Archive for Dezember, 2010

Beratungspreis bei pferdemedizin.com bleibt auch im Jahr 2011 konstant günstig

Dienstag, Dezember 28th, 2010

Seit 2009 führt der Tierarzt Dr.Dr. Peter Schneider (pferdemedizin.com) die Beratung von Patientenbesitzern per Email und Telefon durch. Dieses Angebot wird sehr gerne wahrgenommen.

Die günstigen Kosten für eine Beratung in Höhe von 35 Euro pro Fall können auch im Jahr 2011 konstant gehalten werden, weil die erhöhten Begleitkosten durch ein höheres Beratungsaufkommen ausgeglichen werden konnten.

Die Pressemitteilung, in der diese innovative Dienstleistung beschrieben wird, finden Sie << hier >>

Gesunde Ernährung lässt Menschen zehn Jahre länger leben

Donnerstag, Dezember 23rd, 2010

Senioren: Wer viel Milch und Käse zu sich nimmt, stirbt früher

College Park (pte/23.12.2010/11:00) – Ältere Menschen, die sich gesund ernähren, leben länger. Forscher der University of Maryland http://www.umd.edu/ sind zu dem Ergebnis gekommen, dass jene, die wenig Fett zu sich nahmen und viel Obst und Gemüse aßen, ihr Sterberisiko um mehr als zehn Jahre senken konnten.

Höchstes Sterberisiko

Das Forscherteam um Amy Anderson verglich die Ernährungsgewohnheiten von 2.500 US-Amerikanern zwischen 70 und 79 Jahren. Jene Teilnehmer, die viel Eis, Käse und Milch zu sich nahmen, verfügten über das höchste Sterberisiko. Die im Journal of the American Dietetic Association http://www.adajournal.org/ veröffentlichte Studie wies nach, dass zwölf zusätzliche Menschen pro 100 Personen zehn Jahre länger lebten, wenn sie sich gesund ernährten.

Die Teilnehmer wurden in sechs verschiedene Gruppen aufgeteilt, die dem entsprachen, wie oft sie bestimmte Lebensmittel zu sich nahmen. Folgende Gruppen wurden gebildet: gesunde Lebensmittel; fettreiche Milchprodukte; Fleisch, Frittiertes und Alkohol; Müsli zum Frühstück; weißes Mehl, Süßigkeiten und Nachspeisen.

Gesünder leben

Die Teilnehmer der ersten Gruppe ernährten sich bewusster: Mehr fettarme Milchprodukte, Obst, Vollkorn, Geflügel, Fisch und Gemüse. Sie lebten auch gesünder, rauchten seltener und gestalteten ihr Leben aktiver als andere Teilnehmer. Sie aßen weniger Fleisch, Frittiertes, Süßigkeiten, kalorienreiche Getränke und zusätzliches Fett. In der zweiten Gruppe standen mehr Eis, Käse, Vollfettmilch und Joghurt auf dem Speiseplan. Dafür gab es weniger Geflügel, fettarme Milchprodukte, Reis und Nudeln.

Es zeigte sich laut BBC ganz allgemein, dass jene, die sich vorwiegend mit fettreichen Milchprodukten ernährten, über ein höheres Sterberisiko verfügten als jene, die sich gesund ernährten. Keine klaren Unterschiede konnten zwischen gesunder Ernährung, Müsli zum Frühstück und weißem Mehl festgestellt werden.

Quelle: pressetext.com
Anmerkung: siehe hierzu auch das Buch „Gedanken altern nicht“

Fast jeder zweite Gehirntumorpatient sucht alternative Therapien

Freitag, Dezember 17th, 2010

Rund 10 000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an einem Gehirntumor. Trotz vielfältiger neuer Behandlungsmethoden gibt es vor allem in weit fortgeschrittenen Stadien und bei bestimmten Tumorarten kaum Hoffnung auf eine Heilung. Zusätzliche Hilfe suchen viele Betroffene in alternativen Therapien. Das ergab eine Multicenter-Studie des Deutschen Gliomnetzwerks unter Leitung von Dr. Oliver Heese, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Ergebnisse der Untersuchung sind jetzt in dem renommierten Wissenschaftsmagazin Neurology erschienen.

Fast jeder zweite Patient mit unheilbarem Hirntumor setzt zusätzlich zur traditionellen Behandlung auf alternative Heilungsmethoden. Aufgabe der Ärzte sei es deshalb, sagt Dr. Oliver Heese, Patienten über alternative Heilverfahren in Ergänzung zur Schulmedizin aufzuklären, sie bei der Wahl zwischen Sinnvollem und Überflüssigem zu unterstützen und vor kostspieligen, aber wirkungslosen Therapieangeboten zu schützen.

„Patienten müssen mit ihrem Arzt offen sprechen können, wenn sie Fragen zu alternativen Heilmethoden haben“, meint Dr. Oliver Heese. Dieser Gesprächsbedarf ist offensichtlich vorhanden: Etwa 40 Prozent der im Rahmen der Studie befragten Tumorpatienten nutzten neben konventionellen auch alternative Therapiemöglichkeiten. Für Heese und sein Team ein wichtiges Signal an die Neuroonkologie, im Arzt-Patienten-Gespräch künftig stärker auf dieses Thema einzugehen.

Insgesamt 621 Menschen aus ganz Deutschland mit unheilbaren Grad II bis IV-Glioblastoma-Tumoren nahmen an der Befragung teil und machten Angaben zu ihrem Umgang mit alternativen Behandlungsmethoden. Das Durchschnittsalter der Befragten lag bei 41 Jahren. Ein Großteil gab als Motivation an, die traditionelle medizinische Behandlung durch alternative Heilverfahren unterstützen und natürliche Abwehrkräfte des Körpers stärken zu wollen. 39 Prozent der Umfrageteilnehmer nutzten homöopathische Mittel, 31 Prozent Vitamintherapien und 29 Prozent verschiedene psychologische Ansätze. Am häufigsten kamen alternative Therapien bei Menschen mit höherer Schulbildung, Frauen und jungen Menschen zum Einsatz. Die Wenigsten stellten dabei schulmedizinische Heilverfahren in Frage sondern nutzten die alternativen Therapien als Ergänzung. An der Multicenter-Studie nahmen neben der Neurochirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf fünf weitere Universitäsklinika mit einem Hirntumorschwerpunkt (organisiert im Deutschen Gliomnetzwerk der Deutschen Krebshilfe) teil.

Anmerkung: siehe hierzu auch den Beitrag „Hierarchische Multi-Regulation – Heilung durch gleichzeitige Therapie auf mehreren Daseinsebenen

Rich Snippets for Products – auf dem Weg zum Web 3.0

Mittwoch, Dezember 15th, 2010

Die Web-Suchmaschine Google setzt für seinen neuesten E-Commerce-Dienst „Rich Snippets for Products“ auf Komponenten, die Professor Martin Hepp an der Universität der Bundeswehr München entwickelte.

Seit 2000 forscht Prof. Hepp daran, wie man die Suche nach Produkten und Dienstleistungen über das World Wide Web verbessern kann. In den letzten Jahren entwickelte er zusammen mit seinen Mitarbeitern unter dem Namen „GoodRelations“ einen Standard, mit dessen Hilfe jeder Shop-Betreiber Informationen über Preise, Eigenschaften, Lagerbestände, Zahlarten und Öffnungszeiten als kleine Datenpakete direkt in die eigenen Webseiten einbauen kann. Diese Datenpakete sind für den normalen Webanwender unsichtbar. Suchmaschinen und neue Programme für Mobiltelefone können die Daten aber auswerten, um den Kunden bei seiner Suche zu unterstützen. Beispielsweise kann ein Mobiltelefon auf diese Weise leicht die Öffnungszeiten aller Apotheken in der Nähe anzeigen und ein Vergleichsdienst kann die technischen Eigenschaften alternativer Produkte gegenüberstellen.

Google-Suchergebnisse werden optimiert

Google empfiehlt nun allen Unternehmen weltweit, ihre Preise, Lagerbestände, Produkttexte und Abbildungen mit dem GoodRelations-Vokabular auszuzeichnen. Wer dieser Empfehlung von Google folgt, wird mit einer deutlich besseren Anzeige in den Google-Suchergebnissen belohnt. Google nennt die Technik „Rich Snippets for Products“. Es gibt vorläufige Schätzungen, dass dies die Wahrscheinlichkeit um bis zu 30 Prozent steigert, dass ein Nutzer auf das Ergebnis klickt.

„Das ist der erste Schritt zum Web 3.0. Am wichtigsten für uns war es, dass wir Google überzeugen konnten, den vollen Leistungsumfang von GoodRelations zu akzeptieren, auch wenn zunächst nur ein Teil von Google direkt benötigt wird“, erklärt Prof. Hepp. Dadurch können Anbieter von Webseiten mit GoodRelations mehrere Ziele auf einmal erreichen: Sie füttern mit denselben Zusatzdaten die großen Suchmaschinen Google und Yahoo sowie alle neuen Anwendungen für Mobiltelefone und Web-Browser, die ebenfalls auf GoodRelations setzen. Yahoo akzeptiert GoodRelations bereits seit einiger Zeit. Weitere große Unternehmen, die GoodRelations verwenden, sind BestBuy, Overstock.com, Peek & Cloppenburg, und Herold.at.

Weitere Informationen zu GoodRelations erhalten Sie unter:
http://purl.org/goodrelations/

Mit dem kostenloses Werkzeug „GoodRelations Snippet Generator“ kann man die nötigen Zusatzdaten in wenigen Minuten selbst erzeugen und anschließend per Copy-and-Paste in die eigene Seite einfügen:
http://www.ebusiness-unibw.org/tools/grsnippetgen/

Quelle: Universität der Bundeswehr München

Klimafreundliche Fabrik kommt zum Rohstoff Stroh

Dienstag, Dezember 7th, 2010

Mehr als 35 Millionen Tonnen Stroh fallen jährlich in Deutschland bei der Getreideproduktion an. Der größte Teil bleibt zur Düngung auf dem Feld. Sebastian Auth hat in seiner Diplomarbeit an der Fachhochschule Gießen-Friedberg eine Anlage entwickelt, die das Stroh zu Pellets verarbeitet. Sie lassen sich wie herkömmliche Holzpellets zum Heizen nutzen.

Die Idee entstand, als der Maschinenbaustudent ein Praktikum beim Ingenieurbüro PCM in Künzell nahe Fulda absolvierte. Dessen Geschäftsführer Wilhelm Röll habe seine Diplomarbeit maßgeblich initiiert. Die von Auth entwickelte Pelletieranlage ist komplett in einem genormten 45-Fuß-Überseecontainer montiert und deshalb mobil. So kann sie auf einem Container-Chassis direkt zum Rohstoff Stroh auf das Feld gebracht werden.
Ein Mischer löst die Strohballen auf, mischt und schneidet das Material vor. Nach einem Reinigungsprozess kappt eine Hammermühle den Rohstoff auf den gewünschten Pelletdurchmesser. Ein Konditionierer ermöglicht die Zugabe von Wasser, damit das Material den für die Weiterverarbeitung nötigen Feuchtigkeitsgrad bekommt. Gepresst werden die Pellets bei 90 Grad und anschließend langsam abgekühlt. Ein leistungsfähiges Dieselaggregat macht die Anlage autark. Der Produktionsprozess wird vollautomatisch durch einen zentralen Computer überwacht und gesteuert. Pro Stunde lassen sich mit der Anlage etwa 1,2 Tonnen Pellets herstellen.
Strohpellets haben einen Heizwert von 4,9 Kilowattstunden pro Kilogramm. Er liegt damit etwas höher als der von Holzpellets. Die Kosten der Energiegewinnung mit Strohpellets sind etwa ein Drittel niedriger als beim Einsatz von Heizöl. Die Preisvorteile gegenüber fossilen Energieträgern werden sich ausweiten, da Erdöl und Erdgas knapper und teurer werden. Ein großes Plus sieht Sebastian Auth in der CO2-Bilanz: bei der Verbrennung werde genau soviel Kohlendioxid freigesetzt, wie das Wachstum des Strohs verbrauche. Energieerzeugung mit Strohpellets sei also CO2-neutral und deshalb klimapolitisch erwünscht.
Als Käufer der mobilen Pelletieranlage sieht Auth Großlandwirte, Genossenschaften oder Kommunen. Auf Wunsch übernimmt PCM den Vertrieb der Pellets.
Der Diplom-Ingenieur, dessen Abschlussarbeit an der Fachhochschule die Professoren Dr. Rudolf Griemert (Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen) und Dr. Gerd Manthei (Fachbereich Maschinenbau, Mikrotechnik, Energie- und Wärmetechnik) betreuten, ist mittlerweile bei der PCM GmbH fest angestellt. Der 25-Jährige bereitet die Serienfertigung der mobilen Fabrik vor, die Anfang 2011 starten soll.
 
Anmerkung: siehe hierzu auch den Artikel „Energiestoffwechsel und Milieutherapie

Fortschritte in der Chlamydien-Forschung: Wissenschaftler erkennen bislang unbekannte Besonderheiten

Mittwoch, Dezember 1st, 2010

Prof. Dr. Jan Rupp, Exzellenzcluster Entzündungsforschung, und sein Team haben herausgefunden, welche Einflüsse der Sauerstoffgehalt in den Schleimhäuten auf den Heilungsprozess einer Chlaymdien-Infektion hat. Durch diese Erkenntnisse wird deutlich, warum die Krankheit bislang oft nicht oder nur schwer therapierbar ist. Bisher galt als ungelöst, warum viele Bakterien die antibiotische Medikation überleben und dass, obwohl sie keine Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt haben. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in PNAS veröffentlicht. Link zur Internetseite: http://www.pnas.org/content/107/45/19502.abstract

Die bakterielle Infektion mit Chlamydien ist die am häufigsten sexuell übertragbare Krankheit weltweit. Besonders Frauen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren sind von der Erst-Infektion betroffen. Die Erkrankung ist tückisch: Viele der Betroffenen bleiben symptomlos, die Infektion wird oft erst nach vielen Jahren bemerkt. Die Folgen können gravierend sein: Allein in Deutschland sind geschätzte mehr als 100.000 Frauen aufgrund einer chronischen Chlamydien-Infektion ungewollt kinderlos, mehr als 1 Million Frauen gilt als infiziert, die Zahlen der Erst-Infektionen steigen von Jahr zu Jahr drastisch an.

Prof. Dr. Jan Rupp, Exzellenzcluster Entzündungsforschung, hat jetzt mit seinem Team Besonderheiten über diese Bakterien-Spezies herausgefunden, die den Umgang und die Therapie mit den ungewollten Gästen revolutionieren können: „Chlamydien setzen sich in den Schleimhäuten von Männern und Frauen fest und können dort jahrelang unbemerkt leben. Wir haben jetzt entdeckt, dass die natürliche Immunantwort des Menschen gegen Chlamydien nur funktioniert, wenn genügend Sauerstoff in den Schleimhäuten vorhanden ist. Nur dann können Chlamydien effizient bekämpft werden, denn sie suchen sich bevorzugt eine sauerstoffarme Umgebung aus, in der sie sich einnisten und vermehren. Da der Sauerstoffgehalt im Eileiter der Frau, wie auch an anderen Stellen im menschlichen Körper, Schwankungen unterworfen ist, hängt es also von der jeweiligen momentanen Konstitution und Verfassung ab, ob die Chlamydien eine Chance zum Überleben haben, oder nicht. Treffen die Bakterien auf eine sauerstoffarme Umgebung, wachsen sie. Dieses Wachstum wird im Körper als Entzündung wahrgenommen. Es hat zur Folge, dass der Körper Botenstoffe zur Entzündungsbekämpfung schickt, die dann „vor Ort“ wiederum Sauerstoff verbrauchen und damit die Bedingungen für weiteres Chlamydien-Wachstum begünstigen. Und dies führt dann häufig zu langfristigen Entzündungen.“, erklärt Prof. Rupp.

Diese Forschungsergebnisse sind neu und liefern wichtige Erkenntnisse für die nächsten Schritte. Prof. Rupp zu den Hintergründen der Forschungen: „Bisher wurden die Bakterien im Labor – und das bedeutet, mit Raumluft – untersucht. Im menschlichen Körper indes herrschen andere Sauerstoffbedingungen und deswegen haben wir unsere Forschungen unter diesen realen Bedingungen durchgeführt – und sind damit auch zu diesen ganz neuen Erkenntnissen gekommen. Wir werden jetzt weiter daran arbeiten heraus zu finden, wie die Zusammenhänge zwischen Immunkontrolle des Menschen und Sauerstoffgehalt im menschlichen Körper sind.“

Der Exzellenzcluster Entzündungsforschung

Der Exzellenzcluster Entzündungsforschung verfolgt einen einzigartigen interdisziplinären Forschungsansatz, um die Ursachen der chronischen Entzündung zu entschlüsseln und Therapien zur Heilung zu entwickeln. Der Forschungsverbund bündelt die Kompetenzen von rund 200 Genetikern, Biologen, Ernährungswissenschaftlern und Ärzten der Universitäten zu Kiel und Lübeck, des Forschungszentrums Borstel und des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie, Plön. Mehrere Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an chronischer Entzündung der Lunge (Asthma), der Haut (Schuppenflechte), des Darms (Morbus Crohn) und des Gehirns (Morbus Parkinson). Auslöser ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems: Unaufhörlich aktiviert es entzündliche Botenstoffe und Abwehrzellen, zerstört dadurch gesundes Gewebe. Die Zahl der Betroffenen steigt täglich. Dieses Phänomen der modernen Zivilisation ist zur Herausforderung für die Medizin des 21. Jahrhunderts geworden.

Quelle: Geschäftsstelle Exzellenzcluster Entzündungsforschung

Anmerkung: diese „neuen“ Erkenntnisse sind in der Naturheilkunde seit langem bekannt; siehe hierzu auch den Artikel über die Tuberkulinie. Außerdem haben Chlamydien nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere eine große Bedeutung (s.u.a. Animal-Health-Online).