Archive for Oktober, 2011

Bevölkerungsprognose: Zahl der Hochbetagten wird rasant zunehmen

Donnerstag, Oktober 27th, 2011

Bertelsmann Stiftung veröffentlicht Vorausberechnung bis 2030 – Daten und Fakten für rund 3.200 Kommunen ab sofort im Internet abrufbar.

Durch die rasante Zunahme der hochbetagten Menschen stehen die deutschen Städte und Gemeinden vor sehr großen Herausforderungen. Nach einer neuen Bevölkerungsprognose der Bertelsmann Stiftung wird die Zahl der über 80-jährigen Einwohner bis zum Jahr 2030 bundesweit um fast 60 Prozent zunehmen.

Die Spanne reicht von einer moderaten Zunahme der Hochbetagten in der kreisfreien Stadt Coburg (Bayern) bis zu einem Spitzenwert von 139 Prozent im Landkreis Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern). Unter www.wegweiser-kommune.de können ab sofort Daten und Fakten zu den Auswirkungen des demographischen Wandels für alle Kommunen ab 5.000 Einwohnern abgerufen werden.

Im Bundesländervergleich sind besonders starke Zunahmen bei den Hochbetagten in Brandenburg (93 Prozent) und Berlin (92 Prozent) zu erwarten. Es folgen Mecklenburg-Vorpommern (80 Prozent) und Schleswig-Holstein (77 Prozent). Das breite Mittelfeld führen die beiden südlichen Bundesländer Baden-Württemberg (66 Prozent) und Bayern (64 Prozent) an. Es folgen Thüringen (59 Prozent), Niedersachsen (58 Prozent), Hessen (56 Prozent), Sachsen (53 Prozent) und Sachsen-Anhalt (51 Prozent). Vergleichsweise moderat wird der Anstieg der über 80-Jährigen bis zum Jahr 2030 in Nordrhein-Westfalen (49 Prozent), Rheinland-Pfalz (48 Prozent), Hamburg (44 Prozent), Bremen (42 Prozent) und dem Saarland (41 Prozent) ausfallen.

Nach den Vorausberechnungen der Bertelsmann Stiftung nimmt vor allem die Zahl der hochbetagten Männer stark zu. Sie wird sich bis zum Jahr 2030 mehr als verdoppeln (+ 103 Prozent). Die Zahl der über 80-jährigen Frauen wird dagegen nur um knapp 40 Prozent zunehmen. Die Alterung in Deutschland schreitet aber auch insgesamt voran. Bis 2030 wird die Hälfte der Einwohner älter als 49 Jahre sein. Besonders stark altern Sachsen-Anhalt und Thüringen. Hier wird die Hälfte der Bevölkerung 2030 älter als 54 Jahre sein.

Die Bertelsmann Stiftung hat ihre bundesweite Bevölkerungsprognose für rund 3.200 Kommunen gerechnet. Danach wird Deutschland bis 2030 die Grenze von 80 Millionen Einwohnern unterschreiten. Regional gibt es eine breite Streuung der vorausberechneten Bevölkerungsentwicklung. Deutliche Zuwächse sind für die Stadtstaaten Hamburg (+ 7 Prozent) und Berlin (+ 6 Prozent) zu erwarten. Weitere stark wachsende Großstädte sind München (+ 15 Prozent), Dresden (+ 12 Prozent) und Leipzig (+ 9 Prozent). Zu den stark schrumpfenden Städten gehören Suhl in Thüringen (- 26 Prozent), Dessau (- 22 Prozent) und Salzgitter (- 19 Prozent).

„Unsere Bevölkerungsprognose zeigt sehr deutlich, wo die deutschen Kommunen ihre Planungen überdenken müssen“, sagte Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, bei der Veröffentlichung der Daten. Zu den Herausforderungen gehörten der steigende Bedarf an Pflegekräften, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie die Anpassung der Pflegeinfrastruktur (Tagespflege, Kurzzeitpflege und vollstationäre Pflege).

Die Bertelsmann Stiftung stellt mit ihrem Online-Portal www.wegweiser-kommune.de allen Städten und Gemeinden in Deutschland mit mehr als 5.000 Einwohnern Daten, Bevölkerungsprognosen und konkrete Handlungskonzepte für die kommunale Praxis zur Verfügung. Für 2.943 Städte und Gemeinden, in denen etwa 86 Prozent der Bevölkerung Deutschlands leben, und 301 Landkreise ermöglicht der Wegweiser Kommune so einen Blick auf die Entwicklung in den Politikfeldern Demographischer Wandel, Finanzen, Bildung, soziale Lage und Integration.

Quelle: Bertelsmann-Stiftung

Anmerkung: siehe hierzu auch das Buch „Gedanken altern nicht

WorldForRent.org – Ihr persönliches Reiseportal mit Bestpricegarantie

Reiseschnäppchen: Mix & Spar, Euroferien.net

Natürliche Darmflora an Entstehung von multipler Sklerose beteiligt

Mittwoch, Oktober 26th, 2011

Bakterien des Darms können Immunzellen aktivieren und Überreaktion des Immunsystems auslösen.

Multiple Sklerose entsteht durch eine Kombination genetischer Veranlagung und Faktoren aus der Umwelt. Krankheitserreger galten lange als solche äußeren Einflüsse. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried zufolge sind es jedoch offenbar nicht krankmachende, sondern nützliche Bakterien, die multiple Sklerose auslösen – nämlich die gesunde Darmflora, die jeder Mensch zur Verdauung braucht. Die Forscher haben herausgefunden, dass genetisch veränderte Mäuse eine der menschlichen Erkrankung ähnliche Entzündung im Gehirn entwickeln, wenn sie eine normal ausgeprägte Darmflora besitzen. Die Mikroorganismen aktivieren dabei zunächst die T-Zellen des Immunsystems und in einem weiteren Schritt B-Immunzellen. Die Ergebnisse legen nahe, dass die an sich nützlichen Bakterien der Darmflora bei entsprechender Veranlagung der Ausgangspunkt für multiple Sklerose beim Menschen sind.

Der menschliche Darm ist ein Paradies für Mikroorganismen: Rund 100 Billionen Bakterien aus bis zu 2000 unterschiedlichen Arten leben darin. Die Mikroorganismen des Darms sind nicht nur für die Verdauung, sondern auch für seine Entwicklung sowie für das Immunsystem unverzichtbar. Zusammen umfasst diese vielfältige Lebensgemeinschaft zehn- bis hundertmal mehr Gene als das gesamte menschliche Erbgut. Wissenschaftler bezeichnen sie deshalb auch als „erweitertes Selbst“. Aber die Darmflora kann auch an Erkrankungen beteiligt sein, bei denen sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. So fördern Darmbakterien Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn oder rheumatoide Arthritis.

Die Empfänglichkeit für multiple Sklerose, bei der Proteine auf der Oberfläche der Myelinschicht im Gehirn das Immunsystem aktivieren, wird einerseits durch die Gene festgelegt. Größeren Einfluss auf die Erkrankung haben jedoch Umweltfaktoren. Dahinter vermuteten Wissenschaftler bislang infektiöse Erreger. Die Max-Planck-Forscher gehen nun jedoch davon aus, dass multiple durch die natürliche Darmflora ausgelöst wird.

Möglich wurde dieser überraschende Befund durch neu entwickelte genetisch veränderte Mäuse. Bei diesen Tieren treten ohne äußeren Einfluss Entzündungsreaktionen im Gehirn auf, die der menschlichen multiplen Sklerose ähneln – allerdings nur, wenn sie eine intakte Darmflora besitzen. Mäuse, die in keimfreier Umgebung ohne Mikroorganismen im Darm gehalten wurden, blieben dagegen gesund. „Impften“ die Wissenschaftler die keimfrei aufgezogenen Tiere nach mehreren Wochen mit normalen Darm-Mikroorganismen, erkrankten auch sie.

Den Martinsrieder Forschern zufolge beeinflusst die Darmflora Immunzellen des Verdauungstraktes. Mäuse ohne Darmflora weisen dort weniger so genannte T-Zellen auf. Außerdem produziert die Milz dieser Tiere weniger Entzündungsstoffe wie Zytokine. Darüber hinaus bilden ihre B-Zellen kaum Antikörper gegen das Myelin. Statteten die Forscher die Mäuse wieder mit einer Darmflora aus, erhöhten T- und B-Zellen wieder ihre Zytokin- bzw. Antikörperproduktion.

„Offenbar wird das Immunsystem in zwei Phasen aktiviert: Zunächst werden T-Zellen in den Lymphgefäßen des Darmtrakts aktiv und vermehren sich. Diese regen dann zusammen mit den Oberflächenproteinen der Myelinschicht B-Zellen zur Bildung krankmachender Antikörper an. Beides löst Entzündungsreaktionen im Gehirn aus, die schubweise die Myelinschicht zerstören – ganz ähnlich, wie auch die multiple Sklerose beim Menschen verläuft“, sagt Gurumoorthy Krishnamoorthy vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie. Es sind also Veränderungen des Immunsystems, die zur Erkrankung führen, und nicht Störungen im Nervensystem. „Diese Frage nach Ursache und Folge beschäftigt die multiple Sklerose-Forschung seit langem. Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass das Immunsystem die treibende Kraft ist“, sagt Hartmut Wekerle, Direktor am Max-Planck-Institut in Martinsried.

Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass auch die Darmflora des Menschen bei entsprechender genetischer Veranlagung eine Überreaktion des Immunsystems gegen die Meylinschicht hervorrufen kann. Damit kommt möglicherweise der Ernährung eine zentrale Rolle bei der multiplen Sklerose zu. Denn die Ernährungsweise bestimmt maßgeblich, welche Bakterien den Darm besiedeln. „Veränderte Essgewohnheiten könnten beispielsweise eine Erklärung dafür sein, warum die multiple Sklerose in asiatischen Ländern in den letzten Jahren zugenommen hat“, erklärt Hartmut Wekerle.

Welche Bakterien an der Entstehung von multipler Sklerose beteiligt sind, ist noch unklar. Mögliche Kandidaten sind Clostridien, die in direkten Kontakt mit der Darmwand treten können. Auch sie sind natürlicher Bestandteil einer gesunden Darmflora, könnten aber bei erblich vorbelasteten Menschen die T-Zellen aktivieren. Als nächstes wollen die Wissenschaftler deshalb das gesamte mikrobielle Genom von Patienten mit multipler Sklerose analysieren und so Unterschiede in der Darmflora zwischen gesunden Menschen und Patienten aufspüren.

Originalveröffentlichung:
Kerstin Berer, Marsilius Mues, Michail Koutrolos, Zakeya Al Rasbi, Marina Boziki, Caroline Johner, Hartmut Wekerle & Gurumoorthy Krishnamoorthy
Commensal microbiota and myelin autoantigen cooperate to trigger autoimmune demyelination
Nature, DOI: 10.1038/nature10554

Quelle: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Anmerkung: aus naturheilkundlicher Sicht gehört die MS zu den Erkrankungen der sog. „tuberkulinischen Konstitutionsschwäche

WorldForRent.org – Ihr persönliches Reiseportal mit Bestpricegarantie

Reiseschnäppchen: Mix & Spar, Euroferien.net

Urlaubsreisen günstig buchen mit Euroferien.net

Dienstag, Oktober 25th, 2011

Mit euroferien.net können Urlaubsreisen besonders günstig gebucht werden. In diesem Reiseshop finden sich Specials für günstige Familienreisen, Singlereisen, Wellnessurlaube, Fly&Drive und vieles mehr.

Euroferien.net - Ihr Reisebüro für günstige Urlaubsreisen

Weitere Schnäppchen: Europeholiday.orgMix & Spar

 

Komplementärmedizin bereits Mainstream

Montag, Oktober 24th, 2011

Breiter Zuspruch von Akupunktur, Homöopathie und Co als Ergänzung.

Wien – Komplementärmedizin genießt ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung und wird kaum noch grundsätzlich angezweifelt oder abgelehnt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung der Karmasin Motivforschung http://www.karmasin.at unter 1.000 Österreichern, die im Auftrag des Pharmaherstellers Sanova http://www.sanova.at erstellt und am heutigen Montag präsentiert wurde. „Zwei Drittel haben eine positive bis sehr positive Meinung zu komplementärmedizinischer Behandlung, nur acht Prozent eine negative“, fasst Studienleiterin Sophie Karmasin zusammen.

Jeder Zweite mit eigener Erfahrung

Nicht nur das Vertrauen, sondern auch das Wissen um die einzelnen Ansätze hat seit den 90er-Jahren erheblich zugenommen. „Komplementäre Medizin ist kein elitärer Begriff mehr, wie Bekanntheitswerte von über 82 Prozent bei Akupunktur und Homöopathie zeigen. Dahinter rangieren Kneipptherapie, Bachblüten, Kräuterheilkunde und Traditionelle Chinesische Medizin. Besonders Frauen sind komplementären Behandlungsformen sehr aufgeschlossen“, so Karmasin. Vorausschicken müsse man allerdings, dass die meisten mit der heutigen medizinischen Versorgung zufrieden sind und komplementäre Ansätze als Ergänzung, jedoch kaum als kompletten Ersatz der Schulmedizin verstehen.

Erst knapp jeder Zweite (46 Prozent) kann laut Studie bei Komplementärmedizin auf eigene Erfahrung verweisen, die allerdings in über 90 Prozent der Fälle positiv verlief. Anlass zum ersten Ausprobieren liefern meist leichtere Gesundheitsprobleme – allen voran Kopfschmerzen, Nervosität, Verdauungsproblemen, Schlafproblemen, Verspannungen oder Allergien. Erfahren haben die meisten davon über persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten, während der Rat von Ärzten oder Apothekern weniger entscheidend ist.

Offen für alt und neu

Hinsichtlich des Umgangs mit Erkrankungen teilt Karmasin die Gesellschaft in drei Gruppen ein. „Naturorientierte“ reduzieren Arzneimittel wo dies möglich scheint und greifen im Krankheitsfall zuerst zu Hausmitteln sowie zu pflanzlichen Wirkstoffen. Sie vertrauen der Komplementärmedizin, wissen viel über sie und kennen sie aus eigener Erfahrung. „Der Anteil der Naturorientierten beträgt 39 Prozent der Bevölkerung. Vertreten sind vor allem Frauen ab 50 Jahre“, so die Meinungsforscherin.

Die „Offenen“ sind in Österreich mit einem Anteil von 41 Prozent zahlenmäßig die größte Gruppe. Frauen und Männer ab 30 Jahren scheinen hier gleichermaßen auf. „Sie akzeptieren sowohl Schul- als auch Komplementärmedizin, nutzen beide Ansätze gleichzeitig oder den im Moment sinnvollsten“, berichtet Karmasin. 18 Prozent der Bevölkerung – vor allem Männer der Altersgruppe ab 50 Jahren – setzen hingegen nur auf Schulmedizin, haben wenig Geduld bei der Wirkung von Arzneimitteln und interessieren sich nicht für komplementäre Ansätze.

Antwort auf persönliche Situation gesucht

„Männer setzen sich weniger mit der Behandlungsform auseinander“, erklärt die Forscherin die Geschlechterunterschiede gegenüber pressetext. In den älteren Generationen entsprechen Männer noch viel eher dem Klischee, dass sie anderen gegenüber keine Schwäche oder Krankheiten eingestehen wollen, den Arztbesuch und auch Vorsorgemaßnahmen lieber meiden, während Frauen häufig die „Gesundheitsmanagerin“ der Familie sind. Diese Rollenverteilung verschwindet bei jüngeren Generationen jedoch immer mehr. „Junge Erwachsene von heute sind bereits mit Homöopathie und Co groß geworden“, so Karmasin.

Dass sich die Komplementärmedizin binnen 20 Jahren von der Außenseiterposition zu einem Mainstream-Ansatz entwickeln konnte, sei Teil des Gesellschaftswandels. „Die Schulmedizin gibt auf den Trend zur Individualisierung kaum eine befriedigende Antwort. Sie widmet dem Patienten wenig Zeit und gibt ihm nicht das Gefühl, er bekomme genau das, was er will oder müsse selbst einen aktiven Beitrag leisten. Komplementäre Therapien liefern das – oder inszenieren es zumindest besser.“ Schlüssig ist weiters, dass die auf Naturwissenschaft ausgerichtete, stark technologisierte Welt auch in der Medizin einen Gegentrend ausgelöst hat.
Quelle: pressetext redaktion

Anmerkung: siehe hierzu auch den Beitrag „Hierarchische Multi-Regulation – Heilung durch gleichzeitige Therapie auf mehreren Daseinsebenen

WorldForRent.org – Ihr persönliches Reiseportal mit Bestpricegarantie

Reiseschnäppchen: Mix & Spar, Euroferien.net

Kreuzfahrtentraum.com – Buchung von Kreuzfahrtträumen

Samstag, Oktober 22nd, 2011

Das neue Internetportal „Kreuzfahrtentraum.com“ ist on-line. Ab sofort können Sie dort Kreuzfahrten aller Art inklusive Windjammerkreuzfahrten buchen.

Buchung von Kreuzfahrten

Schnäppchen: Europeholiday.org, Euroferien.net, Mix & Spar

Gebärmutterhalskrebs: Selbsttests im Kommen

Samstag, Oktober 22nd, 2011

Gleich gute Ergebnisse wie Abstrich beim Frauenarzt.

Berlin – Frauen können in Zukunft selbst überprüfen, ob sie eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus (HPV) haben oder nicht. „In einigen Jahren werden Selbsttests in Deutschland vermutlich verbreitet sein“, erklärt die Infektionsepidemiologin Yvonne Delere vom Robert-Koch-Institut http://rki.de im pressetext-Interview. Wie die Forscherin mit ihrem Team im „Journal of Clinical Microbiology“ zeigt, liefert eine Selbstabnahme vergleichbare HPV-Ergebnisse wie eine Abnahme durch den Frauenarzt.

Viren im Brief

Die Selbstabnahme basiert auf einer Flüssigkeit auf Kochsalz-Basis, die wie mit einem größeren Tampon in die Scheide eingeführt, die vaginale Höhle umspült und wieder aufgefangen wird. Ist die Frau mit dem HP-Virus infiziert, so gelangt Virusprotein in der Spülflüssigkeit am Tester. Dieser wird in einer mitgelieferten Verpackung mit der Post an ein Labor geschickt. Ebenfalls postalisch kommt das Resultat zurück zur Anwenderin. „Ist das Ergebnis positiv, so wird in einem Begleitschreiben zu einer weiteren Untersuchung beim Frauenarzt geraten, um das Zervixkarzinom auszuschließen“, so die Berliner Medizinerin.

Vorerst strebt Delere an, auf diese Weise die Prävalenz der Humanen Papillonviren zu erheben, was derzeit bereits repräsentativ bei 800 Frauen im Alter von 20 bis 25 Jahren in Deutschland geschieht. Langfristig eigne sich der Selbsttest jedoch dafür, die Untersuchung zur Krebsfrüherkennung niederschwellig und günstig zu ergänzen und durch rechtzeitige Vorbeugung den Gebärmutterhalskrebs zurückzudrängen. Auch für Entwicklungsländer könnte ein Selbsttest eine vielversprechende Variante darstellen. In Holland bestätigte sich bereits die hohe Akzeptanz dieser Nachweisform in den eigenen vier Wänden.

Warnsignal bei Frauen ab 30

Bei jungen Frauen zwischen 18 und 25 Jahren ist der positive Nachweis des Papilloma-Virus eher Regel als Ausnahme: Delere schätzt die Prävalenz in Deutschland auf 40 Prozent, während er bei Frauen ab 30 Jahren ein Warnsignal sein kann. „Normalerweise überwindet der Körper in höchstens zwölf Monaten Infektionen der Zellen am Gebärmutterhals. Bleibt die Entzündung über einige Jahre chronisch, steigt jedoch das Tumorrisiko.“

Quelle: pressetext.redaktion

WorldForRent.org – Ihr persönliches Reiseportal mit Bestpricegarantie

Reiseschnäppchen: Mix & Spar

Wie Private-Equity-Unternehmen Geld verdienen

Mittwoch, Oktober 19th, 2011

Eine Studie der TU München hat jetzt ein bislang streng gehütetes Geheimnis von Private Equity Firmen gelüftet:

Wenn Private Equity Firmen in mittelgroße Unternehmen investieren, profitieren sie am meisten davon, dass die Gewinne des Unternehmens steigen. Änderungen der Kapitalstruktur (Leverage-Effekt) und des Marktumfelds  machen dagegen nur ein Drittel der Rendite von Private-Equity-Investitionen aus. Die Studie der TU München wurde heute auf der Konferenz EVCA Mid-Market Forum in Budapest vorgestellt.

Normalerweise lassen sich Private Equity Firmen nicht in die Karten sehen: Wie sie durch Investitionen in Unternehmen mittlerer Größe Gewinn erwirtschaften, ist ein streng gehütetes Betriebsgeheimnis.
Eine Studie der TU München unter der Leitung von Prof. Christoph Kaserer, BWL-Lehrstuhl für Finanzmanagement und Kapitalmärkte, konnte jetzt allerdings auf die anonymisierten Daten von 332 mittelgroßen europäischen Unternehmen zurückgreifen, die zwischen 1990 und 2008 von einer Private-Equity-Gesellschaft übernommen worden sind.Das Ergebnis: Zwischen 66 und 75 Prozent ihrer Rendite gewinnen Private Equity Firmen dadurch, dass die Unternehmen, in die sie investieren, profitabler werden – zum Beispiel indem diese mehr Produkte verkaufen oder ihre Kosten senken. Die meisten Unternehmen (260) wuchsen dabei aus eigener Kraft und nicht durch Zukauf anderer Unternehmen oder Unternehmensteile.
Dagegen hatten Änderungen im Marktumfeld, wie zum Beispiel Veränderungen im Berwertungsniveau an den Kapitalmärkten, nur einen sehr geringen Einfluss auf die Höhe der von der Private-Equity-Gesellschaft vereinnahmten Rendite. Auch der Beitrag einer starken Kreditfinanzierung  der Unternehmensübernahme (Leverage-Effekt) scheint weniger bedeutend zu  sein als gelegentlich unterstellt.
Etwa ein Drittel der Gesamtrendite ist auf diesen Leverage-Effekt zurückzuführen; zudem erweist sich dieser Effekt als nicht besonders robust.Prof. Christoph Kaserer erklärte: „Für die Studie haben wir eine neue Analysemethode entwickelt, die es uns erlaubt, die von den Private-Equity-Gesellschaften erwirtschafteten Renditen danach zu separieren, ob sie durch Ertragssteigerungen im Unternehmen, durch Kapitalstruktureffekte oder durch Veränderungen in der Marktbewertung generiert wurden.
Damit leistet die Studie einen Beitrag zu der lange geführten Diskussion über die gesamtwirtschaftliche Bedeutung von Private Equity.“ In der Studie wird in diesem Zusammenhang auch betont, dass die Ergebnisse auf Analysen von Transaktionen mittelgroßer Unternehmen beruhen. Sie sind damit in besondere Weise für die Rolle von Private Equity im Mittelstand von Bedeutung.

Quelle: Technische Universität München

WorldForRent.org – Ihr persönliches Reiseportal mit Bestpricegarantie

Reiseschnäppchen: Mix & Spar

Studie: Selbstständige in der Grundsicherung

Freitag, Oktober 14th, 2011

Mit dem vierten deutschen Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt („Hartz IV“) wurden ab dem 1.1.2005 die Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe für Erwerbsfähige zusammengelegt. Nach den Bestimmungen des SGB II haben Selbstständige, ebenso wie Arbeitnehmer, einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II, wenn die Einkünfte aus der Erwerbstätigkeit nicht ausreichen, den gesetzlich festgelegten, existenzsichernden Bedarf zu decken (sogenannte Aufstocker).

Die vorliegende Studie beschreibt die aktuelle Lage und bisherige Entwicklung von Selbstständigen in der Grundsicherung und vergleicht diese mit der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Selbstständigen insgesamt.

Die Zahl der Selbstständigen in der Grundsicherung steigt an

Seit Januar 2005 lässt sich ein nahezu stetiger Anstieg der Anzahl der Selbstständigen, die Grundsicherung beziehen, erkennen. Im März 2011 waren 127.180 Selbstständige in der Grundsicherung, das sind 93.693 Personen mehr als im Januar 2005. Die Gruppe der Selbstständigen in der Grundsicherung hat sowohl in Bezug auf die Selbstständigen insgesamt als auch im Verhältnis zu allen Aufstockern in den letzten Jahren an Gewicht gewonnen. Vergleicht man die Entwicklung der Selbstständigen in der Grundsicherung und die aller Selbstständigen, so wird deutlich, dass die Zahl der Selbstständigen in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2010 lediglich um 4 % gestiegen ist, wohingegen sich die Zahl der Selbstständigen in der Grundsicherung im selben Zeitraum verdreifacht hat. Der Vergleich mit der Entwicklung aller erwerbstätigen Personen in der Grundsicherung lässt erkennen, dass die Gruppe der Selbstständigen in der Grundsicherung auch im Verhältnis zu allen Aufstockern in den letzten Jahren an Gewicht gewonnen hat. So wuchs der entsprechende Anteil der Selbstständigen in der Grundsicherung von 4,4 % (Januar 2005) auf 9,4 % im März 2011.

Der Anteil der „Aufstocker“ bei den Selbstständigen nähert sich dem der abhängig Beschäftigten an

Setzt man die Anzahl der selbstständigen Arbeitslosengeld II-Bezieher ins Verhältnis zur Gesamtzahl der selbstständigen Personen (Jahresdurchschnitte), dann stieg der entsprechende Anteil der Selbstständigen in der Grundsicherung zwischen 2007 und 2010 von 1,7 % auf 2,9 %. Die „Aufstockerquote“ der abhängigen Beschäftigten ist im selben Zeitraum von 3,4 % auf 3,7 % gestiegen. Offenbar unterscheidet sich die Einkommenssituation der Selbstständigen im unteren Einkommensbereich nicht mehr grundlegend von derjenigen der abhängig Erwerbstätigen.

Viele Selbstständige mit geringem Einkommen

Im Jahr 2010 verfügten rd. 270.000 Selbstständige noch nicht einmal über 500 € netto im Monat (einschließlich Transferleistungen). 26,5 % aller Selbstständigen (rd. 950.000 Personen) hatten ein monatliches Nettoeinkommen unter 1.100 €. Eine ungünstige Einkommenssituation ist bei Solo-Selbstständigen, weiblichen Selbstständigen oder Selbstständigen in der Kreativwirtschaft festgestellt worden.

Datenbasis

Grundlage für die Berechnungen des IfM Bonn sind Daten der deutschen Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Sonderauswertungen der Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende) und der Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes.

Quelle: Institut für Mittelstandsforschung Bonn

Burnout und vitale Erschöpfung bei Führungskräften: Jeder Vierte ist ein Risikokandidat

Dienstag, Oktober 11th, 2011

Burnout geistert immer häufiger als Modediagnose durch die Presse. Im Kern geht es um Erschöpfungszustände.

Eine Erklärung zielt auf „Innovationsstress“ durch permanenten Veränderungsdruck in den Unternehmen. Dazu zeigt eine Studie von IAI (Institut für angewandte Innovationsforschung e.V. an der Ruhr-Universität Bochum) und Kliniken Essen-Mitte: Von 229 befragten Führungskräften zeigen 24% Symptome starker vitaler Erschöpfung. Die Folgen für Führungskräfte und Unternehmen können gravierend sein.

Um im Spannungsfeld von Kostenkonkurrenz und Innovationsdruck bestehen zu können, müssen vor allem Führungskräfte Veränderungsprozesse in Unternehmen vorantreiben. Kreativität, Kompetenzentwicklung und die Suche nach Verbesserungen werden zu Daueraufgaben, parallel zum Termin- und Leistungsdruck des operativen Tagesgeschäfts.

Welche Risiken und Nebenwirkungen mit derartigem „Innovationsstress“ verbunden sind, wurde von Innovationsforschern des IAI und Gesundheitsexperten der Klinken Essen-Mitte im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes PräGO (www.praego.net) untersucht.

229 Führungskräfte beteiligten sich an einer schriftlichen Befragung. 24% der Führungskräfte weisen eine starke „vitale Erschöpfung“ auf: Vitale Erschöpfung äußert sich durch Müdigkeit, Energiemangel und Entmutigung und geht mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte einher. 48% der Befragten zeigen eine „mittlere Erschöpfung“, weitere 28% liegen im „grünen Bereich“.

Die Studie zeigt: Innovation und Prävention müssen enger verzahnt werden. Innovationen bringen Chancen, aber auch Risiken und Nebenwirkungen. Diese zu ignorieren, gefährdet nicht nur die Gesundheit der Führungskräfte, sondern auch die Zukunft der Unternehmen.

Die Studie „Innovation durch Prävention. Empirische Ergebnisse und Ideen zur nachhaltigen Gestaltung von Innovationsarbeit“ ist über das IAI Bochum zum Preis von EURO 49,00 erhältlich.

Quelle: Institut für angewandte Innovationsforschung e.V.

Anmerkung: siehe hierzu auch den Online-Kurs „Naturheilkundliche Vorbeuge und Behandlung des Burn-Out-Syndroms“ auf http://www.naturheilseminare.com/