich unseres Sonnensystems und in unserer direkten „kosmischen Nachbarschaft“.

In einem ersten Schritt erstellten die Forscher die umfassendste Sammlung veröffentlichter Messungen der Bewegung von Gas und Sternen in der Milchstraße. Dann berechneten sie auf Basis aktuellster Forschungsergebnisse die Rotationsgeschwindigkeit, die die Milchstraße haben müsste, wenn sie nur aus sichtbarer Materie bestünde. Der Vergleich der gemessenen und der berechneten Geschwindigkeit zeigte eindeutig, dass hier die Dunkle Materie einen entscheidenden Beitrag leistet.

„Wir konnten mit unserer Arbeit belegen, dass sich das Gas und die Sterne in unserer Galaxie ohne den Beitrag der Dunklen Materie nicht mit den beobachteten Geschwindigkeiten drehen könnten“, sagt Dr. Miguel Pato, der die Analyse an der TU München durchführte. „Allerdings wissen wir immer noch nicht, aus was die Dunkle Materie besteht. Dies ist eine der wichtigsten Wissenschaftsfragen unserer Zeit“.

Auch für geringe Entfernung vom Zentrum der Milchstraße besitzen die Daten der Forschungsarbeit eine hohe Evidenz. Sie erschließen damit neue Wege zur Bestimmung der Verteilung Dunkler Materie in unserer Galaxie. Zukünftige astronomische Beobachtungen könnten damit die Verteilung der Dunklen Materie in unserer Galaxie mit bisher unerreichter Genauigkeit bestimmen.

„Damit können wir das Verständnis der Struktur und der Entwicklung unserer Galaxie wesentlich verbessern. Und es wird präzisere Vorhersagen für die vielen Experimente ermöglichen, die weltweit nach Teilchen der Dunklen Materie suchen“, sagt Miguel Pato, der inzwischen zum Oskar Klein-Zentrum für Astroteilchen-Physik an der Universität Stockholm gewechselt ist.

Publikation:
Fabio Iocco, Miguel Pato, Gianfranco Bertone: Evidence for dark matter in the inner Milky Way,  Nature Physics, advanced online publication, 9 February 2015,  DOI: 10.1038/nphys3237 – Link: http://nature.com/articles/doi:10.1038/nphys3237

Quelle: Technische Universität München

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Wie unser Bewusstsein das Unbewusste kontrolliert

5. Februar 2015

Sind wir Sklaven unseres Unbewussten und können nichts dagegen tun? Hirnforscher sagen: Nein! Unser Bewusstsein kontrolliert unbewusste Prozesse im Gehirn. Der Wille und die automatische Verarbeitung arbeiten Hand in Hand, nicht gegeneinander. Das hat eine Forschergruppe an der Universität Ulm um den Psychologen Professor Markus Kiefer herausgefunden.

Unbewusste Prozesse, die im Widerspruch zu unseren Absichten stehen, werden weitgehend von unserem Bewusstsein blockiert. „Unser Wille ist freier als gedacht“, sagt Markus Kiefer, Sprecher eines deutschlandweiten Projektnetzwerkes zur Bewusstseinsforschung. Seine Forschungsgruppe konnte mit Messungen der Hirnaktivität im Magnetresonanztomographen (MRT) zeigen, dass bewusste Vorsätze die Arbeit unserer automatischen Systeme im Gehirn steuern. Die Forscher wiesen erstmals nach, dass solche Vorsätze für eine gewisse Zeit Netzwerke von Bereichen im Gehirn etablieren, die den unbewussten Informationsfluss im Gehirn steuern. Diese Ergebnisse wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift Human Brain Mapping veröffentlicht.

Seit den Arbeiten des Begründers der Psychoanalyse Sigmund Freund wurde unhinterfragt angenommen, dass unser Unbewusstes autonom und nicht vom Bewusstsein kontrollierbar ist. „Die Vorstellung des chaotischen und unkontrollierbaren Unbewussten prägt bis heute auch die akademische Psychologie und Kognitionsforschung. Dieses Dogma wurde in der Vergangenheit kaum kritisch hinterfragt“, so Professor Markus Kiefer. „Unsere Befunde widerlegen diese Lehrmeinung. Sie zeigen eindeutig, dass unser Bewusstsein zu den Absichten passende unbewusste Vorgänge in unserem Gehirn verstärkt, nicht passende dagegen abschwächt.“ Dadurch werde gewährleistet, dass unser bewusstes „Ich“ Herr im Haus bleibt und nicht durch eine Vielzahl unbewusster Tendenzen beeinflusst wird. „Wir sind also keinesfalls Sklaven unseres Unbewussten, wie lange Zeit angenommen“, meint Kiefer.

Diese Kontrolle des Unbewussten durch das Bewusstsein zeige sich, so Kiefer, auch im Alltag: “Wenn ich in den Supermarkt gehe, um Spülmittel zu kaufen, bin ich wenig empfänglich für die Schokolade im Süßwarenregal. Die Situation ist ganz anders, wenn ich gerade hungrig und dabei bin, Nahrungsmittel einzukaufen. Ähnliches gilt auch beim Autofahren: Wenn ich einen Fußgänger auf der Fahrbahn erwarte, kann ich ihn mit höhere Wahrscheinlichkeit auch dann rechtzeitig erkennen und abbremsen, wenn er am Rande meines Gesichtsfeldes auftaucht und damit nicht bewusst wahrnehmbar ist.“ Die bewussten Absichten und Einstellungen entscheiden somit darüber, ob ein unbewusster Prozess in unserem Gehirn überhaupt ablaufen kann.

Für die Studie haben die Forscher der Ulmer Universitätsklinik für Psychiatrie die Gehirnaktivität von Probanden beim Lesen von sichtbaren Worten im Magnetresonanztomographen gemessen. Zuvor wurden andere Worte, so genannte Bahnungsreize, für eine ganz kurze Zeit eingeblendet, so dass sie nicht bewusst wahrnehmbar waren. Bedeutungsmäßig verwandte unbewusste Bahnungsreize beschleunigten die Erkennenszeiten der nachfolgend gezeigten kritischen Wörter (z.B. Tisch-Stuhl, Henne-Ei) nur dann, wenn die Probanden zuvor die Absicht hatten, die Bedeutung von Wörtern zu verstehen. Hatten die Probanden dagegen die Absicht, auf die Form von Buchstaben zu achten und die Wortbedeutung zu ignorieren, hatten die unbewussten Bahnungsreize keinen Einfluss auf die Erkennenszeiten der sichtbaren Worte.

Diese Blockade unbewusster Prozesse durch die bewussten Absichten der Probanden konnte auch anhand der Messung der Hirnaktivität nachgewiesen werden. Wie bei den Erkennenszeiten auch, wurde die Gehirnaktivität beim Lesen der sichtbaren Worte nur dann durch die unbewussten Bahnungsworte verändert, wenn die Probanden zuvor, auf die Bedeutung von Bildern beachteten. Beachteten die Probanden zuvor die Form von Bildern, hatten die unbewusst wahrgenommenen Worte keinen Einfluss auf die Gehirnaktivität beim Lesen. Es zeigte sich, dass die bewussten Absichten der Probanden, auf Bedeutung oder Form zu achten, für eine gewisse Zeit unterschiedliche Netzwerke von Hirnarealen etablierten, welche die Verarbeitung der unbewusst wahrgenommenen Reize beeinflussten.

Mit 1,9 Millionen Euro förderte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein deutschlandweites Projektnetzwerk zur Bewusstseinsforschung, in das das Ulmer Projekt eingebettet ist. Kiefer ist Sprecher dieses Netzwerkes: „Mühelos koordiniert das Gehirn im Alltag bewusste und unbewusste Prozesse, etwa bei der Wahrnehmung. Aber was dabei im Kopf passiert, ist sehr kompliziert und nach wie vor zum Teil unverstanden. Philosophen streiten seit Jahrtausenden über die Natur des Bewusstseins und sein Verhältnis zu den unbewussten Vorgängen. Wir können nun mit modernsten Methoden bewusste und unbewusste Prozesse im Gehirn sichtbar machen und so zur Lösung dieser alten Frage beitragen“. Im Gegensatz zur früheren Lehrmeinung werde durch diese Forschung deutlich, dass sich bewusste und unbewusste Vorgänge im Gehirn wechselseitig beeinflussen.

Literatur: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24954512

Quelle: Universität Ulm

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Strickstrümpfe fürs Pferd – Stallbandagen stören den Lymphabfluss

28. Januar 2015

(aid) – Pferde neigen ebenso wie der Mensch zu Lymphödematisierungen in den Beinen. Der Lymphabfluss ist gestört. Um das “Anlaufen” der Beine zu unterbinden, kommen oftmals Wollbandagen zum Einsatz. Doch diese üblicherweise zum Schutz vor Verletzungen und Ödemen zusammen mit wattierten Unterlagen verwendeten Stallbandagen führen zu deutlicher Minderdurchblutung und stören den Lymphfluss im Pferdebein, so das Ergebnis einer Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Im Vergleich zum Menschen ist beim Pferd das Unterhautfettgewebe der Extremitäten besonders dünn. Es fehlt eine polsternde Skelettmuskulatur. Der Druck auf das Gewebe erfolgt daher sowohl oberflächlich als auch auf die tief verlaufenden Sammelgefäße (Kollektoren) der Lymphflüssigkeit.

Unter Leitung des Veterinärmediziners Professor Dirk Berens von Rautenfeld wurde der Einfluss von Stallbandagen im Vergleich zu besonderen Strickstrümpfen auf den Lymphfluss am Pferdebein untersucht. Mit Hilfe von Kontrastmitteln und unter Sedation wurden Röntgenaufnahmen von Pferdebeinen erstellt, denen im Wechsel zuerst ein elastischer, schlauchförmiger Strickstrumpf und anschließend eine handelsübliche Standardstallbandage inklusive wattierter Unterlage angelegt wurden. Die nach der Entfernung des Strumpfes angefertigten Kontrollaufnahmen zeigten bei allen Tieren eine unveränderte Weitstellung der Kollektoren, so dass der Durchfluss des Röntgenkontrastmittels bei dem Kompressionsstrumpf ungehindert erfolgen konnte. Bei den Stallbandagen hingegen waren in Höhe des Fesselgelenks auffällige Stauungen festzustellen.

Das Ergebnis dieser Studie zeigt, dass der Einsatz von Stallbandagen kontraindiziert ist. Die übliche Bandagierung, sowohl mit Stall-, als auch mit elastischen Bandagen schädigt längerfristig das Lymphgefäßsystem des Pferdes. Die scheinbare, optisch positive Wirkung der Bandagen erklärt sich dadurch, dass in dem komprimierten Gewebe keine Wassereinlagerung stattfinden kann.

Verbände am Pferdebein sollten nur zum Einsatz kommen, wenn es medizinisch indiziert ist. Dabei sollten Tierärzte allerdings auf Kurzzugbinden zurückgreifen. Zur Prophylaxe von angelaufenen Beinen stellt der Strickstrumpf das Mittel der Wahl dar.

Quelle: Anke Klabunde, www.aid.de

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Pferdefütterung individuell – Futterrationen genau berechnen

29. Oktober 2014

(aid) – In der Tierernährung stellt sich generell immer die Frage: wie viel kommt von dem, was ich füttere, auch im Organismus an? Wie bei anderen Nutztierarten hat auch bei Pferden die Fütterung einen großen Einfluss auf die Leistung. Deshalb ist es von Vorteil, als Pferdebesitzer bei der Rationsberechnung einige grundlegende Regeln zu beachten.

Zunächst gilt es, die nötige Energiezufuhr je nach Leistungsanforderung festzulegen. Das geht für geringe, mittlere und hohe Leistung aus einschlägigen Fütterungstabellen hervor. Danach kann die Zusammenstellung der einzelnen Futtermittel im Hinblick auf Eiweiß, Aminosäuren und Mineralstoffe erfolgen. Bei den Nährstoffen wird zur Berechnung nicht der Gesamtgehalt des Futters berücksichtigt, sondern der im Dünndarm verdauliche Gehalt.

Hochwertige Futtermittel erkennt man daran, dass sie beispielsweise einen hohen Gehalt an dünndarmverdaulichem Protein aufweisen. Für Pferde ist die Eiweißfütterung besonders wichtig zum Muskelaufbau, jedoch sollte eine Überversorgung vermieden werden. Je nach Leistungsanforderung wird die Grobfutterration durch energiereicheres Krippenfutter, wie Hafer, Pellets oder eine Kombinationen aus verschiedenen Komponenten eingesetzt. Steigt die Leistung, verschieben sich die Anteile zu Gunsten des energiereicheren Kraftfutters.

Pferdebesitzer in Pensionsställen, so empfehlen es die Autoren des aid-Heftes “Pferdefütterung”, Professor Dirk Winter und Professor Wolfgang Sommer, können die Standardration je nach individueller Leistung mit energiereicherem Futter ergänzen. Wichtig sei in diesem Zusammenhang eine realistische Einschätzung der wirklichen Leistung, die häufig überschätzt werde. Sowohl eine Unterversorgung wie auch eine Überversorgung könne aber Leistungseinbußen zur Folge haben. Bei hoher Schweißproduktion sei zudem eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen, wie Kalium, Natrium und Chlor wichtig.

Für die genaue Rationsberechnung enthält das aid-Heft “Pferdefütterung” Tabellen und Empfehlungen für Reitpferde mit unterschiedlichen Belastungsniveaus, Zuchtstuten, Ponys, Hochleistungspferde, alte Pferde und Pferde, die auf der Weide gehalten werden.

Weitere Informationen:  aid-Heft “Pferdefütterung”, Bestell-Nr 1592, Preis: 4,00 Euro, www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1592

Quelle: Friederike Heidenhof, www.aid.de

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Landwirte erlernen alternative Heilmethoden

26. September 2014

L P D – Kügelchen und Sprühflaschen, Milchsäurekulturen und Kräuter, all das hält immer mehr Einzug in Niedersachsens Nutztierställe. Lange, bevor der Antibiotikaeinsatz verstärkt in die öffentliche Diskussion geraten ist, beschäftigten sich einige Tierhalter intensiv mit alternativen Heilmethoden, schreibt der Landvolk-Pressedienst.

Seit mehr als zehn Jahren bietet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen Vorträge und mittlerweile ganze Seminarreihen zu verschiedenen Heilmethoden an, darunter Homöopathie bei Rindern, Schafen, Ziegen und Pferden und Arbeitsgruppen zum Einsatz von homöopathischen Mitteln im Schweinestall. „Wir beobachten ein stetig wachsendes Interesse und tolle Erfolge in den Betrieben“, sagt Wiebke Wohler, Beraterin für Tierhaltung bei der Landwirtschaftskammer. Mehr als 400 Teilnehmer haben alleine im Gebiet Oldenburg Nord in den vergangenen sieben Jahren an Schulungen zum Thema Homöopathie und anderen Heilverfahren teilgenommen. Das Interesse und auch die Erfolge stellen sich sehr stark auch durch den Austausch unter Berufskollegen ein, beobachtet Wiebke Wohler. Bei Betriebsrundgängen und sogar Schulungen zu wirtschaftlichen oder produktionstechnischen Dingen, sprechen die Landwirte darüber, mit welchen Naturheilverfahren sie gute Erfolge erzielt haben und motivieren so immer wieder Berufskollegen, in die Thematik einzusteigen. Teilnehmer, die in einem ersten Kurs die Grundlagen erlernt haben, kämen in den meisten Fällen auch zu Folgekursen, in denen bestimmte Bereiche, wie die Kälbergesundheit oder ein gesunder Bewegungsapparat, thematisiert werden.

Landwirtin Dörthe Rieke setzt auf ihrem Hof seit 2011 auf Homöopathie. Zusammen mit ihrem Mann Andreas bewirtschaftet sie im Landkreis Diepholz einen Betrieb mit 1.150 Schweinemastplätzen und 70 Plätzen für Mastbullen. Um mit Naturheilverfahren erfolgreich zu sein, baut auch sie auf den Austausch mit Berufskollegen in einer Arbeitsgruppe der Landwirtschaftskammer. Eine Tierheilpraktikerin leitet den Arbeitskreis, kennt den Betrieb, entwickelt mit den Betriebsleitern Konzepte und hilft in besonderen Fällen weiter. Besonders wichtig sei beim Einsatz alternativer Heilmethoden, dass alle Rahmenbedingungen wie Futter, Luft und die Herkunft der Ferkel stimmen. Zudem müsse man sich mit den Verfahren intensiv beschäftigen und vor allem die Tiere ganz genau beobachten. Denn bei einer frühen Behandlung ist der Erfolg am wahrscheinlichsten. „Das ist aber bei der Schulmedizin genauso wichtig“, sagt die Betriebsleiterin. Kategorisch ausschließen möchten Riekes den Einsatz von Antibiotika trotz aller Erfolge mit alternativen Methoden dennoch nicht. „Wir müssen in der Lage sein, so zu behandeln, wie es für das Tier am besten ist“, sagt Dörthe Rieke.

Quelle: Landvolk Presse Dienst

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Pferdefütterung – Magengeschwüren vorbeugen

24. September 2014

(aid) – Der sprichwörtliche “Pferdemagen” ist nicht so robust, wie der Volksmund glaubt. Ist ein Reitpferd lustlos, gehunlustig und dreht sich zur Wand, wenn es aus dem Stall geholt wird, kann das auf einen gereizten Magen hindeuten. Wirkt ein Pferd darüber hinaus geschwächt, mager und frisst kaum noch und sondert eventuell vermehrt Schleim ab, dann kann es sich um ein Magengeschwür handeln. Diese durch Übersäuerung entstandene Schädigung der Magenschleimhaut ist für das Pferd extrem schmerzhaft und belastet den gesamten Organismus.

Magengeschwüre können auftreten, wenn Pferde eine Stress-Phase durchmachen oder hinter sich haben, sei es durch Überforderung, schlechte Behandlung oder beispielsweise durch eine schmerzhafte Verletzung, Transport, eine Auktion oder schlicht einen Stallwechsel. Geringe Fress- und Ruhezeiten sowie andere Haltungsmängel können ebenfalls zu diesen schweren Magenproblemen beitragen.

Häufig ist die Ursache auch in einer zu hohen Kraftfuttergabe zu suchen, wie Professor Dr. Dirk Winter von der Hochschule Nürtingen sowie Professor Wolfgang Sommer im aid-Heft “Pferdefütterung” ausführen. Das Kraftfutter sollte den Experten zufolge auf mehrere Mahlzeiten pro Tag verteilt werden und vor allem in einem ausgewogenen Verhältnis zur Raufuttergabe stehen. Doch hier liegt häufig der “Hase im Pfeffer”: Die empfohlene Heumenge liegt bei mindestens einem Kilogramm Heu pro 100 Kilogramm Lebendgewicht des Pferdes. Bei einem Großpferd von 600 Kilogramm sollten also 6 Kilogramm Heu gefüttert werden. Das ist in vielen Pensionsställen ein hehres Ziel, das nur selten erreicht wird.

Der zweite Faktor ist der Fütterungszeitpunkt: Das Heu sollte stets vor dem Kraftfutter verabreicht werden, damit der Magen vor der Kraftfuttergabe bereits gut eingespeichelt ist. Beachtet man das und hält das Pferd von Stressfaktoren fern, dann ist dies eine Wohltat für jeden Pferdemagen.

aid-Heft “Pferdefütterung”, Bestell-Nr. 1592, Preis: 4,00 Euro,
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1592

Quelle: http://www.aid.de/

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Fälschungssichere Pferdepässe

17. September 2014

EU-weit strengere Regeln gegen Missbrauch.

(aid) – Der jüngste Pferdefleischskandal kam auf, weil Lebensmittel, in denen “Rind” verarbeitet worden sein sollte tatsächlich aber “Pferd” enthielten. Aber es gibt nicht nur Menschen, die es ablehnen, Pferdefleisch zu essen; Pferdefleisch wird durchaus auch für den menschlichen Verzehr in den Handel gebracht – und offenbar auch konsumiert.

Haben solche Pferde vor ihrer Schlachtung jedoch ihr Leben als Sport- oder Freizeitpferd verbracht, ist es sehr wahrscheinlich, dass innerhalb dieser Lebenszeit auch Krankheiten medikamentös behandelt wurden. Deshalb schreibt der Gesetzgeber vor, dass sich Pferdehalter entscheiden müssen, ob das Pferd später als Schlachttier für den menschlichen Verzehr verwendet werden kann. Dann nämlich ist die Behandlung von Krankheiten mit bestimmten Medikamenten ausgeschlossen. Möchte der Halter diese Medikamente dennoch einsetzen, muss das im Pferdepass entsprechend vermerkt werden.

Dieses Dokument muss seit Juli 2009 jedes Pferd, Pony und jeder Esel “besitzen”. Es dient auch als “Krankenakte”, in der jede Behandlung oder Impfungen eingetragen werden. Ein Schlachtpferd kann aufgrund seiner Verwendbarkeit für den menschlichen Verzehr einen höheren Preis erzielen als eines, bei dem diese Vermarktungsoption aufgrund der Medikamentengabe nicht mehr besteht. Darin liegt eine mögliche Versuchung zum Missbrauch.

Die Mitgliedstaaten der EU haben deshalb nun einen Vorschlag der EU-Kommission unterstützt, die Verordnung zur Identifizierung von Pferden zu überarbeiten. Es soll damit EU-weit ein verlässlicheres und sichereres System geschaffen werden, um zu verhindern, dass über Betrug oder Verwechslung Pferdefleisch für den menschlichen Verzehr in den Handel kommt, das hierfür nicht vorgesehen ist. Dazu soll u. a. durch technische Sicherheitsmaßnahmen erreicht werden, dass die Pässe fälschungssicherer werden.

Alle nach dem 1. Juli 2009 geborenen Pferde müssen EU-weit mit einem Mikrochip ausgestattet werden und alle Mitgliedstaaten müssen eine zentrale Datenbank einrichten, sofern noch nicht vorhanden. In Deutschland sind die Zuchtverbände befugt, Pferdepässe auszustellen. Alle Pass- und Mikrochipdaten werden in einer zentralen Datenbank bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) hinterlegt. Eine solche Datenbank soll nun auch in allen anderen EU-Mitgliedsländern dazu beitragen, die Ausstellung von Pässen durch die verschiedenen Stellen besser kontrollieren zu können. Die neue Verordnung wird ab dem 1. Januar 2016 gelten. Mitgliedstaaten ohne zentrale Datenbank haben dann noch ein halbes Jahr Zeit, eine solche einzurichten.

Quelle: http://www.aid.de/

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Entstehung des Sättigungsgefühls geklärt

5. September 2014

Oleoylethanolamid als Transmitter maßgeblich beteiligt.

Rom (pte002) – Wissenschaftler des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Bioliogia Cellulare e Neurobiologia http://www.ibcn.cnr.it und der Università di Firenze http://www.unfi.it haben den Mechanismus aufgedeckt, mit dem das menschliche Gehirn vom Magen ausgehende Signale empfängt und das Sättigungsgefühl auf den Körper übertragt.

Hinderung am Weiteressen

“Wir haben festgestellt, dass das im Magen während einer Mahlzeit entstehende Sättigungsgefühl von einem bestimmten Lipid ausgeht”, erklärt Projektleiterin Maria Beatrice Passani. Es handle sich um das Oleoylethanolamid, das spezifische Gehirnregionen aktiviert, die Histamin als Neurotransmitter verwenden und am Weiteressen hindern.

Im Verlauf der Labortests hat sich den Wissenschaftlern zufolge erstmalig gezeigt, dass die anorektische Wirkung des Oleoyletahnolamid bei Tieren drastisch zurückgeht, wenn die Fähigkeit zur Produktion von Histamin fehlt oder die neuronalen Histaminreserven infolge eines Inhibitors vorübergehend nicht mehr verfügbar sind.

Basis für neue Appetitzügler

“Uns ist es gelungen, die Art der beteiligten Neurotransmitter und die Vorgänge zu ermitteln, mit deren Hilfe die am Hypothalamus angesiedelten Neuronen die vom OEA erzeugte Information über den jeweiligen Sättigungszustand weitergeben”, so Passani. Dank dieser beim Essverhalten entscheidenden Erkenntnisse eröffneten sich jetzt neue Wege zur Entwicklung von Appetitzüglern und Histamin bildenden Pharmaka, mit denen Fettsucht und Übergewicht besser bekämpft werden können.

Die multidisziplinäre Untersuchung war in direkter Zusammenarbeit mit dem Dipartimento di Fisiologia e Farmacologia der Università La Sapienza http://uniroma1.it in Rom durchgeführt worden. Einzelheiten wurden im Magazin “Proceedings of the National Academy of Sciences” http://pnas.org unter dem Titel “Satiety factor oleoylethanolamide recruits the brain histaminergic system to inhibit food intake” veröffentlicht.

Quelle: pressetext.com

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Mangel an Vitamin D erhöht Demenzrisiko deutlich

7. August 2014

1.650 Personen über 65 Jahren untersucht – Jeder Fünfte ist betroffen.

Devon (pte018) – Ältere Menschen, die an einem schweren Mangel an Vitamin D leiden, verfügen über ein erhöhtes Demenzrisiko. Das hat eine neue Studie unter der Leitung von David Llewellyn von der University of Exeter Medical School http://medicine.exeter.ac.uk ergeben. Die Forscher haben die Daten von rund 1.650 Personen über 65 Jahren analysiert. Allein in Großbritannien leben derzeit rund 800.000 Menschen mit Demenz. Diese Zahl soll bis 2021 auf eine Mio. ansteigen. Details wurden im Fachmagazin “Neurology” http://neurology.org veröffentlicht.

Abhängigkeit von anderen Quellen

Vitamin D wird über die Nahrung aufgenommen und ist vor allem in fettreichem Fisch enthalten. Neben Nahrungsergänzungsmitteln ist vor allem der Kontakt der Haut mit Sonnenlicht von großer Bedeutung. Die Haut älterer Menschen kann bei der Umwandlung von Sonnenlicht in Vitamin D weniger leistungsfähig sein. Damit wird ein Vitaminmangel wahrscheinlicher und die Abhängigkeit von anderen Quellen größer.

Die Teilnehmer wurden sechs Jahre lang begleitet. Zu Beginn litt niemand an Erkrankungen wie Demenz oder Herz-Kreislauf-Störungen. Keiner der Probanden hatte zu diesem Zeitpunkt einen Schlaganfall erlitten. Am Ende der Studie zeigte sich, dass bei den 1.169 Personen mit guten Vitamin-D-Werten die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung bei eins zu zehn lag. 70 Personen litten unter einem schweren Vitaminmangel. Ihr Risiko lag bei eins zu fünf.

Nahrungsergänzungsmittel nehmen

Die Experten erwarteten einen Konnex zwischen niedrigen Vitaminwerten und Demenz sowie Alzheimer. “Wir haben nachgewiesen, dass die Verbindung doppelt so stark war wie erwartet”, so Llewellyn. Weitere Studien sind laut dem Forscher nötig, um herauszufinden, ob das Essen von Nahrungsmitteln mit viel Vitamin D oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln das Einsetzen einer Erkrankung verzögern oder gar verhindern kann. “Diese Ergebnisse zeigen nicht, dass geringe Vitamin D-Werte eine Demenz verursachen können.”

Quelle: pressetext.com

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Homöopathie-Umfrage 2014: Jeder zweite Erwachsene hat schon einmal homöopathische Mittel verwendet

15. Juli 2014

Karlsruhe (humannews) – Ergebnisse einer repräsentativen forsa*-Umfrage zeigen, dass Homöopathie für die Hälfte aller Deutschen ein wichtiges Thema ist. Zudem wird eine differenzierte Sichtweise zu verschiedenen Themen offenbar. Die Umfrage wurde von der Deutschen Homöopathie-Union, DHU, in Auftrag gegeben.

60 Prozent der Frauen verwenden Homöopathie – 81 Prozent sind damit zufrieden

Die DHU als größter deutscher Hersteller von Homöopathika will regelmäßig wissen, wie das Thema in der Bevölkerung gesehen wird. Die im März beauftragte forsa-Umfrage unter 1.000 erwachsenen Deutschen zeigt, dass 48 Prozent der erwachsenen Deutschen ab 18 Jahren schon homöopathische Mittel verwendet haben, darunter 60 Prozent der Frauen. Bei Befragten mit Abitur oder Studium sind es 63 Prozent. Zufrieden bis sehr zufrieden sind 76 Prozent der Homöopathie-Verwender; bei weiblichen Verwendern sind es sogar 81 Prozent.

Befragt nach Bekanntheit der 10 gängigsten Mittel führt Arnica mit 82 Prozent, gefolgt von Belladonna mit 57 Prozent und Calendula mit 55 Prozent. Das Schlusslicht bildet Hekla Lava mit 6 Prozent.

Interessanterweise sind die Unterschiede bei der Bekanntheit der Inhaltsstoffe zwischen den Geschlechtern nicht so groß. Bei Arnica sind es 87 Prozent (Frauen) zu 74 Prozent (Männer). Bei Hekla Lava sind es für beide Geschlechter 6 Prozent.

Zwei Drittel halten Medienkritik für überzogen

Auch kritische Berichte zur Homöopathie in den Medien waren Thema der forsa-Befragung. Die Kritik wird von gut der Hälfte aller Deutschen, 51 Prozent, als hilfreich gesehen für Menschen, die noch keine Erfahrung mit der Homöopathie haben. Als sachlich empfinden die Kritik nur jeweils etwa ein Drittel der Deutschen, gleich ob insgesamt oder Homöopathie-Verwender: beide je 37 Prozent. Für überzogen halten die Kritik 60 Prozent der Deutschen insgesamt und 69 Prozent der Homöopathie-Verwender.

Erfahrung wichtiger als Studien

Erstmals hat forsa die Homöopathie-Verwender gefragt, wie wichtig ihnen Wirksamkeitsstudien im Vergleich zu ihrer Erfahrung sind. 69 Prozent reicht ihre Erfahrung. 27 Prozent meinen, dass auch Studien sein müssten. Bei Verwenderinnen steigt der Wert noch einmal auf 72 Prozent bzw. sinkt auf 24 Prozent.

Tradition kommt im Osten besser an

Die DHU setzt bei der Herstellung ihrer Arzneimittel auf Tradition. Das Ergebnis offenbart einen interessanten Ost-West-Unterschied. So finden es 56 Prozent der Westdeutschen wichtig, dass die DHU ihre Heilpflanzen selbst anbaut. Im Osten sind es 67 Prozent.

Auch die Verschüttelung per Hand nach dem Vorbild Samuel Hahnemanns kommt im Osten besser an. Hier finden es 45 Prozent wichtig. Im Westen sind es 31 Prozent. West wie Ost hält es mit 66 bzw. 62 Prozent aber für bedeutsam, dass die weißen Kügelchen in kleinen Glasflaschen auf den Markt kommen und nicht etwa in Plastikgefäßen.

Mit 77 Prozent halten es die Ostdeutschen allerdings für ganz besonders wichtig, dass die Hersteller homöopathischer Arzneimittel anders auftreten als die chemische Konkurrenz, z. B. in der Werbung. Im Westen sind es immerhin noch 45 Prozent.

*forsa: Meinungen zur Homöopathie / Politik- und Sozialforschung GmbH, Berlin

Quelle: humannews

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