Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Digitale Sammlung zur Bienenkunde nun online

Donnerstag, 6. Februar 2014

Köln/Bonn – Die ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften baut ihre digitalen Bestände aus. Seit kurzem ist ihre neue Internetseite zur Digitalen Sammlung, die auch umfangreiche Bestände aus der Bienenforschung enthält, online.

Digitalisiert wurden unter anderem Teile aus der Bibliothek des Bonner Bienenkundlers August Pollmann (1812-1898). Diese Sammlung schließt zahlreiche, teils sehr seltene deutsche und fremdsprachige Bücher sowie sieben bienenwissenschaftliche Zeitschriften ein. Die ersten Titel sind nun in digitaler Form unter http://s2w.hbz-nrw.de/apidologie verfügbar, weitere werden folgen.

August Pollmann war ein Bonner Bienenforscher, der von 1868 bis 1894 an der Königlich Preußischen Landwirtschaftlichen Akademie Bonn-Poppelsdorf lehrte. Deren Bibliothek, eine Vorgängerinstitution der ZB MED, erwarb die umfangreiche bienenkundliche Sammlung Pollmanns. Zur Sammlung gehört auch die von Pollmann redigierte Zeitschrift „Vereins-Blatt des Westfälisch-Rheinischen Vereins für Bienen-und Seidenzucht“.

Mit der Digitalisierung der Bibliothek Pollmanns leistet die ZB MED einen Beitrag zur Bienenforschung. Diese spielt heute angesichts der aktuellen, als Bienensterben bekannten Problematik eine große Rolle und wird durch die Europäische Union und verschiedene deutsche Bundesländer im Rahmen eines Pilotprojektes (EuBiMo) mit insgesamt 17 EU-Staaten gefördert.

Die gesamte Digitale Sammlung der ZB MED kann unter http://s2w.hbz-nrw.de/zbmed abgerufen werden. Sie bietet einen weltweiten freien Zugang zu zahlreichen urheberrechtsfreien Werken der Bienenkunde sowie zu weiteren Bereichen, etwa der Physischen Anthropologie. Verschiedene Suchoptionen, auch innerhalb der erfassten Titel, eröffnen umfassende Möglichkeiten, mit den digitalisierten Werken zu arbeiten. Gerne nimmt die ZB MED auch Vorschläge für Digitalisierungen entgegen.

Quelle: Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften

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Spinnenseide für Brustimplantate: Neue Beschichtung senkt das Risiko medizinischer Komplikationen

Dienstag, 28. Januar 2014

Brustimplantate aus Silikon kommen seit vielen Jahren in der Chirurgie zum Einsatz. Doch obwohl Silikon für derartige medizinische Anwendungen hervorragend geeignet ist, kommt es in der Folge nicht selten zu Komplikationen. Einer Forschergruppe um Prof. Dr. Thomas Scheibel an der Universität Bayreuth ist es jetzt gelungen, die Brustimplantate mit einer dünnen Haut aus biotechnologisch hergestellten Spinnenseidenproteinen zu überziehen. Dadurch können, wie die erfolgreich abgeschlossenen vorklinischen Tests zeigen, schmerzhafte Folgewirkungen erheblich verringert oder ganz vermieden werden. Im Fachjournal „Advanced Functional Materials“ stellen die Wissenschaftler ihre Ergebnisse vor.

Implantate, deren Außenhülle aus Silikon besteht, dienen in vielen Fällen der plastischen Wiederherstellung einer Brust, die aufgrund einer Krebserkrankung amputiert wurde. Zudem sind sie unentbehrlich für Brustoperationen, die ohne vorherige Erkrankungen allein aus ästhetischen Gründen vorgenommen werden.

Wenn nun das Silikon mit einer Haut aus Spinnenseidenproteinen überzogen wird, die nicht dicker als 1 bis 5 Tausendstel Millimeter ist, werden die Funktion und die chirurgische Handhabbarkeit des Implantats dadurch in keiner Weise beeinträchtigt. Zugleich toleriert das körpereigene Gewebe die Oberfläche des Implantats viel besser als eine nicht beschichtete Silikonoberfläche, so dass sich das Risiko medizinischer Komplikationen erheblich verringert.

Zu diesen Komplikationen, die nicht selten in den ersten Monaten nach dem Einsatz unbeschichteter Silikonbrustimplantate auftreten, gehört insbesondere eine schmerzhafte Kapselfibrose. Dabei bildet sich um das Implantat eine Kapsel aus körpereigenem Narbengewebe, die häufig verhärtet und sich zusammenzieht. Oftmals muss sie operativ entfernt werden. Bei diesem Eingriff muss das Implantat ausgewechselt werden.

In den vorklinischen Tests mit den beschichteten Implantaten stellte sich heraus, dass die Seidenproteine die Neubildung von körpereigenem Binde- und Narbengewebe signifikant verringern. Die Kapsel, die um das Implantat herum entsteht, ist daher weniger stark und neigt auch weniger zu Verhärtungen. Darüber hinaus kommt es infolge der Seidenbeschichtung in erheblich weniger Fällen zu Entzündungsreaktionen oder zu Abstoßungsreaktionen des Immunsystems.

Die Grundlagen für die Herstellung der Spinnenseidenproteine sowie die Beschichtungstechnologie wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Scheibel am Lehrstuhl für Biomaterialien der Universität Bayreuth entwickelt. Den Rahmen für diese Forschungsarbeiten bildeten ein Projekt des DFG-Sonderforschungsbereichs 840 „Von partikulären Nanosystemen zur Mesotechnologie“ an der Universität Bayreuth sowie ein vom Universitätsklinikum Würzburg gefördertes Vorhaben. Bei den Spinnenseidenproteinen, welche die Verträglichkeit der Brustimplantate erheblich verbessern, handelt es sich um eADF4(C16)-Moleküle, die von der Biotech-Firma AMSilk GmbH in Martinsried mittlerweile im Industriemaßstab produziert werden. AMSilk hat auch die Implantate beschichtet und dabei die hierfür in Bayreuth entwickelte Technologie umgesetzt. Bei ihren vorklinischen Studien haben die Bayreuther Biomaterialforscher eng mit Medizinern am Universitätsklinikum Leipzig sowie wiederum mit Wissenschaftlern der AMSilk GmbH zusammengearbeitet.
„Spinnenseide mit ihren außergewöhnlichen mechanischen Eigenschaften fasziniert Forscher seit vielen Jahrzehnten“, erklärt Prof. Scheibel. „Bereits in der Antike wurden positive wundheilungsfördernde Effekte beschrieben. Mit unserer neuen Studie ist es gelungen, das Potenzial biotechnologisch hergestellter Spinnenseidenproteine beispielhaft an einer Beschichtung für Silikonbrustimplantate zu zeigen. Die Ergebnisse ermutigen uns, weitere medizintechnische Anwendungen zu verfolgen.“

Literatur: Philip H. Zeplin, Nathalie C. Maksimovikj, Martin C. Jordan, Joachim Nickel, Gregor Lang, Axel H. Leimer, Lin Römer, Thomas Scheibel, Spider Silk Coatings as a Bioshield to Reduce Periprosthetic Fibrous Capsule Formation, In: Advanced Functional Materials; Article first published online: 13 Jan 2014 DOI: 10.1002/adfm.201302813 Die Publikation ist frei verfügbar (open access). Abstract: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/adfm.201302813/abstract

Quelle: Universität Bayreuth

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Unter nährstoffarmen Bedingungen steuern Viren die Größe und Struktur der mikrobiellen Population

Dienstag, 21. Januar 2014

Wissenschaftler der Universität Oldenburg und des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ weisen in der aktuellen Vorab-Onlineausgabe des Journal of the International Society for Microbial Ecology (ISME v. 20.01.2014) nach, dass in extrem tiefen, alten und nährstoffarmen Meeressedimenten bis zu 225 mal mehr Viren als Mikroben leben. Damit stellen in diesen extremen Lebensräumen nicht mehr die bakteriellen Mikroorganismen die größte Fraktion der lebenden Biomasse dar, sondern Viren.

Diese Viren übernehmen die Rolle der Räuber in diesem außergewöhnlichen Biotop. Die Forscher fanden heraus, wie sich mit zunehmender Nährstoffarmut das Verhältnis von Viren zu Mikroben immer stärker hin zu den Viren verschiebt. „Schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass die Masse aller lebenden Mikroben im Meeresboden mindestens genauso groß ist wie die der Bewohner der darüber liegenden Weltmeere“, sagt dazu Jens Kallmeyer vom GFZ. „Eine bisher vernachlässigte Unbekannte sind allerdings die Viren.“

In diesen extremen Lebensräumen  übernehmen Viren die Rolle von räuberischen Organismen: Sie steuern die Größe und Struktur der mikrobiellen Population. Die überraschend hohe Zahl der Viren wird damit erklärt, dass die zwar kleine aber aktive Mikrobenpopulation permanent neue Viren produziert, diese aber länger erhalten bleiben weil die wenigen Mikroben weniger Enzyme produzieren, welche die Viren zerstören. Bisherige Messungen im Meerwasser und oberflächennahen Sedimenten konnten zwar zeigen, dass Viren etwa zehnmal häufiger sind als Mikroben, aber aufgrund ihrer wesentlich kleineren Masse keine große Rolle bei der Gesamtmenge der lebenden Biomasse spielen. Außerdem wurde angenommen, dass hauptsächlich räuberische Organismen wie z.B. andere Einzeller, oder auch Würmer oder Schnecken die Größe der Mikrobenpopulation steuern. Die jetzt vorgestellten neuen Ergebnisse zeigen, dass diese einfachen Annahmen so nicht haltbar sind.

Literatur: Engelhardt, T., Kallmeyer, J., Cypionka, H., & Engelen, B. (2014): „High virus-to-cell ratios indicate ongoing production of viruses in deep subsurface sediments”, ISME Journal. doi: 10.1038/ismej.2013.245; 20.01.2014

Quelle: Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

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Koppen – ein Phänomen domestizierter Pferde, Zusammenhang mit Fütterung untersucht

Mittwoch, 15. Januar 2014

(aid) – Koppen zählt vermutlich zu einer der häufigsten Verhaltensanomalien bei Pferden. Durch Anspannen der unteren Halsmuskulatur wird der Schlundkopf geöffnet, woraufhin Luft in die Speiseröhre einströmt und ein deutlich hörbares Geräusch entsteht. Früher galt vor allem Langeweile als eine der Ursachen dieser Stereotype. Neuere Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass eine mangelhafte Fütterung – insbesondere von zu hohen Kraft- und zu geringen Raufuttermengen – als Auslöser zu vermuten ist. Sie führt zu einer gesteigerten Magensäureproduktion. Im Journal of Equine Veterinary Science haben Wissenschaftler das Ergebnis einer Studie veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen dem Aufsetzkoppen und der Verabreichung von Kraftfutter zum Gegenstand hatte. Ziel der Untersuchung war die Bestimmung einer möglichen Magenschleimhautschädigung und die Wirkung von Kraftfutter auf das im Blut zirkulierende Gastrin.

Die Forscher der US-amerikanischen Universitäten in Michigan und Alabama gingen von der Vermutung aus, dass die gestörten Pferde nicht nur vermehrt an einer geschädigten Magenschleimhaut leiden, sondern auch auf Kraftfuttergaben mit einer erhöhten Gastrin-Konzentration reagieren. Gastrin ist ein Hormon des Magen-Darm-Traktes, das die Produktion von Magensäure anregt.

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 18 adulte Pferde beobachtet, davon eine Gruppe mit Aufsetzkoppern. Die Tiere wurden auf der Weide mit freiem Zugang zum Heu gehalten und erhielten zwei Mal täglich Kraftfutter in pelletierter Form. Für die Dauer von 24 Stunden wurden sowohl die einzelnen Krippenbisse, als auch die Dauer des jeweiligen Kopp-Vorgangs untersucht. Für einen Zeitraum von 24 bis 28 Stunden wurde den Tieren dann das Futter entzogen und die Magenschleimhaut untersucht. Außerdem wurden Proben der Magensäure entnommen. Dann kamen die Pferde wieder für 72 Stunden auf die Weide. Unmittelbar nach einem erneuten Futterentzug über zwölf Stunden wurden Blutproben entnommen. Zwei weitere folgten im Abstand von 60 und 120 Minuten jeweils nach der Verabreichung von einem Kilogramm Kraftfutter.

Zwischen den Pferdegruppen konnten keine Unterschiede in der Anzahl oder im Schweregrad der Magengeschwüre, in der Neigung zu einer Verdickung der Magenwand (Hyperkeratose) oder dem pH-Wert der Magensäure festgestellt werden. Allerdings wurde eine erhöhte Gastrin-Konzentration nach der Verabreichung von Kraftfutter nach 60 und 120 Minuten bei den Aufsetzkoppern beobachtet. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass zum Koppen neigende Pferde bei Dauerweidehaltung keine vermehrten Schäden der Magenschleimhaut entwickeln. Der Verzehr von Kraftfutter führte jedoch zu einem Anstieg der Gastrin-Produktion.

Eine möglichst naturnahe Haltung mit langen Fresszeiten und einer kontinuierlichen Aufnahme von Raufutter gilt nicht nur als Präventivmaßnahme, sondern vor allem als Schlüsselfaktor bei Pferden mit diesen Verhaltensstörungen. Kraftfutter ist hingegen zu meiden bzw. die Fütterung sollte nur in Kleinstmengen erfolgen.

Quelle: www.aid.de

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Verabreichung der natürlichen Substanz Spermidin stoppt Demenz

Sonntag, 1. Dezember 2013

Der altersabhängige Rückgang der Erinnerungsfähigkeit kann durch die Verabreichung der natürlichen Substanz Spermidin gestoppt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie von Prof. Dr. Stephan Sigrist von der Freien Universität Berlin sowie dem Exzellenzcluster Neurocure und Prof. Dr. Frank Madeo von der Karl-Franzens-Universität Graz. Die Studie wurde vorab in der Online-Version in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Neuroscience“ veröffentlicht.

Die Biologen konnten nachweisen, dass die körpereigene Substanz Spermidin einen zellulären Reinigungsprozess auslöst, infolge dessen die Erinnerungsleistung älterer Gehirne von Fruchtfliegen wieder auf jugendliches Niveau steigt.

Erinnerungsprozesse bei tierischen Organismen wie Fliegen oder Mäusen sind auf molekularer Ebene denen des Menschen ähnlich. Sigrists und Madeos Forschung kann einen Beitrag dazu leisten, Mittel zu entwickeln, die das Einsetzen von Demenzerkrankungen verzögern.
Als Auslöser der altersabhängigen Demenz werden aggregierte (verklumpte) Proteine vermutet. Diese reichern sich in alten Gehirnen von Fliegen, Mäusen und Menschen vermehrt an. Das Molekül Spermidin, dessen Anti-Aging-Wirkung bereits 2009 in Madeos Grazer Forschungsgruppe entdeckt wurde, setzt die sogenannte Autophagie in Gang, einen Reinigungsvorgang auf zellulärer Ebene. Proteinaggregate und weiterer zellulärer Abfall werden den Lysosomen, den Verdauungsapparaten in Zellen, zugeführt und dort aufgelöst.

Nachdem den Fruchtfliegen Spermidin zugefüttert wurde, minimierte sich die Menge der Proteinaggregate in ihren Gehirnen deutlich und ihre Erinnerungsfähigkeit nahm zu. Messbar ist dies, weil Fliegen durch klassische Pawlow’sche Konditionierung lernen, sich an das Gelernte erinnern und ihr zukünftiges Verhalten danach ausrichten.

Beim Menschen lässt die Erinnerungsfähigkeit ab etwa dem 50. Lebensjahr nach. Dieser Schwund beschleunigt sich mit zunehmendem Alter. Aufgrund steigender Lebenserwartung nehmen altersinduzierte Demenzerkrankungen drastisch zu.  Die Spermidinkonzentration hingegen nimmt mit dem Alter bei Fliegen auch bei Menschen ab.

Sollte es gelingen, mit Spermidin als Nahrungsergänzung das Einsetzen von Demenzerkrankungen zu verzögern, würde dies für den einzelnen Patienten und die Gesellschaft einen Durchbruch bedeuten. Patientenstudien sind das nächste Ziel von Stephan Sigrist und Frank Madeo.

Der Exzellenzcluster NeuroCure ist eine Kooperation der Charité – Universitätsmedizin Berlin und den biologischen/biochemischen Wissenschaften ihrer Trägeruniversitäten, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin, sowie mit drei außeruniversitären Forschungsinstituten.

Literatur: Varun K Gupta, Lisa Scheunemann, Tobias Eisenberg, Sara Mertel, Anuradha Bhukel, Tom S Koemans, Jamie M Kramer, Karen S Y Liu, Sabrina Schroeder, Hendrik G Stunnenberg, Frank Sinner, Christoph Magnes, Thomas R Pieber, Shubham Dipt, André Fiala, Annette Schenck, Martin Schwaerzel, Frank Madeo & Stephan J Sigrist (2013): Restoring polyamines protects from age-induced memory impairment in an autophagy-dependent manner, Nature Neuroscience, Advance Online Publication, 1 September 2013, doi:10.1038/nn.3512.

Quelle: Freie Universität Berlin

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Gezielte Ernährung stoppt Sehkraftverlust

Donnerstag, 26. September 2013

Augenmediziner am Uniklinikum Leipzig belegen mit Langzeitstudie Wirksamkeit von Lutein und Omega-3-Fettsäuren bei AMD.

Durch eine gezielte Ernährung lässt sich die altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD, wirksam beeinflussen und die Sehkraft sogar verbessern. Das belegen Augenmediziner am Uniklinikum Leipzig in einer Langzeitstudie. Über ein Jahr wurden dafür erstmals 200 Teilnehmer mit einer speziellen Diät behandelt und begleitet. Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse stützen die Erkenntnis: Die bisher kaum behandelbare trockene Makuladegeneration lässt sich durch unsere Ernährung beeinflussen.

Jeder dritte Deutsche über 60 ist davon betroffen: Durch die altersbedingte Makulaveränderung schwindet die Sehkraft. Die bisher nicht heilbare Erkrankung schränkt die Betroffenen im Alltag ein, da lesen oder fernsehen nur noch bedingt gut gelingt.

Etwa  4,5 Millionen Menschen sind allein in Deutschland  betroffen, Auslöser sind Ablagerungen und Veränderungen der Blutgefäße an der Netzhaut. „Wir wissen, dass diese nicht nur altersbedingt sind, sondern auch durch die Lebensführung beeinflusst werden“, erklärt Prof. Jens Dawczynski, stellvertretender Direktor der Augenklinik am Uniklinikum Leipzig und Leiter der Studie.

Essgewohnheiten lassen sich im Gegensatz zum Alterungsprozess aber gut beeinflussen. „Deshalb haben wir in unserer LUTEGA-Studie geprüft, ob bestimmte Nährstoffe die gestörten Stoffwechselprozesse am Auge wirksam wieder verbessern können.“ Untersucht wurde der Effekt einer täglichen Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels mit einer Kombination aus Lutein, Zeaxanthin und Omega-3-Fettsäuren. In der placebokontrollierten, doppelblinden Studie wurden bei 200 Studienteilnehmern mit einer trockenen  Form der AMD-Erkrankung über 12 Monate hinweg die Konzentration der Stoffe im Blut ebenso gemessen wie die Beschaffenheit der Makula und die Sehkraft.

„Das Ergebnis hat unsere Hoffnungen bestätigt“, so Prof. Dawczynski. „Wir haben einen deutlichen Anstieg der Makulapigmente als Folge der Nahrungsergänzungsmitteleinnahme gesehen. Damit wird das mit einem Schwund dieser Pigmente verbundene Voranschreiten der Makuladegeneration gestoppt bzw. verlangsamt.“ Auch die Sehkraft der Studienteilnehmer hat sich als Folge der Nährstoffzufuhr stabilisiert und leicht verbessert. Diese Ergebnisse der Studie wurden aktuell in der Zeitschrift Graefes Journal of Clinical & Experimental Ophthalmologie veröffentlicht.

„Wir wissen damit jetzt sicher, dass wir die bisher kaum behandelbare trockene Makuladegeneration  wirksam  durch eine einfache, gezielte Diätberatung beeinflussen können“, zeigt sich Prof. Jens Dawczynski  begeistert. „Das ist eine große Chance und Hoffnung für unsere Patienten.“

Auch wenn in der Studie die  Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln untersucht wurde, kann der Effekt auch durch natürliche Nahrungsmittel erzielt werden. Das benötigte Lutein steckt vor allem in grünem Gemüse wie Grünkohl oder Brokkoli, Omega 3 Fettsäuren in Seefisch. „Eine ebenfalls gerade erschienene amerikanische Studie zeigt, dass die Stoffe  über das Essen sogar besser aufgenommen werden als über eine Kapsel“, so der Leipziger Augenmediziner.

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig

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Schildkröten richtig überwintern

Samstag, 21. September 2013

So übersteht das gepanzerte Reptil die kalte Jahreszeit.

(BTK Berlin) - Langsam verabschiedet sich der Sommer, die Temperaturen sinken – der Herbst steht vor der Tür. Für die Besitzer von Landschildkröten heißt es nun, ihre gepanzerten Mitbewohner auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, denn die jährliche Winterruhe ist für die Gesundheit dieser Tiere von großer Bedeutung: Sie hat Einfluss auf den Hormonhaushalt und das Immunsystem und verhindert, dass Jungschildkröten zu schnell wachsen.

„Um die niedrigen Temperaturen zu überstehen, fallen Europäische Landschildkröten in eine Kälte- oder Winterstarre. Dies ist ein allmählicher Prozess, der bei wechselwarmen Tieren in Anpassung  an die Umgebungstemperatur erfolgt. „Wenn es kälter wird, sinkt die Körpertemperatur des Reptils.

Stoffwechselfunktionen, Herzschlag und Atemfrequenz werden auf ein Minimum gedrosselt“, erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. In der Regel dauert diese Ruhephase drei bis fünf Monate, bei Tieren im ersten Lebensjahr genügt oft eine verkürzte Winterruhe von sechs bis acht Wochen. Da diese Phase erhebliche Bedeutung für die Gesundheit der Tiere hat, sollte man sich unbedingt von einem spezialisierten Tierarzt beraten lassen.

Damit die Schildkröte diese Zeit gut übersteht, hier einige Tipps

• Ist das Tier gesund, bei Terrarienhaltung Licht und Temperatur schrittweise über ca. drei Wochen reduzieren und Fütterung einstellen; Trinkwasser kann weiterhin angeboten werden. Bäder in lauwarmem Wasser sind zur Entleerung des Darms ratsam.

• Wenn die Aktivität der Schildkröte weiter abnimmt, sollte sie in einer Überwinterungskiste (z.B. Kunststoffbox) untergebracht werden; diese muss so groß sein, dass sich das Tier vollständig eingraben kann (etwa das Vierfache der Panzerfläche).

• Die Kiste am besten mit einer Erdschicht füllen, auf die ein Gemisch aus Buchenlaub und Moos gehäuft wird; auch Torfmoos hat sich bewährt, denn es hält die Feuchtigkeit sehr gut.

• Unbedingt für gute Durchlüftung sorgen, sonst kann es zu Schimmelbefall kommen!

• Die Überwinterungskiste an einen möglichst dunklen Ort stellen, die Temperatur muss bei konstanten 4-6 Grad Celsius liegen.

• Die Überwinterung im – aus hygienischen Gründen separaten – Kühlschrank ist die beste und sicherste Methode. Die Temperatur lässt sich exakt einstellen und mit einem elektronischen Thermometer gut überprüfen. Durch ein- bis zweimaliges Öffnen der Kühlschranktür pro Woche ist außerdem für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gesorgt.

• Die Überwinterung im Keller, auf dem Balkon oder in der Garage ist problematischer, da die Temperaturen nicht konstant gehalten werden können. Ein Eingraben der Schildkröte im Garten oder Freigehege kann Risiken bergen: Frost dringt leicht in die Überwinterungsverstecke ein, zu hohe Temperaturen treiben die Tiere aus ihrem Unterschlupf; auch ist eine Kontrolle der Schildkröte meist nur schwer möglich.

• Etwa alle vier Wochen sollte das Tier herausgenommen, gewogen und kontrolliert werden, sofern es im Haus überwintert; Insgesamt darf es nicht mehr als zehn Prozent seines Körpergewichts verlieren. Achtung: Rote Verfärbung am Bauchpanzer sind ein Alarmzeichen – sofort den Tierarzt aufsuchen!

• Wenn es draußen wieder wärmer wird, die Temperatur über einige Tage langsam anheben; warme Wasserbäder helfen, die „Lebensgeister“ des Panzertieres wieder zu wecken.

Im Zweifelsfall immer einen Tierarzt kontaktieren! Auskunft über Tierärzte, die sich auf Reptilien spezialisiert haben, gibt die jeweilige Landestierärztekammer oder die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde: http://www.agark.de/tierarztliste.

Quelle: Bundestierärztekammer

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Bienensterben – Neue EFSA-Leitlinien für Risikobewertung

Mittwoch, 17. Juli 2013

(aid) – Zum Bienensterben tragen viele Faktoren bei. Einer davon ist der Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat neue Leitlinien zur Bewertung potenzieller Risiken für Honigbienen, Hummeln und Solitärbienen durch den Einsatz von Pestiziden veröffentlicht. Die aktuellen Empfehlungen richten sich an alle, die an der Bewertung von Pestiziden beteiligt sind.

Nimmt die Größe eines Bienenvolkes infolge des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln zu irgendeinem Zeitpunkt um mehr als 7 Prozent ab, ist das nach Ansicht der EFSA-Sachverständigen als unakzeptabel anzusehen. Die Leitlinien schlagen mehrstufige Risikobewertungsmodelle für Honigbienen, Hummeln und Solitärbienen vor. Diese berücksichtigen vier Pfade, über die Bienen mit Pestiziden in Kontakt kommen können: Ablagerungen von Spritzmitteln oder Staubpartikeln, orale Aufnahme von Pollen, von Nektar und von Wasser (Guttationsflüssigkeit, Oberflächenwasser und Pfützen). Anhand der Modelle wird das bestehende Risiko berechnet, wobei die “zu schützenden Eigenschaften” berücksichtigt werden. Das sind für Bienen Überleben und Entwicklung der Völker, Gesundheit der Larven, Verhalten der Bienen, Bestandsdichte der Bienen und Fortpflanzungsfähigkeit. Alle diese Eigenschaften sehen die EFSA-Sachverständigen in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der Bienen im Stock.

Quelle: www.aid.de

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Pferdekennzeichnung – Mikrochips gut lesbar

Mittwoch, 17. Juli 2013

(aid) – Pferde werden traditionell mit Brandzeichen markiert. Eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat gezeigt, dass implantierte Mikrochips als Alternative zum Heißbrand sehr gut zur Identifizierung von Pferden geeignet sind und die Lesbarkeit der Informationen bei Verwendung hochwertiger Scanner gewährleistet ist.

Die Wissenschaftler hatten bei 428 Pferden im Alter von bis zu 16 Jahren die Lesbarkeit von Mikrochips mit verschiedenen Scannern untersucht. Drei verschiedene Lesegeräte wurden getestet. Das hochwertigste Gerät mit einem Filter gegen Störsignale erkannte den Chip an der Halsseite mit dem Implantat zu 100 Prozent und an der gegenüberliegenden Seite immerhin noch zu 90 Prozent. Die beiden anderen Scanner konnten 90 bis 94 Prozent der Chips auf der “richtigen” Seite und 22 bis 27 Prozent auf der “falschen” Seite korrekt auslesen.

Ob implantierte Mikrochips gesundheitliche Folgen für die Pferde haben, wurde gemeinsam mit der Tierärztlichen Hochschule in Hannover untersucht. Gewebeproben von 16 verstorbenen Tieren verschiedener Rassen und unterschiedlichen Alters wurden analysiert. Das Resultat: Die Chips waren sehr gut verträglich und hatten in der Regel keine schädlichen Auswirkungen auf das Gewebe. Demnach wären Mikrochips eine für die Tiere gut verträgliche und verlässliche Kennzeichnungsmethode, wenn hochwertige Scanner verwendet werden, so die Wiener Veterinäre. In vielen Ländern werden Mikrochips bereits eingesetzt.

In Deutschland ist mit dem dritten Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes laut Beschluss des Bundesrates vom 11. Januar 2013 der Heißbrand zur Kennzeichnung von Pferden weiterhin zulässig.

Um die Belastung der Tiere möglichst gering zu halten, werden vom Referat Ethologie und Tierschutz am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg jedoch Verbesserungen beim Schenkelbrand für erforderlich gehalten. Die Tierärztliche Umschau stellte dazu Ergebnisse eines Feldversuchs aus dem Jahr 1997 vor, die bisher nur als Merkblatt für Brennbeauftragte vorlagen. Das CVUA hatte an insgesamt 50 Warmblutfohlen untersucht, wie der Schenkelbrand praktiziert wird und welche Faktoren das Brennergebnis maßgeblich beeinflussen. Faktoren wie Temperatur (im Mittel 657 Grad Celsius), Andruckstärke (8,6 kg Druck) und Andruckzeit des Brenneisens (0,63 Sekunden) sowie Alter, Hautfaltendicke, Herzfrequenz und Verhalten der Tiere wurden berücksichtigt.

Das Alter und die Hautfaltendicke spielen eine große Rolle für die Belastung des Tieres und das Brennergebnis. Wenn die Fohlen jung sind beziehungsweise die Haut zu dünn ist, reagieren sie stärker und länger auf den Schenkelbrand und zeigen eine höhere Herzfrequenz als ältere Tiere. Daher sollten Fohlen erst ab einem Alter von drei Monaten gebrannt werden.

Andruckstärke und Andruckzeit standen mit der Lesbarkeit der aufgebrannten Symbole in Zusammenhang. Nach einem Jahr waren nur 52 Prozent der Nummernbrandzeichen noch vollständig zu erkennen.

Die Andruckzeit wird nicht nur vom Brennmeister, sondern auch vom Fohlen bestimmt, das dem Schmerz ausweicht. Ab dem Jahr 2019 sollen die Tiere beim Brennen betäubt werden. Das ist laut CVUA allerdings äußerst kritisch zu sehen, denn es sei damit zu rechnen, dass zahlreiche zu starke Verbrennungen auftreten. Ob selbst bei optimalen Bedingungen die Lesbarkeit der Brandzeichen auf über mehr als 52 Prozent wesentlich erhöht werden könne, bleibe fraglich.

Quelle: www.aid.de

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Anti-Fliegen-Lotion selbst gemacht

Mittwoch, 10. Juli 2013

(aid) – Die Fliegen- und Bremsenplage lässt manche Tiere im Sommer schier verzweifeln. Pferde sind teilweise kaum noch reitbar oder geraten sogar in Panik.

Der Fachhandel bietet unterschiedliche Anti-Fliegen-Lotionen an, deren Wirkung von Pferd zu Pferd und von Insekt zu Insekt verschieden ist. Eine preiswerte Alternative zu den kommerziellen Anti-Fliegen-Sprays hat sich schon vor mehr als 100 Jahren bei der deutschen Kavallerie bestens bewährt: Eine Braunglasflasche wird zur Hälfte mit Salatöl gefüllt. Anschließend werden ausgedrückte Knoblauchzehen hinzugegeben bis der Flaschenboden gut bedeckt ist. Nun muss die Flasche verschlossen und über einen Zeitraum von ca. vier Wochen in einem dunklen Raum aufbewahrt werden. Richtig durchgezogen ist das Öl, wenn beim Öffnen der Flasche ein starker Knoblauchgeruch wahrnehmbar ist. Jetzt wird die Flasche mit (Wein-)Essig aufgefüllt, zusätzlich werden zehn Tropfen Schwarzkümmelöl beigemengt.

Diese Mischung wird durch einen Filter in eine Sprühflasche umgefüllt. Vor dem Aufsprühen ist es wichtig, die Flasche gut durchzuschütteln.

Quelle: www.aid.de

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