Mütter bestimmen maßgeblich die Fettsucht von Kindern

Zu viele Kohlenhydrate führen zu einer Veränderung der DNA.

Southampton (pte/19.04.2011/11:05) – Die Ernährung einer Frau während der Schwangerschaft kann die DNA ihres Kindes verändern und das Risiko einer Fettsucht erhöhen. Zu diesem Ergebnis ist eine internationale Studie unter der Leitung von Keith Godfrey von der University of Southampton http://www.soton.ac.uk gekommen. Es zeigte sich, dass viele Kohlehydrate Teile der DNA beeinflussten. Kinder mit diesen Veränderungen verfügten in der Folge über ein höheres Körpergewicht.

Es wird angenommen, dass ein sich entwickelndes Kind versucht vorherzusehen, in welche Umwelt es hinein geboren wird. Dafür nutzt es Hinweise seiner Mutter und passt seine DNA entsprechend an. Studien mit Tieren haben ergeben, dass Veränderungen in der Ernährung die Funktion von Genen verändern können. Diese entwicklungsphysiologischen Veränderungen werden immer intensiver erforscht und sollen helfen zu verstehen, wie Umwelt und Gene miteinander interagieren.

Fettsucht als direkte Folge

Für die aktuelle Studie entnahmen die Wissenschaftler Proben von der Nabelschnur und suchten nach epigenetischen Markern. Frauen, die während der Schwangerschaft viele Kohlenhydrate wie Zucker zu sich genommen hatten, hatten in der Folge Kinder, die über diese Marker verfügten. Zwischen diesen Markern und einer Fettsucht der Kinder mit sechs und neun Lebensjahren bestand ein direkter Zusammenhang.

Godfrey erklärte, dass es überraschend ist, dass damit ein Viertel des Unterschieds beim Übergewicht der Kinder sechs bis neun Jahre später erklärt werden kann, berichtet die BBC. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Auswirkungen deutlich größer sind als das Geburtsgewicht. Es spielte dabei keine Rolle wie schlank die Mutter war.

Die Veränderungen zeigten sich in den RXRA-Genen. Sie bilden einen Rezeptor für Vitamin A, der seinerseits eine Rolle dabei spielt, wie die Zellen Fett verarbeiten. Alle Schwangeren erhielten Ernährungsempfehlungen. Sie stünden jedoch nicht immer ganz oben auf der Liste der behandelnden Ärzte. Diese Studienergebnisse legten jedoch nahe, dass diese Empfehlungen befolgt werden sollten, da sie langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes haben können.
Details der Studie wurden in den Fachmagazin Diabetes http://diabetes.diabetesjournals.org veröffentlicht.

Quelle: pressetext.at

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