Archive for November, 2011

Kinder brauchen Schlaf und Spiel für ein gesundes Gewicht

Donnerstag, November 17th, 2011

Weniger Fernsehen, mehr Bewegung und mehr Schlaf sind bei jungen Kindern mit einem gesunden Körpergewicht verbunden.

Ausreichend Schlaf kann Kindern helfen, ein gesundes Gewicht zu halten, wie das von der EU geförderte Projekt IDEFICS (Identifikation und Prävention von ernährungs- und lebensstilbedingten Gesundheitsfaktoren bei Kleinkindern und Kindern) ergab. Das internationale Projekt wird am BIPS – Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin der Universität Bremen – koordiniert. Ebenso gilt, je mehr Zeit Kinder vor dem Fernseher oder Computer verbringen (Bildschirmzeit), desto höher ist ihr Körpergewicht. Diese Ergebnisse wurden vom 14. Bis 16. November 2011 beim abschließenden IDEFICS-Meeting in Bremen diskutiert.

Ausreichender Schlaf ist wichtig

Wie lange Kinder schlafen, unterscheidet sich deutlich zwischen den europäischen Ländern, von 9-10 Stunden in Estland bis zu über elf Stunden in Belgien. In Süd- und Osteuropa bekommen Kinder tendenziell weniger Schlaf als im Norden. Schlafen Kinder weniger als neun Stunden pro Nacht, sind sie doppelt so anfällig für Übergewicht als Kinder mit elf Stunden Schlaf. Die Schlafdauer ist dabei unabhängig von der Jahreszeit, der Tageslänge, vom Bildungsstand der Eltern und anderen Lebensstilfaktoren, oder von bereits bestehendem Übergewicht.

Fernsehen wesentlich mit Körpergewicht verknüpft

Die IDEFICS-Forscher untersuchten verschiedene Übergewicht fördernde Verhaltensweisen und fanden, dass Fernsehen am deutlichsten mit dem Gewicht zusammenhängt. Je mehr Zeit die Kinder mit passiven Beschäftigungen verbrachten (Beschäftigungen mit geringem Energieverbrauch, z.B. Sitzen), desto größer war der Hüftumfang der Kinder. Dabei bleibt weiterhin unklar, ob dies nur an der geringen Bewegung oder auch an der damit verbundenen Art der Nahrungsaufnahme liegt.

Verknüpfung von Bildschirmzeit und Ernährung

Über alle Studienländer hinweg sahen nahezu die Hälfte aller Kinder manchmal oder oft beim Essen fern. Kinder mit höherem Fernsehkonsum aßen fett- und vor allem zuckerreichere Speisen. Diese Entdeckung war unabhängig von den individuellen Geschmacksvorlieben für fette und süße Lebensmittel, die in kontrollierten Geschmackstests objektiv erfasst wurden. Professor Wolfgang Ahrens, Koordinator der IDEFICS-Studie, rät: „Das Essen vor dem Bildschirm sollte minimiert werden, mit einem Schwerpunkt auf nahrhaften Snacks wie Obst und Gemüse. Als Durstlöscher sollten Wasser und andere kalorienfreie Getränke erste Wahl sein. Ein entsprechender Verzehr lässt sich fördern, indem diese Lebensmittel vermehrt in Kindergarten, Schule und zuhause verfügbar gemacht werden. Eltern und Aufsichtspersonen sollten sich bewusst sein, dass sie eine wichtige Vorbildfunktion haben.“

Eine gesunde Umgebung fördern

Kinder, die in ihrer Freizeit aktiv sind, sitzen weniger vor dem Bildschirm und ernähren sich eher gesund. Da die städtebauliche Umgebung das Aktivitätsniveau und die Ernährung beeinflusst, sollten Politiker und Stadtplaner sicherstellen, dass Kinder ausreichend sichere und einladende Räume zum Bewegen und Spielen wie Spielplätze, Grünflächen und Spielstrassen haben. Wo solche Strukturen nicht vorhanden sind, können Eltern bei der Gemeinde die gelegentliche Ausrichtung von Spielstrassen in der Nachbarschaft ersuchen.

Professor Ahrens dazu: “Es ist nicht richtig, allein die Eltern für das Übergewicht ihrer Kinder verantwortlich zu machen. Vielmehr ist es an der Zeit, den Einfluss der Umgebung auf das Gesundheitsverhalten unumwunden anzuerkennen. Je wirksamer Politiker, Lehrer, Aufsichtspersonen und Eltern bei der Schaffung einer gesundheitsfördernden Umgebung zusammenarbeiten, desto einfacher wird es für die Kinder, eine gesunde Lebensführung zu erlernen.“ IDEFICS hat einen wichtigen Anfang gemacht – jetzt heißt es, diese Arbeit fortzuführen.

Die IDEFICS-Studie

Derzeit im fünften und letzten Jahr hat die IDEFICS-Studie als Ausgangspunkt eine umfangreiche Querschnittserhebung mit über 16.000 Kindern zwischen zwei und neun Jahren vorgenommen. Im Anschluss fanden eine zielgerichtete Intervention und eine Nachfolgeerhebung statt, um den Einfluss von Ernährungs- und Lebensstilfaktoren auf Körpergewicht und andere Gesundheitsparameter zu erfassen. Speziell für dieses Projekt haben die IDEFICS-Forscher standardisierte Erhebungsmethoden entwickelt, um Ernährungs- und Lebensstil-Faktoren sowie psychosoziale, physische, biochemische und genetische Ursachen für Übergewicht, Fettleibigkeit, das metabolische Syndrom und gestörte Knochengesundheit zu identifizieren. Solche validierten Standards sind von besonderem Wert für zukünftige Forschung und Überwachung, da sie die Vergleichbarkeit von Daten aus verschiedenen Kontexten gestatten.

Die Auswertung der Nachfolgeerhebung wird zeigen, ob die IDEFICS-Intervention wirksam war, in welchen Ländern sie funktioniert hat und welches die ausschlaggebenden Faktoren waren, die zu einem möglichen Effekt der Intervention beigetragen haben. Professor Ahrens zum Abschluss: „Wir haben die Hoffnung, auf dieser Basis zukünftig Richtlinien und Empfehlungen entwickeln zu können; dies wird jedoch derzeit noch erforscht.“

Quelle: Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS)

DGAI: Anästhesisten fordern sinnvollen Antibiotikaeinsatz

Montag, November 14th, 2011

Kliniken fehlen Medikamente gegen Problemkeime – Anästhesisten fordern sinnvollen Antibiotikaeinsatz

Nürnberg – Auf deutschen Intensivstationen breiten sich seit einigen Jahren Erreger aus, gegen die herkömmliche Antibiotika nicht wirken: Der Anteil besonders widerstandsfähiger Kolibakterien etwa verzehnfachte sich innerhalb von acht Jahren. Infektionen mit dem multiresistenten Erreger Staphylococcos aureus (MRSA) dagegen nehmen langsam ab.

Gegen neue, mehrfach resistente Bakterien kommen die Kliniken jedoch kaum noch an. Denn gegen sie werden keine neuen Antiinfektiva entwickelt, bemängelt die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Stattdessen greifen Ärzte auf alte Medikamente mit starken Nebenwirkungen zurück. Die DGAI empfiehlt dringend einen rationalen Einsatz von Antibiotika.

Auf Intensivstationen kommen pro 1000 Patiententage rund vier Infektionen mit den gefürchteten MRSA-Keimen vor. Das ist fast zwar drei Mal häufiger als Infekte mit den kaum bekannten Escherichia coli-Stämmen aus der Gruppe der gramnegativen Bakterien. Jedoch stiegen zum Beispiel Infektionen mit 3GC-Escherichia coli in den Jahren 2001 bis 2008 von 0,16 auf 1,39 pro 1000 Patiententage. „Diesem enormen Anstieg multiresistenter gramnegativer Problemkeime wie Escherichia coli haben wir derzeit nur wenig entgegenzusetzen“, erläutert Professor Dr. med. Hugo Van Aken, Generalsekretär der DGAI aus Münster.

Denn neue Antiinfektiva gegen diese Bakterien würden nicht entwickelt. Zudem sei das Darmbakterium 3GC-E.coli selbst gegen moderne Breitband-Antibiotika wie etwa Cephalosporine der 3. Generation widerstandsfähig – und meist gleichzeitig auch gegen andere Antibiotikaklassen. Die alarmierenden Zahlen veröffentlichte zuletzt das nationale Überwachungssystem für Antibiotikaverbrauch und resistente Erreger SARI (Surveillance der Antibiotika-Anwendung und der bakteriellen Resistenzen auf Intensivstationen) in Berlin und Freiburg.

„Die Folgen des Fehlens von Antiinfektiva können sich dramatisch entwickeln“, warnt Privatdozentin Dr. med. Maria Deja von der Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin der Berliner Charité: Forscher zeigten in einer europäischen Studie, dass in bestimmten Regionen bei Patienten mit einer Lungenentzündung alte Medikamente eingesetzt werden mussten, weil herkömmliche Präparate unwirksam waren. „Diese veralteten Medikamente verursachen aber oft starke Nebenwirkungen wie Nierenversagen, was tödlich enden kann“, sagt Dr. Deja. Außerdem zeigte ein Überwachungssystem, dass einzelne Antibiotikaklassen auf Intensivstationen zunehmend häufiger im Einsatz sind: So verdoppelte sich der Verbrauch an Carbapenemen, die breit wirksam sind und als Reserveantibiotika gelten. „Bei steigendem Verbrauch von Carbapenemen besteht die Gefahr, dass sich resistente Bakterien selektiv vermehren – ein Teufelskreis“, erklärt Dr. Deja.

Ärzte müssen unnötige Behandlungen mit Antibiotika unbedingt vermeiden, damit Bakterien weniger Resistenzen entwickeln, rät die DGAI. „Zu lange oder nicht wirksame Antibiotikagaben sind ebenso unnötig wie Therapien mit Antibiotika, obwohl keine bakterielle Infektion vorliegt“, betont Professor Van Aken. Nur ein von der DGAI geforderter rationaler Antibiotikaeinsatz könne die rasche Ausbreitung von Resistenzen vermindern.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

RWI-Prognose: Preise für Wohnimmobilien werden mittelfristig stagnieren

Freitag, November 11th, 2011

Die Zeit der großen Preissteigerungen im Markt für Wohnimmobilien ist zunächst  vorbei. In den nächsten Monaten werden die Preise für Bestandsimmobilien bundesweit zu einem großen Teil stagnieren. Nur im Neubaubereich ist mit einem weiteren Preisanstieg zu rechnen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Prognose des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), die gestern im Rahmen der Auftaktveranstaltung der „Transparenzoffensive Immobilienwirtschaft“ in Berlin vorgestellt wurde.

Die neue Prognose basiert auf dem Immobilienpreisindex IMX von ImmobilienScout24, der bundesweit über 10 Millionen Immobilienangebote umfasst. Demnach ist vor allem bei Bestandsimmobilien in den kommenden Monaten bundesweit mit gleichbleibenden Preisen zu rechnen. Lediglich bei den Preisen für Neubauwohnungen wird in den nächsten sechs Monaten eine deutliche Steigerung von rund fünf Prozent prognostiziert.

Berlin: Wohnungspreise stabil, Hauspreise sinken leicht

Im Berliner Immobilienmarkt zeigt die Prognose eine ähnliche Tendenz: Nach den enormen Preissteigerungen zu Beginn des Jahres ist in den kommenden Monaten eine Seitwärtsbewegung zu erwarten. Die Entwicklung der Wohnungspreise läuft dabei weitgehend stabil, während die Hauspreise geringfügig sinken werden. Anfang des kommenden Jahres werden steigende Baukosten wieder für einen Anstieg der Neubauimmobilienpreise sorgen.

„Die Prognose zeigt, dass wir in den Bestandssegmenten mittelfristig eine Stagnation der Preisentwicklung haben werden. Steigende Preise werden wir sowohl bundesweit als auch in Berlin nur im Neubau haben“, sagt Prof. Dr. Thomas Bauer, Vize-Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI).

Michael Kiefer, Leiter Immobilienmarktforschung bei ImmobilienScout24, fügt hinzu: „Die Prognose deckt sich mit unseren Beobachtungen aus der Praxis: Derzeit steigen die Preise nur noch in den guten Lagen der Metropolen. In einfacheren Lagen haben die Immobilienpreise vielerorts schon die Preisobergrenzen erreicht. Im Neubaubereich treibt vor allem das knappe Grundstücksangebot in den Innenstädten die Preise.“

Die Immobilienpreisprognose des RWI stellt die erste wissenschaftlich fundierte Prognose der Immobilienmarktentwicklung in Deutschland dar. Die Prognose basiert auf der Preisentwicklung des Immobilienindex IMX sowie zusätzlichen Informationen, wie etwa Umfragen, Finanzmarktdaten und Wirtschaftsindikatoren.

Quelle: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

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Donnerstag, November 10th, 2011

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Menschen sind Bewegungsallrounder

Dienstag, November 8th, 2011

Hannover – Menschen sind sehr gute Läufer. Unser Körper ist ausgezeichnet an die ausdauernde Fortbewegung angepasst und über lange Distanzen sind wir den meisten Tieren weit überlegen. Die gute Anpassung unseres Körpers an die Fortbewegung legte die Vermutung nahe, dass es optimale Geh- oder Renngeschwindigkeiten für unseren Körper gibt, bei denen der Energieverbrauch pro zurückgelegte Strecke minimal ist. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat jetzt herausgefunden, dass wir weder besonders an das Gehen noch an das Laufen angepasst sind, sondern dass die an der Bewegung beteiligten Muskeln eher Allrounder sind. Die Ergebnisse werden diese Woche im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) veröffentlicht.

Die Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt von PD Dr. Nadja Schilling, Klinik für Kleintiere, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), PD Dr. Christoph Anders, Universitätsklinikum Jena, und Professor Dr. David R. Carrier, Universität Utah. „Eigentlich wollten wir untersuchen, ob unsere Muskeln sich im Laufe der Evolution eher ans Gehen oder ans Rennen angepasst haben“, erklärt Schilling, die sich mit grundlegenden Fragen der zwei- und vierbeinigen Fortbewegung an der TiHo beschäftigt. „Das Ergebnis hat uns sehr überrascht.“

Für die Studie sind 17 gesunde Männer zwischen 21 und 52 Jahren auf einem Laufband bei 12 verschiedenen Geschwindigkeiten gelaufen. Mittels Oberflächen-Elektromyographie haben die Wissenschaftler die Aktivität von 13 Muskeln im Rücken und in den Beinen gemessen. Dafür haben sie kleine Elektroden direkt auf die Haut über den Muskeln befestigt, so dass die winzige elektrische Spannung, die von den Muskeln während der Aktivität produziert wird, gemessen werden konnte. Je geringer das gemessene Aktivitätslevel ist, desto energiesparender arbeitet der Muskel.

Die Versuche haben gezeigt, dass die einzelnen Muskeln bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten am energiesparendsten arbeiten. „Erwartet hatten wir aber, dass die Muskeln, die an der Fortbewegung beteiligt sind, dieselbe optimale Geh- oder Laufgeschwindigkeit haben, weil dann der Energieverbrauch des gesamten Systems an geringsten wäre“, sagt Schilling.

Der Gang des Menschen ist seit langem als sehr energieeffizient bekannt. „Unsere Ergebnisse zeigen aber, dass unsere Fortbewegung weniger ökonomisch ist, als bisher vermutet. Unser Energieverbrauch könnte noch geringer sein, wenn alle Muskeln an dieselbe Geschwindigkeit angepasst wären. Stattdessen haben die verschiedenen Muskeln unterschiedliche optimale Geschwindigkeiten und dies führt dazu, dass unsere Fortbewegung über eine ganze Bandbreite von Geschwindigkeiten günstig ist.“ Diese Bandbreite ermöglicht es uns aus energetischer Sicht, eine festgelegte Distanz relativ unabhängig von der Laufgeschwindigkeit zu überwinden. Das bedeutet, dass wir hohe und niedrige Geschwindigkeiten relativ energiesparend laufen können.

Diese Eigenschaft könnte für unsere Vorfahren ein entscheidender Vorteil auf der Jagd gewesen sein. Während der Ausdauerjagd hetzten sie ihre Beute in der Mittagshitze regelrecht zu Tode. Ohne Ausdauer während des Laufens und die Fähigkeit, unseren Körper durch Schwitzen zu kühlen, wäre diese ursprüngliche Form der Jagd nicht möglich gewesen. Durch unsere vergleichsweise langen Beine und unsere außergewöhnliche Ausdauer können wir stundenlang laufen und die Beute weitertreiben – mal schnell, mal langsam. Viele jagende Tiere wie Löwen oder Geparden halten ihre hohen Laufgeschwindigkeiten nur kurze Zeit durch, sonst würden sie überhitzen. „Die weitaus meiste Zeit unserer Evolutionsgeschichte haben wir als Jäger und Sammler gelebt. Das erforderte, dass unsere Vorfahren täglich weite Strecken zurücklegten“, erklärt Schilling.

Quelle: Tierärztliche Hochschule Hannover

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Fumarsäure hilft sicher bei Multipler Sklerose

Montag, November 7th, 2011

Wirksamer Schutz erkrankter Nerven.

Berlin/Amsterdam – Der Wirkstoff Fumarsäure kann offenbar die Schubrate bei der Multiplen Sklerose (MS) annähernd halbieren und auch die MS-typischen Schädigungen des Gehirns deutlich reduzieren, so das Ergebnis einer Studie, die auf dem Fachkongress ECTRIMS in Amsterdam für großes Aufsehen sorgte. „Insbesondere die Kombination aus hoher Wirksamkeit und Sicherheit machen das Medikament zu einer interessanten Behandlungsoption“, kommentierte Studienleiter Professor Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik (St. Josef Hospital) in Bochum und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.
Noch ist das erfolgreich getestete Fumarsäure-Präparat „BG-12“ nicht für die Behandlung der Multiplen Sklerose zugelassen, stellte Gold klar. Das Vorgängerprodukt Fumaderm® wird jedoch seit mehreren Jahren in einigen europäischen Ländern zur Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis) eingesetzt, was das Verfahren womöglich beschleunigen könnte. Dafür sprächen auch die überzeugenden Daten zur Verträglichkeit und Sicherheit von BG-12, die jetzt mit der DEFINE-Studie (Determination of the Efficacy and safety of oral Fumarate IN rElapsing-remitting MS) vorgestellt werden konnten, so Gold.In 28 Ländern hatten an dieser Studie 1234 Patienten mit schubförmiger MS und leichten bis mittelschweren Behinderungen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren teilgenommen. Nach dem Losverfahren erhielten diese Freiwilligen entweder BG-12 oder ein Scheinmedikament. Nach zwei Jahren hatten Patienten, die BG-12 zweimal täglich einnahmen, 49 Prozent weniger Schübe erlitten, und bei dreimaliger Einnahme der Arznei 50 Prozent weniger als mit dem Scheinmedikament. Die Auswertung zeigte auch einen erheblichen Unterschied beim Anteil der Patienten, bei denen ein Schub beobachtet worden war: Unter BG-12 waren es neun Prozent gewesen, mit dem Scheinmedikament dagegen 15 Prozent.

Nebenwirkungen mild und vorübergehend

Zwar hatten etwa 95 Prozent der Teilnehmer Nebenwirkungen bemerkt, die waren jedoch mit der Studienarznei ähnlich häufig wie dem Scheinmedikament aufgetreten. Im gesamten Studienzeitraum war es weder zu medikamentenbezogenen Todesfällen oder Krebserkrankungen gekommen, noch wurden vermehrt Infektionen beobachtet, wie dies bei drei anderen neu entwickelten Wirkstoffen gegen MS der Fall war. Lediglich die vergleichsweise milden Nebenwirkungen Hautrötungen, Durchfall, Übelkeit und Magenschmerzen waren mit BG-12 häufiger aufgetreten als unter Placebo. Aber auch diese Beschwerden waren vorwiegend in den ersten 30 Behandlungstagen aufgetreten und dann zurückgegangen.

„Daraus schließen wir, dass BG-12 eine therapeutische Option für Patienten mit schubförmiger MS sein könnte, mit ordentlicher Wirksamkeit, guter Verträglichkeit und einem exzellenten Sicherheitsprofil“, sagt Gold.

Der Wirkmechanismus der Arznei ist noch nicht vollständig aufgeklärt, jedoch scheint es nicht nur eine dämpfende Wirkung auf die überschießende Immunreaktion bei MS zu haben, sondern auch Nervenzellen zu schützen. Darauf deuten Ergebnisse der Magnetresonanztomographie (MRT) hin, die im Rahmen der DEFINE-Studie ebenfalls erhoben wurden und die einen starken Rückgang der MS-typischen Läsionen im Gehirn belegen. Die Zahl neuer Läsionen verringerte sich bei täglich zweimaliger Gabe von BG-12 um 85 Prozent, die Gesamtzahl sogenannter Gadolinium-verstärkter Läsionen um bis zu 90 Prozent.

Unmittelbar nach dem ECTRIMS-Kongress veröffentlichte die Herstellerfirma von BG-12 (Biogen Idec) auch die Daten der Studie CONFIRM (Comparator and an Oral Fumarate in RRMS), die der US-Neurologe Robert J. Fox, Direktor am Mellen Center für Multiple Sklerose der Cleveland Clinic in Ohio geleitet hat. BG-12 wurde dabei nicht mit einem Scheinmedikament verglichen, sondern mit dem Immunmodulator Glatirameracetat, einem Medikament das zur Behandlung der MS in Europa bereits seit 2001 zugelassen ist. Die Ergebnisse der 1430 Teilnehmer bestätigten laut Fox die Resultate der DEFINE-Studie: „Wir sahen eine robuste Verringerung der Schubrate und der Krankheitsaktivität. Es sieht so aus, als ob BG-12 eine nützliche First-Line-Therapie sein könnte.“

Tabletten statt Spritzen

Bei der Behandlung der Multiplen Sklerose haben sich zwar bestimmte Formen von Interferon ebenso wie Glatirameracetat bewährt, weil sie die Schubrate bei der relapsierend-remittierenden Form der Krankheit eindeutig reduzieren können. Allerdings müssen diese Substanzen regelmäßig gespritzt werden. Experten hoffen schon seit Jahren auf weniger belastende Medikamente, die in Form von Pillen geschluckt werden könnten. Mit dem Wirkstoff Fingolimod wurde im April 2011 erstmals eine Kapsel zum Einnehmen zugelassen, doch eignet sich diese Substanz nur für Patienten mit schweren Verlaufsformen der MS, erklärt Gold. „Deshalb wäre es ein erheblicher Fortschritt wenn die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von BG-12 in weiteren Studien bestätigt würde und wir unseren Patienten eine Behandlung in Tablettenform anbieten könnten, ohne die einfachere Handhabung durch ein höheres Risiko erkaufen zu müssen.“

Fumarsäure ist eine natürliche organisch-chemische Substanz, die in größeren Mengen in Pflanzen, Pilzen und Flechten vorkommt. Namensgeber ist der Gewöhnlichen Erdrauch (Fumaria officinalis), der größere Mengen der Säure enthält.“ Weitere Anwendungsgebiete finden sich in der Lebensmittelindustrie, wo Fumarsäure als Säurungsmittel E 297 zugelassen ist. Auch in der Schweineaufzucht wird Fumarsäure als Futterzusatz für Ferkel genutzt um damit den pH-Wert im Darm aufrechtzuerhalten und E. coli-bedingten Infektionen vorzubeugen.

Quellen
•    Gold R et al. Clinical efficacy of BG-12, an oral therapy, in relapsing-remitting multiple sclerosis: Data from the phase III DEFINE trial
•    Arnold D. et al. Efficacy on MRI endpoints of BG-12, an oral therapy, in relapsing-remitting multiple sclerosis: Data from the phase III DEFINE trial
•    Selmaj K et al. Safety and tolerability of BG-12 in the phase III DEFINE trial in patients with relapsing-remitting multiple sclerosis
•    Kappos L et al.BG-12 effects on patient-reported outcomes in relapsing-remitting multiple sclerosis: results from the DEFINE study
•    (Vortrag und Poster, präsentiert am 21. Oktober 2011 auf dem Joint Triennial Congress of the European and Americas Committees for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS/ACTRIMS), Amsterdam
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Anmerkung: siehe hierzu auch den Artikel „Die tuberkulinische Konstitution als gemeinsame Ursache chronischer Erkrankungen und ihre naturheilkundliche Regulationstherapie

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Film: „Wandel bis 2020 größer als in den vergangenen 50 Jahren“

Samstag, November 5th, 2011

Vernetzte Welt: Moment des Absprungs ist da.

Stockholm – Der gegenwärtige Moment ist ein historischer für die Menschheit: Wir tauchen gerade endgültig ins Zeitalter der Netzwerk-Gesellschaft ein und bekommen durch die Technik nie geahnte Möglichkeiten – sei es bei Nachrichten, Bildung, der Regierungsform oder der Wirtschaft. Diese Analyse liefert der 21-Minuten-Dokumentarfilm „On the Brink“ http://bit.ly/sQj81L , den Ericsson Multimedia soeben veröffentlicht hat. „Erst langsam erkennen wir, was wir da mit der Technik aufgebaut haben“, so der US-Technologe David Weinberger, einer der Protagonisten.

Altes wird weggeblasen

Schon allein die im Film präsentierten Fakten sprechen eine klare Sprache. Bereits 57 Prozent der Menschen kommunizieren demnach online mehr als im realen Leben. Jedes sechste heutige Ehepaar hat sich im Internet kennen gelernt, Kinder zwischen acht und 18 verbringen täglich 7,5 Stunden mit Mobilgeräten und für 48 Prozent in der Gruppe der 18- bis 34 Jährigen ist der Facebook-Check das Erste, was sie am Morgen tun. Mobilen Anfragen haben sich im Vorjahr vervierfacht, und schon 2014 wird das mobile Internet die Zugriffe über den Desktop überholen. 2020 werden über 50 Mrd. Geräte miteinander vernetzt sein.

Die neue Ära, so die Botschaft des Films, wird vom Zusammentreffen vieler günstiger Faktoren eingeläutet: Von der Explosion der Mobilgeräte und der schnellen Internetvernetzung, von über Open-Source frei verfügbarer Software und neuen Business-Modellen. SoundCloud-Mitbegründer Eric Wahlforss http://soundcloud.com sieht darin den perfekten Boden für Neues. „Die Musikindustrie hat den Wandel von physisch zu digital geschafft. Größere Änderungen stehen jedoch anderswo noch bevor. Die alten Geschäftsmodelle, an die sich viele heute noch klammern, werden bald weggeblasen werden von etwas ganz Neuem.“

Chips überall

Alle heute erfundenen Geräte können sich vernetzen und alles, was einen Chip haben könnte, wird bald auch einen besitzen. So wird etwa die Landwirtschaft dank völlig neuartiger Informationen über den Acker neue Methoden entwickeln, Autobauer neue Bremssysteme infolge der Auswertung des Nutzerverhaltens und Stromerzeuger neue Strategien zur Engpass-Vermeidung, was ein genaues Wissen über die Art des Verbrauchs des Konsumenten ermöglichen kann. Startups und Apps-Entwickler zeigen schon heute vor, dass Kreativität und Unternehmergeist keine nationalen Grenzen mehr kennen und neue, demokratischere Formen des Erfolgs möglich werden.

Der Wandel der nächsten zehn Jahre wird laut den Experten jenen der vergangenen 50 Jahren in den Schatten stellen. Robin Teigland, Virtual-Worlds-Spezialistin an der Stockholm School of Economics http://www.hhs.se , knüpft hier an: „Eine halbe Mrd. Menschen der Altersgruppe bis 15 benutzt heute virtuelle Welten. Man muss sich nur vorstellen, was passiert, wenn diese in drei bis fünf Jahren in die Arbeitswelt eindringen.“ Geradezu euphorisch sind Aussagen, denen zufolge der Wandel den Menschen dazu befähigt, mehr er selbst zu sein und das zu tun, was er eigentlich will. Inwiefern die Prognosen ins Schwarze treffen, wird man 2020 beurteilen können.

Quelle: pressetext.redaktion

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Das neue Sparmonster ist online

Samstag, November 5th, 2011

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