Uganda stellt weibliche Genitalverstümmelung unter Strafe

Stirbt das Opfer, kann eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt werden.

Einstimmig hat das ugandische Parlament Mitte Dezember weibliche Genitalverstümmelung unter Strafe gestellt. Täter müssen nun mit zehn Jahren Gefängnis rechnen. Stirbt das Mädchen in Folge des Eingriffs, können die Beteiligten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt werden.

Der auf alten Traditionen beruhende Eingriff wird vor allem im östlichen Uganda an Mädchen bis zu einem Alter von 15 Jahren vorgenommen. Genitalverstümmelung stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung dar und zieht schwere gesundheitliche Schäden sowie psychische Probleme nach sich. Weltweit werden jährlich etwa drei Millionen Mädchen und Frauen verstümmelt – insgesamt sind etwa 140 Millionen Frauen vor allem in Asien und Afrika betroffen.

Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, www.weltbevoelkerung.de

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