Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Können gefährliche pflanzliche Krankheitserreger in Biogasanlagen überleben?

Montag, 6. September 2010

Die Humboldt-Universität zu Berlin präsentiert zusammen mit Projektpartnern (Julius Kühn-Institut, Universität Rostock, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioenergie Beratung Bornim) Ergebnisse auf der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung in Berlin.

Immer mehr nachwachsende Rohstoffe werden in Biogasanlagen vergoren. Die Rückstände aus diesen Gärungen, die Gärreste, sind für die Landwirtschaft wertvolle organische Dünger. Die verwendeten Pflanzensubstrate wie Weizen und Mais können mit gefährlichen Viren, Bakterien oder Pilzen infiziert sein. Die Krankheitserreger müssen durch die Gärung abgetötet werden. Sonst besteht das Risiko, dass der Landwirt die Erreger mit den Gärresten wieder auf dem Feld ausbringt und für die neue Aussaat ein hoher Infektionsdruck besteht. Welchen Einfluss die anaerobe Vergärung in Laborbiogasanlagen auf die Abtötung der Schaderreger hat, stellen die Projektpartner während der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung in Berlin vor.

Insgesamt zeigen die Laborergebnisse, dass nicht nur die thermische Stabilität des Krankheitserregers selbst eine Rolle spielt, sondern ebenso das Substrat (ganze Pflanze oder Korn) und die Lagerzeit der Gärreste nach der Vergärung. Vor allem an Mais und Getreide als Substrat wurden verschiedene Fusarium-Arten (Taubährigkeit), Claviceps purpurea (Mutterkorn), Tilletia caries (Weizensteinbrand), Alternaria alternata (an Mais und Roggen) oder Sclerotinia sclerotiorum (Weißstängeligkeit an Raps) getestet.

Viele Erreger werden nach einer sechsstündigen Inkubation bei 37 Grad Celsius abgetötet (S. sclerotiorium, R. solani, F. avenaceum (bei Mais), F. verticillioides (bei Mais), T. caries, C. purpurea). Andere getestete pilzliche Erreger benötigten längere Inkubationszeiten und waren erst nach 24 bzw. 138 Stunden komplett abgetötet. Bei den meisten Pathogenen führte die Lagerung der Gärreste zu einer Verringerung der Vermehrungsfähigkeit der Sporen. So wurden nach vierwöchiger Lagerung bei allen getesteten pilzlichen Erregern an Mais und Getreide keine lebensfähigen Schadpilze mehr festgestellt.

Auch Clavibacter michiganensis ssp. sepedonicus, die bakterielle Ringfäule an Kartoffel, ein weltweit gefürchteter, unter Quarantäne stehender Pilz, wurde untersucht. Zwar ist die wirtschaftliche Bedeutung der Kartoffel als „Nachwachsender Rohstoff“ gering, aber das Risikopotenzial, das von dieser Krankheit ausgeht, ist extrem hoch. Aus den bisherigen Ergebnissen lässt sich nicht ableiten, dass die anaerobe Vergärung eine risikofreie Variante zur Verwertung von Kartoffelpartien ist, die mit der bakteriellen Ringfäule befallen sind. Der Kartoffelkrebs, Synchytrium endobioticum, – ebenfalls unter Quarantäne stehend – wurde selbst nach 138-stündiger Vergärung nicht vollständig inaktiviert. Auch eine anschließende Lagerung der Gärreste brachte keinen 100%igen Erfolg im Labor.

Die Überprüfung in Praxisbiogasanlagen steht jetzt an. Werden die Ergebnisse bestätigt, können Anforderungen an den Gärungsprozess formuliert werden, damit Gärreste hygienisch unbedenklich sind und Böden und damit Kulturpflanzen nicht zusätzlich mit Krankheitserregern infiziert werden.

Quelle: Julius Kühn-Institut

SchülerVZ, MySpace, Wer kennt wen?

Mittwoch, 1. September 2010

Das soziale Leben Jugendlicher findet zu einem wesentlichen Teil im Netz(werk) statt. Im Rahmen des Medienkonvergenz-Monitoring leitete Prof. Dr. Bernd Schorb eine Untersuchung zum Umgang Jugendlicher mit Sozialen online-Netzwerken, deren Ergebnisse nun vorliegen.

Für Jugendliche und ihr soziales Leben sind Netzwerkplattformen unentbehrlich geworden. Soziale Netzwerkplattformen sind für sie Treffpunkte des Freundeskreises, Kontaktbörsen und Flächen zur Selbstdarstellung.

Prof. Dr. Bernd Schorb, Leiter der Untersuchung und Professor für Medienpädagogik und Weiterbildung am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW) der Universität Leipzig, bekräftigt: “Soziale Online-Netzwerke haben sich innerhalb kürzester Zeit verbreitet und zu einem zentralen Bestandteil des Medienalltags Jugendlicher entwickelt. Damit einher geht auch eine neue Qualität der Beziehungsarbeit, mit der Jugendliche heute selbstverständlich aufwachsen”. Dabei weist der Medienexperte auch auf Risiken hin: “Die Netzwerkplattformen bieten Heranwachsenden ohne Zweifel viele Möglichkeiten, haben aber auch problematische Seiten, insbesondere, wenn es um Differenzen im sozialen Miteinander oder den Umgang mit persönlichen Daten geht”.

Chancen und Gefahren der sozialen Netzwerke belegen die aktuellen Ergebnisse, die auf Daten einer quantitativen Online-Befragung von 8.382 NutzerInnen sozialer Netzwerkplattformen zwischen 12 bis 19 Jahren im Januar 2009 und auf qualitativen Interviews mit 31 Jugendlichen selben Alters. Die Untersuchung wurde im Rahmen des Medienkonvergenz Monitoring (MeMo) durchgeführt, das von der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) gefördert wird.

Die Ergebnisse

“Ich bin da eigentlich ständig”.Soziale Online-Netzwerke sind zu einem Ritual jugendlicher Internetnutzung geworden, das oft parallel zu anderen Medien- bzw. Internetaktivitäten erfolgt. Dabei zeigt sich ein deutlicher Trend zur Nutzung mehrerer Netzwerkplattformen: insgesamt 70 Prozent der online befragten Jugendlichen sind auf mindestens zwei Online-Netzwerken aktiv. Ein Fünftel der Befragten nutzt drei und ein Zehntel sogar vier soziale Netzwerke. Grund dafür ist, dass sich die Jugendlichen auf verschiedenen Plattformen mit unterschiedlichen Freundeskreisen vernetzen, neue Kontakte zu ‚Gleichgesinnten‘ suchen und spezifische inhaltliche wie funktionale Ausrichtungen der verschiedenen Plattformen schätzen.

“Da spielt sich halt auch außerhalb von der Schule das soziale Leben ab”. Die soziale Beziehungsarbeit ist für Jugendliche das Wichtigste an den Netzwerkplattformen: es geht ihnen darum, Freundschaften zu pflegen, den gemeinsamen Alltag zu organisieren und neue Freunde kennen zu lernen. Die virtuelle Welt ist damit keine, die mit der realen Welt der Jugendlichen nichts gemein hat. Vielmehr stellt sie eine Erweiterung und Fortsetzung des sozialen Raums im Digitalen dar. Das Mitmachen auf Netzwerkplattformen ermöglicht Heranwachsenden auch, sich sozial zu integrieren, über persönlich wichtige Themen zu diskutieren und damit nicht zuletzt an der (Medien-)Gesellschaft teilzuhaben.

“Ich will vor allen Dingen meinen Charakter darstellen.” Die Mehrheit der Jugendlichen schätzt die Möglichkeiten, sich im sozialen Raum Online-Netzwerke selbst darzustellen und sich anderen damit zu präsentieren, insbesondere im Rahmen der Gestaltung eigener Profilseiten und der Mitgliedschaft in Gruppen. Hier präsentieren die Heranwachsenden die vielfältigen Facetten ihrer Persönlichkeit. Nur für einen kleinen Teil der Befragten ist dabei das Hineinschlüpfen in andere Rollen und damit das mediale Probehandeln bedeutsam. Die meisten Jugendlichen legen vielmehr Wert auf eine (nach subjektiven Kriterien) authentische Selbstdarstellung.

“Weil es für mich eine einfache Kommunikationsmöglichkeit ist.” Die interpersonale Kommunikation mit Freunden und Bekannten ist die wichtigste Funktion der Netzwerkplattformen für die befragten Jugendlichen. Ausgangspunkt dafür sind die Profilseiten, die neben der eigenen Präsentationsfläche auch einen gemeinsamen Kommunikationsraum darstellen. Dabei findet der Austausch sowohl über Nachrichten, Pinnwände und plattforminterne Instant-Messenger statt, als auch über die Profile und ihre Vernetzungstools (wie Freundeslisten und Gruppen). Auch Bilder sind Mittel der Kommunikation: Die überwiegende Mehrheit der Befragten hat schon selbst Bilder auf Plattformen gestellt, z.B. zu gemeinsamen Erlebnissen mit Freunden, sowie Bilder anderer NutzerInnen kommentiert, was wiederum Anlass für weitere verbale Kommunikation ist. Dieses produktive und kommunikative Mitgestalten des Netzwerkes ist damit eng mit den sozialen Interessen der Jugendlichen verbunden.

Die Nutzung von Netzwerkplattformen hat auch ihre problematischen Seiten:
“Ich wurde gemobbt”: Fast jede/r Vierte der Befragten gibt an, bereits schlechte Erfahrungen bei der Nutzung Sozialer Online-Netzwerke gemacht zu haben. Diese Erfahrungen beziehen sich vor allem auf Probleme im sozialen Miteinander zwischen den Nutzenden. Thematisiert werden insbesondere Beleidigungen, Bedrohungen und Mobbing, aber auch sexuelle Belästigung, von denen vor allem Mädchen betroffen sind. Zugleich gibt jede/r sechste Befragte an, schon selbst in Netzwerkplattformen etwas getan zu haben, das sie/er im Nachhinein bereut hat. Begünstigt wird dieses problematische Handeln durch die Möglichkeit des anonymen bzw. pseudonymen Agierens in den Netzwerken.

“Ich find das blöd, wenn Leute ihre Seite verstecken. Das ist doch dann sinnlos”. Fast alle befragten Heranwachsenden kennen die Privatsphäre-Einstellung und damit die Möglichkeit, den Zugriff Fremder auf das eigene Profil zu unterbinden. Weniger als die Hälfte der Befragten macht von dieser Funktion Gebrauch. Zentrale Gründe, den Zugang auf die eigenen Daten nicht zu beschränken, sind insbesondere der Aufbau neuer Beziehungen und der Wunsch nach umfassender Selbstpräsentation. Zugleich werden Gefahren bei der Preisgabe persönlicher Daten durchaus wahrgenommen. Dieses Spannungsverhältnis führt zu Unsicherheiten im Handeln der Jugendlichen, die auf notwendige medienpädagogische Unterstützung verweisen.

Quelle: Universität Leipzig

Die vier Typen der Schwiegermütter

Freitag, 27. August 2010

Altes Beziehungsproblem erstmals wissenschaftlich untersucht

Hagen (pte/27.08.2010/06:05) – Obwohl das Bild der “bösen Schwiegermutter” seit Jahrhunderten und in allen Kulturen existiert, wurde es nie wissenschaftlich untersucht. Die Psychologin Andrea Kettenbach von der Fernuniversität Hagen http://www.fernuni-hagen.de hat das nachgeholt. In ihrer Doktorarbeit beschreibt sie erstmals vier Typen von Schwiegermüttern, die sich aus ausführlichen Interviews mit 34 verheirateten Frauen herauskristallisierten und bei über 400 weiteren bestätigten. “Die Schwiegermutter ist viel besser als ihr Ruf. Konfliktpotenzial gibt es aber”, so das Resümee der Wissenschaftlerin im pressetext-Interview.

Die gute und die böse

Die gute, nette, aufmerksame und fürsorgliche Schwiegermutter, die manchmal von der Schwiegertochter sogar als “gute Freundin” beschrieben wird, ist in Kettenbachs Kategorisierung die “Schwiegermutter Typ eins”. Typ zwei ist die aus Sicht der Schwiegertochter gemeine, hinterhältige, sich einmischende und daher böse Schwiegermutter. “Hier gibt es einfach kein Auskommen, sondern nur gegenseitige Ablehnung, was auf Zerrüttungen und ungelöste Konflikte der Vergangenheit zurückgeht”, so die Psychologin.

Haltung des Mannes entscheidend

Doch es gibt auch Formen zwischen diesen Extremen. So etwa die “nervige, aber nützliche” Schwiegermutter vom Typ drei. “Sie hat das Wohl der jungen Familie im Auge und unterstützt diese, mischt sich aber auch ein. Der Mann drückt dabei ein Auge zu und ergreift in Konflikten ungern Partei gegen seine Mutter.” Die auf die Hilfe angewiesene Frau fühlt sich dadurch oft unverstanden und auf verlorenem Posten. Kettenbach rät, beiderseits Grenzen im Gespräch abzustecken. “Viele Frauen formulieren, dass auch Ratschläge Schläge sind und dass der Mann die neue Familie wichtiger nehmen soll als die Herkunftsfamilie.”

Der vierte Typ ist schließlich die defensive, desinteressierte Schwiegermutter. “Hier gibt es wenig Konflikte, doch viel kühle Distanz und Oberflächlichkeit. Schwiegertöchter sind dabei oft enttäuscht, dass die Enkel keine Oma haben. Diese bevorzugt öfters die Kinder der eigenen Tochter gegenüber den ‘Fremdenkeln’.” Häufig sind schlechte Beziehungen dieser Art allerdings nicht. Mehr als 50 Prozent der Schwiegerfrauen kommen heute sehr gut miteinander aus, beweisen quantitative Studien von deutschen Frauenzeitschriften. Zwischen Männern und ihren Schwiegermüttern sind Probleme überhaupt große Ausnahme.

Image aus dunkler Vergangenheit

Der Blick auf Buchtitel oder Internet-Suchergebnisse zeigt, dass der Begriff “Schwiegermutter” immer noch sehr negativ besetzt ist. Die vielen Witze und Karikaturen entspringen aus der Familiensituation vergangener Zeiten, vermutet Kettenbach. “Bis vor hundert Jahren vertrat der Vater durch sein Handwerk die Familie nach außen, die Mutter war jedoch Chefin im Haus. Heiratete der Sohn, lebte dessen Frau im Elternhaus als weiteres Kind mit. In der Hackordnung stand sie jedoch unter der leiblichen Tochter.” Das führte zu Konkurrenzkämpfen um den Titel der besseren Mutter oder der attraktiveren Frau.

Die Situation hat sich deutlich geändert. Heute kommen Frauen in der Regel älter, besser ausgebildet und finanziell unabhängiger “unter die Haube” als früher. Zudem leben frisch Verheiratete kaum noch im Elternhaus des Mannes, was die Kontakthäufigkeit einschränkt. Ein wenig Konfliktpotenzial gibt es aber noch immer. “Besonders wenn Enkel ins Spiel kommen und eine Frau erstmals Großmutter wird, kann es Spannungen geben. Dabei geht es meist um das Eingreifen oder um Ratschläge bei Haushaltsführung und Kindererziehung.”

Quelle: pressetext.deutschland

Die sechs größten Zahn-Irrtümer

Montag, 9. August 2010

Ernährung hat enormen Einfluss auf die Mundgesundheit

Boston (pte/09.08.2010/06:10) – Die Gesundheit der Zähne hängt ganz entscheidend davon ab, wie man sich ernährt. Zu diesem Schluss kommen Forscher um Carole Palmer von der Tufts Unversity School of Dental Medicine http://dental.tufts.edu in der Zeitschrift “Nutrition Today”. In ihrer Analyse knöpfen sich die Zahnmediziner Mythen über den Zusammenhang von Nahrung und Zähnen vor, die sich hartnäckig in der Bevölkerung halten, und widerlegen sie auch.

Mythos 1: Zahnhygiene nur für Mund wichtig

Wenn Zähne krank sind, leiden meist auch der restliche Körper und Geist. Bei Kindern etwa können Zahnschmerzen wegen Karies, der bei weitem häufigsten Kinderkrankheit, die Konzentration in der Schule beeinträchtigen. Zudem bedeutet die Umstellung auf leicht kaubare Nahrung oft eine Verschlechterung der Ernährung, was laut Palmer die Hirnentwicklung oder das Körpergewicht schädigen kann. Fehlende Mineralstoffe während der Schwangerschaft steigern hingegen das spätere Karies-Risiko des Ungeborenen.

Mythos 2: Mehr Zucker heißt mehr Karies

Über die Entwicklung von Karies entscheidet nicht die Zuckermenge, sondern die Zeitdauer, in der Zucker und Zähne aufeinander treffen. Zum Problem wird dies besonders bei Süßigkeiten, die sich nur langsam auflösen, oder bei ständigem Konsum von Softdrinks. “Zähne sind in diesen Fällen länger den Säuren ausgesetzt, die Mundbakterien aus dem Zucker bilden”, so die US-Zahnmedizinerin.

Mythos 3: Milchzahnkaries ist harmlos

Besonders weit verbreitet ist die Meinung, dass Kinder und Babys ruhig Zahnfäule haben dürfen, da Milchzähne ohnehin ausfallen. Weit gefehlt, so Palmer. Denn Karies schädigt die Entwicklung der Zahnkronen der bleibenden Zähne. Zudem kann ein zu früher Verlust eines Milchzahns dazu führen, dass der darunter liegende zweite Zahn in schlechter Position herauskommt und später zahnärztliche Korrektur braucht.

Mythos 4: Osteoporose schadet nur Rücken und Hüfte

Osteoporose kann auch das Ende von Zähnen bedeuten. Denn der Gesichtsknochen, der die Zähne zusammenhält, kann ebenso brüchig werden. “Damit macht sich fehlendes Kalzium, Vitamin D und K in der Ernährung auch im Kiefer bemerkbar”, so Palmer. Um den Mundraum und seine tragenden Strukturen in Schwung zu halten, ist eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar, denn Kiefer, Zahnfleisch, Lippen und Gaumen erneuern sich das ganze Leben lang.

Mythos 5: Dritte Zähne verbessern die Ernährung

Ähnlich wie Zahnschmerzen wegen Karies wirkt sich auch ein künstliches Gebiss aus, das schlecht passt und daher schmerzt. Ältere Menschen, die davon betroffen sind, werden automatisch Essen bevorzugen, das sie wenig kauen müssen. “Da steigt die Versuchung, zum Kuchen oder Süßgebäck zu greifen. Träger dritte Zähne sollten daher darauf pochen, dass ihr Gebiss gut sitzt. Zudem ist gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeit weiter wichtig”, so Palmer.

Mythos 6: Karies ist kein Thema für Erwachsene

Obwohl der “süße Zahn” nach der Jugend etwas schwindet, ist nur ein Prozent der Erwachsenen kariesfrei. Problematisch sind hier besonders der Zahnfleischrückgang, der Wurzelkaries begünstigt, sowie fehlender Speichel, der sonst den Mund reinigt. “Auch Antidepressiva, Harntreiber, Antihistaminika und Beruhigungsmittel trocknen den Mund aus. Wer diese einnimmt, sollte häufiger Wasser trinken”, rät Palmer. Besonderes Augenmerk auf die Zähne sei weiter auch bei chronischen Krankheiten, wie Diabetes, zu raten.

Quelle: pressetext.austria

Anmerkung: eine Erklärung der Beziehungen zwischen Zähnen und Organen finden Sie <<  hier  >>

Rohmaterial entscheidet über Qualität von Öko-Nahrung

Montag, 26. Juli 2010

Ökologische Nahrungsmittel haben einen guten Ruf. Doch die Qualität ökologischer Fertignahrung kann noch weiter verbessert werden.

Kassel/Witzenhausen. Ökologische Nahrungsmittel haben einen guten Ruf. Doch die Qualität ökologischer Fertignahrung kann noch weiter verbessert werden. Kritische Punkte in der Erzeugung solcher Lebensmittel zu identifizieren war Ziel eines europäischen Forschungsprojekts, an dem unter anderem Wissenschaftler des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften der Uni Kassel teilnahmen.

„Die Europäische Union regelt den Anbau ökologischer Nahrungsmittel sehr genau, sagt aber fast nichts über die korrekte Verarbeitung“, erklärt Privatdozent Dr. Johannes Kahl vom Fachgebiet Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur in Witzenhausen, bei Kassel: „Eine EU-Verordnung verlangt zwar schonende Verfahren bei der Lebensmittelherstellung, definiert aber nicht, was das ist.“

Unterdessen sucht die Lebensmittelindustrie nach Methoden, die Qualität ökologischer Nahrungsmittel zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts „Qualitätsanalyse kritischer Kontrollpunkte“ (CORE organic QACCP) haben insgesamt 14 Institutionen aus Forschung und Industrie von Juni 2007 bis Juni 2010 an verbesserten Produktionsprozessen gearbeitet. Dabei wurden Feldversuche und Qualitätsanalysen durchgeführt. In Tiermodellen wurden die Auswirkungen auf die Gesundheit überprüft. Kritisch unter die Lupe nahmen die Wissenschaftler vor allem die Herstellung von Möhrenbrei für Babys.

Nach den Ergebnissen der Forscher gibt es bei der Produktion von ökologischem Möhrenbrei einen besonders kritischen Faktor, welcher die Qualität beeinflusst: das Rohmaterial. „Die Rohware ist entscheidend“, betont Kahl. So ließen sich im fertigen Produkt erhebliche Unterschiede feststellen, je nachdem ob frische oder tiefgekühlte Rohware benutzt wurde. Ein überraschendes Ergebnis für die Wissenschaftler. „Die tiefgekühlte Ware ist für eine Weiterverarbeitung nicht so gut geeignet“, so Kahl. Das Ergebnis im Hinblick auf Geschmack, Geruch und den Anteil wichtiger Vitamine und Antioxidantien sei spürbar schlechter als beim Einsatz frischer Rohware.

Das im Projekt entwickelte und im industriellen Maßstab bei Möhrenbrei auch getestete Verfahren der Qualitätsanalyse kritischer Kontrollpunkte (QACCP) empfiehlt sich laut Kahl nicht nur für den Bereich Babykost, sondern generell für alle ökologischen Lebensmittel.

Quelle:
Universität Kassel
Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften
Fachgebiet Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur

Hautkrebs: Alarmierende Entwicklung

Montag, 19. Juli 2010

Hautkrebs nimmt in Deutschland immer mehr zu. Mehr als 120.000 Menschen erkranken jährlich an einem Hauttumor. In den allermeisten Fällen ist zu intensive Sonnenbestrahlung die Ursache der Erkrankung.

Durch die Verminderung der Ozonschicht wird der natürliche Strahlenfilter immer dünner und die ultraviolette Strahlung auf die Erde nimmt zu. Eine so starke Strahlung sind hellhäutige Menschen nicht gewöhnt und erkranken deshalb immer häufiger an Hautkrebs. Der beste Schutz vor Hautkrebs besteht darin, die Sonne zu meiden. Muss man trotzdem im Freien arbeiten, sollte als Schutz gegen die Sonne luftige Kleidung getragen werden, die möglichst viel Haut bedeckt. Hut oder Kopftuch sollten dabei auf keinen Fall vergessen werden. Für Hautstellen wie Gesicht, Hände oder Nacken, die nicht bedeckt sind, ist Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 15 – 30) nötig.

Der Flyer “Arbeit im Freien bei Hitze” steht  >>  hier  <<  zum kostenlosen Download bereit.

Quelle: Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft

Deutsche Regierung: Väter oder Mütter verdienen im Schnitt 1.669 Euro im Monat

Donnerstag, 17. Juni 2010

Berlin: (hib/ELA/AW) Im Jahr 2009 waren durchschnittlich 37.500 arbeitslose Alleinerziehende auf Arbeitslosengeld I angewiesen, 276.600 arbeitslose Alleinerziehende bezogen Hartz IV. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/1838) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17/1658), die nach den Chancen und Benachteiligungen von Familien mit Kindern auf dem Arbeitsmarkt gefragt hatten. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit belief sich bei den alleinerziehenden ALG I-Beziehern auf 33,4 Wochen, bei den entsprechenden Empfängern von Grundsicherung auf 47,4 Wochen, heißt es in der Antwort weiter.

Nach Angaben der Regierung lag das individuelle monatliche Nettoeinkommen von Elternteilen beziehungsweise Bezugspersonen und Partnern in Paarfamilien mit minderjährigen Kindern bei durchschnittlich 1.669 Euro im Monat, von Alleinerziehenden bei 1.370 Euro im Monat und von Personen in sonstigen Haushalten bei 1.359 Euro im Monat. Im Durchschnitt arbeiteten Erwerbstätige aus Paarfamilien im Jahr 2008 nach den Angaben im Mikrozensus 34,5 Stunden in der Woche, erwerbstätige Alleinerziehende 30,2 Stunden und Erwerbstätige aus sonstigen Haushalten 36,3 Stunden, heißt es in der Antwort weiter. Bei den beruflichen Abschlüssen macht die Regierung unter anderem folgende Angaben: 16,4 Prozent aller Personen in Paarfamilien haben keinen beruflichen Abschluss (24 Prozent bei Alleinerziehenden, 23,4 Prozent bei sonstigen Haushalten), 17,2 Prozent aller Personen in Paarfamilien haben einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss oder eine Promotion (11,3 Prozent bei Alleinerziehenden, 13,1 Prozent bei sonstigen Haushalten).

Im Jahr 2009 begannen der Regierung zufolge 44.200 Alleinerziehende eine Maßnahme der beruflichen Weiterbildung, die in 14.700 Fällen von einer Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) und in 29.600 Fällen von einem Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis SGB II) gefördert wurde. Knapp ein Fünftel der Maßnahmen dauerte vier Wochen bis sechs Monate und knapp vier Fünftel mehr als sechs Monate. Kurze Maßnahmen von weniger als vier Wochen Dauer spielen kaum eine Rolle (etwa 1 Prozent). Die Beteiligung der Alleinerziehenden an beruflicher Weiterbildung entspräche etwa ihrem Anteil an den Arbeitslosen, schreibt die Regierung. So betrage der Anteil der Alleinerziehenden an allen Zugängen in berufliche Weiterbildung knapp 8 Prozent, im Vergleich zu einem Anteil von 9 Prozent am jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenbestand in 2009. Auch die Verteilung hinsichtlich der Maßnahmendauer sei durchschnittlich, heißt es weiter.

Quelle: heute-im-Bundestag

Die französische Agentur Afsset empfiehlt Vorsichtsmaßnahmen bei der Nanotechnologie

Freitag, 2. April 2010

Die französische Agentur für die gesundheitliche Sicherheit in der Umwelt und am Arbeitsplatz (Affset) hat am 24. März 2010 die Ergebnisse einer Studie zur Bewertung der mit Nanomaterialien verbundenen Risiken für die Bevölkerung und die Umwelt veröffentlicht.

Im Rahmen dieser Studie wurden einige hundert Konsumgüter untersucht, die Nanopartikel enthalten. Darunter Produkte des täglichen Bedarfs, wie Textilien, Kosmetika, Lebensmittel, Sportartikel oder Baumaterialien. Zur Erarbeitung einer neuen Methode zur Einschätzung von Gesundheitsrisiken hat sich die Agentur dabei auf die nachfolgenden 4 Produkte konzentriert, die häufig verwendet werden und verschiedene Expositionswege bieten: über die Haut, die Atmung und die Nahrungsaufnahme.

- Antibakterielle Socken: Diese enthalten in den Textilfasern Silber-Nanopartikel, um so schlechte Gerüche zu vermeiden. Im Rahmen der Studie konnte festgestellt werden, dass diese Partikel “oxidativen Stress” verursachen können, was zu einer Schädigung der Zellen führen kann. Die Risiken für die Gesundheit sind also nicht unerheblich. Beim Waschen dieser Socken werden schätzungsweise 18 Tonnen Nano-Silber in die Gewässer gespült (vorausgesetzt jeder 10. Franzose würde 10 Paar Socken pro Jahr kaufen). Eine solche Verbreitung sollte nicht außer Acht gelassen werden, da diese Silber-Nanopartikel für bestimmte Tierarten nachgewiesenermaßen gefährlich sind, so die Wissenschaftler.

- Selbstreinigender Zement: Dieser enthält Nano-Titandioxid, wodurch der Zement selbstreinigend wird, da er organische Ablagerungen abbaut. Bei Versuchen mit Ratten führte eine hohe Konzentration dieser Verbindungen zur Bildung von Krebszellen und zu Lungenentzündungen. Die Auswirkungen auf die Umwelt (durch die Freisetzung von Titandioxid bei der Nutzung von Gebäuden) sind noch weitgehend unerkannt.

- Sonnencremes: Auch diese enthalten Titandioxid-Nanopartikel als Filtermittel für die UV-Strahlung. Die Hersteller haben immer wieder beteuert, dass Sonnencremes die Hautschicht nicht durchdringen. Afsset konnte jedoch durch jüngste Studien belegen, dass die Titandioxid-Nanopartikel auch in die tieferen Schichten der Epidermis eindringen. Die Abgabe an die Umwelt wird für Frankreich auf 230 Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt. Jedoch müssen die Auswirkungen dieser in Kosmetikartikeln enthaltenen Substanzen noch untersucht werden.

- Puderzucker (Tafelsalz): dieser kann Nanosiliziumdioxid enthalten, um die Verklumpung der Kristalle zu verhindern. Eventuelle Gefahren für die Gesundheit des Menschen und für die Ökosysteme sind derzeit nicht bekannt.

Mit dieser Studie zeigt die Affset auf, dass einige Produkte möglicherweise gefährlich für die Gesundheit und die Umwelt sein können. Angesichts dieser Unsicherheiten ist das oberste Prinzip der Agentur: “Sofortiges Handeln im Namen des Vorsorge-Prinzips”. Zu diesem Zweck empfiehlt sie folgende Maßnahmen:

- Die Absicherung der Rückverfolgbarkeit von Nanomaterialien. Dies wird über die Verpflichtung der Industrie zur Anzeigepflicht erreicht.

- Eine klare Etikettierung, auf der das Vorhandensein von Nanomaterialien in den Produkten und deren mögliche Freisetzung bei der Benutzung vermerkt sein müssen.

- Das Anwendungsverbot für bestimmte Nanomaterialien, bei denen die Gefährdung höher eingestuft wird als der Nutzen.

- Stärkere Harmonisierung der französischen und europäischen Rechtsgrundlagen, mit dem Ziel der Vereinheitlichung der bewährtesten Praktiken: Deklarierung, Autorisierung und gegebenenfalls Ersetzung.

Ein weiteres Ziel der Afsset ist die Erarbeitung einer neuen Methode zur Bewertung der Risiken von Nanomaterialien für die Gesundheit. Mit der Unterstützung seiner Arbeitsgruppe will sie in 2 Jahren ein vereinfachtes Bewertungssystem vorstellen. Aktuell gehen nur 2% der veröffentlichten Studien auf die Gesundheits- und Umweltsrisiken von Produkten ein.

Die Agentur empfiehlt ebenfalls eine Normung der Eigenschaften von Nanomaterialien. Der Schwerpunkt sollte dabei auf der Untersuchung der Toxikologie, der Ökotoxikologie und der Messung der Exposition liegen. Vor diesem Hintergrund koordiniert die Afsset das auf 3 Jahre angelegte europäische Programm “Nanogenotox”, dessen Ziel darin besteht, die toxische Wirkung von 14 Nanomaterialien auf die Gene und die DNA zu untersuchen. 18 Einrichtungen aus 13 Ländern arbeiten bei diesem Projekt zusammen, u. a. Frankreich und Deutschland. Die französischen Akteure sind:

- Afssa – nationale Agentur für Lebensmittelsicherheit
- INRS – nationales Institut für Forschung und Sicherheit
- CEA – Zentrum für Atomenergie und alternative Energien
- Pasteur Institut in Lille
- CNRS – nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung
- Afssaps – nationale Agentur für die Sicherheit von Gesundheitsprodukten
- LNE – nationale Verpackungsprüf- und Forschungsstelle
- Ineris – nationales Institut für Industrie und Umweltrisiken

Das Gesamtbudget des Programms “Nanogenotox” beläuft sich auf 6,2 Millionen Euro und wird zu 45% von der EU-Kommission und zu 55 % von den Ländern selbst finanziert. Das französische Ministerium für Sport und Gesundheit übernimmt den Beitrag für Frankreich.

Quellen:
- “NANOGENOTOX : Lancement par l’Afsset d’une action conjointe européenne pour la caractérisation du potentiel génotoxique des nanomatériaux”, Artikel von der Afsset – 18.03.2010
http://www.afsset.fr/index.php?pageid=452&newsid=545&MDLCODE=news
- “Nanomatériaux: le principe de précaution réaffirmé”, Artikel des französischen Ministeriums für Forschung und Hochschulbildung – 24.03.2010
http://www.science.gouv.fr/fr/actualites/bdd/res/3572/nanomateriaux-le-principe-…
- “Nanoproduits : le principe de précaution préconisé”, Artikel aus Le Monde – 24.03.2010
http://www.lemonde.fr/planete/article/2010/03/24/nanoproduits-le-principe-de-pre…

Redakteur: Philippe Rault, philippe.rault@diplomatie.gouv.fr

Leben und Sterben

Dienstag, 16. März 2010

<< Hier >>  finden Sie einige Gedanken aus naturheilkundlicher Sicht.

Neuer WDCS-Artenführer

Freitag, 19. Februar 2010

Die Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS), die aktivste Non-Profit-Organisation, die sich der Erhaltung und dem Wohlfühlen von Walen und Delfinen verschrieben hat, hat einen neuen Artenführer ins Internet gestellt. Er enthält viele Information und Bilder zu den einzelnen Arten.

<<  hier >> geht es zum Artenführer