Archive for August, 2010

Die vier Typen der Schwiegermütter

Freitag, August 27th, 2010

Altes Beziehungsproblem erstmals wissenschaftlich untersucht

Hagen (pte/27.08.2010/06:05) – Obwohl das Bild der „bösen Schwiegermutter“ seit Jahrhunderten und in allen Kulturen existiert, wurde es nie wissenschaftlich untersucht. Die Psychologin Andrea Kettenbach von der Fernuniversität Hagen http://www.fernuni-hagen.de hat das nachgeholt. In ihrer Doktorarbeit beschreibt sie erstmals vier Typen von Schwiegermüttern, die sich aus ausführlichen Interviews mit 34 verheirateten Frauen herauskristallisierten und bei über 400 weiteren bestätigten. „Die Schwiegermutter ist viel besser als ihr Ruf. Konfliktpotenzial gibt es aber“, so das Resümee der Wissenschaftlerin im pressetext-Interview.

Die gute und die böse

Die gute, nette, aufmerksame und fürsorgliche Schwiegermutter, die manchmal von der Schwiegertochter sogar als „gute Freundin“ beschrieben wird, ist in Kettenbachs Kategorisierung die „Schwiegermutter Typ eins“. Typ zwei ist die aus Sicht der Schwiegertochter gemeine, hinterhältige, sich einmischende und daher böse Schwiegermutter. „Hier gibt es einfach kein Auskommen, sondern nur gegenseitige Ablehnung, was auf Zerrüttungen und ungelöste Konflikte der Vergangenheit zurückgeht“, so die Psychologin.

Haltung des Mannes entscheidend

Doch es gibt auch Formen zwischen diesen Extremen. So etwa die „nervige, aber nützliche“ Schwiegermutter vom Typ drei. „Sie hat das Wohl der jungen Familie im Auge und unterstützt diese, mischt sich aber auch ein. Der Mann drückt dabei ein Auge zu und ergreift in Konflikten ungern Partei gegen seine Mutter.“ Die auf die Hilfe angewiesene Frau fühlt sich dadurch oft unverstanden und auf verlorenem Posten. Kettenbach rät, beiderseits Grenzen im Gespräch abzustecken. „Viele Frauen formulieren, dass auch Ratschläge Schläge sind und dass der Mann die neue Familie wichtiger nehmen soll als die Herkunftsfamilie.“

Der vierte Typ ist schließlich die defensive, desinteressierte Schwiegermutter. „Hier gibt es wenig Konflikte, doch viel kühle Distanz und Oberflächlichkeit. Schwiegertöchter sind dabei oft enttäuscht, dass die Enkel keine Oma haben. Diese bevorzugt öfters die Kinder der eigenen Tochter gegenüber den ‚Fremdenkeln‘.“ Häufig sind schlechte Beziehungen dieser Art allerdings nicht. Mehr als 50 Prozent der Schwiegerfrauen kommen heute sehr gut miteinander aus, beweisen quantitative Studien von deutschen Frauenzeitschriften. Zwischen Männern und ihren Schwiegermüttern sind Probleme überhaupt große Ausnahme.

Image aus dunkler Vergangenheit

Der Blick auf Buchtitel oder Internet-Suchergebnisse zeigt, dass der Begriff „Schwiegermutter“ immer noch sehr negativ besetzt ist. Die vielen Witze und Karikaturen entspringen aus der Familiensituation vergangener Zeiten, vermutet Kettenbach. „Bis vor hundert Jahren vertrat der Vater durch sein Handwerk die Familie nach außen, die Mutter war jedoch Chefin im Haus. Heiratete der Sohn, lebte dessen Frau im Elternhaus als weiteres Kind mit. In der Hackordnung stand sie jedoch unter der leiblichen Tochter.“ Das führte zu Konkurrenzkämpfen um den Titel der besseren Mutter oder der attraktiveren Frau.

Die Situation hat sich deutlich geändert. Heute kommen Frauen in der Regel älter, besser ausgebildet und finanziell unabhängiger „unter die Haube“ als früher. Zudem leben frisch Verheiratete kaum noch im Elternhaus des Mannes, was die Kontakthäufigkeit einschränkt. Ein wenig Konfliktpotenzial gibt es aber noch immer. „Besonders wenn Enkel ins Spiel kommen und eine Frau erstmals Großmutter wird, kann es Spannungen geben. Dabei geht es meist um das Eingreifen oder um Ratschläge bei Haushaltsführung und Kindererziehung.“

Quelle: pressetext.deutschland

Geldgeschäfte per Handy: BRIC-Staaten vor Boom

Donnerstag, August 26th, 2010

M-Payment-Studie von Arthur D. Little: Nutzer-Zahl wird sich fast verzehnfachen

Wien (pts/26.08.2010/10:00) – Nur wenige Menschen haben Bankverbindungen, aber viele haben Mobiltelefone: Diese Konstellation in vielen Entwicklungsländern ist für die Experten der international tätigen Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little eine gewaltige Chance für M-Payment, also das Bezahlen und Abwickeln von Bankgeschäften über das Handy. In einer neuen Studie von Arthur D. Little wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Nutzer mobiler Zahlungssysteme in aufstrebenden Ländern wie Mexiko, Brasilien, Russland, Indien und China (M-BRIC) in den kommenden fünf Jahren von derzeit 32 Millionen auf rund 290 Millionen Menschen steigen wird.

„Wir erwarten für 2015 in diesen Ländern zusammen rund 20 Milliarden Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 60 Milliarden US-Dollar“, sagt Studienleiter Dr. Karim Taga, Geschäftsführer von Arthur D. Little Austria und Telekomexperte des Beratungsunternehmens. Weltweit wird in der Studie ein Transaktionsvolumen von 280 Milliarden US-Dollar prognostiziert, das dann über Mobiltelefone abgewickelt wird.

Idealer Zeitpunkt für den Markteintritt
Für Taga und Kollegen ist derzeit ein idealer Zeitpunkt für den Markteintritt in den M-BRIC-Staaten, da sich der Markt für mobile Finanzdienstleistungen dort besonders rasant entwickelt und in einigen Ländern gerade die gesetzlichen Rahmenbedingungen neu gestaltet werden. So sind in Mexiko vor wenigen Wochen neue Bestimmungen in Kraft getreten, die die Aufnahme der Geschäftstätigkeit für Unternehmen erleichtern, die keine Banken sind. Dies steigert die Chancen von Mobilfunknetzbetreibern und anderen Anbietern in dem ansonsten von Banken sehr stark dominierten Bereich. Mexiko bietet laut Studie daher die besten Möglichkeiten für einen schnellen Markteintritt. Auch in Russland bieten sich gute Chancen für Mobilfunkanbieter, da das dortige Bankensystem sehr ineffizient ist.

Welche Dynamik beim Thema M-Payment derzeit herrscht, zeigt auch das Beispiel China: Weil es dort einen starken Wettbewerb zwischen Banken und Mobilfunkern um die Vorherrschaft beim mobilen Zahlungsverkehr gibt, hat sich Chinas größter Mobilfunkanbieter mit einem strategisch relevanten Anteil an dem Finanzinstitut beteiligt, mit dem der Zahlungsverkehr gemeinsam abgewickelt wird. So ist das Unternehmen zu einem relevanten Player beim M-Payment in China geworden.

Geringe Einkommen, große Entfernungen
„In den M-BRIC-Staaten leben viele Menschen mit geringem Einkommen, die über riesige Gebiete verstreut sind, Mobiltelefone besitzen und Bankdienstleistungen benötigen“, so Karim Taga, „kombiniert man diese Faktoren, können Dienstleister den Bedarf nach einem umfassenden Zahlungsnetz, besonders in ländlichen Regionen, decken.“ Erfolgreiche Modelle gibt es bereits auf den Philippinen. Mehrere Millionen Filippinos leben und arbeiten im Ausland und überweisen regelmäßig größere Geldbeträge via Handy an ihre Familien zuhause. In Afrika ist der Vorreiter dieser Entwicklung der Mobilfunkanbieter Safaricom, der M-Payment in Kenia seit 2007 mit Erfolg anbietet. Dort ist auch ein wesentlicher Aspekt des mobilen Zahlungsverkehrs zu beobachten: Da weniger Menschen mir Bargeld unterwegs sind, ist die Kriminalität spürbar zurückgegangen.

Quelle: pressetext.austria

Neuer Online-Kurs: Burn-Out-Syndrom

Montag, August 23rd, 2010

Stress, Depressionen und Burn-Out haben sich zur Volkskrankheit Nummer eins entwickelt. Das Burn-Out-Syndrom findet sich regelmäßig in den Top Ten der Ursachen für die Arbeitsunfähigkeit – Tendenz steigend.

In diesem Intensivkurs von Dr.Dr. Peter Schneider auf der eLearning-Plattform www.naturheilseminare.com werden die Ursachen des Burn-Out-Syndroms aus naturheilkundlicher Sicht aufgezeigt und Möglichkeiten zur Vorbeuge und Therapie erläutert. Der Kurs enthält fünf Videoclips und ist sehr praxisnah und ausführlich.

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Trauma-Folgen aus der Kindheit werden weitervererbt

Sonntag, August 22nd, 2010

Schädigungen überdauern bis zu drei Generationen

Zürich (pte/20.08.2010/06:00) – Ein Forscherteam der Universität Zürich und der ETH Zürich http://www.eth.ch hat nachgewiesen, dass Verhaltensauffälligkeiten, die bei einer Traumatisierung wie etwa Vernachlässigung, körperlicher Gewalt oder sexueller Missbrauch, auch an die folgenden Generationen vererbt werden können. Damit konnte die Theorie bestätigt werden, dass traumatische Erlebnisse während der Kindheit oder der Jugend auch an die Nachkommen weitergegeben werden.

„Wir haben bei traumatisierten Mäusen nachweisen können, dass diese Schädigungen bis in die dritte Nachfolge-Generation andauern können“, so Studienleiterin Tamara Franklin gegenüber pressetext. Dies sei jedoch nicht auf eine Mutation der Erbsubstanz zurückzuführen. „Der Stress verändert das Methylierungs-Profil bestimmter Gene im Gehirn und in den Spermien männlicher Mäuse“, berichten die Wissenschaftlerinnen im Fachmagazin Biological Psychiatry.

Schädigungen dauern bis zur dritten Nachfolge-Generation

„Wir konnten nachweisen, dass diese Schädigungen bis in die dritte Nachfolge-Generation andauern“, so die Forscherin. Bisher konnten bei Mäusen fünf Gene identifiziert werden, die aufgrund früher Stresserlebnisse von einer Methylierungen betroffen sind. Dabei wird an bestimmten Genen eine Methylgruppe, die aus einem Kohlenstoff und drei Wasserstoff-Atomen besteht, angehängt.

Die DNA-Bausteine werden nicht verändert, die Aktivität der betroffenen Gene allerdings schon. Das wiederum hat Auswirkungen auf verschiedene Körperfunktionen. Es waren jedoch nicht alle gefundenen Gene gleich stark beeinflusst. „Es kommt sehr darauf an, wo und wie die Methylgruppen angebracht werden“, meint Isabelle Mansuy, Leiterin der Arbeitsgruppe.

Trauma-Mäuse verhalten sich anders

„Es ist natürlich schwierig, genau zu sagen, was in einer Maus vor sich geht“, meint Franklin. Doch haben die Studien an zwei Mäusegruppen gezeigt, was geschieht, wenn Jungtiere knapp nach der Geburt vom Muttertier getrennt werden. Dieses Tiermodell wird zur Nachahmung von Kindesvernachlässigung und traumatischer Kindheitserlebnisse verwendet.

„Die jungen Mäuse waren so stark gestresst, dass sie deutliche Verhaltensänderungen im Erwachsenenalter zeigten“, so die Forscherin. Sie zeigten ähnliche Verhaltensmuster wie depressive Menschen, wurden unter bestimmten Umständen aggressiv oder apathisch und wiesen soziale Störungen auf. Zudem zeigten die traumatisierten Mäuse auch deutliche Unterschiede in der Impulskontrolle. Sie stürmen ohne Ziel los und kannten offenbar weder Angst noch Umsicht.

Nur bedingt auf Menschen übertragbar

„Da die Versuche mit den Mäusen in engen, abgeschlossenen System durchgeführt wurden und zusätzliche positive Effekte kaum greifbar waren, sind die Erkenntnisse nur bedingt auf den Menschen übertragbar“, erklärt Franklin. In weiteren Versuchen mit anderen Genen, die epigenetisch gesteuert werden und mit Verhaltensstörungen in Verbindung stehen, konnten die Forscher allerdings ähnliche Symptome, wie sie auch bei Borderline- und Depressions-Patienten sehr prominent vorhanden sind, ausmachen.

Die Forscherin denkt nun daran, die Untersuchung dieses epigenetischen Phänomens auf Menschen auszudehnen. Dazu braucht sie Gewebeproben von Personen und ihren Nachkommen. Bereits im Vorfeld gehen die Forscher davon aus, dass auch in den menschlichen Genen solche Methylierungen festzustellen sind.

Originalarbeit: T.B. Franklin et al.: Epigenetic Transmission of the Impact of Early Stress Across Generations. Biological Psychiatry 68 (5): 408 – 415, 2010

Quelle: pressetext.austria

Uruguay führt die NGN-Technologie ein

Dienstag, August 17th, 2010

In einer Feierstunde unter Beisein des Präsidenten José Mujica wurde heute in Montevideo ein neues Next-Generation-Network (NGN) in Uruguay gestartet. Mit einem NGN können Telefon, Internet, Fernsehen und Mobilfunk über ein gemeinsames Netzwerk betrieben werden (Quad-Play-Service). 
In diesem Zusammenhang werden ab dem 29. August 2010 auch alle Festnetz-Telefonnummern in Uruguay auf ein achstelliges System umgestellt.

Die Installation des NGN gehört zum „Plan Cardales„, mit dem jeder Haushalt in Uruguay mit dieser Technologie versorgt werden soll.

Die sechs größten Zahn-Irrtümer

Montag, August 9th, 2010

Ernährung hat enormen Einfluss auf die Mundgesundheit

Boston (pte/09.08.2010/06:10) – Die Gesundheit der Zähne hängt ganz entscheidend davon ab, wie man sich ernährt. Zu diesem Schluss kommen Forscher um Carole Palmer von der Tufts Unversity School of Dental Medicine http://dental.tufts.edu in der Zeitschrift „Nutrition Today“. In ihrer Analyse knöpfen sich die Zahnmediziner Mythen über den Zusammenhang von Nahrung und Zähnen vor, die sich hartnäckig in der Bevölkerung halten, und widerlegen sie auch.

Mythos 1: Zahnhygiene nur für Mund wichtig

Wenn Zähne krank sind, leiden meist auch der restliche Körper und Geist. Bei Kindern etwa können Zahnschmerzen wegen Karies, der bei weitem häufigsten Kinderkrankheit, die Konzentration in der Schule beeinträchtigen. Zudem bedeutet die Umstellung auf leicht kaubare Nahrung oft eine Verschlechterung der Ernährung, was laut Palmer die Hirnentwicklung oder das Körpergewicht schädigen kann. Fehlende Mineralstoffe während der Schwangerschaft steigern hingegen das spätere Karies-Risiko des Ungeborenen.

Mythos 2: Mehr Zucker heißt mehr Karies

Über die Entwicklung von Karies entscheidet nicht die Zuckermenge, sondern die Zeitdauer, in der Zucker und Zähne aufeinander treffen. Zum Problem wird dies besonders bei Süßigkeiten, die sich nur langsam auflösen, oder bei ständigem Konsum von Softdrinks. „Zähne sind in diesen Fällen länger den Säuren ausgesetzt, die Mundbakterien aus dem Zucker bilden“, so die US-Zahnmedizinerin.

Mythos 3: Milchzahnkaries ist harmlos

Besonders weit verbreitet ist die Meinung, dass Kinder und Babys ruhig Zahnfäule haben dürfen, da Milchzähne ohnehin ausfallen. Weit gefehlt, so Palmer. Denn Karies schädigt die Entwicklung der Zahnkronen der bleibenden Zähne. Zudem kann ein zu früher Verlust eines Milchzahns dazu führen, dass der darunter liegende zweite Zahn in schlechter Position herauskommt und später zahnärztliche Korrektur braucht.

Mythos 4: Osteoporose schadet nur Rücken und Hüfte

Osteoporose kann auch das Ende von Zähnen bedeuten. Denn der Gesichtsknochen, der die Zähne zusammenhält, kann ebenso brüchig werden. „Damit macht sich fehlendes Kalzium, Vitamin D und K in der Ernährung auch im Kiefer bemerkbar“, so Palmer. Um den Mundraum und seine tragenden Strukturen in Schwung zu halten, ist eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar, denn Kiefer, Zahnfleisch, Lippen und Gaumen erneuern sich das ganze Leben lang.

Mythos 5: Dritte Zähne verbessern die Ernährung

Ähnlich wie Zahnschmerzen wegen Karies wirkt sich auch ein künstliches Gebiss aus, das schlecht passt und daher schmerzt. Ältere Menschen, die davon betroffen sind, werden automatisch Essen bevorzugen, das sie wenig kauen müssen. „Da steigt die Versuchung, zum Kuchen oder Süßgebäck zu greifen. Träger dritte Zähne sollten daher darauf pochen, dass ihr Gebiss gut sitzt. Zudem ist gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeit weiter wichtig“, so Palmer.

Mythos 6: Karies ist kein Thema für Erwachsene

Obwohl der „süße Zahn“ nach der Jugend etwas schwindet, ist nur ein Prozent der Erwachsenen kariesfrei. Problematisch sind hier besonders der Zahnfleischrückgang, der Wurzelkaries begünstigt, sowie fehlender Speichel, der sonst den Mund reinigt. „Auch Antidepressiva, Harntreiber, Antihistaminika und Beruhigungsmittel trocknen den Mund aus. Wer diese einnimmt, sollte häufiger Wasser trinken“, rät Palmer. Besonderes Augenmerk auf die Zähne sei weiter auch bei chronischen Krankheiten, wie Diabetes, zu raten.

Quelle: pressetext.austria

Anmerkung: eine Erklärung der Beziehungen zwischen Zähnen und Organen finden Sie <<  hier  >>

Gentechnisch veränderte Herpes-Viren heilen Krebs

Montag, August 2nd, 2010

Erkrankungen an Kopf und Nacken erfolgreich behandelt

London (pte/02.08.2010/10:15) – Wissenschaftler des Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk haben mit gentechnisch veränderten Herpes-Viren erfolgreich Patienten mit Krebserkrankungen an Kopf und Nacken behandelt. Tests im Royal Marsden Hospital http://www.royalmarsden.nhs.uk ergaben, dass das Virus gemeinsam mit Chemotherapie und Strahlenbehandlung die Tumore bei den meisten der 17 teilnehmenden Patienten abtöteten.

Das Virus dringt in die Krebszellen ein, zerstört sie also von innen heraus und stärkt zusätzlich das Immunsystem. Weitere Tests sind laut BBC noch in diesem Jahr geplant. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Clinical Cancer Research veröffentlicht.

8.000 Menschen betroffen

Krebs im Kopf- und Nackenbereich umfasst Erkrankungen des Mundes, der Zunge und des Rachens. Allein in Großbritannien sind jährlich bis zu 8.000 Menschen betroffen. Der leitende Wissenschaftler Kevin Harrington betonte, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Behandlungsansätze wirksam sind, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird. Bei vielen Patienten sei das allerdings nicht der Fall. Das Herpes-Virus, das auch für einen Einsatz bei Hautkrebs getestet wird, ist gentechnisch so manipuliert, dass es im Inneren der Tumorzellen wächst, gesunde Zellen aber nicht infizieren kann.

Befindet sich das Virus einmal im Inneren der Zelle, vermehrt es sich, zerstört die Tumorzellen und produziert menschliches Protein, das das Immunsystem aktiviert. Zusätzlich entsteht ein virales Protein, das wie ein Signal auf die Immunzellen wirkt. Bei 93 Prozent der teilnehmenden Patitenten konnte nach der operativen Entfernung des Tumors und der Behandlung mit dem Virus kein Krebs mehr nachgewiesen werden.

Nach mehr als zwei Jahren war es bei 83 Prozent der Patienten zu keinem Rückfall gekommen. Nur zwei der Patienten, die eine hohe Dosis des Virus erhalten hatten, erkrankten erneut. Laut den Wissenschaftlern gibt es keine Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Einsatzes des Virus.

Quelle: pressetext.austria

Anmerkung: Diese Erkenntnis ist nicht neu; siehe auch den Artikel „Ursache und Therapie chronischer Krankheiten aus naturheilkundlicher Sicht