Archiv für die Kategorie „Medizin“

Können gefährliche pflanzliche Krankheitserreger in Biogasanlagen überleben?

Montag, 6. September 2010

Die Humboldt-Universität zu Berlin präsentiert zusammen mit Projektpartnern (Julius Kühn-Institut, Universität Rostock, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioenergie Beratung Bornim) Ergebnisse auf der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung in Berlin.

Immer mehr nachwachsende Rohstoffe werden in Biogasanlagen vergoren. Die Rückstände aus diesen Gärungen, die Gärreste, sind für die Landwirtschaft wertvolle organische Dünger. Die verwendeten Pflanzensubstrate wie Weizen und Mais können mit gefährlichen Viren, Bakterien oder Pilzen infiziert sein. Die Krankheitserreger müssen durch die Gärung abgetötet werden. Sonst besteht das Risiko, dass der Landwirt die Erreger mit den Gärresten wieder auf dem Feld ausbringt und für die neue Aussaat ein hoher Infektionsdruck besteht. Welchen Einfluss die anaerobe Vergärung in Laborbiogasanlagen auf die Abtötung der Schaderreger hat, stellen die Projektpartner während der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung in Berlin vor.

Insgesamt zeigen die Laborergebnisse, dass nicht nur die thermische Stabilität des Krankheitserregers selbst eine Rolle spielt, sondern ebenso das Substrat (ganze Pflanze oder Korn) und die Lagerzeit der Gärreste nach der Vergärung. Vor allem an Mais und Getreide als Substrat wurden verschiedene Fusarium-Arten (Taubährigkeit), Claviceps purpurea (Mutterkorn), Tilletia caries (Weizensteinbrand), Alternaria alternata (an Mais und Roggen) oder Sclerotinia sclerotiorum (Weißstängeligkeit an Raps) getestet.

Viele Erreger werden nach einer sechsstündigen Inkubation bei 37 Grad Celsius abgetötet (S. sclerotiorium, R. solani, F. avenaceum (bei Mais), F. verticillioides (bei Mais), T. caries, C. purpurea). Andere getestete pilzliche Erreger benötigten längere Inkubationszeiten und waren erst nach 24 bzw. 138 Stunden komplett abgetötet. Bei den meisten Pathogenen führte die Lagerung der Gärreste zu einer Verringerung der Vermehrungsfähigkeit der Sporen. So wurden nach vierwöchiger Lagerung bei allen getesteten pilzlichen Erregern an Mais und Getreide keine lebensfähigen Schadpilze mehr festgestellt.

Auch Clavibacter michiganensis ssp. sepedonicus, die bakterielle Ringfäule an Kartoffel, ein weltweit gefürchteter, unter Quarantäne stehender Pilz, wurde untersucht. Zwar ist die wirtschaftliche Bedeutung der Kartoffel als „Nachwachsender Rohstoff“ gering, aber das Risikopotenzial, das von dieser Krankheit ausgeht, ist extrem hoch. Aus den bisherigen Ergebnissen lässt sich nicht ableiten, dass die anaerobe Vergärung eine risikofreie Variante zur Verwertung von Kartoffelpartien ist, die mit der bakteriellen Ringfäule befallen sind. Der Kartoffelkrebs, Synchytrium endobioticum, – ebenfalls unter Quarantäne stehend – wurde selbst nach 138-stündiger Vergärung nicht vollständig inaktiviert. Auch eine anschließende Lagerung der Gärreste brachte keinen 100%igen Erfolg im Labor.

Die Überprüfung in Praxisbiogasanlagen steht jetzt an. Werden die Ergebnisse bestätigt, können Anforderungen an den Gärungsprozess formuliert werden, damit Gärreste hygienisch unbedenklich sind und Böden und damit Kulturpflanzen nicht zusätzlich mit Krankheitserregern infiziert werden.

Quelle: Julius Kühn-Institut

Forscher knacken das Geheimnis des Fischöls

Samstag, 4. September 2010

Es stimuliert einen Rezeptor gegen Diabetes und Entzündungen.

Stockholm/Potsdam-Rehbrücke (pte/03.09.2010/17:00) – Fischöl ist schon längere Zeit für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. So hemmt es etwa Entzündungen und wirkt Diabetes entgegen. Was die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren dabei genau tun, konnten erst jetzt US-amerikanische und japanische Forscher in einem Experiment zeigen. In der Zeitschrift “Cell” berichten sie von einem speziellen Rezeptor namens “GRP120″, der von Fettsäuren aktiviert wird. Er hemmt Entzündungen, die Fettzellen und weiße Blutkörperchen auslösen.

Reaktion auf Insulin repariert

Die Forscher ließen Versuchsmäuse durch eine Fettdiät an Gewicht zulegen, was in ihnen chronische Entzündungen auslöste und die Reaktion auf Insulin erschwerte. Das sind zugleich die besten Voraussetzungen für Diabetes Typ 2. Nachdem man ins Futter Omega-3-Fettsäuren mischte, gingen die Entzündungen zurück und die Tiere konnten wieder normal auf Insulin reagieren. Wiederholte man das Experiment mit Mäusen, die aufgrund einer Genmanipulation das Molekül GRP 120 nicht bilden konnten, verfehlte die Omega-3-Aufnahme ihre Wirkung.

Zweimal pro Woche ideal

Das Deutsche Instituts für Ernährungsforschung DIFE http://www.dife.de empfiehlt grundsätzlich die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren. Achten sollte man dabei allerdings auf das richtige Verhältnis zu Omega-6-Fettsäuren. “Dieses beträgt im Idealfall 1:5 oder darunter. Erreicht wird das in etwa beim Öl aus Walnuss oder Raps, jedoch auch bei bestimmten Fischen wie Heringe, Makrele oder Lachs. Aus gesundheitlicher Sicht wäre es günstig, davon zweimal pro Woche zu essen”, erklärt DIFE-Sprecherin Gisela Olias gegenüber pressetext.

Beobachtungen von positiven Wirkungen des Wundermittels gibt es viele, beispielsweise bei schwangeren und stillenden Frauen, bei Alzheimer-Demenz oder auch psychischen Problemen. Viel dünner ist die Reihe der gesicherten wissenschaftlichen Daten. “Als sehr sicher gilt der günstige Effekt erst bei Bluthochdruck, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beim ischämischen Schlaganfall”, so Olias.

Keine Wirkung nach Herzinfarkt

Manche der bisherigen Erwartungen kann Fischöl jedoch nicht erfüllen. So bleibt etwa nach einem Herzinfarkt trotz seiner regelmäßigen Einnahme die Zahl weiterer Herzinfarkte oder Herzbehandlungen gleich. Das haben niederländische Forscher soeben am europäischen Kardiologenkongress in Stockholm http://www.escardio.org berichtet. Erhoben wurde das bei einer fast einjährigen Untersuchung von 5.000 Herzinfarkt-Patienten, die zum Teil täglich Margarine mit 400 Gramm Omega-3-Fettsäuren verzehrten. Der Grund könnte darin liegen, dass alle Patienten gleichzeitig fettsenkende Statine einnahmen, vermuten die Forscher.

Quelle: pressetext.deutschland

Neuer Online-Kurs: Burn-Out-Syndrom

Montag, 23. August 2010

Stress, Depressionen und Burn-Out haben sich zur Volkskrankheit Nummer eins entwickelt. Das Burn-Out-Syndrom findet sich regelmäßig in den Top Ten der Ursachen für die Arbeitsunfähigkeit – Tendenz steigend.

In diesem Intensivkurs von Dr.Dr. Peter Schneider auf der eLearning-Plattform www.naturheilseminare.com werden die Ursachen des Burn-Out-Syndroms aus naturheilkundlicher Sicht aufgezeigt und Möglichkeiten zur Vorbeuge und Therapie erläutert. Der Kurs enthält fünf Videoclips und ist sehr praxisnah und ausführlich.

Zum Kursangebot geht es  <<  hier  >>,
zur Pressemitteilung  <<  hier  >>

Trauma-Folgen aus der Kindheit werden weitervererbt

Sonntag, 22. August 2010

Schädigungen überdauern bis zu drei Generationen

Zürich (pte/20.08.2010/06:00) – Ein Forscherteam der Universität Zürich und der ETH Zürich http://www.eth.ch hat nachgewiesen, dass Verhaltensauffälligkeiten, die bei einer Traumatisierung wie etwa Vernachlässigung, körperlicher Gewalt oder sexueller Missbrauch, auch an die folgenden Generationen vererbt werden können. Damit konnte die Theorie bestätigt werden, dass traumatische Erlebnisse während der Kindheit oder der Jugend auch an die Nachkommen weitergegeben werden.

“Wir haben bei traumatisierten Mäusen nachweisen können, dass diese Schädigungen bis in die dritte Nachfolge-Generation andauern können”, so Studienleiterin Tamara Franklin gegenüber pressetext. Dies sei jedoch nicht auf eine Mutation der Erbsubstanz zurückzuführen. “Der Stress verändert das Methylierungs-Profil bestimmter Gene im Gehirn und in den Spermien männlicher Mäuse”, berichten die Wissenschaftlerinnen im Fachmagazin Biological Psychiatry.

Schädigungen dauern bis zur dritten Nachfolge-Generation

“Wir konnten nachweisen, dass diese Schädigungen bis in die dritte Nachfolge-Generation andauern”, so die Forscherin. Bisher konnten bei Mäusen fünf Gene identifiziert werden, die aufgrund früher Stresserlebnisse von einer Methylierungen betroffen sind. Dabei wird an bestimmten Genen eine Methylgruppe, die aus einem Kohlenstoff und drei Wasserstoff-Atomen besteht, angehängt.

Die DNA-Bausteine werden nicht verändert, die Aktivität der betroffenen Gene allerdings schon. Das wiederum hat Auswirkungen auf verschiedene Körperfunktionen. Es waren jedoch nicht alle gefundenen Gene gleich stark beeinflusst. “Es kommt sehr darauf an, wo und wie die Methylgruppen angebracht werden”, meint Isabelle Mansuy, Leiterin der Arbeitsgruppe.

Trauma-Mäuse verhalten sich anders

“Es ist natürlich schwierig, genau zu sagen, was in einer Maus vor sich geht”, meint Franklin. Doch haben die Studien an zwei Mäusegruppen gezeigt, was geschieht, wenn Jungtiere knapp nach der Geburt vom Muttertier getrennt werden. Dieses Tiermodell wird zur Nachahmung von Kindesvernachlässigung und traumatischer Kindheitserlebnisse verwendet.

“Die jungen Mäuse waren so stark gestresst, dass sie deutliche Verhaltensänderungen im Erwachsenenalter zeigten”, so die Forscherin. Sie zeigten ähnliche Verhaltensmuster wie depressive Menschen, wurden unter bestimmten Umständen aggressiv oder apathisch und wiesen soziale Störungen auf. Zudem zeigten die traumatisierten Mäuse auch deutliche Unterschiede in der Impulskontrolle. Sie stürmen ohne Ziel los und kannten offenbar weder Angst noch Umsicht.

Nur bedingt auf Menschen übertragbar

“Da die Versuche mit den Mäusen in engen, abgeschlossenen System durchgeführt wurden und zusätzliche positive Effekte kaum greifbar waren, sind die Erkenntnisse nur bedingt auf den Menschen übertragbar”, erklärt Franklin. In weiteren Versuchen mit anderen Genen, die epigenetisch gesteuert werden und mit Verhaltensstörungen in Verbindung stehen, konnten die Forscher allerdings ähnliche Symptome, wie sie auch bei Borderline- und Depressions-Patienten sehr prominent vorhanden sind, ausmachen.

Die Forscherin denkt nun daran, die Untersuchung dieses epigenetischen Phänomens auf Menschen auszudehnen. Dazu braucht sie Gewebeproben von Personen und ihren Nachkommen. Bereits im Vorfeld gehen die Forscher davon aus, dass auch in den menschlichen Genen solche Methylierungen festzustellen sind.

Originalarbeit: T.B. Franklin et al.: Epigenetic Transmission of the Impact of Early Stress Across Generations. Biological Psychiatry 68 (5): 408 – 415, 2010

Quelle: pressetext.austria

Die sechs größten Zahn-Irrtümer

Montag, 9. August 2010

Ernährung hat enormen Einfluss auf die Mundgesundheit

Boston (pte/09.08.2010/06:10) – Die Gesundheit der Zähne hängt ganz entscheidend davon ab, wie man sich ernährt. Zu diesem Schluss kommen Forscher um Carole Palmer von der Tufts Unversity School of Dental Medicine http://dental.tufts.edu in der Zeitschrift “Nutrition Today”. In ihrer Analyse knöpfen sich die Zahnmediziner Mythen über den Zusammenhang von Nahrung und Zähnen vor, die sich hartnäckig in der Bevölkerung halten, und widerlegen sie auch.

Mythos 1: Zahnhygiene nur für Mund wichtig

Wenn Zähne krank sind, leiden meist auch der restliche Körper und Geist. Bei Kindern etwa können Zahnschmerzen wegen Karies, der bei weitem häufigsten Kinderkrankheit, die Konzentration in der Schule beeinträchtigen. Zudem bedeutet die Umstellung auf leicht kaubare Nahrung oft eine Verschlechterung der Ernährung, was laut Palmer die Hirnentwicklung oder das Körpergewicht schädigen kann. Fehlende Mineralstoffe während der Schwangerschaft steigern hingegen das spätere Karies-Risiko des Ungeborenen.

Mythos 2: Mehr Zucker heißt mehr Karies

Über die Entwicklung von Karies entscheidet nicht die Zuckermenge, sondern die Zeitdauer, in der Zucker und Zähne aufeinander treffen. Zum Problem wird dies besonders bei Süßigkeiten, die sich nur langsam auflösen, oder bei ständigem Konsum von Softdrinks. “Zähne sind in diesen Fällen länger den Säuren ausgesetzt, die Mundbakterien aus dem Zucker bilden”, so die US-Zahnmedizinerin.

Mythos 3: Milchzahnkaries ist harmlos

Besonders weit verbreitet ist die Meinung, dass Kinder und Babys ruhig Zahnfäule haben dürfen, da Milchzähne ohnehin ausfallen. Weit gefehlt, so Palmer. Denn Karies schädigt die Entwicklung der Zahnkronen der bleibenden Zähne. Zudem kann ein zu früher Verlust eines Milchzahns dazu führen, dass der darunter liegende zweite Zahn in schlechter Position herauskommt und später zahnärztliche Korrektur braucht.

Mythos 4: Osteoporose schadet nur Rücken und Hüfte

Osteoporose kann auch das Ende von Zähnen bedeuten. Denn der Gesichtsknochen, der die Zähne zusammenhält, kann ebenso brüchig werden. “Damit macht sich fehlendes Kalzium, Vitamin D und K in der Ernährung auch im Kiefer bemerkbar”, so Palmer. Um den Mundraum und seine tragenden Strukturen in Schwung zu halten, ist eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar, denn Kiefer, Zahnfleisch, Lippen und Gaumen erneuern sich das ganze Leben lang.

Mythos 5: Dritte Zähne verbessern die Ernährung

Ähnlich wie Zahnschmerzen wegen Karies wirkt sich auch ein künstliches Gebiss aus, das schlecht passt und daher schmerzt. Ältere Menschen, die davon betroffen sind, werden automatisch Essen bevorzugen, das sie wenig kauen müssen. “Da steigt die Versuchung, zum Kuchen oder Süßgebäck zu greifen. Träger dritte Zähne sollten daher darauf pochen, dass ihr Gebiss gut sitzt. Zudem ist gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeit weiter wichtig”, so Palmer.

Mythos 6: Karies ist kein Thema für Erwachsene

Obwohl der “süße Zahn” nach der Jugend etwas schwindet, ist nur ein Prozent der Erwachsenen kariesfrei. Problematisch sind hier besonders der Zahnfleischrückgang, der Wurzelkaries begünstigt, sowie fehlender Speichel, der sonst den Mund reinigt. “Auch Antidepressiva, Harntreiber, Antihistaminika und Beruhigungsmittel trocknen den Mund aus. Wer diese einnimmt, sollte häufiger Wasser trinken”, rät Palmer. Besonderes Augenmerk auf die Zähne sei weiter auch bei chronischen Krankheiten, wie Diabetes, zu raten.

Quelle: pressetext.austria

Anmerkung: eine Erklärung der Beziehungen zwischen Zähnen und Organen finden Sie <<  hier  >>

Gentechnisch veränderte Herpes-Viren heilen Krebs

Montag, 2. August 2010

Erkrankungen an Kopf und Nacken erfolgreich behandelt

London (pte/02.08.2010/10:15) – Wissenschaftler des Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk haben mit gentechnisch veränderten Herpes-Viren erfolgreich Patienten mit Krebserkrankungen an Kopf und Nacken behandelt. Tests im Royal Marsden Hospital http://www.royalmarsden.nhs.uk ergaben, dass das Virus gemeinsam mit Chemotherapie und Strahlenbehandlung die Tumore bei den meisten der 17 teilnehmenden Patienten abtöteten.

Das Virus dringt in die Krebszellen ein, zerstört sie also von innen heraus und stärkt zusätzlich das Immunsystem. Weitere Tests sind laut BBC noch in diesem Jahr geplant. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Clinical Cancer Research veröffentlicht.

8.000 Menschen betroffen

Krebs im Kopf- und Nackenbereich umfasst Erkrankungen des Mundes, der Zunge und des Rachens. Allein in Großbritannien sind jährlich bis zu 8.000 Menschen betroffen. Der leitende Wissenschaftler Kevin Harrington betonte, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Behandlungsansätze wirksam sind, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird. Bei vielen Patienten sei das allerdings nicht der Fall. Das Herpes-Virus, das auch für einen Einsatz bei Hautkrebs getestet wird, ist gentechnisch so manipuliert, dass es im Inneren der Tumorzellen wächst, gesunde Zellen aber nicht infizieren kann.

Befindet sich das Virus einmal im Inneren der Zelle, vermehrt es sich, zerstört die Tumorzellen und produziert menschliches Protein, das das Immunsystem aktiviert. Zusätzlich entsteht ein virales Protein, das wie ein Signal auf die Immunzellen wirkt. Bei 93 Prozent der teilnehmenden Patitenten konnte nach der operativen Entfernung des Tumors und der Behandlung mit dem Virus kein Krebs mehr nachgewiesen werden.

Nach mehr als zwei Jahren war es bei 83 Prozent der Patienten zu keinem Rückfall gekommen. Nur zwei der Patienten, die eine hohe Dosis des Virus erhalten hatten, erkrankten erneut. Laut den Wissenschaftlern gibt es keine Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Einsatzes des Virus.

Quelle: pressetext.austria

Anmerkung: Diese Erkenntnis ist nicht neu; siehe auch den Artikel “Ursache und Therapie chronischer Krankheiten aus naturheilkundlicher Sicht

Rohmaterial entscheidet über Qualität von Öko-Nahrung

Montag, 26. Juli 2010

Ökologische Nahrungsmittel haben einen guten Ruf. Doch die Qualität ökologischer Fertignahrung kann noch weiter verbessert werden.

Kassel/Witzenhausen. Ökologische Nahrungsmittel haben einen guten Ruf. Doch die Qualität ökologischer Fertignahrung kann noch weiter verbessert werden. Kritische Punkte in der Erzeugung solcher Lebensmittel zu identifizieren war Ziel eines europäischen Forschungsprojekts, an dem unter anderem Wissenschaftler des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften der Uni Kassel teilnahmen.

„Die Europäische Union regelt den Anbau ökologischer Nahrungsmittel sehr genau, sagt aber fast nichts über die korrekte Verarbeitung“, erklärt Privatdozent Dr. Johannes Kahl vom Fachgebiet Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur in Witzenhausen, bei Kassel: „Eine EU-Verordnung verlangt zwar schonende Verfahren bei der Lebensmittelherstellung, definiert aber nicht, was das ist.“

Unterdessen sucht die Lebensmittelindustrie nach Methoden, die Qualität ökologischer Nahrungsmittel zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts „Qualitätsanalyse kritischer Kontrollpunkte“ (CORE organic QACCP) haben insgesamt 14 Institutionen aus Forschung und Industrie von Juni 2007 bis Juni 2010 an verbesserten Produktionsprozessen gearbeitet. Dabei wurden Feldversuche und Qualitätsanalysen durchgeführt. In Tiermodellen wurden die Auswirkungen auf die Gesundheit überprüft. Kritisch unter die Lupe nahmen die Wissenschaftler vor allem die Herstellung von Möhrenbrei für Babys.

Nach den Ergebnissen der Forscher gibt es bei der Produktion von ökologischem Möhrenbrei einen besonders kritischen Faktor, welcher die Qualität beeinflusst: das Rohmaterial. „Die Rohware ist entscheidend“, betont Kahl. So ließen sich im fertigen Produkt erhebliche Unterschiede feststellen, je nachdem ob frische oder tiefgekühlte Rohware benutzt wurde. Ein überraschendes Ergebnis für die Wissenschaftler. „Die tiefgekühlte Ware ist für eine Weiterverarbeitung nicht so gut geeignet“, so Kahl. Das Ergebnis im Hinblick auf Geschmack, Geruch und den Anteil wichtiger Vitamine und Antioxidantien sei spürbar schlechter als beim Einsatz frischer Rohware.

Das im Projekt entwickelte und im industriellen Maßstab bei Möhrenbrei auch getestete Verfahren der Qualitätsanalyse kritischer Kontrollpunkte (QACCP) empfiehlt sich laut Kahl nicht nur für den Bereich Babykost, sondern generell für alle ökologischen Lebensmittel.

Quelle:
Universität Kassel
Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften
Fachgebiet Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur

Hautkrebs: Alarmierende Entwicklung

Montag, 19. Juli 2010

Hautkrebs nimmt in Deutschland immer mehr zu. Mehr als 120.000 Menschen erkranken jährlich an einem Hauttumor. In den allermeisten Fällen ist zu intensive Sonnenbestrahlung die Ursache der Erkrankung.

Durch die Verminderung der Ozonschicht wird der natürliche Strahlenfilter immer dünner und die ultraviolette Strahlung auf die Erde nimmt zu. Eine so starke Strahlung sind hellhäutige Menschen nicht gewöhnt und erkranken deshalb immer häufiger an Hautkrebs. Der beste Schutz vor Hautkrebs besteht darin, die Sonne zu meiden. Muss man trotzdem im Freien arbeiten, sollte als Schutz gegen die Sonne luftige Kleidung getragen werden, die möglichst viel Haut bedeckt. Hut oder Kopftuch sollten dabei auf keinen Fall vergessen werden. Für Hautstellen wie Gesicht, Hände oder Nacken, die nicht bedeckt sind, ist Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 15 – 30) nötig.

Der Flyer “Arbeit im Freien bei Hitze” steht  >>  hier  <<  zum kostenlosen Download bereit.

Quelle: Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft

Der SPIEGEL und die Homöopathie

Donnerstag, 15. Juli 2010

Stellungnahme des Deutschen Zentralverbandes homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)

Berlin (humannews) – Der SPIEGEL behauptet in einer Titelgeschichte vom 12.7.2010, dass der Nutzen von Homöopathie nicht belegt sei, und dass es sich um eine Scheintherapie handele. Wir stellen dazu fest, dass

  • die ganz überwiegende Zahl von Doppelblindstudien zu diesem Thema eine Wirkung der Homöopathie belegt,
  • die Metaanalyse von Shang et al diesen Befund nicht widerlegt. Dahinter steckt ein grundsätzlicher Denkfehler: Wenn homöopathische Mittel bei Diarrhoen wirksam sind in einer Doppelblindstudie, wird das nicht dadurch widerlegt, dass das Mittel Arnica bei der Behandlung von Muskelkater bei Marathonläufern statistisch nicht signifikant wirksam ist. Metaanalysen sind dann sinnvoll, wenn Studien mit vergleichbarer Indikation und Methodik verglichen werden. Abgesehen davon hat diese Metaanalyse selbst methodische Fehler; konkret wurde ihr unter anderem vorgeworfen, dass die Auswahlkriterien für Studien im Nachhinein festgelegt wurden, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen,
  • die Versorgungsforschung zeigt, dass die Homöopathie in der Praxis effektiv und kostengünstig ist (Charité-Studie, PEK Schweiz),
  • demnach der Vorwurf einer Placebobehandlung nicht haltbar ist.

Dass homöopathische Mittel in ihrer Wirkung deutlich über Placebo hinausgehen, zeigt sich auch bei der Behandlung schwerer, akuter Erkrankungen; wie z. B. Lungenentzündung und eitrige Mandelentzündungen. Homöopathische Ärzte behandeln diese ebenfalls. Im Vergleich zu konventionellen Kollegen haben sie dabei zwischen 0,1 und 1% der Antibiotikaverschreibungen. Auch homöopathische Ärzte geben Antibiotika, wenn sie kein passendes homöopathisches Mittel finden. Entweder sind also 99% der Antibiotikagaben in der konventionellen Praxis überflüssig – oder wir haben es hier doch mit einem sehr wirksamen „Placebo“ zu tun.

Ihren großen Durchbruch hatte die Homöopathie im 19. Jahrhundert, als sich zeigte, dass die Mortalität bei der Behandlung der Cholera unter konventioneller Behandlung über 50% lag – unter homöopathischer Behandlung um die 5%. (vgl. www.organon2010.de Menüpunkt: Infektionskrankheiten)

Die 1. Vorsitzende des DZVhÄ, Cornelia Bajic, kommentiert die Forderung von Prof. Lauterbach „Man sollte den Kassen schlicht verbieten, die Homöopathie zu bezahlen“ als, so Bajic, „netten Versuch, die Homöopathie zu diskreditieren, der aber vollkommen an der Sache vorbei geht“ (s.a. Hintergrundinformationen zu Ausgaben im GKV-Bereich).
Im Gegenteil: „Aufgrund der guten Erfahrungen, die wir im Laufe der letzten fünf Jahre mit den Sonderverträgen zur Homöopathie in der Patientenversorgung gemacht haben – es gibt beispielsweise eine starke Nachfrage und immer längere Wartezeiten für die Patienten – wäre ein Ausbau derselben sinnvoll und wünschenswert.“

Ausgaben für homöopathische Arzneimittel und homöopathische ambulante Versorgung:

  • Ausgaben für Arzneimittel im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) 2009: 28 Milliarden Euro (etwa 17 % der Gesamtausgaben der GKV)
  • Ausgaben für homöopathische Arzneimittel im Bereich GKV 2009: 25 Millionen – also etwa 1 Promille (Quelle BPI Pharma-Daten 2009)
  • Gesamtausgaben für ambulante Versorgung zulasten GKV 2009: 26 Milliarden Euro – (etwa 15 Prozent der Gesamtausgaben der GKV – Quelle KBV)
  • Ausgaben für homöopathische ambulante Versorgung im Bereich GKV: ca. 7 Millionen Euro/Q (Quelle: Zahlen von GKV-Kassen) – also etwa 1 Promille.

Etwa 140.000 Ärzte sind gegenwärtig in vertragsärztlichen Praxen in Deutschland niedergelassen; etwa 7.000 Ärzte haben eine Zusatzbezeichnung Homöopathie – also etwa 5 Prozent.

Deutscher Zentralverband homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)
Reinhardtstraße 37
10117 Berlin
Telefon: 030 – 325 97 34 11
Homepage: http://www.dzvhae.com

Quelle: www.humannews.de

Anmerkungn:
-  ein Artikel “Homöopathie – eine Erklärung aus naturheilkundlicher und naturwssenschaftlicher Sicht” findet sich hier;
-   zur Thematik “Homöopathie – Wunschdenken oder Wissenschaft” gibt es auch einen Hörbeitrag des Bayerischen Rundfunks vom 29. Juni 2010.

Nahrungsmittel als Hauptquelle für Mycobacterium avium subsp. paratuberculosis (MAP)

Dienstag, 13. Juli 2010

Das U.S.-amerikanische National Advisory Committee on Microbiological Criteria for Foods bestätigte die Bedeutung der Nahrung als Expositionsquelle gegenüber Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis (MAP).

MAP ist der Erreger der Paratuberkulose, die in erster Linie den Dünndarm aller Wiederkäuer betrifft. Für den Menschen werden MAP als Ursache von Morbus Crohn diskutiert.

Der Ausschuss gelangte zu folgenden Schlussfolgerungen:

- die gegenwärtigen Methoden für den Nachweis von MAP haben erhebliche Einschränkungen, und eine standardisierte Methode für den Nachweis von lebensfähigen MAP ist erforderlich,

- außerhalb von MAP-infizierten Wiederkäuern wird das Bakterium selten gefunden,

- wenn MAP bei Rindern kontrolliert wird, kann die Quelle der MAP bei anderen Tieren, Lebensmitteln und Wasser weitgehend eliminiert werden,

- Milch, insbesondere Rohmilch, kann eine wahrscheinliche Nahrungsquelle für die menschliche Exposition gegenüber MAP sein,

- angesichts der Dominanz von MAP in den Rinderherden der U.S.A. kann Hackfleisch eine potenzielle Quelle von MAP sein,

- obwohl MAP auf zahlreichen Wegen in Menschen gelangen können, wie durch Nahrungsmittel oder die Umwelt, sind weitere Untersuchungen zur Häufigkeit und Intensität der Exposition erorderlich.

Quelle:

NACMCF Executive Secretariat
Assessment of Food as a Source of Exposure to Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis (MAP).
J. Food Prot. 73(7): 1357-1397, 2010