Archiv für Januar 2010

Akupunktur gegen Heuschnupfen

Freitag, 29. Januar 2010

Vielen Menschen wird der Frühlingsanfang durch tränende Augen, juckende, verstopfte Nasen und wässrigen Schnupfen bis hin zu Atemnot verleidet. Im “Uni-Zentrum Naturheilkunde” des Universitätsklinikums Freiburg wird seit mehreren Jahren die Elektroakupunktur, die so genannte “augmentierte Akupunktur”, bei saisonaler Allergie durchgeführt.

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Führungskräfte der Zukunft

Freitag, 29. Januar 2010

Forschung zu Ansichten und Absichten der kommenden Führungsgeneration

Wie sehen Studierende wirtschafts- und ingenieur-wissenschaftlicher Fächer und junge Berufstätige auf dem Weg in Führungspositionen die ideale Führungskraft von morgen? Welche ethischen Standards, welche persönlichen Wünsche und Träume sind ihnen wichtig? Was halten sie vom amtierenden Management?

In seinem Buch “Die Dritte Kultur im Management. Ansichten und Absichten der nächsten Führungsgeneration” gibt Prof. Holger Rust, Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover, Antworten auf diese und weitere Fragen, die die künftige Personalarbeit in Unternehmen zentral betreffen.

Professor Rust befragte rund 1.300 junge Menschen über neun Jahre hinweg: Studierende und Young Professionals mit deutlich erkennbaren Absichten, wirtschaftliche Karrieren zu machen. Die Studierenden kommen aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften und der Informationstechnologie. Die Gruppe der Young Professionals ist in Unternehmensressorts tätig, die als klassische Einstiegswege in Führungslaufbahnen gelten. Zwei Kernfragen standen im Zentrum der Erhebung. Anhand einer Kriterienliste von 22 Eigenschaften entwarfen die Befragten ihr Profil einer idealen Führungskraft der Zukunft.

Als wesentliche Eigenschaften stellten sich mitarbeiterorientierte Sozialkompetenzen heraus: Inspirationsfähigkeit, Ermutigung, Lern- und Kommunikationsbereitschaft. Die Selbsteinschätzung der befragten Studierenden und Young Professionals dokumentiert ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Insgesamt sehen sie sich in der Lage, die Anforderungen, die an eine ideale Führungspersönlichkeit der Zukunft gestellt werden, zu erfüllen.

Bei der Frage nach dem Profil der amtierenden Führungskraft ergibt sich im Vergleich mit der idealen Führungskraft allerdings ein schlechtes Zeugnis. Besonders die mitarbeiterorientierten Handlungsoptionen wie beispielsweise Ermutigung, Kommunikation oder Lernbereitschaft werden schlecht bewertet. Interessant ist, dass bei betriebswirtschaftlich-pragmatischen Kompetenzen wie Organisationstalent, Intelligenz und analytischem Geschick die Differenz geringer ausfällt.

ISBN: 9783531156620

Homöopathische Arzneimittel werden in Deutschland gern genutzt

Freitag, 22. Januar 2010

Große Teile der deutschen Bevölkerung wenden homöopathische Arzneimittel ungeachtet der seit langem geführten Diskussion um ihre Wirksamkeit an.

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Wie sauber ist die Luft in Deutschland?

Mittwoch, 20. Januar 2010

Feinstaubwerte auch im Jahr 2009 erhöht – Stickstoffdioxidbelastung über dem ab 2010 einzuhaltenden Grenzwert.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Luftqualität des Jahres 2009 beurteilt. Die Auswertung beruht auf den vorläufigen Daten und ergibt folgendes Bild: An 55 Prozent der städtisch verkehrsnahen Luftmessstationen lagen im Jahr 2009 die Jahresmittelwerte der Stickstoffdioxidkonzentration (NO2) über dem ab dem 1.1.2010 einzuhaltenden Grenzwert von 40 Mikrogramm/Kubikmeter Luft (µg/m³).

“Die Stickstoffdioxidbelastung im Jahr 2009 war ähnlich hoch wie in den beiden vergangenen Jahren. Es ist daher zu befürchten, dass der neue Grenzwert auch im Jahr 2010 an vielen Orten nicht eingehalten werden wird.”, sagt Jochen Flasbarth, Präsident des UBA.
Grenzwert-Überschreitungen treten vor allem in Städten und Ballungsräumen auf, also dort, wo auch ein Großteil der Bevölkerung lebt.

Stickstoffoxide entstammen vornehmlich den Emissionen des Verkehrs sowie Verbrennungsprozessen in Industrie und Haushalten.

Auch die Feinstaub-Konzentrationen (PM10) überschritten im Jahr 2009 erneut die bereits seit 2005 geltenden Grenzwerte – trotz Maßnahmen in Bund, Ländern und Kommunen. An 23 der insgesamt 408 Messstationen traten an mehr als 35 Tagen PM10-Konzentrationen über 50 µg/m3 auf. An der Messstation Stuttgart Neckartor wurde zudem der auf das Jahresmittel bezogene PM10-Grenzwert von 40 µg/m³ nicht eingehalten.

Insgesamt war die Feinstaubbelastung im Jahr 2009 etwas höher als 2008, dem Jahr, mit der seit 2000 geringsten Luftbelastung durch Feinstaub.

“Die ergriffenen Maßnahmen zur innerstädtischen Luftreinhaltung, wie die Einrichtung von Umweltzonen sowie die Verschärfung der Anforderungen an Kaminöfen und andere Kleinfeuerungsanlagen, waren richtig und hoch an der Zeit”, meinte Flasbarth.

Die vorläufige Auswertung der Luftqualitätswerte des Jahres 2009, auch im Vergleich zu den Vorjahren, steht im Internet unter: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer…;

aktuelle Daten zur Luftqualität unter: http://www.umweltbundesamt.de/luft/immissionssituation/index.htm

(Pressemitteilung des Umweltbundesamtes)

Kommentar: es hat doch viele Vorteile, auf dem Land zu wohnen. Dies betrifft besonders Kinder und Kleintiere, weil die Schadstoffkonzentration in Bodennähe am größten ist.

Viele Schlachtrinder sind mit Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis infiziert

Montag, 18. Januar 2010

Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis (MAP) ist der Erreger der sog. “Paratuberkulose”. Sie hat enge Beziehungen zum Morbus Crohn des Menschen. Nach einigen Autoren scheint sie sich schnell zu der Erkrankung des neuen Jahrtausends zu entwickeln.
In dem Untersuchungsmaterial zu einer Dissertation von Julia Elze aus dem Jahr 2009 waren 28,7% von 150 Schlachtrindern MAP-positiv, ohne dass die Tiere vorher klinisch auffällig waren. Bei dieser Untersuchung wurden nur die konventionellen Nachweise für zellwandhaltige Bakterien durchgeführt. Zellwandfreie Bakterienformen wurden nicht untersucht, so dass die Dunkelziffer für eine MAP-Infektion bei Schlachtrindern vermutlich wesentlich höher liegt.

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Erbgut von Bakterien in Wespengenom gefunden

Sonntag, 17. Januar 2010

Ein Danaergeschenk ist ein Präsent, das dem Beschenkten Unglück bringt. Das bekannteste Beispiel ist wohl das Trojanische Pferd, mit dessen Hilfe die Griechen – die Danaer – die Stadt Troja zu Fall brachten. Auch die Biologie scheint solche List zu kennen: Im Rahmen einer internationalen Studie, die in der aktuellen Ausgabe des renommierten Forschungsjournals “Science” veröffentlicht wurde, sind münstersche Forscher auf eine Überraschung gestoßen: Erzwespen tragen ein Gen des parasitischen Bakteriums Wolbachia in ihrem Erbgut. Die Forscher fragen sich nun: Ist dieses Gen ein “Danaergeschenk”?

Das internationale Konsortium von Wissenschaftlern hat unter der Leitung von Prof. Dr. Jack Werren von der Universität Rochester und Prof. Dr. Stephen Richards vom Baylor College (USA) das Genom dreier eng verwandter Erzwespenarten der Gattung “Nasonia” umfassend untersucht. Aus den Ergebnissen der Studie können die Forscher grundlegende und eventuell auf andere Arten übertragbare Erkenntnisse gewinnen – beispielsweise in einem wichtigen Bereich der Evolutionsbiologie: dem Wechselspiel zwischen Wirten und Parasiten.

Ein weit verbreiteter Parasit, das Bakterium Wolbachia, lebt im Körper zahlreicher Insektenarten, darunter Erzwespen. Die Nachkommen der Bakterien werden über Eizellen der Wirte weitergegeben und infizieren so deren Nachwuchs. “Wolbachia manipuliert Insekten und andere Gliedertiere im großen Stil”, sagt Dr. Arndt Telschow vom Institut für Evolution und Biodiversität der Universität Münster, der gemeinsam mit Prof. Dr. Erich Bornberg-Bauer an der Studie beteiligt ist. “Damit es sich selbst optimal vermehrt, beeinflusst Wolbachia die Fortpflanzung seiner Wirte mit unterschiedlichen Methoden. So tötet es bei vielen Arten gezielt alle männlichen Nachkommen.”

Bei Erzwespen verändert Wolbachia die Spermien derart, dass Eizellen, die nicht mit Bakterien infiziert sind, nach der Befruchtung absterben. Forscher haben beobachtet, dass von Wolbachia befallene Wespen sich mit eng verwandten Arten nicht fortpflanzen können. “Tötet man die Bakterien mit einem Antibiotikum ab, klappt die Fortpflanzung dagegen problemlos”, so Prof. Bornberg-Bauer. “Hier sehen wir, dass Wolbachia auch die Entstehung von Arten beeinflusst.”

Dr. Telschow sagt: “Dass wir nun im Genom von Erzwespen einen DNA-Abschnitt nachgewiesen haben, der aus Wolbachia stammt, ist aus evolutionsbiologischer Sicht hochinteressant. Es ist ein schönes Beispiel dafür, welch verschlungene Pfade die Evolution gehen kann.” Bereits zu einem noch früheren Zeitpunkt in der Evolution, so zeigten die münsterschen Wissenschafter, wurde der besagte DNA-Abschnitt zwischen Wolbachia-Bakterien und Pockenviren ausgetauscht. “Wir wissen, dass dieses Gen den Pockenviren hilft, das Immunsystem ihrer Wirte zu ihren Gunsten zu verändern”, so Prof. Bornberg-Bauer, “und wir vermuten, dass dieses ‘Geschenk’ nun dazu beiträgt, dass sich Wolbachia in den Erzwespen optimal vermehren kann.” Einen Unterschied zum Trojanischen Pferd gibt es aber: Das evolutionäre Wechselspiel zwischen Wespen und Bakterien ist mit dem Danaergeschenk nicht vorbei – im Gegensatz zum Krieg um Troja.
(Pressemitteilung der Westfaelischen Wilhelms-Universität Münster)

Literatur: Werren J. H. et al. (2010): Functional and Evolutionary Insights from the Genomes of Three Parasitoid Nasonia Species. Science Vol. 327. no. 5963, pp. 343 – 348 (Abstract  <<  hier  >>)

Kommentar: diese Arbeit ist sehr interessant. Schließlich sind nicht nur die Zellen der Tiere, sondern auch diejenigen der Menschen während der Evolution aus “verstaatlichten” Bakterien entstanden. Außerdem ist vielen Bakterien ein Virus als Regulator zugeordnet (siehe hierzu auch den Artikel über die “Bakterielle Endosymbiose der Zellen“).

Neuer Videoclip: Autofahrt nach Punta del Este

Sonntag, 17. Januar 2010

Fahrt nach Punta del Este 

Punta del Este in Uruguay ist der wohl bekannteste Badeort Südamerikas. Aus Montevideo kommend geht die Fahrt über die sehr gut ausgebaute “Interbalnearia”, die einzige Autobahn des Landes, an der Küste entlang bis nach Punta del Este. Zum Anschauen des Videos klicken Sie bitte in das Bild.

gehostet durch www.uruguay-portal.com

Toxoplasmose: unterschätzte Gefahr

Freitag, 15. Januar 2010

Die Infektion mit Toxoplasmen (Toxoplasmose) gehört zu den häufigsten parasitären Infektionen weltweit. Sie verläuft jedoch meistens unerkannt. Der Erreger Toxoplasma gondii kann alle warmblütigen Tiere, einschließlich Vögel, befallen. 
Infizieren sich Frauen erstmalig während der Schwangerschaft mit diesen Parasiten, kann das ungeborene Kind schwer geschädigt werden oder sogar sterben. Besonders gefährdet sind aber auch Kleinkinder unter fünf Jahren und Personen, die durch Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme ein geschwächtes Immunsystem haben.
Über den Schutz vor Infektionen mit Toxoplasmen informiert ein neues Merkblatt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Nähere Informationen finden sich <<  hier  >>.

Das Buch “Gedanken altern nicht” ist 2010 in 3. Auflage erschienen

Donnerstag, 7. Januar 2010

 

ISBN: 978-3-8334-5446-2

Der Umfang des Buches wurde stark erweitert; der Preis ist derselbe geblieben.

(nähere Infos <<  hier  >>)

Neues Video: Tai Chi am Strand von Piriapolis, Uruguay

Freitag, 1. Januar 2010

Zum Anschauen des Videos bitte in das Bild klicken
(aus www.uruguay-portal.com)