Archive for the ‘Allgemein’ Category

Wer freihändig vom Boden aufstehen kann, lebt länger

Montag, Dezember 17th, 2012

Körperliche Fitness von Muskeln und Skelett Indikator für Sterblichkeit.

Rio de Janeiro/Marburg (pte004) – Brasilianische Forscher sehen einen Zusammenhang zwischen der Mortalität und der Fähigkeit, sich freihändig vom Boden zu erheben. Die Fitness von Muskeln und Skelett sei der beste Indikator für die Sterblichkeit, meinen Claudio Gil Araújo und Kollegen von der Klinik Clinimex in Rio de Janeiro http://clinimex.com.br. Für ihr Ergebnis experimentierten die Forscher seit 2002 mit Erwachsenen im Alter von 51 bis 80 Jahren. Die Pobanden sollten freihändig vom Boden aufzustehen. Dabei bewerteten die Forscher die Grundbewegungen der Testpersonen

159 Unsportliche verstorben

Im Verlauf der Studie sind 159 Probanden verstorben. Die Mediziner stellten fest, dass die meisten der Tode überwiegend die Menschen ereilte, die niedrige Testergebnisse erzielt hatten. Daher errechneten die Forscher, dass die Sterblichkeit bei Menschen, die körperlich weniger fit sind, schneller sterben als Menschen, deren Muskel und Skelett gut trainiert sind.

„Ich bin überzeugt davon, dass es einen Zusammenhang zwischen Sterblichkeit und körperlicher Fitness gibt. Es wäre allerdings zu einfach, dies nur an der Beweglichkeit zu messen. Faktoren des Bewegungsapparates wie Kraft und Beweglichkeit spielen ebenso eine Rolle, wie das Herz-Kreislauf-System und viele weitere“, sagt Sandra Apelt vom Institut für Medizin der Philipps-Universität Marburg http://uni-marburg.de, Fachbereich Physiotherapie, gegenüber pressetext.

Test für Hausärzte empfohlen

Mediziner Araújo meint: „Sicherlich ist landläufig bekannt, dass die körperliche Fitness eines Menschen ihn länger leben lässt. Aber unsere Studie zeigt auch, dass ein hohes Niveau von Körperflexibilität, Muskelkraft und körperlicher Koordination nicht nur gut sind für die Verrichtung alltäglicher Bewegungen – sie haben auch einen günstigen Einfluss auf die Lebenserwartung.“ Auch Hausärzte könnten mit dieser einfachen Übung die Fitness ihrer Patienten testen. Man müsse dem Patienten lediglich vorgeben, ohne Hilfe der Hände vom Boden aufzustehen.

Video: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=MCQ2WA2T2oA

Quelle: pressetext.com

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Job kann Brustkrebs-Risiko erhöhen

Samstag, November 24th, 2012

Studie untersucht Zusammenhang zwischen Arbeit und Erkrankung.

Bochum (pte001) – In bestimmten Berufen erkranken Frauen häufiger an Brustkrebs. Frauen, die etwa in der Metallindustrie arbeiten, sind häufiger betroffen als andere. Das ergab eine Studie vom Windsor Krebszentrum in Kanada http://www.wrh.on.ca. Über 1.000 Fälle von Brustkrebs wurden in Zusammenhang mit dem Job gebracht. Dabei kam heraus, dass die Arbeit in einigen Branchen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen. Die Forscher ermittelten mehr Brustkrebsfälle bei Frauen in der Landwirtschaft, Autoindustrie, Kunststoff-Fertigung, Metallverarbeitung und in der Konservenindustrie.

Risikofaktoren schwer zu bestimmen

Ein Forscherteam aus Dänemark hat schon im September 2012 eine Studie veröffentlicht, die ergab, dass Bedienstete, die auch nachts arbeiteten, ein um 40 Prozent erhöhtes Brustkrebsrisiko hatten als die Frauen in der Kontrollgruppe. Für Frauen, die vor der Geburt ihres ersten Kindes mehr als vier Jahre nachts gearbeitet hatten, war das Brustkrebsrisiko doppelt so hoch. Trotzdem ist es immer noch schwierig, genaue Risikofaktoren für Brustkrebs zu bestimmen.

„Beim Lungenkrebs kann man sagen, dass der Hauptrisikofaktor das Rauchen ist“, sagt Sylvia Rabstein, Epidemiologin am Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Inst. der Ruhr-Universität Bochum (IPA) http://www.ipa.rub.de, gegenüber pressetext. Bei Brustkrebs sei unklar, was die Hauptrisikofaktoren sind. Bei dieser Krebsart wäre man lange im Dunkeln getappt und habe dann entdeckt, dass es einen familiären Brustkrebs, also Vererbung des Risikos, gibt. Außerdem wurde festgestellt, dass eine Hormontherapie das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, erhöhe.

Keine Ursache-Wirkungs-Beziehung

„Man kann keine Ursache-Wirkungs-Beziehung aufstellen – man kann nur Assoziationen beobachten. Wir brauchen viele Studien – besonders, wenn es um berufliche Exposition geht“, sagt Rabstein. Man könne eben keine Experimente machen, sondern nur beobachten und die Anzahl der Brustkrebs-Erkrankten beziffern. Bei Brustkrebs sind die beeinflussbaren Risikofaktoren nicht so klar wie bei anderen Krebsarten. Einige Risikofaktoren gibt es: So sollten Frauen nach drei Jahren Hormontherapie in der Menopause die Behandlung abbrechen.

Zudem sei das Alter, in dem die erste Menstruation eintritt, ein beobachteter Aspekt im Bezug auf Brustkrebs. Je älter ein Mädchen beim Einsetzen ihrer Menstruationsblutung war, desto höher ist ihr Brustkrebsrisiko. Je älter eine Frau außerdem bei der Geburt ihres ersten Kindes war, desto höher ist das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Zudem spiele die Anzahl der Kinder, die eine Frau geboren hat, eine Rolle: Je mehr Kinder, desto geringer ist das Risiko von Brustkrebs. Mütter, die ihre Kinder nicht gestillt haben, erkranken ebenfalls häufiger. Insgesamt sind es kleine Faktoren, die beobachtet wurden – einen Hauptrisikofaktor konnte die Forschung bisher nicht identifizieren.

Quelle: pressetext.com

Anmerkung: siehe hierzu auch das Buch „Leitfaden für eine naturheilkundliche Brustkrebstherapie„.

Frauen üben Partnerkritik an fruchtbaren Tagen

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Sexuell attraktive Männer werden nicht bemängelt.

Oakland/Wien – Frauen, die einen beständigen Partner wählen anstatt sich für einen attraktiven zu entscheiden, ringen an ihren fruchtbarsten Tagen unbewusst mit diesem Beschluss. Sie fühlen sich ihren Partnern in dieser Periode nicht so nah wie Frauen mit einem sexuell begehrenswerten Mann und haben mehr an ihm auszusetzen. Dies hat eine aktuelle Studie der University of California http://ucla.edu ergeben. Frauen bewerten ihre Beziehung während des Monatszyklus unterschiedlich.

Wahl über gesundheitlichen Zustand

Eine negative Bewertung des Partners hängt laut den Forschern davon ab, wie sexuell attraktiv die Frau diesen findet. Diese Emotionen sind jedoch nur flüchtig und beeinflussen eine langfristige Beziehung nicht. „Dieses Phänomen kann unter anderem mit dem genetischen Programm erklärt werden“, erläutert Frauenarzt Sami Bassim http://www.drbassim.at gegenüber pressetext.

Demnach würden sich Frauen den fittesten Partner aussuchen. Merkmale wie eine tiefe Stimme, maskulines Gesicht und ein attraktives Erscheinungsbild haben die Wahl dabei evolutionär geprägt. „Auch Hormone könnten diesbezüglich den Gehirnstoffwechsel beeinflussen und zu diesem Phänomen führen“, führt er aus.

Fruchtbare Tage ändern Gefühlslage

Dass Frauen generell eine andere kognitive Wahrnehmung während ihrer fruchtbarsten Tage haben, kann laut Bassim jedoch nicht festgestellt werden. „Es lässt sich jedoch schon beobachten, dass sich viele Frauen zu dieser Zeit anders fühlen als sonst“, so der Fachmann. Die Studie konnte vor allem eine Veränderung in Bezug auf das weibliche Benehmen vor dem Eisprung feststellen.

Frauen sollen in dieser Periode vermehrt auf ihren Kleidungsstil achten und in einen höheren Tonfall und somit mit weiblicherer Stimme sprechen. Zusätzlich sollen sich Frauen mit einem unattraktiven Partner vor der Ovulation zu anderen Männern hingezogen fühlen als außerhalb dieser Zeitspanne.

Quelle: pressetext.com

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Warum eine eiweißreiche Ernährung Übergewicht vorbeugen kann

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Potsdam-Rehbrücke – Eine eiweißreiche Ernährung kann dabei helfen, Übergewicht vorzubeugen oder es zu verringern. Doch warum ist dies so, was passiert im Stoffwechsel? Ein Wissenschaftlerteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) um Susanne Klaus ist diesen Fragen nachgegangen.

Wie das Team nun am Mausmodell zeigt, führt eine hohe Aufnahme von Eiweiß oder Eiweißbausteinen zu einer erhöhten Wasseraufnahme. Diese ist mit einer geringeren Nahrungsaufnahme verbunden und trägt so dazu bei, Übergewicht vorzubeugen. Zudem wirkt eine eiweißreiche Kost der Fettneubildung in der Leber entgegen. (Amino Acids; Freudenberg et al., 2012; DOI 10.1007/s00726-012-1363-2) (1)

Die Anzahl der Menschen mit Übergewicht nimmt weltweit zu und damit verbunden auch die Anzahl der Personen, die unter den negativen Folgen des Übergewichts leiden. Daher arbeiten Wissenschaftler und Mediziner daran, effektive Behandlungsmethoden und Ernährungsstrategien zu entwickeln, die dazu beitragen, diesen negativen Trend zu stoppen. Einige Wissenschaftler setzen dabei auf eine eiweißreiche Kost. In der Tat weisen zahlreiche Untersuchungen darauf hin, dass eine Erhöhung des Eiweißanteils in der Nahrung oder eine erhöhte Aufnahme bestimmter Eiweißbausteine besonders bei der heute üblichen, fettreichen Ernährung (2) helfen können, Übergewicht und einer Leberverfettung vorzubeugen. Welche Mechanismen diesen Effekten zugrunde liegen, ist jedoch noch weitgehend unerforscht.

Das Wissenschaftlerteam um Susanne Klaus, Leiterin der DIfE-Arbeitsgruppe „Physiologie des Energiestoffwechsels“, untersuchte daher die Wirkung von vier fettreichen Futtermischungen auf den Körperfettgehalt und den Fettstoffwechsel von Mäusen. Die Futtermischungen waren entweder mit Eiweiß aus Molke, mit dem Eiweißbaustein Leucin oder mit dem Eiweißbaustein Alanin angereichert. Als Kontrolle verwendeten die Forscher ein fettreiches Futter mit einem normalen Eiweißanteil (3).
Während des gesamten Versuchszeitraums von sieben Tagen registrierten die Forscher die Wasser- und Nahrungsaufnahme der Tiere. Zudem bestimmten sie die Änderungen des Körperfettgehaltes mittels Kernresonanzspektroskopie (NMR) und maßen Veränderungen im Fettstoffwechsel.

Die Tiere, die das eiweißreiche Futter erhielten, tranken mehr, fraßen weniger und nahmen im Vergleich zu den Tieren, die ein Futter mit normalem Eiweißgehalt bekamen, trotz der sehr fettreichen Ernährung nicht zu. Ebenso wiesen sie deutlich niedrigere Cholesterin- und Leberfettwerte auf. Zudem war die Fettneubildung in der Leber gebremst. Bei den Tieren, die mit dem Eiweißbaustein Leucin bzw. Alanin angereichertes Futter erhielten, waren diese günstigen Effekte nicht so stark ausgeprägt. Bei allen Tieren bestand jedoch ein enger Zusammenhang zwischen der Körperfettzunahme, den Leberfettwerten (Triglycerid-Werten) und der Gesamtenergieaufnahme.

„Bereits fünf Stunden nach der Umstellung auf das eiweißreiche Futter tranken die Tiere umso mehr und fraßen umso weniger, je mehr Aminostickstoff (4) sie über die Eiweiße bzw. Eiweißbausteine im Futter aufnahmen“, erklärt Klaus-Jürgen Petzke, Co-Autor der Studie. Die Forscher vermuten daher, dass die erhöhte Wasseraufnahme ursächlich für die sättigende Wirkung des eiweißreichen Futters ist und durch die hohe Stickstoffaufnahme ausgelöst wird. Denn der Stickstoff muss mit dem Urin ausgeschieden werden, um eine Vergiftung des Körpers mit Ammoniak zu vermeiden. Ferner beobachteten die Wissenschaftler, dass sich die beiden Eiweißbausteine Leucin und Alanin nicht in ihrer Wirkung unterschieden. Dieses spricht nach Angaben der Forscher dafür, dass die sättigende Wirkung einer eiweißreichen Kost nicht auf eine bestimmte Art Eiweißbaustein zurückzuführen ist, sondern generell auf die erhöhte Stickstoffzufuhr. Hinweise auf einen eiweißbedingten höheren Energiebedarf des Stoffwechsels fanden die Wissenschaftler nicht.

„Unsere Ergebnisse tragen dazu bei, die Wirkung von Eiweißen und Eiweißbausteinen auf den lebenden Organismus besser zu verstehen. Eine wichtige Voraussetzung, um neue Methoden zu entwickeln, die Übergewicht und ernährungsbedingten Stoffwechselerkrankungen vorbeugen“, sagt Studienleiterin Susanne Klaus. Weitere Langzeitstudien seien aber nötig, um die Ergebnisse zu ergänzen und zu bestätigen.

Hintergrundinformationen:
(1) Originalpublikation: Freudenberg A, Petzke KJ, Klaus S: Dietary L-leucine and L-alanine supplementation have similar acute effects in the prevention of high-fat diet-induced obesity. Amino Acids. 2012
(2) Die durchschnittliche Fettzufuhr liegt laut Nationaler Verzehrsstudie II bei Frauen bei 35 Prozent und bei Männern bei 36 Prozent der Gesamtenergiezufuhr.
(3) Die Forscher untersuchten vier verschiedene fettreiche Futtermischungen, die alle denselben hohen Fettanteil aufwiesen:
Futtermischung 1: Futter mit einem Fettanteil von 43,1 Prozent, einem Eiweißanteil von 8,9 Prozent und einem Kohlenhydratanteil von 48,0 Prozent (Kontrolldiät)
Futtermischung 2: Futter mit einem Fettanteil von 43,4 Prozent, einem Eiweißanteil von 44,8 Prozent und einem Kohlenhydratanteil von 11,9 Prozent
Futtermischung 3: Futter mit einem Fettanteil von 43,1 Prozent, einem Eiweißanteil von 14,2 Prozent (wobei das Molkeeiweiß mit dem Eiweißbaustein Leucin ergänzt wurde, dabei entsprach der Leucingehalt des Futters dem Leucingehalt der Futtermischung 2) und einem Kohlenhydratanteil von 42,6 Prozent
Futtermischung 4: Futter mit einem Fettanteil von 43,1 Prozent, einem Eiweißanteil von 12,9 Prozent (wobei das Molkeeiweiß mit dem Eiweißbaustein Alanin equimolar zum Leucingehalt der Futtermischung 3 ergänzt wurde) und einem Kohlenhydratanteil von 44,0 Prozent
(Die Werte beziehen sich auf den prozentualen Anteil zur Energiezufuhr.)
Warum die Eiweißbausteine Leucin und Alanin untersucht wurden: Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass eine Supplementierung mit Leucin, ähnlich wie eine eiweißreiche Ernährung, günstige Effekte auf das Körpergewicht und den Muskelaufbau hat. Zudem nehmen Sportler Leucin oft in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ein, um den Muskelaufbau zu fördern. Da die Wissenschaftler des DIfE die Spezifität der Leucinwirkung hinsichtlich der Vermeidung von Übergewicht überprüfen wollten, untersuchten sie auch die Effekte einer Alanin-Supplementierung. Die Forscher wählten Alanin als Kontrolle, da der Alaningehalt im Blut durchschnittlich sehr hoch und weitgehend unabhängig von der Aufnahme von Nahrungseiweiß ist.
(4) Aminostickstoff: Sämtliche Eiweißmoleküle sind aus Eiweißbausteinen (Aminosäuren) aufgebaut. Jede Aminosäure verfügt mindestens über eine stickstoffhaltige Aminogruppe (R-NH2), den so genannten Aminostickstoff. In der Regel wird beim Abbau der Aminosäuren die Aminogruppe abgespalten und – damit kein giftiger Ammoniak im Körper freigesetzt wird – in der Leber in ungiftigen Harnstoff überführt. Dieser kann dann mit dem Urin über die Niere ausgeschieden werden.

Quelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

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Pilzbehandlung lässt moderne Geige wie Stradivari klingen

Freitag, September 7th, 2012

Bei einer guten Geige kommt es nicht nur auf die Fähigkeiten des Geigenbauers an, sondern auch auf die Qualität des verwendeten Holzes. Dem Holzforscher Prof. Francis W. M. R. Schwarze (Empa, Schweizerische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt1 St. Gallen, Schweiz) ist es gelungen, das Holz für eine Geige mit Hilfe von besonderen Pilzen so zu verändern, dass der Klang des Instruments einer Stradivari zum Verwechseln ähnlich ist.

In seiner Festrede beim 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium am Max Delbrück Centrum (MDC) am 7. September 2012 in Berlin berichtete er über seine Forschungen und gab einen Ausblick, was seine Entwicklung gerade für junge Musiker bedeuten könnte.

Geringe Dichte, hohe Schallgeschwindigkeit und hohe Biegesteifigkeit – darauf kommt es bei dem idealen Klangholz für Geigen an. Der berühmte Geigenbauer Antonio Stradivari verwendete während des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts ein besonderes Holz, das während einer Kälteperiode zwischen 1645 und 1715 gewachsen war. Durch lange Winter und kühle Sommer wuchs das Holz damals besonders langsam und gleichmäßig, sodass es eine geringe Dichte und eine hohe Biegefestigkeit aufwies. Von derartigem Klangholz konnten moderne Geigenbauer bislang nur träumen.

Entwicklungen von Prof. Schwarze könnten schon bald ähnlich gutes Holz auch heute für den Geigenbau verfügbar machen. Er hat eine besondere Art von Pilzen (Physisporinus vitreus und Xylaria longipes) entdeckt, die die beiden für den Geigenbau wichtigen Holzsorten Fichte und Ahorn so zersetzen, dass ihre Klangqualitäten verbessert werden. „Normalerweise verringern Pilze die Dichte des Holzes, senken aber gleichzeitig die Geschwindigkeit, mit der sich Schallwellen durch das Holz ausbreiten“, erklärte der Forscher. „Die Besonderheit an diesen Pilzen ist, dass sie die Zellwände nach und nach abbauen und dünner machen. Aber selbst im Spätstadium der Holzzersetzung bleibt ein steifes Gerüst erhalten, über das sich die Schallwellen nach wie vor auf direktem Wege ausbreiten können.“ Auch die Biegefestigkeit wird nicht beeinträchtigt, das Holz bleibt also genauso bruchfest wie vor der Pilzbehandlung – ein wichtiges Kriterium für den Geigenbau.

Bevor das Holz zur Geige weiterverarbeitet wird, wird es mit dem Gas Ethylenoxid behandelt. „Das überlebt kein Pilz“, sagte Prof. Schwarze. So kann garantiert werden, dass in der späteren Geige kein Pilz mehr zu finden ist.

Gemeinsam mit den Geigenbauern Martin Schleske und Michael Rhonheimer entwickelte Prof. Schwarze Geigen aus pilzbehandeltem Holz, die 2009 in einem Blindtest gegen eine echte Stradivari aus dem Jahr 1711 antraten. Gespielt wurden alle Geigen von dem britischen Violinisten Matthew Trusler. Das Ergebnis war für alle Beteiligten überraschend: Sowohl die Fachjury, als auch die Mehrheit des Publikums hielten eine Geige, deren Holz Schwarze neun Monate lang mit Pilzen behandelt hatte, für die echte Stradivari. „Natürlich ist ein solches Verfahren immer subjektiv. Für Wohlklang gibt es eben kein eindeutiges naturwissenschaftliches Messverfahren“, so Prof. Schwarze.

Aktuell arbeitet Prof. Schwarze in einem interdisziplinären Projekt daran, ein qualitätskontrolliertes Behandlungsprogramm für Geigenholz zu entwickeln, mit dem sich die Erfolge zuverlässig reproduzieren lassen. Bis 2014 sollen im Rahmen dieses Projekts, das von der Schweizer Walter Fischli-Stiftung gefördert wird, 30 weitere Geigen aus Pilzholz gebaut werden. Schwarze erklärte, welche Möglichkeiten dieses Projekt eröffnen kann: „Die erfolgreiche Umsetzung der biotechnologischen Methode der Klangholzbehandlung könnte es zukünftigen Nachwuchstalenten ermöglichen, eine Geige mit der Klangqualität einer teuren und für die meisten unbezahlbaren Stradivari zu spielen“.
Quelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch

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Weltraumteleskop Kepler macht aus Helligkeit von Sternen Musik

Montag, Juni 18th, 2012

Reggae-Stars holen sich Inspiration aus dem All.

Atlanta (pte002) – Irdische Musik ist den Musikern von Echo Movement http://onesheet.com/echomovement nicht genug. Auf der Suche nach außerirdischer Inspiration haben sie sich mit den Wissenschaftlern des Georgia Tech Sonification Lab http://sonify.psych.gatech.edu zusammengetan. Dieses Labor ist auf die Umwandlung hässlicher Zahlen in harmonisch klingende Musik spezialisiert.

NASA hilft beim Komponieren

Mit Hilfe der Daten von Kepler http://kepler.nasa.gov, dem leistungsstarken Weltraumteleskop der NASA, hat SonLab verschiedene Tonhöhen aus den Veränderungen der Helligkeit eines Sterns geschaffen. Echo Movement extrahiert aus diesen Sequenzen Harmonien und einen sogenannten Tremoloeffekt. Dieser wird aus dem Muster eines anderen Sterns hinzugefügt.

Den fertigen Titel wird es laut einem Bericht von engadget erst im September geben. Auf YouTube kann man sich aber schon einen ersten Eindruck machen. Für Anfälle von Nokia-Nostalgie wird keine Haftung übernommen. Die engadget-Redakteure haben allerdings der Vollständigkeit halber noch einen weiteren Song von Echo Movement online gestellt. Quelle: pressetext.com

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=rlLdxBoSwLE

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Deutsche Jugendliche finden sich zu dick

Mittwoch, Mai 16th, 2012

Team der Universität Bielefeld liefert deutsche Ergebnisse für internationale Vergleichsstudie.

Jedes zweite 15-jährige deutsche Mädchen und jeder dritte Junge in diesem Alter findet sich zu dick – selbst wenn sie objektiv gar nicht übergewichtig sind. „Damit sind die deutschen Jugendlichen traurige Spitzenreiter in Sachen Körperunzufriedenheit“, sagt Gesundheitswissenschaftlerin Professorin Dr. Petra Kolip von der Universität Bielefeld. Sie hat den deutschen Teil der Studie „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC) geleitet. Die Studie zum Gesundheitsverhalten von Schulkindern wurde unter Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation WHO in 39 Ländern und Regionen Europas und Nordamerikas durchgeführt. Ihre Ergebnisse sind Anfang Mai in Edinburgh, Großbritannien, vorgestellt worden.

Die deutsche Teilstudie hat das Bielefelder „WHO Collaborating Centre for Child and Adolescent Health Promotion“ (Kollaborationszentrum der Weltgesundheitsorganisation zur Kinder- und Jugendgesundheitsförderung) unter Leitung von Professorin Dr. Petra Kolip von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld koordiniert. Der Vergleich der deutschen mit den internationalen Daten zeigt: Deutsche Mädchen und Jungen schätzen sich am häufigsten als zu dick ein. Allen Ländern gemeinsam ist, dass die Unzufriedenheit mit dem Körper mit dem Alter steigt. Bei den 15-Jährigen geben 53 Prozent der Mädchen und 36 Prozent der Jungen an, sich zu dick zu finden.

In der HBSC-Studie wurden die Jugendlichen nicht nur zu ihrem Körperbild befragt, sondern auch zu Körpergewicht und Diätverhalten. „Auffällig ist, dass der Zusammenhang zwischen körperlicher Unzufriedenheit und dem tatsächlichen Körpergewicht stark verzerrt ist“, so Dr. Jens Bucksch, Geschäftsführer des WHO Collaborating Centres an der Universität Bielefeld. „Erstaunlich viele normalgewichtige deutsche 15-Jährige empfinden sich als zu dick: nämlich 50 Prozent der Mädchen und 30 Prozent der Jungen. Das gibt aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht Anlass zur Sorge.“ Denn Folgen dieser Fehleinschätzung sind häufige Diäten, Unzufriedenheit und eine erhöhte psychische Belastung.

Mädchen unzufriedener als Jungen

Besonders auffällig ist der Geschlechtsunterschied in der Selbstwahrnehmung, der sich in allen Ländern zeigt. „Dass sich mehr Mädchen als Jungen als zu dick beschreiben, lässt sich unter anderem damit erklären, dass sich Mädchen durch die körperlichen Veränderungen mehr vom gängigen Schlankheitsideal entfernen. Mit der Pubertät runden sich die Hüften, das macht manchen Mädchen zu schaffen. Jungen hingegen nähern sich dem Schönheitsideal an, aber auch sie sind vermehrt einem Körperkult ausgesetzt. Dass sich viele Jungen als zu dünn wahrnehmen, ist hier die Kehrseite der Medaille“, sagt Professorin Dr. Petra Kolip. Nur in einer kleinen Anzahl von Ländern, darunter auch Deutschland, besteht ein Zusammenhang zwischen Körperbild und familiären Wohlstand: Je höher der Wohlstand, desto zufriedener sind die Jugendlichen mit ihrem Körperäußeren.

Unerreichbare Ideale

Das Bielefelder Forschungsteam folgert aus den Daten, dass die Körperwahrnehmung stärker in Überlegungen zu Prävention und Gesundheitsförderung eingeschlossen werden muss. Denn ein negatives Körperbild könne sich ungünstig auf Körperzufriedenheit und Wohlbefinden auswirken und ungesunde Ernährungspraktiken sowie Essstörungen verursachen. Nicht zuletzt die Medien verbreiteten ein unerreichbares Schlankheitsideal für Mädchen und ein athletisches und muskulöses Körperideal für Jungen. Den Forschern zufolge sollten insbesondere Eltern, Freunde, Lehrerinnen und Lehrer dafür sensibilisiert werden, dass ihre Reaktion auf die Selbstwahrnehmung von Jugendlichen zu ihrer Zufriedenheit beitragen und in der Folge auch einen gesunden Lebensstil bewirken kann.

Die Studie

Der internationale Bericht zur Studie „Health Behaviour in School-aged Children“ zur Befragung 2009/2010 ist unter dem Titel „Soziale Determinanten der Gesundheit und des Wohlbefindens junger Menschen“ erschienen. Laut dem Europa-Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO wird damit das weltweit umfassendste Bild über die Gesundheit und das Wohlbefinden von jungen Menschen beschrieben. Insgesamt wurden mehr als 200.000 Kinder und junge Menschen befragt. In Deutschland wurde die HBSC-Studie bereits zum fünften Mal durchgeführt. Das WHO Collaborating Centre in Bielefeld ist der Fakultät für Gesundheitswissenschaft der Universität Bielefeld angegliedert. Die Durchführung der HBSC-Studie gehört zu den Hauptaufgaben des Centres.

Quelle: Universität Bielefeld

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Wie sich die Lebenszufriedenheit im Alter steigern lässt

Freitag, April 20th, 2012

Spätestens wenn das Berufsleben hinter einem liegt, bleibt Zeit, das Alter zu genießen. Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben nun in einer Studie herausgefunden, welche Faktoren die emotionale Gesundheit im Alter beeinflussen und möglicherweise vor Altersdepressionen schützen können. Die Ergebnisse erscheinen am 19. April 2012 in der renommierten Fachzeitschrift „Science“ [VOL.] und in „Science express“.

Ein gelassener Umgang mit Chancen, die man im Laufe seines Lebens verpasst hat, spielt eine entscheidende Rolle für die Lebenszufriedenheit im Alter. Bislang war ungeklärt, ob es eine neurobiologische Grundlage dafür gibt, warum manche Menschen gelassen reagieren und somit zufriedener altern als andere. Eine Forschergruppe um Dr. Stefanie Brassen vom Institut für Systemische Neurowissenschaften am UKE ist dieser Frage jetzt in einer aktuellen Studie nachgegangen. In der Untersuchung spielten emotional gesunde junge und ältere Probanden sowie Patienten mit Altersdepression mehrere Durchgänge eines Glücksspiels. Bei diesem erhöht sich mit zunehmenden Risikoverhalten zwar der Gewinn, jedoch auch die Wahrscheinlichkeit des Verlierens. Mithilfe funktioneller Kernspintomographie konnten sie Aktivitätsveränderungen im Gehirn der Probanden während des Spiels messen.

Der Umgang mit verpassten Chancen als Schlüssel für gesundes Altern Entscheidend war, dass den Probanden nach einem Gewinndurchgang auch mitgeteilt wurde, wie viel mehr sie hätten gewinnen können, wenn sie in diesem Durchgang mehr riskiert hätten. Eine derartige experimentelle Manipulation löst bei jungen Probanden im Normalfall das Gefühl des Bedauerns und Ärgerns aus. Tatsächlich reagierten junge Probanden – aber auch ältere depressive Patienten – auf die verpasste Chance mit erhöhtem Risikoverhalten im nächsten Durchgang. Entsprechend war auf den Bildern des Kernspintomographen zu sehen, dass das neuronale Belohnungssystem (ventrales Striatum) so wenig aktiv war, als wenn sie verloren hätten. Gesunde ältere Menschen reagierten dagegen auf Gewinndurchgänge immer mit einem Signalanstieg, unabhängig davon, ob sie noch viel mehr hätten gewinnen können oder nicht. Nur ein wirklicher Verlust führte zu einem Signalabfall.

Bereits in einer früheren Studie konnten die UKE-Forscher zeigen, dass das Frontalhirn wahrscheinlich reguliert, ob sich Menschen eher auf die positiven Aspekte des Alterns fokussieren. Das gleiche frontale Areal, der sogenannte rostrale Teil des anterioren Cingulums, war auch in der aktuellen Studie bei gesunden Älteren immer dann aktiv, wenn sie mit einer verpassten Chance konfrontiert waren. In einer unabhängigen Studie konnten die Befunde bei älteren Menschen bestätigt und mit Daten zur autonomen Reaktion gestützt werden.

Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, sich an die veränderten Lebensumstände im Alter anzupassen, um emotionale Gesundheit zu erhalten und möglichen Altersdepressionen vorzubeugen. Zukünftige Studien müssen nun prüfen, wie eine solche Adaptation beispielsweise durch den Einsatz verhaltenstherapeutischer Maßnahmen frühzeitig gefördert werden kann.

Die Studie wurde im Rahmen eines von Dr. Brassen geleiteten Projektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) (Kennziffer BR 2877/2-1) durchgeführt. Professor Büchel wurde unterstützt vom Bernstein Fokus „Neuronale Grundlagen des Lernens“ (www.nncn.de). Das Institut für Systemische Neurowissenschaften, das Prof. Dr. Christian Büchel leitet, ist Teil des Zentrums für experimentelle Medizin und erforscht die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden in Kooperation mit klinischen Partnern zur Diagnose, Prognose und Therapie von neuropsychiatrischen Krankheiten angewandt.

Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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UDE-Forscher finden neue Erbgut-Varianten für Fettleibigkeit

Mittwoch, April 18th, 2012

Dicksein hat viele Ursachen: etwa zu viel oder falsches Essen und wenig Bewegung. Tatsächlich liegt es aber auch in der Familie. Ob jemand übergewichtig wird, bestimmen zu mehr als 50 Prozent die Erbanlagen. Knapp drei Dutzend Gene, die das Körpergewicht regulieren, sind schon bekannt. Ein Forscherteam der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat nun gemeinsam mit Kollegen aus aller Welt zwei neue Erbanlagen entdeckt. Die Ergebnisse sind Teil einer großen internationalen Studie.

Die Wissenschaftler haben zunächst die frühe Adipositas untersucht. Dabei flossen genetische Daten von 5.530 adipösen Kindern und Jugendlichen und von 8.318 normalgewichtigen Kontrollen aus 14 nationalen Studien ein, inklusive der aus Essen. „Später stellt sich heraus, dass die entdeckten Erbanlagen auch bei Erwachsenen dazu führen, dass sie zu viele Kilos auf die Waage bringen“, erklärt Privatdozentin Dr. Anke Hinney. Die Molekulargenetikerin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters ist mit Klinikdirektor Prof. Dr. Johannes Hebebrand und Dr. André Scherag vom Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie den gewichtigen Erbanlagen auf der Spur. Die neuen Varianten tragen sperrige Namen: Die erste, rs9568856, liegt in der Nähe des Gens OLFM4, Nummer zwei, rs9299, nahe des Gens HOXB5.

Dass es sie gibt, hat nicht nur Nachteile. Die Natur war schlau, stellt Hinney klar: „Die gefundenen Erbgutvarianten sind in schlechten Zeiten ein deutlicher Überlebensvorteil, da die wenigen verfügbaren Kalorien gut verwerten werden können.“ Von den Lebensumständen hängt so einiges ab. „Man legt erst stark an Gewicht zu, wenn weitere Genvarianten im Spiel sind und wenn äußere Faktoren hinzukommen, etwa hochkalorische Ernährung und mangelnde Bewegung“, sagt Dr. André Scherag.
Was haben nun adipöse Menschen davon, dass immer mehr Genvarianten entdeckt werden? „An die Entschlüsselung der biologischen Mechanismen knüpfen wir die Hoffnung, Therapien für Menschen mit Übergewicht verbessern zu können“, sagt Professor Hebebrand. Er koordiniert auch das Adipositas-Netz, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Es ist in der Forschung aber wie beim Abnehmen: Es geht in kleinen Schritten vorwärts.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Genetics veröffentlicht: the Early Growth Genetics (EGG) Consortium et al., A genome-wide association meta-analysis identifies new childhood obesity loci. Nat Genet. 2012 Apr 8.

Quelle: Universität Duisburg-Essen

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Soja lindert Hitzewallungen in Wechseljahren

Freitag, April 6th, 2012

Pflanzenstoff reduziert Beschwerden um ein Viertel.

Newark (pte003) – Frauen, die rund um die Wechseljahre zweimal pro Tag Soja essen, können damit die Häufigkeit und das Ausmaß der Hitzewallungen lindern. Zumindest um ein Viertel geht das typische Menopause-Symptom auf diese Weise zurück, berichten Forscher der University of Delaware http://www.udel.eduin der Fachzeitschrift „Menopause“.

Die Forscher um Melissa Melby werteten 19 Studien bei insgesamt 1.200 Frauen aus, die bisher zur Auswirkung von Soja auf die Wechseljahre durchgeführt wurden. „Kombiniert man alle bisherigen Untersuchungen, zeigt sich ein positiver Effekt“, so das Resümee der Studienleiterin.

Pflanzenstoff ahmt Östrogen nach

Besonders Augenmerk wurde auf die im Soja enthaltenen Pflanzenstoffe Isoflavone gelegt, der eine milde, Östrogen-ähnliche Wirkung entfaltet. In jedem Gramm Sojaprotein von Sojabohnen sowie auch vieler Sojaprodukte sind 3,5 Milligramm dieser Stoffe enthalten. Daneben sind auch Ergänzungsmittel speziell mit dieser Substanz erhältlich.

Frauen, die sechs Wochen oder länger 54 Milligramm davon pro Tag zu sich nahmen, zeigten um 20 Prozent weniger Hitzewallungen und einen Rückgang des Schweregrades um 26 Prozent, so das Ergebnis. Da dies stets im Vergleich zu einem Placebo-Präparat gemessen wurde, dürfte der endgültige Effekt noch darüber liegen.

Geheimnis der Japanerinnen

Bei längerfristigem Verzehr entfalteten die Soja-Isoflavone in den Studien noch eine deutlich stärkere Wirkung. Aufmerksam wurde die Forschung, da Japanerinnen im Wechselalter kaum Hitzewallungen entwickeln: Sojaprodukte begleiten im ostasiatischen Inselstaat schon im Mutterleib und über die gesamte Lebensspanne den Alltag.

„Wenn man mit 50 Jahren nie Soja gegessen hat, ist es noch nicht zu spät. Zwar steigt die Wirkung der Isoflavone mit der Dauer ihrer Einnahme, doch helfen sie auch bei spätem Beginn“, so die Forscher.

Quelle: pressetext.com

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