Synthetische Materialien merzen Bettwanzen aus

Neuer Ansatz ahmt uraltes Hausmittel aus Bulgarien und Serbien nach.

Irvine (pte015) – Ein Material, das die gekrümmten Haare nachahmt, die auf Blättern zu finden sind, könnte dabei helfen, Bettwanzen in die Falle zu locken und damit unter Kontrolle zu bringen, wie die University of California http://uci.edu herausgefunden hat. Das Team um Catherine Loudon wurde von einem Hausmittel aus dem Balkan inspiriert. Dort verwendet man traditionell die Blätter von Bohnen zur Bekämpfung der Plage. Der Befall hat weltweit teilweise auch durch die Resistenz gegen Insektenschutzmittel zugenommen.

Lösung aus der Natur

Eine Bekämpfung, die von einem völlig anderen Ansatz ausgeht, könnte eine Lösung für das Problem bringen. Skeptiker wie Ian Burgess von Medical Entomology Centre http://insectresearch.com stellen sich jedoch die Frage, ob ausreichend Insekten gefangen werden können, um ihre Anzahl zu kontrollieren. Details wurden im Journal of the Royal Society Interface http://rsif.royalsocietypublishing.org veröffentlicht.

Laut Loudon verfügen Pflanzen über außerordentliche Fähigkeiten, Insekten in die Falle zu locken. Moderne wissenschaftliche Verfahren erlauben es hingegen, Materialien auf mikroskopischer Ebene herzustellen, die über das Potenzial verfügen, die Wanzen von den Betten fernzuhalten. Ein uraltes Hausmittel, das früher in Bulgarien und Serbien eingesetzt wurde, soll nun wirksame Besserung bringen.

Die Blätter von Bohnen wurden neben den Betten auf den Boden gestreut, um so die Wanzen zu fangen. Das Laub wurde dann am nächsten Tag verbrannt. Bettwanzen und Bohnenpflanzen verfügen über keine evolutionäre Verbindung. Man geht davon aus, dass sich Pflanzen entwickelt haben, um Insekten und Spinnen in die Falle zu locken.

Beine werden aufgespießt

Mit Hilfe von Rasterelektronenmikroskopie und Videographie untersuchte das Team den Fangmechanismus der Blätter. Es zeigte sich, dass die Blätter die Beine der Wanzen aufspießten und nicht mit einem klettverschlussartigen Mechanismus fixierten. Die Forscher untersuchten die Haare ganz genau. Ihr Augenmerk richtete sich auf ihre Geometrie, ihre Ausrichtung, die Schärfe der Spitzen, Dichte und Höhe.

Diese Daten dienten in einem nächsten Schritt als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines synthetischen Materials. Das neue Material war jedoch bei Tests nicht so erfolgreich wie die Blätter selbst. Laut Michael Potter von der University of Kentucky http://www.uky.edu, einer der Autoren der Studie, ist es schwierig, die Natur nachzuahmen. Die möglichen Vorteile seien jedoch enorm.

Quelle: pressetext.com

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