Archive for the ‘Internet’ Category

Weltrekord: Quantenteleportation über 143 Kilometer

Mittwoch, September 5th, 2012

Physiker der Gruppe von Prof. Anton Zeilinger des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) und der Universität Wien haben einen neuen Entfernungsweltrekord für Quantenteleportation aufgestellt. Dem Team gelang es, den Quantenzustand eines Lichtteilchens über eine Distanz von 143 Kilometern von der kanarischen Insel La Palma nach Teneriffa zu übertragen. Theoretische Unterstützung bekam das Experiment von Dr. Johannes Kofler aus der Abteilung von Prof. Ignacio Cirac am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ). Die Resultate werden diese Woche im Fachjournal Nature publiziert.

Das sogenannte „Quanten-Internet“ ist eine Zukunftsvision der Informationsverarbeitung. Es basiert nicht mehr auf klassischen Computernetzwerken, sondern auf den derzeitigen Entwicklungen der modernen Quanteninformation, bei der einzelne Quantenteilchen die Träger von Information sind. Quantennetzwerke versprechen absolut sichere Kommunikation und verbesserte Rechenleistung bei dezentralen Aufgaben gegenüber allen denkbaren klassischen Technologien. Aufgrund der Transmissionsverluste in konventionellen Glasfasern wird ein globales Quantennetzwerk voraussichtlich auf der Übertragung von Quantenzuständen durch den freien Raum basieren, beispielsweise zwischen Satelliten und von Satelliten zur Erde. Die nun realisierte Quantenteleportation über eine Distanz von 143 Kilometern überbot einen gerade erste wenige Monate alten chinesischen Rekord von 97 Kilometern und ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu dieser Zukunftstechnologie.

Auf der Insel La Palma erzeugte das Physikerteam verschränkte Paare von Lichtteilchen  (Photonen 2 und 3). Quantenmechanische Verschränkung bedeutet dabei, dass keines der beiden Photonen für sich genommen eine definitive Polarisation hat, dass aber, wenn man die Polarisation bei einem der Photonen misst und ein zufälliges Resultat erhält, das andere Photon stets eine damit perfekt korrelierte Polarisation zeigen wird. Diese Art der quantenmechanischen Korrelation ist mithilfe der klassischen Physik nicht beschreibbar und wurde von Albert Einstein daher als „spukhafte Fernwirkung“ bezeichnet. Photon 3 wurde sodann durch die Luft auf etwa 2400 Meter Meereshöhe 143 Kilometer weit über den Atlantik nach Teneriffa geschickt und dort mit einem Teleskop der europäischen Weltraumagentur eingefangen. Photon 2 verblieb indessen im Labor auf La Palma. Dort erzeugten die Experimentatoren weitere Lichtteilchen (Photon 1) in einem frei einstellbaren Polarisationszustand, den es zu teleportieren galt.

Dies geschah in mehreren Schritten: Zunächst wurde eine spezielle Art der gemeinsamen Messung, die sogenannte Bell-Messung („BM“), an Photon 1 und 2 durchgeführt, bei der beide Photonen unwiderruflich zerstört werden. Bei dieser Messung wurden zwei mögliche Resultate unterschieden, und die entsprechende klassische Information wurde mit einem gewöhnlichen Laserpuls nach Teneriffa übermittelt. Dort wurde, je nachdem welches der beiden Resultate der Bell-Messung empfangen worden war, die Polarisation von Photon 3 entweder um 90 Grad rotiert oder völlig unverändert gelassen. Diese Transformation („T“) schloss die Teleportation ab, und die Polarisation von Photon 3 auf Teneriffa war nun identisch mit der ursprünglichen Polarisation von Photon 1 auf La Palma.

Die Komplexität des Aufbaus und die umweltbedingten Einflüsse (Temperaturschwankungen, Sandstürme, Nebel, Regen, Schnee) waren für das Experiment eine große Herausforderung. Sie erforderten auch eine Kombination modernster quantenoptischer Technologien, was die Quelle der verschränkten Lichtteilchen, die Messgeräte und die zeitliche Synchronisation der beiden Laboratorien betrifft.

Das Experiment stellt damit einen Meilenstein dar, der die Reife und Anwendbarkeit dieser Technologien für zukünftige globale Quantennetzwerke demonstriert. Für den nächsten Schritt der satelliten-basierten Quantenteleportation hat eine internationale Kooperation der Österreichischen und Chinesischen Akademie der Wissenschaften zum Ziel, in absehbarer Zukunft einen gemeinsamen Satelliten in den Weltraum zu schießen.

Originalveröffentlichung: Xiao-song Ma, Thomas Herbst, Thomas Scheidl, Daqing Wang, Sebastian Kropatschek, William Naylor, Bernhard Wittmann, Alexandra Mech, Johannes Kofler, Elena Anisimova, Vadim Makarov, Thomas Jennewein, Rupert Ursin, Anton Zeilinger Quantum teleportation over 143 kilometres using active feed-forward Nature, 5. September 2012, Advance Online Publication, DOI:10.1038/nature11472

Quelle: Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Garching

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Social Media: Ein Tweet bringt 0,001 Dollar

Freitag, April 13th, 2012

Experten zweifeln Sinn einfacher Quantifizierungen an.

New York (pte019) – Das US-Unternehmen Backupify https://www.backupify.com hat Berechnungen zum finanziellen Wert von Usern und nutzergenerierten Inhalten in sozialen Medien angestellt (siehe: http://bit.ly/HNgeTt). Dabei wurde der geschätzte Wert eines sozialen Netzwerks durch die Zahl der User geteilt oder der Jahresumsatz durch die Zahl der Nutzergenerierten Einträge dividiert. Experten sehen solche Milchmädchenrechnungen eher skeptisch.

„Das ist bloß eine Spielerei und oft sogar ziemlicher Schwachsinn. Es handelt sich um den krampfhaften Versuch einer Quantifizierung. Messmethoden für den Nutzen sozialer Medien werden 2012 stärker in den Vordergrund treten, allerdings benötigen ernsthafte Versuche komplexere Ansätze. Auch qualitative Faktoren müssen berücksichtigt werden“, sagt Ed Wohlfahrt von edRelations http://edrelations.com gegenüber pressetext. Eine Berechnung des Wertes eines Users wird laut dem Experten eher für Unternehmen möglich sein, die dem finanziellen Aufwand für eine Kampagne die Nutzerinteraktion gegenüberstellen.

Facebook hat wertvollste Nutzer

Laut Backupify hat Facebook die wertvollsten Nutzer. Bei einem geschätzten Unternehmenswert von 100 Mrd. Dollar und rund 850 Mio. Nutzern ist jeder User stolze 118,34 Dollar wert. LinkedIn folgt mit 104,46 Dollar pro Mitglied auf Platz zwei. Dahinter reihen sich Dropbox mit 80 Dollar und Twitter mit 71,43 Dollar pro User ein. An letzter Stelle folgt Path mit einem Nutzerwert von lediglich 12,5 Dollar. Diese Rechnungen basieren jedoch allesamt auf Annahmen. Der Unternehmenswert ändert sich entweder ständig oder ist überhaupt nur eine Schätzung und die Userzahlen sind auch keine belastbaren Größen.

Falsche Accounts, Doppelidentitäten, automatisierte Profile und Agentur-Betrügereien lassen die Nutzergemeinde größer erscheinen, als sie tatsächlich ist. „Die einfache Beantwortung komplexer Fragestellungen macht den Reiz solcher Erhebungen aus. Wieviel ein User wirklich wert ist, ist so leicht nicht zu erheben“, so Wohlfahrt. Auch die Einschätzung des finanziellen Werts von Userbeiträgen, die Backupify vorgenommen hat, ist wenig belastbar. Das Teilen der Jahresumsätze der Unternehmen durch die jeweilige Anzahl nutzergenerierter Beiträge führt dank der vielen Inhalte zu sehr geringen Werten.

Billige Tweets

Die wertlosesten Userbeiträge sind bei Twitter zu finden. Ein Tweet ist laut der Berechnung 0,001 Dollar Wert. Ein Posting bei Facebook immerhin 0,024 Dollar. Ein Foursquare Check-in könnte 0,4 Dollar bringen. Am Wertvollsten ist eine Rezension bei Yelp, die mit 9,13 Dollar beziffert wird. Um zehn Dollar zu verdienen, müsste ein Twitter-User theoretisch 8.896 Tweets verfassen. Ernüchternd fällt vor allem für die kleineren Netzwerke eine Aufstellung aus, die zeigen soll, wie viele User ein bestimmtes Netzwerk bräuchte, um eine Bewertung von zehn Mrd. Dollar zu rechtfertigen. Foursqare müsste etwa 20 Mal so viele Nutzer haben.

„Etwas Positives haben solche Zahlenspielereien doch. Sie geben einen Anstoß, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Die Messmethoden für Erfolg in sozialen Netzwerken brauchen verschiedene Anstöße, es wird sich weiter viel bewegen. PR-Fachleute können sich auch bis heute nicht auf eindeutige Messgrößen für Erfolg festlegen. Das bloße Anhäufen von Fans kann jedenfalls nicht die Lösung sein“, erklärt Wohlfahrt.

Quelle: pressetext.com

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Donnerstag, November 10th, 2011

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Film: „Wandel bis 2020 größer als in den vergangenen 50 Jahren“

Samstag, November 5th, 2011

Vernetzte Welt: Moment des Absprungs ist da.

Stockholm – Der gegenwärtige Moment ist ein historischer für die Menschheit: Wir tauchen gerade endgültig ins Zeitalter der Netzwerk-Gesellschaft ein und bekommen durch die Technik nie geahnte Möglichkeiten – sei es bei Nachrichten, Bildung, der Regierungsform oder der Wirtschaft. Diese Analyse liefert der 21-Minuten-Dokumentarfilm „On the Brink“ http://bit.ly/sQj81L , den Ericsson Multimedia soeben veröffentlicht hat. „Erst langsam erkennen wir, was wir da mit der Technik aufgebaut haben“, so der US-Technologe David Weinberger, einer der Protagonisten.

Altes wird weggeblasen

Schon allein die im Film präsentierten Fakten sprechen eine klare Sprache. Bereits 57 Prozent der Menschen kommunizieren demnach online mehr als im realen Leben. Jedes sechste heutige Ehepaar hat sich im Internet kennen gelernt, Kinder zwischen acht und 18 verbringen täglich 7,5 Stunden mit Mobilgeräten und für 48 Prozent in der Gruppe der 18- bis 34 Jährigen ist der Facebook-Check das Erste, was sie am Morgen tun. Mobilen Anfragen haben sich im Vorjahr vervierfacht, und schon 2014 wird das mobile Internet die Zugriffe über den Desktop überholen. 2020 werden über 50 Mrd. Geräte miteinander vernetzt sein.

Die neue Ära, so die Botschaft des Films, wird vom Zusammentreffen vieler günstiger Faktoren eingeläutet: Von der Explosion der Mobilgeräte und der schnellen Internetvernetzung, von über Open-Source frei verfügbarer Software und neuen Business-Modellen. SoundCloud-Mitbegründer Eric Wahlforss http://soundcloud.com sieht darin den perfekten Boden für Neues. „Die Musikindustrie hat den Wandel von physisch zu digital geschafft. Größere Änderungen stehen jedoch anderswo noch bevor. Die alten Geschäftsmodelle, an die sich viele heute noch klammern, werden bald weggeblasen werden von etwas ganz Neuem.“

Chips überall

Alle heute erfundenen Geräte können sich vernetzen und alles, was einen Chip haben könnte, wird bald auch einen besitzen. So wird etwa die Landwirtschaft dank völlig neuartiger Informationen über den Acker neue Methoden entwickeln, Autobauer neue Bremssysteme infolge der Auswertung des Nutzerverhaltens und Stromerzeuger neue Strategien zur Engpass-Vermeidung, was ein genaues Wissen über die Art des Verbrauchs des Konsumenten ermöglichen kann. Startups und Apps-Entwickler zeigen schon heute vor, dass Kreativität und Unternehmergeist keine nationalen Grenzen mehr kennen und neue, demokratischere Formen des Erfolgs möglich werden.

Der Wandel der nächsten zehn Jahre wird laut den Experten jenen der vergangenen 50 Jahren in den Schatten stellen. Robin Teigland, Virtual-Worlds-Spezialistin an der Stockholm School of Economics http://www.hhs.se , knüpft hier an: „Eine halbe Mrd. Menschen der Altersgruppe bis 15 benutzt heute virtuelle Welten. Man muss sich nur vorstellen, was passiert, wenn diese in drei bis fünf Jahren in die Arbeitswelt eindringen.“ Geradezu euphorisch sind Aussagen, denen zufolge der Wandel den Menschen dazu befähigt, mehr er selbst zu sein und das zu tun, was er eigentlich will. Inwiefern die Prognosen ins Schwarze treffen, wird man 2020 beurteilen können.

Quelle: pressetext.redaktion

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Selbstorganisation in sozialen Netzwerken – Wer nicht kooperiert, wird ausgegrenzt

Montag, April 4th, 2011

Arbeite ich mit meinen Kollegen zusammen oder nutze ich andere aus? Setze ich mich uneigennützig für andere Menschen ein? Welche Bedingungen Kooperation und prosoziales Verhalten fördern, das hat das Team um Juniorprofessor Dr. Dirk Semmann am Courant Forschungszentrum „Evolution des Sozialverhaltens“ der Universität Göttingen untersucht. Er leitet dort die Nachwuchsgruppe „Evolution of cooperation and prosocial behaviour“.

Die Wissenschaftler konnten nun erstmals experimentell nachweisen, dass dynamische soziale Netzwerke kooperatives Verhalten fördern und dass die natürliche Selektion so Kooperation begünstigen kann. Ihre Ergebnisse weichen jedoch teilweise von den Vorhersagen theoretischer Modelle ab. Sie werden heute (Montag, 4. April 2011) in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Ecology Letters“ veröffentlicht. Das Courant Forschungszentrum wird aus Mitteln der Exzellenzinitiative gefördert.

In dem Experiment spielten Studierende am Computer mit verschiedenen Partnern das sogenannte Gefangenendilemma, das ein zentraler Bestandteil der Spieltheorie ist. Dabei treffen zwei sich unbekannte Personen aufeinander, müssen sich für oder gegen eine Zusammenarbeit entscheiden und dabei Geld verdienen. Die Spielpartner müssen dabei abwägen, von welchem Verhalten sie am meisten profitieren, ohne vorab die Entscheidung des anderen zu kennen.

Die Göttinger Evolutionsbiologen simulierten zwei unterschiedliche Szenarien: Zum einen spielten die Probanden in einem statischen Netzwerk mit festgelegten Partnern, die sie nicht austauschen konnten. Dies entspricht der Situation mit Kollegen am Arbeitsplatz. Zum anderen spielten sie in einem dynamischen Netzwerk wie zum Beispiel bei Freundschaften, in dem die Partner ersetzt werden können. Die Probanden erfuhren in den insgesamt 30 Spielrunden nur die Ergebnisse der Entscheidungen mit ihrem jeweiligen Partner; sie erhielten keinen Überblick über das Geschehen im gesamten Netzwerk.

„In dynamischen sozialen Netzwerken wählten die Teilnehmer eine andere Strategie, als dies in theoretischen Modellen vorhergesagt wurde: Sie wählten häufig nicht kooperierende Personen ab und gingen lieber kooperative Langzeitbeziehungen ein“, so Katrin Fehl, Doktorandin in der Nachwuchsgruppe. Bislang war vermutet worden, dass Spieler auch nicht kooperierende Mitspieler behalten und sich auf deren Verhalten einstellen. Denn bei einem neuen, unbekannten Partner besteht die Gefahr, von ihm ausgenutzt zu werden.

Durch konstante Muster der Partnerabwahl veränderten die Teilnehmer ihr soziales Umfeld und beeinflussten die Struktur des dynamischen Netzwerkes: Es bildeten sich stabile Cliquen kooperativer Spieler mit Dreiecksbeziehungen heraus, in denen die eigenen Freunde auch untereinander befreundet waren. „Es besteht also eine enge Wechselwirkung zwischen der sozialen Umgebung und kooperativem Verhalten“, so Prof. Semmann. Im Spielverlauf machten kooperative Teilnehmer in dem dynamischen Netzwerk neue Erfahrungen, die ihre Verhaltenstrategie weiter festigte. Gleichzeitig wurden Spieler mit nicht-kooperativem Verhalten an den Rand des Netzwerks gedrängt. Die Partnerabwahl erzog Teilnehmer dazu, prosoziales Verhalten zu entwickeln.

Originalveröffentlichung:
Katrin Fehl, Daniel J. van der Post, Dirk Semmann (2011). Co-evolution of behaviour and social network structure promotes human cooperation. Ecology Letters. Doi: 10.1111/j.1461-0248.2011.01615.x

Quelle: Universität Göttingen

Rich Snippets for Products – auf dem Weg zum Web 3.0

Mittwoch, Dezember 15th, 2010

Die Web-Suchmaschine Google setzt für seinen neuesten E-Commerce-Dienst „Rich Snippets for Products“ auf Komponenten, die Professor Martin Hepp an der Universität der Bundeswehr München entwickelte.

Seit 2000 forscht Prof. Hepp daran, wie man die Suche nach Produkten und Dienstleistungen über das World Wide Web verbessern kann. In den letzten Jahren entwickelte er zusammen mit seinen Mitarbeitern unter dem Namen „GoodRelations“ einen Standard, mit dessen Hilfe jeder Shop-Betreiber Informationen über Preise, Eigenschaften, Lagerbestände, Zahlarten und Öffnungszeiten als kleine Datenpakete direkt in die eigenen Webseiten einbauen kann. Diese Datenpakete sind für den normalen Webanwender unsichtbar. Suchmaschinen und neue Programme für Mobiltelefone können die Daten aber auswerten, um den Kunden bei seiner Suche zu unterstützen. Beispielsweise kann ein Mobiltelefon auf diese Weise leicht die Öffnungszeiten aller Apotheken in der Nähe anzeigen und ein Vergleichsdienst kann die technischen Eigenschaften alternativer Produkte gegenüberstellen.

Google-Suchergebnisse werden optimiert

Google empfiehlt nun allen Unternehmen weltweit, ihre Preise, Lagerbestände, Produkttexte und Abbildungen mit dem GoodRelations-Vokabular auszuzeichnen. Wer dieser Empfehlung von Google folgt, wird mit einer deutlich besseren Anzeige in den Google-Suchergebnissen belohnt. Google nennt die Technik „Rich Snippets for Products“. Es gibt vorläufige Schätzungen, dass dies die Wahrscheinlichkeit um bis zu 30 Prozent steigert, dass ein Nutzer auf das Ergebnis klickt.

„Das ist der erste Schritt zum Web 3.0. Am wichtigsten für uns war es, dass wir Google überzeugen konnten, den vollen Leistungsumfang von GoodRelations zu akzeptieren, auch wenn zunächst nur ein Teil von Google direkt benötigt wird“, erklärt Prof. Hepp. Dadurch können Anbieter von Webseiten mit GoodRelations mehrere Ziele auf einmal erreichen: Sie füttern mit denselben Zusatzdaten die großen Suchmaschinen Google und Yahoo sowie alle neuen Anwendungen für Mobiltelefone und Web-Browser, die ebenfalls auf GoodRelations setzen. Yahoo akzeptiert GoodRelations bereits seit einiger Zeit. Weitere große Unternehmen, die GoodRelations verwenden, sind BestBuy, Overstock.com, Peek & Cloppenburg, und Herold.at.

Weitere Informationen zu GoodRelations erhalten Sie unter:
http://purl.org/goodrelations/

Mit dem kostenloses Werkzeug „GoodRelations Snippet Generator“ kann man die nötigen Zusatzdaten in wenigen Minuten selbst erzeugen und anschließend per Copy-and-Paste in die eigene Seite einfügen:
http://www.ebusiness-unibw.org/tools/grsnippetgen/

Quelle: Universität der Bundeswehr München

16. Shell Jugendstudie: Jugend trotzt der Finanz- und Wirtschaftskrise

Dienstag, September 14th, 2010
Die heutige junge Generation in Deutschland bleibt zuversichtlich: Sie lässt sich weder durch die Wirtschaftskrise noch durch die unsicher gewordenen Berufsverläufe und -perspektiven von ihrer optimistischen Grundhaltung abbringen.

Tatsächlich ist der Anteil der Optimisten sogar noch gestiegen. Die Zuversicht der Jugendlichen aus sozial schwachen Haushalten ist dagegen weiter gesunken. Die Kluft zwischen den Milieus hat sich mithin noch verstärkt.

Das ist das Ergebnis der 16. Shell Jugendstudie, die heute in Berlin vorgestellt wurde.Die Untersuchung wurde gemeinsam von den Bielefelder Sozialwissenschaftlern Professor Dr. Mathias Albert, Professor Dr. Klaus Hurrelmann und Dr. Gudrun Quenzel sowie einem Expertenteam des Münchner Forschungsinstitutes TNS Infratest Sozialforschung um Ulrich Schneekloth im Auftrag der Deutschen Shell verfasst.

Dazu wurden Anfang des Jahres mehr als 2.500 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrer Lebenssituation, ihren Glaubens- und Wertvorstellungen sowie ihrer Einstellung zur Politik befragt. „Als großes und seit über 100 Jahren in Deutschland erfolgreich tätiges Unternehmen tragen wir die Verantwortung, zur Weiterentwicklung des Gemeinwesens beizutragen. Die Shell Jugendstudien bilden seit nunmehr fast 60 Jahren einen Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Ich bin sicher, dass die Ergebnisse der aktuellen Studie erneut die gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Diskussion anregen sowie Entscheider und Praktiker gleichermaßen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen unterstützen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung Deutsche Shell Holding GmbH, Dr. Peter Blauwhoff.

Anstieg im Optimismus, aber Verstärkung der sozialen Unterschiede

Gegenüber der letzten Shell Jugendstudie hat sich der Anteil der optimistischen Jugendlichen deutlich erhöht. 59 Prozent (2006: 50 Prozent) der Jugendlichen blicken ihrer Zukunft zuversichtlich entgegen, 35 Prozent äußern sich unentschieden und nur 6 Prozent sehen ihre Zukunft eher düster. Dagegen ist die Zuversicht von Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien rückläufig. Hier äußern sich nur noch 33 Prozent zuversichtlich. Diese soziale Kluft wird auch bei der Frage nach der Zufriedenheit im Leben deutlich: Während fast drei Viertel der Jugend im Allgemeinen zufrieden mit ihrem Leben sind, äußern sich Jugendliche aus unterprivilegierten Verhältnissen nur zu 40 Prozent positiv.

Bildung bleibt der Schlüssel in der Biographie 

 

Auch weiterhin bleibt der Schulabschluss der Schlüssel zum Erfolg. In Deutschland hängt er so stark wie in keinem anderen Land von der jeweiligen sozialen Herkunft der Jugendlichen ab. Junge Leute ohne Schulabschluss finden seltener eine qualifizierte Arbeit oder eine Ausbildung. Entsprechend pessimistisch blicken Jugendliche, die sich unsicher sind, ihren Schulabschluss zu erreichen, auch in die Zukunft. Zu Ausbildung und Berufseinstieg hat sich die Einstellung der Jugendlichen klar verbessert. 76 Prozent der Auszubildenden glauben, nach der Ausbildung übernommen zu werden. 71 Prozent der Jugendlichen sind überzeugt, sich ihre beruflichen Wünsche erfüllen zu können. Bei den Jugendlichen aus sozial schwierigen Verhältnissen sind es hingegen nur 41 Prozent.
Ungebrochen ist der geschlechtsspezifische Trend beim Thema Bildung: Wie sich bereits zu Beginn dieses Jahrzehnts gezeigt hatte, haben junge Frauen ihre Altersgenossen bei der Schulbildung überholt und streben häufiger bessere Bildungsabschlüsse an.

Familienorientierung bei Jugendlichen auch weiterhin hoch im Kurs

Die Bedeutung der Familie für Jugendliche ist ein weiteres Mal angestiegen. Mehr als drei Viertel der Jugendlichen (76 Prozent) stellen für sich fest, dass man eine Familie braucht, um wirklich glücklich leben zu können. In Zeiten, da die Anforderungen in Schule, Ausbildung und den ersten Berufsjahren steigen, findet der Großteil der Jugendlichen bei den Eltern Rückhalt und emotionale Unterstützung. Mehr als 90 Prozent der Jugendlichen haben ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Auch mit deren Erziehungsmethoden sind die meisten einverstanden. Fast drei Viertel aller Jugendlichen würden ihre eigenen Kinder so erziehen, wie sie selber erzogen wurden. Fast drei Viertel aller Jugendlichen wohnen noch bei ihren Eltern – insbesondere weil es kostengünstig und bequem ist.
Wieder zugenommen hat der Wunsch nach eigenen Kindern. 69 Prozent der Jugendlichen wünschen sich Nachwuchs. Erneut äußern junge Frauen (73 Prozent) diesen Wunsch häufiger als junge Männer (65 Prozent).

Die Jugend ist online

Auch das Freizeitverhalten der Jugendlichen unterscheidet sich je nach sozialer Herkunft. Während sich Jugendliche aus privilegierten Elternhäusern verstärkt mit Lesen und kreativen Tätigkeiten befassen und vielfältige soziale Kontakte pflegen, sind Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien vornehmlich mit Computer und Fernsehen beschäftigt. Allen gemeinsam ist jedoch eines: Fast alle Jugendlichen (96 Prozent) haben mittlerweile Zugang zum Internet. Nicht nur die Zahl der Internetnutzer ist damit gestiegen, sondern auch die Zahl der Stunden, die Jugendliche im Netz verbringen: im Schnitt fast 13 Stunden pro Woche.
Bei der Art der Nutzung des Internets zeigt sich erneut eine soziale Spaltung – insbesondere bei den männlichen Nutzern. Die 

Gamer (24 Prozent der Jugendlichen mit Netzzugang) – vor allem jüngere männliche Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien – verbringen ihre Zeit im Netz hauptsächlich mit Computerspielen. Digitale Netzwerker (25 Prozent) – vor allem jüngere weibliche Jugendliche – nutzen vor allem die sozialen Netzwerke (Facebook, StudiVZ). Für Funktions-User (17 Prozent) – eher ältere weibliche Jugendliche – ist das Internet Mittel zum Zweck: Sie gebrauchen es für Informationen, E-Mails und Einkäufe von zu Hause aus. Die Multi-User (34 Prozent) – eher ältere männliche Jugendliche aus den oberen Schichten – nutzen schließlich die gesamte Bandbreite des Netzes mit all seinen Funktionalitäten. Zum Thema Internet bietet die Shell Jugendstudie seit 2002 kontinuierlich Ergebnisse.

Interesse an Politik steigt wieder leicht an

Auch wenn das politische Interesse bei Jugendlichen weiterhin deutlich unter dem Niveau der 1970er und 1980er Jahre liegt, ist der Anteil der politisch Interessierten wieder leicht angestiegen. Ausschlaggebend dafür sind die mittleren und gehobenen Schichten und die Jüngeren. Bei den 12- bis 14-Jährigen hat sich das Interesse binnen der letzten acht Jahre mit 21 Prozent nahezu verdoppelt, bei den 15- bis 17-Jährigen stieg es von 20 Prozent auf 33 Prozent.
In ihrer politischen Ausrichtung ordnet sich die Mehrheit der Jugendlichen weiterhin links von der Mitte ein. Auch beim Vertrauen in gesellschaftliche Institutionen hat sich wenig geändert: Hohe Bewertungen gab es für Polizei, Gerichte, Bundeswehr sowie Menschenrechts- und Umweltschutzgruppen, niedrige für die Regierung, die Kirche, große Unternehmen und Parteien. Als Folge der letzten Rezession zeigen Jugendliche neuerdings einen ausgeprägten Missmut gegenüber Wirtschaft und Finanzen. Dabei hat das Vertrauen in Banken am meisten gelitten.
Trotz allgemeiner Politik- und Parteienverdrossenheit sind Jugendliche durchaus bereit, sich an politischen Aktivitäten zu beteiligen, insbesondere dann, wenn ihnen eine Sache persönlich wichtig ist. So würden 77 Prozent aller jungen Leute bei einer Unterschriftenaktion mitmachen. Immerhin 44 Prozent würden auch an einer Demonstration teilnehmen. Hier zeigen sich Mädchen aktivitätsbereiter als Jungen.

Mehr soziales Engagement und Verständnis für Ältere

Im Vergleich zu den Vorjahren sind immer mehr Jugendliche sozial engagiert: 39 Prozent setzen sich häufig für soziale oder gesellschaftliche Zwecke ein. Auch hier zeigen sich soziale Unterschiede. Aktivität und Engagement sind bildungs- und schichtabhängig. Je gebildeter und privilegierter die Jugendlichen sind, desto häufiger sind sie im Alltag aktiv für den guten Zweck.
Die alternde Gesellschaft in Deutschland betrachten Jugendliche auch weiterhin als Problem. Mehr als die Hälfte sehen das Verhältnis zwischen Jung und Alt als eher angespannt an. Dennoch zeigen immer mehr Jugendliche Respekt vor der älteren Generation und Verständnis für deren Lebensweise. Das zeigt sich auch bei der Frage nach der Verteilung des Wohlstands zwischen Jung und Alt. 47 Prozent der Jugendlichen sind der Meinung, diese sei gerecht. Nur noch 25 Prozent fordern, dass die Älteren ihre Ansprüche reduzieren sollen.

Globalisierung zumeist positiv bewertet

Mit Globalisierung verbinden 84 Prozent der Jugendlichen an erster Stelle die Freiheit, in der ganzen Welt reisen, studieren oder arbeiten zu können. Zunehmend wird die weltweite Verflechtung allerdings auch mit wirtschaftlichem Wohlstand in Verbindung gebracht. Im Jahr 2006, also noch vor der Wirtschafts- und Finanzkrise, haben nur 37 Prozent diese Verbindung hergestellt, 2010 schon 53 Prozent. Gleichzeitig wird Globalisierung jedoch auch viel häufiger mit Umweltzerstörung assoziiert. Generell lassen sich drei unterschiedliche Profile ausmachen:

Globalisierungsbefürworter, Globalisierungsgegner und Globalisierungs-Mainstream. Globalisierungsbefürworter sehen in der Globalisierung vor allem die Chance auf wirtschaftlichen Wohlstand, Frieden und Demokratie.  Globalisierungsgegner erkennen in ihr mehrheitlich Umweltzerstörung, Arbeitslosigkeit, Armut und  Unterentwicklung. Beim kritisch-differenziert bewertenden Globalisierungs-Mainstream halten sich Vor- und Nachteile der fortschreitenden Globalisierung die Waage.

Großes Problem Klimawandel

Ein Thema, das Jugendliche heutzutage besonders stark bewegt, ist der Klimawandel. 76 Prozent halten ihn für ein großes oder sogar sehr großes Problem. Zwei von drei Jugendlichen sehen durch das sich verändernde Klima die Existenz der Menschheit bedroht.

Kritiker des Klimawandels geben den reichen Industrieländern die Schuld für die ökologischen Veränderungen. Die Klimaoptimisten, auch wenn sie den Klimawandel problematisch finden, halten die öffentliche Darstellung jedoch für übertrieben. Die fatalistischen Beobachter gehen fast zur Hälfte davon aus, dass es bereits zu spät sei, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Ein Teil der Jugendlichen zieht inzwischen persönliche Konsequenzen und achtet auf ein umweltbewusstes Verhalten. Immerhin jeder zweite spart im Alltag bewusst Energie, 44 Prozent versuchen, häufiger mit dem Fahrrad zu fahren und das Auto stehen zu lassen, und 39 Prozent entscheiden sich für ein kleineres Auto mit geringerem Verbrauch. Besonders klimakritische junge Leute engagieren sich darüber hinaus zunehmend für den Umweltschutz.

Religion weiter im Abseits

Weiterhin spielt Religion für die Mehrheit der Jugendlichen in Deutschland nur eine mäßige Rolle. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen drei sehr verschiedenen religiösen Kulturen: Während Religion für junge Menschen in den neuen Bundesländern zumeist bedeutungslos geworden ist, spielt sie in den alten Bundesländern noch eine mäßige Rolle. Mittlerweile ist Gott nur noch für 44 Prozent der katholischen Jugendlichen wichtig. Ganz anders sieht es hingegen bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund aus: Sie haben einen starken Bezug zur Religion, der in diesem Jahrzehnt sogar noch zugenommen hat.

Pragmatisch, aber nicht angepasst

Die Werte und Lebenseinstellungen von Jugendlichen sind weiterhin pragmatisch: Der persönliche Erfolg in einer Leistungs- und Konsumgesellschaft ist für Jugendliche von großer Wichtigkeit. Leistung ist jedoch nicht alles: Auch wenn Fleiß und Ehrgeiz für 60 Prozent der Jugendlichen hoch im Kurs stehen, darf der Spaß nicht zu kurz kommen: 57 Prozent wollen ihr Leben intensiv genießen. Optimistisch und mit ihrer Lebenssituation zufrieden, geht es ihnen nicht nur um ihr persönliches Vorankommen, sondern auch darum, ihr soziales Umfeld aus Familie, Freunden und Bekannten zu pflegen. Viele interessieren sich dafür, was in der Gesellschaft vor sich geht.
Die jungen Leute fordern gerade heute sozialmoralische Regeln ein, die für alle verbindlich sind und an die sich alle halten. Eine funktionierende gesellschaftliche Moral ist für sie auch eine Voraussetzung, ihr Leben  eigenverantwortlich und unabhängig gestalten zu können. 70 Prozent finden, man müsse sich gegen Missstände in Arbeitswelt und Gesellschaft zur Wehr setzen.

Methodik und Tradition der Studie

Bereits seit 1953 beauftragt Shell in Deutschland unabhängige Forschungsinstitute mit der Erstellung von Studien, um Sichtweisen, Stimmungen und Erwartungen von Jugendlichen zu dokumentieren. Die Shell Jugendstudie, die mittlerweile schon zum 16. Mal herausgegeben wurde, präsentiert nicht nur eine aktuelle Sicht auf die Jugendgeneration, sondern gibt auch konkrete gesellschaftspolitische Denk- und Diskussionsanstöße.
Als Langzeitberichterstattung ermöglicht sie es, Entscheidern eine Grundlage für gesellschaftliches und politisches Handeln bereitzustellen. Mit diesem fortwährenden Engagement für die Jugendforschung nimmt Shell in Deutschland seit Jahrzehnten die Möglichkeit wahr, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Die 16. Shell Jugendstudie ist im Fischer Taschenbuch-Verlag unter dem Titel „Jugend 2010“ erschienen und ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-596-18857-4, € 16,95, sFr. 25,90).

Quelle: Shell in Deutschland

 

SchülerVZ, MySpace, Wer kennt wen?

Mittwoch, September 1st, 2010

Das soziale Leben Jugendlicher findet zu einem wesentlichen Teil im Netz(werk) statt. Im Rahmen des Medienkonvergenz-Monitoring leitete Prof. Dr. Bernd Schorb eine Untersuchung zum Umgang Jugendlicher mit Sozialen online-Netzwerken, deren Ergebnisse nun vorliegen.

Für Jugendliche und ihr soziales Leben sind Netzwerkplattformen unentbehrlich geworden. Soziale Netzwerkplattformen sind für sie Treffpunkte des Freundeskreises, Kontaktbörsen und Flächen zur Selbstdarstellung.

Prof. Dr. Bernd Schorb, Leiter der Untersuchung und Professor für Medienpädagogik und Weiterbildung am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW) der Universität Leipzig, bekräftigt: „Soziale Online-Netzwerke haben sich innerhalb kürzester Zeit verbreitet und zu einem zentralen Bestandteil des Medienalltags Jugendlicher entwickelt. Damit einher geht auch eine neue Qualität der Beziehungsarbeit, mit der Jugendliche heute selbstverständlich aufwachsen“. Dabei weist der Medienexperte auch auf Risiken hin: „Die Netzwerkplattformen bieten Heranwachsenden ohne Zweifel viele Möglichkeiten, haben aber auch problematische Seiten, insbesondere, wenn es um Differenzen im sozialen Miteinander oder den Umgang mit persönlichen Daten geht“.

Chancen und Gefahren der sozialen Netzwerke belegen die aktuellen Ergebnisse, die auf Daten einer quantitativen Online-Befragung von 8.382 NutzerInnen sozialer Netzwerkplattformen zwischen 12 bis 19 Jahren im Januar 2009 und auf qualitativen Interviews mit 31 Jugendlichen selben Alters. Die Untersuchung wurde im Rahmen des Medienkonvergenz Monitoring (MeMo) durchgeführt, das von der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) gefördert wird.

Die Ergebnisse

„Ich bin da eigentlich ständig“.Soziale Online-Netzwerke sind zu einem Ritual jugendlicher Internetnutzung geworden, das oft parallel zu anderen Medien- bzw. Internetaktivitäten erfolgt. Dabei zeigt sich ein deutlicher Trend zur Nutzung mehrerer Netzwerkplattformen: insgesamt 70 Prozent der online befragten Jugendlichen sind auf mindestens zwei Online-Netzwerken aktiv. Ein Fünftel der Befragten nutzt drei und ein Zehntel sogar vier soziale Netzwerke. Grund dafür ist, dass sich die Jugendlichen auf verschiedenen Plattformen mit unterschiedlichen Freundeskreisen vernetzen, neue Kontakte zu ‚Gleichgesinnten‘ suchen und spezifische inhaltliche wie funktionale Ausrichtungen der verschiedenen Plattformen schätzen.

„Da spielt sich halt auch außerhalb von der Schule das soziale Leben ab“. Die soziale Beziehungsarbeit ist für Jugendliche das Wichtigste an den Netzwerkplattformen: es geht ihnen darum, Freundschaften zu pflegen, den gemeinsamen Alltag zu organisieren und neue Freunde kennen zu lernen. Die virtuelle Welt ist damit keine, die mit der realen Welt der Jugendlichen nichts gemein hat. Vielmehr stellt sie eine Erweiterung und Fortsetzung des sozialen Raums im Digitalen dar. Das Mitmachen auf Netzwerkplattformen ermöglicht Heranwachsenden auch, sich sozial zu integrieren, über persönlich wichtige Themen zu diskutieren und damit nicht zuletzt an der (Medien-)Gesellschaft teilzuhaben.

„Ich will vor allen Dingen meinen Charakter darstellen.“ Die Mehrheit der Jugendlichen schätzt die Möglichkeiten, sich im sozialen Raum Online-Netzwerke selbst darzustellen und sich anderen damit zu präsentieren, insbesondere im Rahmen der Gestaltung eigener Profilseiten und der Mitgliedschaft in Gruppen. Hier präsentieren die Heranwachsenden die vielfältigen Facetten ihrer Persönlichkeit. Nur für einen kleinen Teil der Befragten ist dabei das Hineinschlüpfen in andere Rollen und damit das mediale Probehandeln bedeutsam. Die meisten Jugendlichen legen vielmehr Wert auf eine (nach subjektiven Kriterien) authentische Selbstdarstellung.

„Weil es für mich eine einfache Kommunikationsmöglichkeit ist.“ Die interpersonale Kommunikation mit Freunden und Bekannten ist die wichtigste Funktion der Netzwerkplattformen für die befragten Jugendlichen. Ausgangspunkt dafür sind die Profilseiten, die neben der eigenen Präsentationsfläche auch einen gemeinsamen Kommunikationsraum darstellen. Dabei findet der Austausch sowohl über Nachrichten, Pinnwände und plattforminterne Instant-Messenger statt, als auch über die Profile und ihre Vernetzungstools (wie Freundeslisten und Gruppen). Auch Bilder sind Mittel der Kommunikation: Die überwiegende Mehrheit der Befragten hat schon selbst Bilder auf Plattformen gestellt, z.B. zu gemeinsamen Erlebnissen mit Freunden, sowie Bilder anderer NutzerInnen kommentiert, was wiederum Anlass für weitere verbale Kommunikation ist. Dieses produktive und kommunikative Mitgestalten des Netzwerkes ist damit eng mit den sozialen Interessen der Jugendlichen verbunden.

Die Nutzung von Netzwerkplattformen hat auch ihre problematischen Seiten:
„Ich wurde gemobbt“: Fast jede/r Vierte der Befragten gibt an, bereits schlechte Erfahrungen bei der Nutzung Sozialer Online-Netzwerke gemacht zu haben. Diese Erfahrungen beziehen sich vor allem auf Probleme im sozialen Miteinander zwischen den Nutzenden. Thematisiert werden insbesondere Beleidigungen, Bedrohungen und Mobbing, aber auch sexuelle Belästigung, von denen vor allem Mädchen betroffen sind. Zugleich gibt jede/r sechste Befragte an, schon selbst in Netzwerkplattformen etwas getan zu haben, das sie/er im Nachhinein bereut hat. Begünstigt wird dieses problematische Handeln durch die Möglichkeit des anonymen bzw. pseudonymen Agierens in den Netzwerken.

„Ich find das blöd, wenn Leute ihre Seite verstecken. Das ist doch dann sinnlos“. Fast alle befragten Heranwachsenden kennen die Privatsphäre-Einstellung und damit die Möglichkeit, den Zugriff Fremder auf das eigene Profil zu unterbinden. Weniger als die Hälfte der Befragten macht von dieser Funktion Gebrauch. Zentrale Gründe, den Zugang auf die eigenen Daten nicht zu beschränken, sind insbesondere der Aufbau neuer Beziehungen und der Wunsch nach umfassender Selbstpräsentation. Zugleich werden Gefahren bei der Preisgabe persönlicher Daten durchaus wahrgenommen. Dieses Spannungsverhältnis führt zu Unsicherheiten im Handeln der Jugendlichen, die auf notwendige medienpädagogische Unterstützung verweisen.

Quelle: Universität Leipzig

Geldgeschäfte per Handy: BRIC-Staaten vor Boom

Donnerstag, August 26th, 2010

M-Payment-Studie von Arthur D. Little: Nutzer-Zahl wird sich fast verzehnfachen

Wien (pts/26.08.2010/10:00) – Nur wenige Menschen haben Bankverbindungen, aber viele haben Mobiltelefone: Diese Konstellation in vielen Entwicklungsländern ist für die Experten der international tätigen Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little eine gewaltige Chance für M-Payment, also das Bezahlen und Abwickeln von Bankgeschäften über das Handy. In einer neuen Studie von Arthur D. Little wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Nutzer mobiler Zahlungssysteme in aufstrebenden Ländern wie Mexiko, Brasilien, Russland, Indien und China (M-BRIC) in den kommenden fünf Jahren von derzeit 32 Millionen auf rund 290 Millionen Menschen steigen wird.

„Wir erwarten für 2015 in diesen Ländern zusammen rund 20 Milliarden Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 60 Milliarden US-Dollar“, sagt Studienleiter Dr. Karim Taga, Geschäftsführer von Arthur D. Little Austria und Telekomexperte des Beratungsunternehmens. Weltweit wird in der Studie ein Transaktionsvolumen von 280 Milliarden US-Dollar prognostiziert, das dann über Mobiltelefone abgewickelt wird.

Idealer Zeitpunkt für den Markteintritt
Für Taga und Kollegen ist derzeit ein idealer Zeitpunkt für den Markteintritt in den M-BRIC-Staaten, da sich der Markt für mobile Finanzdienstleistungen dort besonders rasant entwickelt und in einigen Ländern gerade die gesetzlichen Rahmenbedingungen neu gestaltet werden. So sind in Mexiko vor wenigen Wochen neue Bestimmungen in Kraft getreten, die die Aufnahme der Geschäftstätigkeit für Unternehmen erleichtern, die keine Banken sind. Dies steigert die Chancen von Mobilfunknetzbetreibern und anderen Anbietern in dem ansonsten von Banken sehr stark dominierten Bereich. Mexiko bietet laut Studie daher die besten Möglichkeiten für einen schnellen Markteintritt. Auch in Russland bieten sich gute Chancen für Mobilfunkanbieter, da das dortige Bankensystem sehr ineffizient ist.

Welche Dynamik beim Thema M-Payment derzeit herrscht, zeigt auch das Beispiel China: Weil es dort einen starken Wettbewerb zwischen Banken und Mobilfunkern um die Vorherrschaft beim mobilen Zahlungsverkehr gibt, hat sich Chinas größter Mobilfunkanbieter mit einem strategisch relevanten Anteil an dem Finanzinstitut beteiligt, mit dem der Zahlungsverkehr gemeinsam abgewickelt wird. So ist das Unternehmen zu einem relevanten Player beim M-Payment in China geworden.

Geringe Einkommen, große Entfernungen
„In den M-BRIC-Staaten leben viele Menschen mit geringem Einkommen, die über riesige Gebiete verstreut sind, Mobiltelefone besitzen und Bankdienstleistungen benötigen“, so Karim Taga, „kombiniert man diese Faktoren, können Dienstleister den Bedarf nach einem umfassenden Zahlungsnetz, besonders in ländlichen Regionen, decken.“ Erfolgreiche Modelle gibt es bereits auf den Philippinen. Mehrere Millionen Filippinos leben und arbeiten im Ausland und überweisen regelmäßig größere Geldbeträge via Handy an ihre Familien zuhause. In Afrika ist der Vorreiter dieser Entwicklung der Mobilfunkanbieter Safaricom, der M-Payment in Kenia seit 2007 mit Erfolg anbietet. Dort ist auch ein wesentlicher Aspekt des mobilen Zahlungsverkehrs zu beobachten: Da weniger Menschen mir Bargeld unterwegs sind, ist die Kriminalität spürbar zurückgegangen.

Quelle: pressetext.austria

Neuer Online-Kurs: Burn-Out-Syndrom

Montag, August 23rd, 2010

Stress, Depressionen und Burn-Out haben sich zur Volkskrankheit Nummer eins entwickelt. Das Burn-Out-Syndrom findet sich regelmäßig in den Top Ten der Ursachen für die Arbeitsunfähigkeit – Tendenz steigend.

In diesem Intensivkurs von Dr.Dr. Peter Schneider auf der eLearning-Plattform www.naturheilseminare.com werden die Ursachen des Burn-Out-Syndroms aus naturheilkundlicher Sicht aufgezeigt und Möglichkeiten zur Vorbeuge und Therapie erläutert. Der Kurs enthält fünf Videoclips und ist sehr praxisnah und ausführlich.

Zum Kursangebot geht es  <<  hier  >>,
zur Pressemitteilung  <<  hier  >>