Archive for Dezember, 2011

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Mittwoch, Dezember 28th, 2011

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Studie der Freien Universität Berlin: Mobbing ist ein Gruppenphänomen

Mittwoch, Dezember 28th, 2011

Mobbing ist einer Studie von Organisationspsychologen der Freien Universität Berlin zufolge ein Gruppenphänomen. Wie Jens Eisermann und Elisabetta De Costanzo vom Arbeitsbereich Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität erstmals empirisch belegten, beruht die Wahrnehmung von Mobbing nicht allein auf der subjektiven Einschätzung einzelner Personen; es tritt in betroffenen Abteilungen objektivierbar gehäuft auf. Die Ergebnisse wurden von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin herausgegeben.

Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Mobbing spielt den weiteren Ergebnissen zufolge der Führungsstil von Vorgesetzten. So trete das Phänomen seltener in Abteilungen auf, in denen sich die Führungskräfte gesprächsbereit zeigten und Mitarbeitern bei den für sie relevanten Entscheidungen ein Mitspracherecht hätten. In diesen Abteilungen sei zudem die allgemeine Arbeitszufriedenheit höher.

Als unerwartet hoch erwies sich der Studie zufolge die Rate von Depression unter Mobbing-Betroffenen. So müsse von einem Anstieg der Chance für Depression um mehr als das Doppelte ausgegangen werden, wenn Mobbing vorliege, hieß es. Zwar könne auf der Basis dieses Zusammenhanges noch nicht auf eine Wirkrichtung von Mobbing zu Depression geschlossen werden, und es gebe weiteren Forschungsbedarf, betonten die Autoren. Dennoch sei es ratsam, bei Anzeichen für Mobbing zu klären, ob Betroffene depressiv seien.

Für ihre Studie werteten die Wissenschaftler die Antworten von mehr als 4.300 Beschäftigten zweier Landesbehörden verschiedener Bundesländer aus einer Online-Befragung aus. Die Autoren verglichen für ihre Analyse jene beiden Verfahren, die im deutschsprachigen Raum bei der Erhebung im Zusammenhang mit Mobbing bevorzugt Verwendung finden. In einem der Verfahren werden Teilnehmer gemäß der Methode des sogenannten „Leymann Inventory of Psychic Terrorization“ (LIPT) gefragt, welche unsozialen Verhaltensweisen sie gegenwärtig erleben. Im anderen Verfahren sollen sie angeben, ob sich als Mobbing-Opfer einstufen. Eine Auswertung nach der LIPT-Methode ergab, dass jeder fünfte Teilnehmer der Studie von Mobbing betroffen war. Dagegen bezeichneten sich lediglich vier Prozent als Mobbingopfer.

Beim Vergleich der beiden Erhebungsmethoden erwies sich den Ergebnissen zufolge das LIPT-Verfahren als besser geeignet, um die Ursachen und möglichen Folgen von Mobbing zu erkennen. Die Selbsteinstufung allein schätzen die Autoren als weniger gut geeignet ein, sie könne jedoch einer zusätzliche Überprüfung dienen. EU-weit sind nach Schätzungen der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz etwa zwölf Millionen Menschen von Mobbing betroffen. Trotz seines Ausmaßes wird Mobbing in der wissenschaftlichen Literatur bisher noch nicht eindeutig definiert. Probleme ergeben sich auch in der betrieblichen und juristischen Praxis, wenn Mobbing als solches erkannt und dabei beispielsweise die Glaubwürdigkeit Betroffener beurteilt werden muss. Das LIPT-Verfahren und die Selbstdeklaration stellen dafür gültige Erhebungsverfahren dar, allerdings sollte nach Einschätzung der Autoren der Studie dem LIPT als der objektiveren Methode der Vorzug gegeben werden.

Quelle: Freie Universität Berlin

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Mittwoch, Dezember 21st, 2011

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Hautscanner zeigt wirkungsvoll den Einfluss von Ernährung und Lebensstil auf die Gesundheit

Montag, Dezember 19th, 2011

Über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg wurde die Konzentration schützender Antioxidantien bei 50 Schülern einer Kasseler Oberschule gemessen. Informationen rund um das Thema gesunder Lebensstil und gemeinsames Mittagessen waren ebenso Inhalt des vom OptecNet im Rahmen der Innovationsliga beauftragten Projektes, wie das eigenständige Bedienen des neuartigen Messgerätes. Die mittels dieses Hautsensors erzielten Ergebnisse wurden jetzt in der Berliner Charité präsentiert.

„Dieser Hautscanner zeigt die Auswirkungen dessen, was wir Tage zuvor getan haben“, erklärt Verfahrensentwickler Professor Jürgen Lademann von der Berliner Charité und bringt gute Zahlen mit: Die Antioxidantien-Werte der getesteten Gymnasiasten haben sich während des Schulprojektes deutlich verbessert. Und es zeigte sich: Wer auf gesunde Ernährung achtet und sich viel bewegt, wird mit Wohlbefinden und einem guten Hautwert belohnt; hingegen lassen durchfeierte Nächte, ein Zuviel an Alkohol oder Nikotin die auf einer Werteskala von eins bis zehn vergebenen Noten in den Keller sinken. So waren die Schüler zunächst überrascht, wie deutlich das Ergebnis ihre aktuelle Lebensweise widerspiegelte und sodann entsprechend motiviert, die Werte zu steigern.

Der von der Kasseler Firma Opsolution NanoPhotonics hergestellte Sensor in der Größe einer Computer-Maus sendet Licht in die Haut, von dem ein Teil ans Messgerät zurück gestreut wird. Diese Rückstreuung enthält wertvolle Informationen, die wie ein Fingerabdruck den Lebensstil und die Stressfaktoren der Testperson beschreiben. Dieses Gesundheitsscreening hatte Felix, einer von 50 Probanden der Elisabeth-Knipping-Schule in Kassel, bereits anlässlich der Laser Messe im vergangenen Mai in München demonstriert. Es sei eine gute Erfahrung gewesen, so der 19-Jährige, die neuen Technologien auch praktisch anzuwenden.

„Neben dem wichtigen Aspekt der Gesundheit der jungen Menschen ist es unser Ziel, nachhaltig die Optischen Technologien ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken und den Wissensdurst der Jugendlichen anzuregen“, betont OptecNet-Projektleiter Dr. Hans-Jürgen Hartmann und begründet damit die Unterstützung des Projektes im Rahmen der Innovationsliga, einer Initiative unter der Schirmherrschaft der Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan. Im Fokus steht die Förderung einer stärkeren Vernetzung von Schulen mit Einrichtungen aus Wirtschaft und Wissenschaft, um den wissenschaftlichen Nachwuchs für die zukunftsträchtigen Optischen Technologien zu begeistern.

OptecNet Deutschland e.V. ist der Zusammenschluss der neun regionalen Kompetenznetze Optische Technologien HansePhotonik, OpTecBB, PhotonicNet, OpTech-Net, PhotonAix, OptoNet, Optence, Photonics BW sowie bayern photonics und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Kompetenznetze vereinen bundesweit rund 500 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Beratung und Finanzen. Das gemeinsame Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Optischen Technologien in Deutschland.

Quelle: OptecNet Deutschland e. V.

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Menschliches Gehirn strukturiert globale Datenproduktion

Donnerstag, Dezember 15th, 2011

FRANKFURT – Die globale Produktion von Daten im Internet verfolgt den Zweck, die Informationsentropie zu maximieren. Ökonomische Randbedingungen, wie die Kosten der Datenspeicherung und -Produktion, wirken nicht begrenzend. Allerdings drückt die charakteristische Art der Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn der Datenproduktion ihren Stempel auf, schreiben Claudius Gros und Mitarbeiter im European Physical Journal B und haben damit eine rege Diskussion ausgelöst.

Anfang des 19. Jahrhunderts forderte der Physiologe Ernst Weber Versuchspersonen auf, mit verbundenen Augen veränderliche Gewichte zu halten. Sie sollten angeben, wann diese schwerer wurden. Dabei entdeckte Weber, dass kleine Änderungen nur bei einem kleinen, aber nicht bei einem großen Ausgangsgewicht wahrgenommen werden. Das gilt ganz allgemein nicht nur für Sinneswahrnehmungen, sondern auch für die Speicherung von Informationen im Gehirn. Physiker der Goethe-Universität haben nun herausgefunden, dass diese für das menschliche Gehirn charakteristische Art der Informationsverarbeitung auch der Datenproduktion auf globaler Ebene ihren Stempel aufprägt. In einem Blog der MIT Technology Review wird die Studie rege diskutiert (http://www.technologyreview.com/blog/arxiv/27379/).
Auf dem Prüfstand stand das Weber-Fechner Gesetz. Es besagt, dass der Zusammenhang zwischen einem Stimulus und seiner Wahrnehmung logarithmisch ist. Was die Physiker wissen wollten: Spiegelt sich dieses Gesetz auch in der Statistik der Daten wider, die in großen Mengen im Internet zur Verfügung stehen? Prof. Claudius Gros, Dimtrijé Markovic und Gregor Kaczor am Institut für Theoretische Physik haben dies anhand von 600 Millionen öffentlich zugänglichen Dateien untersucht. Sie entwickelten dazu eine eigene Dateisuchmaschine (http://www.findfiles.net). Mit ihrer Hilfe wurden Dateien von insgesamt sieben Millionen Domänen indiziert – das sind alle Domänen, die von Wikipedia (alle Sprachen) oder dem Open Directory Project (DMOZ) aus verlinkt sind.
Das Ergebnis der statistischen Analyse ist frappierend. Zum Einen konnte eindeutig gezeigt werden, dass ökonomische Randbedingungen, wie die Kosten der Datenspeicherung und -Produktion, keinen limitierenden Faktor für die globale Datenproduktion darstellen, zumindest nicht für die Dateien, die für den menschlichen Gebrauch gedacht sind.
Die Analyse von Gros und Mitarbeitern ist in Einklang mit der Annahme, dass die Produktion von Daten auf globaler Ebene den Zweck verfolgt, die Informationsentropie, also das Maß an Informationen gemäß Shannon, zu maximieren. Maximiert wird dabei nicht der `Brutto‘ Informationsgehalt in Bits und Bytes, sondern der `Netto‘ Informationsgehalt nach Verarbeitung durch das  menschliche Gehirn. Demnach ist die Arbeitsweise des Gehirns der dominierende strukturierende Faktor für die globale Datenproduktion, und nicht die ökonomischen Randbedingungen. Die strukturierenden Faktoren wirken dabei aber nicht in absoluten Maßstäben, sondern in relativen, dem Webner-Fechner Gesetz entsprechend.
Publikation: Claudius Gros, Gregor Kaczor, Dimtrijé Markovic: Neuropsychological constraints to human data production on a global scale, European Physical Journal B, arXiv:1111.6849

Quelle: Goethe-Universität Frankfurt am Main

Anmerkung: siehe hierzu den Artikel „Über die Eigenschaften der Quantenhirne

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Manager: Psychische Belastung steigt weiter

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

Schlechte Work-Life-Balance trotz erhöhtem Problembewusstsein.

Wien (pte024/14.12.2011/13:25) – Obwohl das Bewusstsein für das ausgewogene Verhältnis von Arbeit und Privatleben unter Führungskräften steigt, sind psychische Probleme in dieser Gruppe auf dem Vormarsch. Darauf deutet eine Umfrage unter 200 österreichischen Führungskräften der ersten und zweiten Ebene. Die Ergebnisse hat das Wirtschaftsforum der Führungskräfte WdF http://wdf.at gemeinsam mit der Vienna Insurance Group http://wienerstaedtische.atam heutigen Mittwoch in Wien präsentiert.

Jeder Siebte ist Burnout-Kandidat

„Die Führungskräfte machen sich mehr Gedanken über den Ausgleich von Beruf und Arbeit als noch 2009“, berichtet Felix Josef vom Marktforscher Triconsult http://triconsult.at . Ausgewogen fühlen sich jedoch nur zwölf Prozent der ersten und 18 Prozent der zweiten Führungsebene: Bei der überwiegenden Mehrheit gehen Berufsanforderungen vor persönlichen Wünschen. Dabei trägt die Arbeit nur zu einem knappen Drittel zum Wohlbefinden bei: Andere als wichtig bezeichnete Elemente wie Beziehung und Familie, Gesundheit, Sport und Sozialkontakte kommen bei vielen zu kurz.

Jeder vierte Manager bezeichnet sich aktuell als krank – etwas weniger als 2009, wobei Probleme im Bewegungsapparat, im Herz-Kreislaufsystem und im Stoffwechsel weiterhin dominieren. Vier Prozent aller Befragten – doppelt so viele wie zuvor – haben psychische Probleme. Burnout kennen immer mehr aus eigener Erfahrung: Ein Prozent der Führungskräfte sind akut und massiv betroffen, sechs Prozent fühlen sich knapp davor und weitere sieben Prozent litten früher daran. „Die Erschöpfungsdiagnose betrifft damit bereits jeden siebten Manager“, warnt WdF-Bundesvorsitzender Viktor Wagner.

Tabu besteht weiterhin

Die Beschleunigung und Technologisierung des täglichen Arbeitslebens sind wesentliche Hintergründe dieser Entwicklung, schätzt Wagner auf pressetext-Anfrage. „Als mit der Krise vor drei Jahren die ökonomischen Belastungen in vielen Branchen stiegen, wurde dies für viele zum Verhängnis. Zwar haben wir 2010 wieder einen Aufschwung erlebt, doch die Sorge sitzt in den meisten noch tief, wie es weitergehen soll“, beobachtet der Experte. Darauf weist auch der Umstand, dass Drogen und Aufputschmittel in Führungsebenen immer häufiger werden.

Als positiven Nebeneffekt der Krise und des häufigen Redens über Burnout sieht Wagner die höhere Bereitschaft, berufliche Überforderungen zuzugeben. „Das frühere Tabu ist aufgeweicht.“ Laut Judit Havasi, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung, hat diese Entwicklung allerdings erst begonnen. Darauf deute der bisherige Verlauf der Awareness-Kampagne „Ganz normal“ http://ganznormal.at . „Über körperliche Beschwerden wie etwa Herzinfarkt redet man schnell, bei seelischen Erkrankungen ist die Verschlossenheit jedoch weiterhin enorm“, berichtet Havasi gegenüber pressetext.

Radfahren wird Chefsache

Positiv vermerken die Experten, dass bloß jeder fünfte Manager selten oder nie Sport betreibt, 36 Prozent mehrmals wöchentlich und acht Prozent sogar täglich. Dabei sind typische Sportarten Wandern, Skifahren, Radfahren und Schwimmen und viele gehen ins Fitnessstudio, während Golf und Tennis die Ausnahme darstellen. Rauchen wird immer verpönter und 55 Prozent der Befragten waren 2011 bei der Gesundenuntersuchung. Rückstände aufholen sollten die Betriebe bei Angeboten zur gesunden Ernährung, zur finanziellen Unterstützung von Fitness-Sport sowie bei Gesundheitstagen.

Quelle: pressetext.redaktion

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Sporttherapie hilft bei Migräne und Kopfschmerzen

Samstag, Dezember 10th, 2011

Studie zeigt: Walken und Joggen mindert Migränetage und Kopfschmerzstunden deutlich.

Sportliche Betätigung wirkt sich deutlich positiv auf die Stärke, die Häufigkeit und die Dauer einzelner Migräneattacken von Patienten aus. Das hat jetzt eine Studie am Universitätsklinikum Kiel gezeigt, die mit Unterstützung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) durchgeführt wurde. „Vor allem der Sport im aeroben Herzfrequenzbereich zur Steigerung der Ausdauer, zum Beispiel durch ein ausreichend effizientes Lauftraining, soll hierfür in besonderem Maße geeignet sein“, sagt Dr. Stephanie Darbaneau, die die Studie begleitet hat.

In der vorliegenden Studie zu Sport bei Migräne wurde die Wirkung von Joggen und von Walking auf Migräne verglichen. Das Walken wurde dabei als moderate Bewegungsart gewählt, weil es mit den Patienten zwar eine Aktivität, aber keine Leistungssteigerung im Sinne eines Fitnesslevel-Anstiegs erreicht. Das Ansteigen des Fitnesslevels hatte sich in Vorstudien als maßgeblich für den Erfolg für Sport bei Migräne erwiesen.
Von insgesamt 52 Patienten hielten 28 den Trainingsplan (3 x die Woche für 30 Minuten) über den gesamten Zeitraum von zehn Wochen durch. Bei diesen Patienten zeigte sich am Ende der Studie, dass die Migränetage in der Jogginggruppe um 17,2 Prozent und die Kopfschmerzstunden um 21,8 Prozent pro Monat zurückgingen. In der Walkinggruppe kam es durch die moderate Bewegung zu durchschnittlich 1,3 Attacken pro Monat weniger.

Während der Untersuchung beobachteten die Forscher die Entwicklung der Migränesymptome acht Wochen vor und nach dem Training bei Patienten, die durchschnittlich bereits seit 20 Jahren erkrankt waren. In beiden Gruppen (Joggen und Walken gleichermaßen) zeigte sich, dass sich Sport bei der Migräneerkrankung positiv auswirkt. Walking scheint dabei die Reduzierung der Attackenanzahl besonders positiv zu beeinflussen. Ob dafür eine Steigerung des Fitnesslevels notwendig ist, müssen zukünftige Studien zeigen, da es in dieser Studie auch in der Walkinggruppe zu einer Fitnesssteigerung kam. Sporttherapie ist nicht für jeden Patienten das Richtige. Das zeigt die hohe drop out Rate. Allerdings zeigt auch die Erfahrung der Münchner Kopfschmerzambulanz, dass viele Migräne-Patienten den Sport schließlich dauerhaft in den Alltag integrieren. „Von all den nicht-medikamentösen Maßnahmen, ist Sport das, was die Patienten auch nach einem Jahr noch am häufigsten regelmäßig praktizieren“, sagt Prof. Andreas Straube von der DMKG.

Bislang gibt es nur wenige Studien, die den erwarteten positiven Effekt des Sports belegen. Bisher haben zehn Studien den Effekt von Sport auf die Migräneerkrankung untersucht. Dabei verfolgte der größte Anteil dieser Studien ein prospektives Design, das die Migränesymptomatik vor und nach einer Trainingsphase untersuchte. Insgesamt konnten fünf dieser zehn Studien nach einem Ausdauerlauftraining (Dauer zwischen sechs und zehn Wochen) einen positiven Effekt auf die Reduzierung der Attackenhäufigkeit nachweisen. Bei den restlichen fünf Studien blieb der Effekt unklar oder konnte nicht nachgewiesen werden.
Als Erklärung für die vom Ausdauersport erwarteten Effekte wird ein Ansteigen der Schmerzschwelle diskutiert. Ausdauersport soll den Abbau von unter Stress ausgeschütteten Hormonen beschleunigen, den Stresshormonpegel der Patienten senken und dadurch die individuelle Schmerzschwelle beeinflussen.

Quelle: Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft


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Demütige Führungskräfte sind erfolgreicher

Freitag, Dezember 9th, 2011

Mangement-Berater: Selbstdistanz ist Schlüsselkompetenz.

Buffalo/Kelsterbach – Führungskräfte, die bescheiden auftreten, sind in ihrem Vorgehen wirksamer und auch beliebter. Es gelingt ihnen am besten, Fehler zuzugeben, Stärken anderer anzuerkennen und anderen ein Vorbild im Lernen zu sein, behaupten Forscher der Buffalo School of Management http://mgt.buffalo.edu im „Academy of Management Journal“. Ihre Aussagen spiegeln Ergebnisse einer Befragung unter Geschäftsführern und leitenden Angestellten aus Militär, Handwerk, Gesundheit, Finanzen, Handel und Religion wider.

Positiver Einfluss auf Umfeld

Misslungene Starts, Fehler und Unsicherheiten sind normal und werden am Arbeitsplatz sogar erwartet – auch von Menschen in Führungspositionen. „Wachsen und Reifen im Job beinhaltet das Scheitern. Doch nur wenn Vorgesetzte dies zugeben und die Angst vor Peinlichkeiten überwinden, erlauben das ständige Vorankommen ihres Umfeldes und ihrer Organisation. Zudem werden sie von den anderen weit positiver beurteilt“, berichtet Studienleiter Bradley Owens. Bescheidenheit und Demut steigere auch die Lernorientierung von Teams und den Mitarbeitereinsatz, während sie die Fluktuation der Belegschaft senke.

Vorgesetzte brauchen Selbstdistanz

„Führungskräfte sind erst dann effektiv, wenn sie nicht für sich selbst führen, sondern für ihre Organisation. Dazu brauchen sie unweigerlich Selbstdistanz“, betont Kristian Furch, Geschäftsführer von Leadership Partners http://leadership-partners.eu , im pressetext-Interview. Sichtbar werde diese Eigenschaft am ehesten dann, wenn Menschen ausgewogen sind und die Ruhe bewahren können, sobald sie unter Beschuss geraten oder Fehler passieren.

Demut ist Stärke

„Oft wird vermittelt, Demut sei Zeichen von Schwäche. Schwäche zeigt jedoch vielmehr der, der sich ständig selbst auf die Brust schlagen muss“, betont Furch. Seine These führt der Experte im Buch „Demut macht stark“ noch näher aus: Bescheidenheit und Demut verhelfen demnach zu Teamarbeit, Maßhalten und echtem Selbstwert, schützen vor Selbstüberschätzung oder Machtmissbrauch und machen unabhängiger von äußeren Umständen. Sie erlauben auch, Ziele zu präzisieren, der Realität ins Auge zu blicken und mehr Einfluss zu bekommen.

Quelle: pressetext.com

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Begeisterung steuert Hirnentwicklung

Freitag, Dezember 9th, 2011

Forscher: Emotionaler Bezug zu Lerninhalten nötig.

Göttingen/London (pte019/09.12.2011/13:50) – Unser Gehirn verändert sich das ganze Leben lang durch neue Erfahrungen. Speziell dann, wenn die Motivation zum Lernen stimmt, vermehren und verbinden sich die grauen Zellen in jenen Regionen, die jeweils am meisten beansprucht werden. Diese These vertritt der Hirnforscher Gerald Hüther von der Universität Göttingen http://psychiatrie-uni-goettingen.de im pressetext-Interview. „Es kommt immer darauf an, welche Bedeutung das Lernen für den Menschen hat – egal wie alt er ist“, betont der Experte.

Motivierte Daumen

Die Gehirnregion für die Daumensteuerung ist bei Jugendlichen in den vergangenen Jahren sprunghaft angewachsen, zeigen englische Studien. Bei täglich gezieltem Daumentraining über mehrere Stunden allein wäre dies laut Hüther kaum in diesem Ausmaß zu beobachten. „Treibender Faktor ist die Begeisterung, mit der Jugendliche mit anderen über SMS kommunizieren. Das Gehirn ist kein Muskel, den man beliebig zwingen und belehren kann, sondern braucht für die Weiterentwicklung die richtige emotionale Anregung.“

Die Bedeutung von Lerninhalten oder dem Lernen selbst macht sich laut dem Göttinger Forscher durch die Aktivierung der Emotionszentren im Mittelhirn bemerkbar. „Bei dem Kribbeln, das man dabei verspürt, werden im Gehirn Neuroplastische Botenstoffe ausgeschüttet – Dopamin oder Peptidhormone wie etwa Endorphine. Diese sind Weichmacher, die das Gehirn dort verformbar machen, wo es gebraucht wird“, so der Experte. Je deutlicher Menschen in ihrer Ausbildung ein Berufsziel vor Augen haben, desto eher meistern sie demnach die Hürden auf dem Weg dorthin.

Taxifahrer-Gehirn

Einen aktuellen Hinweis dafür liefert eine Studie an Londoner Taxifahrern. Schon seit Jahren weiß man, dass bei dieser Berufsgruppe der Hippocampus vergrößert ist – eine für das Gedächtnis und 3D-Bewegung zuständige Gehirnregion. Nun bestätigten Kernspin-Tests bei Taxifahrer-Kandidaten vor und nach dem mehrjährigen Kurs, dass diese Veränderung erst beim geforderten Einprägen der 25.000 Straßen geschieht, berichtet Eleanor Maguire vom University College London http://fil.ion.ucl.ac.uk in der Zeitschrift „Current Biology“.

Hüther sieht seine These darin bestätigt, dass das Hippocampus-Wachstum nur bei den Taxi-Aspiranten eintrat, die die Prüfung bestanden. „Offensichtlich gelingt nur jenen die Umstrukturierung des Gehirns, die sich tatsächlich für diesen Beruf begeistern“, so der Forscher. Allerdings verabsäumte die Studie, den Faktor Motivation gesondert zu untersuchen. „Die Gescheiterten gaben teils an, dass sie nicht genug Zeit oder Geld zum Lernen hatten, während anderen die Prüfung einfach zu schwer war“, so die britische Studienleiterin Maguire gegenüber pressetext.

Ziel gibt Rückenwind

Entscheidend dürfte der Rückenwind an Motivation jedoch besonders für den Schulunterricht sein. „Bildung gelingt dort, wo Lehrer das Interesse der Schüler für Lerninhalte wecken, einen leistungsorientierten Teamgeist entstehen lassen und auch emotional betroffen machen. Schüler müssen herausfinden, was ein Thema für sie selbst bedeutet“, erklärt Hüther. In den meisten Schulen bestehe hier derzeit noch enormer Aufholbedarf.

Quelle: pressetext.com


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Donnerstag, Dezember 8th, 2011

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