Spiegeltherapie verringert Phantomschmerz

Februar 21st, 2012

Plastisches Gehirn verschiebt Zuordnung von Arealen.

Wien (pte012) – Die Therapie mit einem Spiegel hilft Bein- oder Armamputierten dabei, chronische Phantomschmerzen zu verringern. Im Gehirn stimuliert diese Behandlungsform neue Regionen, die ursprüngliche Zentren für Motorik ersetzen, berichten Neurologen der Meduni Wien http://meduniwien.ac.at/neurologie im Fachmagazin „Fortschritt Röntgenstrahlen“.

Illusions-Therapie

250.000 Amputierte leben derzeit alleine in Deutschland, und die Zahl nimmt parallel zum Anstieg der Lebenserwartung und der Diabetes-Fälle ständig zu. Drei von vier Arm- oder Beinamputierten spüren im fehlenden Körperglied Kribbeln oder elektrisierende Schmerzen, sogenannte „Phantomschmerzen“. „Die erste Wahl sind hier Medikamente im Reha-Zentrum oder Spital, doch bei einem beträchtlichen Anteil der Patienten gehen die Schmerzen nicht völlig weg“, berichtet Studienleiter Stefan Seidel im pressetext-Interview.

Die Wirkung einer zusätzlichen Spiegeltherapie untersuchte Seidel bei acht Beinamputierten. In zwölf Sitzungen innerhalb von drei Wochen bewegten die Probanden im Langsitz das gesunde Bein, während ein Spiegel zwischen den Beinen vorgaukelte, auch das andere, amputierte Bein sei noch vorhanden und bewege sich mit. „Ein Faktor des Phantomschmerzes geht auf das Missverhältnis zurück, dass man das verlorene Bein noch spürt, es aber nicht sieht. Hier setzt die Spiegeltherapie an“, erklärt der Forscher.

Heilung durch Umlernen

Erwartungsgemäß verringerte sich der mittlere Schmerz im Verlauf der Therapie in der klinischen Messung deutlich. Neue Ergebnisse lieferte zusätzlich die Messung der Gehirntätigkeit per funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) vor und nach der Behandlung. Deutlich erhöht war nun die Aktivität im Stirn- und Schläfenlappen. Die beiden Areale sind ursprünglich nicht primär für die Motorik zuständig, sondern für Planung und Kontrolle von Bewegungen und Abläufen“, so Seidel.

Das lernfähige, plastische Gehirn erlaubt somit, Schmerzwahrnehmung durch Verschiebung der Aufgaben zwischen einzelnen Arealen zu verändern. Das Alter des Patienten dürfte dabei keine wichtige Rolle spielen, wurde der Effekt doch bei 30- und 70-jährigen Probanden gleichermaßen beobachtet. „Allerdings verlief die veränderte Gehirnaktivität nicht bei allen gleich. Wenn man das Motor-Netzwerk durch Spiegeltherapie oder andere ‚Mind-Body-Interventionen‘ ganz individuell aktiviert und trainiert, treten deutlich weniger Phantomschmerzen auf.“

Prothese bringt Vorteile

Ein wichtiges Kriterium für die Heilung von Phantomschmerzen ist auch der Gebrauch der Prothese. Wiesbadener Forscher konnten 2009 erheben, dass der Schmerz umso eher besiegt werden kann, je verschmolzener sich ein Patient mit der Prothese fühlt (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20090827042). Je öfter die Prothese getragen wird, desto eher verschwindet der Schmerz, so auch der Eindruck des Wiener Neurologen.

Quelle: pressetext.com

Anmerkung: siehe hierzu auch den Artikel „Über die Eigenschaften der Quantenhirne (Kopf- und Bauchhirn) und ihre Bedeutung für die Praxis

Kaiserschnitt erhöht das Risiko für Typ 1 Diabetes

Februar 14th, 2012

Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kamen, haben laut der BABYDIAB-Studie ein mehr als doppelt so hohes Typ 1 Diabetes-Risiko als Kinder, die spontan entbunden wurden.

In der Langzeit-Studie der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München wurde der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Entwicklung der Erkrankung bei 1.650 Kindern aus Risikofamilien untersucht. Die Studienteilnehmer wurden von Geburt an durchschnittlich 11 Jahre lang beobachtet. Eine Erklärung sehen die Forscher in der Tatsache, dass eine Entbindung per Kaiserschnitt die Zusammensetzung der kindlichen Darmflora verändert und damit die Entwicklung von Autoimmunität begünstigt.

Laut der Studie haben Kinder, deren Mutter oder Vater an Typ 1 Diabetes erkrankt ist und die per Kaiserschnitt geboren wurden, ein Diabetes-Risiko von 4,8 Prozent, bis zum 12. Lebensjahr daran zu erkranken. Dagegen liegt das Risiko von Kindern mit familiärer Vorbelastung, die vaginal entbunden wurden, bei 2,2 Prozent. Das erhöhte Diabetes-Risiko bei Kaiserschnitt trat unabhängig davon auf, ob es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft, Frühgeburt oder um das Erstgeborene handelte. Auch der Geburtsmonat und Rauchen während der Schwangerschaft hatten keinen Einfluss.

Ein größeres Diabetes-Risiko durch Kaiserschnitt war auch nachweisbar bei Kindern mit bestimmten Varianten des Gens IFIH1 (Interferon induced with helicase C domain 1), das die Entwicklung von Typ 1 Diabetes beeinflusst. Das Protein IFIH1 ist für die Erkennung von Virus-RNA zuständig und reguliert somit die angeborene Immunabwehr gegenüber Viren. Man nimmt an, dass eine Virusinfektion das IFIH1 Gen aktiviert und es dadurch zur Ausschüttung des immunstimulierenden Proteins Interferon kommt. Dies hemmt zwar die Virusvermehrung, jedoch lockt es auch die zytotoxischen T-Zellen an, die – so nimmt man an – Betazellen erkennen und zerstören.

Somit scheinen Virusinfektionen die Entwicklung von Typ 1 Diabetes zu fördern. Bei Kindern mit bestimmten Varianten dieses Gens steigt das Risiko für die Autoimmunerkrankung bei einem Kaiserschnitt sogar um etwa das Dreifache (9,1 Prozent gegenüber 2,8 Prozent bei spontaner Entbindung).

Ein Kaiserschnitt beeinflusst jedoch nicht das Risiko für die Entstehung von Inselautoimmunität und die Bildung von Autoantikörpern. Diese sind gegen die Insulin produzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse gerichtet und sind Vorboten der Manifestation des Diabetes. Allerdings beschleunigt die Geburt per Kaiserschnitt offenbar die Entstehung von Diabetes nach dem Auftreten erster Autoantikörper.
„Eine Erklärung für diese Ergebnisse ist die Tatsache, dass die Entbindung per Kaiserschnitt auf die Beschaffenheit der kindlichen Darmflora und damit auf das Immunsystem einwirkt“, erläutert Prof. Anette-Gabriele Ziegler, Studienleiterin und Leiterin der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München.

Unter den Mikroorganismen, die den Darm besiedeln, lassen sich bei Kindern, die per Kaiserschnitt auf die Welt kamen, zum Beispiel weniger Bifidobakterien nachweisen. „Somit ähnelt die Darmflora dieser Kinder der gestörten Darmflora von Diabetikern“, so Ziegler weiter. Bei den Bifidobakterien handelt es sich um die wichtigste Gruppe der nützlichen Darmbakterien. Sie sind auch in der Vagina gesunder Frauen zu finden, so dass sie bei einer vaginalen Entbindung vom Säugling aufgenommen werden können. Diese Mikroorganismen erfüllen neben der Bekämpfung von Krankheitskeimen und Schadstoffen vielfältige Aufgaben für das Immunsystem: So versorgen sie unter anderem die Immunzellen im Darm mit wichtigen Informationen zur Bekämpfung von Erregern, bilden Vitamine wie das Vitamin K und fördern den Aufbau der Darmschleimhaut.

Als Folge-Studie zu BABYDIAB läuft derzeit die TEENDIAB-Studie: Sie erforscht bei Kindern mit familiärer Vorbelastung die Entstehung von Typ 1 Diabetes. Teilnehmen können Kinder im Alter von acht Jahren bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, deren Vater oder Mutter beziehungsweise ein Geschwisterkind an Typ 1 Diabetes erkrankt ist. Sie haben somit ein erhöhtes Risiko, später selbst diese Stoffwechselerkrankung zu entwickeln. Bei den Studienteilnehmern wird das individuelle Krankheitsrisiko für Typ 1 Diabetes ermittelt.

Quelle: Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München

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Neue Erkenntnisse zur Entstehung von Epilepsie

Februar 12th, 2012

Forscher identifizieren einen ursächlichen Defekt.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten erstmals entschlüsseln, welche speziellen Störungen der Nervenzellen an der Entstehung von fokalen, therapieresistenten Epilepsien beteiligt sind. Ursächlich ist unter anderem die Verminderung bestimmter zellulärer Transportproteine, welche die korrekte Signalverarbeitung zwischen den Nervenzellen verhindert. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Physiology* veröffentlicht.

Epilepsie ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Betroffen ist etwa ein Prozent der Bevölkerung. Eine sogenannte Übererregbarkeit der Nervenzellen führt dazu, dass eine zunächst kleine Gruppe von ihnen viel zu oft zu große Impulse weitergeben. Dadurch können größere Nervenzellverbände gleichzeitig erregt werden und ein epileptischer Krampfanfall ist die Folge.

Privatdozent Dr. Rudolf Deisz vom Institut für Zell- und Neurobiologie am Campus Charité Mitte und sein Forschungsteam konnten erstmals einen der ursächlichen molekularen Mechanismen im menschlichen Gewebe aufklären. Sie zeigten, dass in der Ursprungszone des Anfalls die Funktion bestimmter zellulärer Ionentransporter beeinträchtigt ist. Die Konsequenz ist eine Fehlverteilung von Chloridionen an den Nervenzellen, wodurch die korrekte Signalweitergabe durch den hemmenden Überträgerstoff GABA im Zentralnervensystem gestört wird. Letztlich wird also durch die Fehlverteilung von Chloridionen eine gesteigerte Nervenzellaktivität ermöglicht, da der Chloridgradient über der Zellmembran entscheidend für die Effektivität der hemmenden GABA Wirkung ist.

Bisher wurde angenommen, dass ein Defekt der GABA-Rezeptoren selbst für die gestörte Hemmung verantwortlich ist. Mit der aktuellen Studie konnte das Forscherteam diese weit verbreitete Theorie zur Epilepsieentstehung widerlegen. Gleichzeitig liefern die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Erklärung dafür, dass die meist verordneten Medikamente bei vielen Patientinnen und Patienten versagen.

„Unsere Ergebnisse zeigen nicht nur eine entscheidende, ursächliche Störung bei der Epilepsie“, erklärt Privatdozent Dr. Deisz. „Wir sind zuversichtlich, damit auch einen Ansatzpunkt zur Entwicklung wirksamerer Medikamente für die Behandlung der Epilepsie gefunden zu haben.“

Literatur: Rudolf A. Deisz, Thomas-N. Lehmann, Peter Horn, Christoph Dehnicke, Robert Nitsch: Components of neuronal chloride transport in rat and human neocortex. (2011) J Physiol 589.6 1317–1347.

Anmerkung: da aus naturheilkundlicher Sicht der Blasenmeridian an der Entstehung von Epilepsie maßgeblich beteiligt ist, siehe hierzu auch den Beitrag „Energiemeridiane und ihre emotionalen Beziehungen

Der Wirtschaftsraum Lateinamerika weiter auf Wachstumskurs

Februar 9th, 2012

Der am 17. Januar 2012 veröffentlichte Bericht der Weltbank zu den globalen Wirtschaftsperspektiven geht davon aus, dass 2012 auch in Lateinamerika eine Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik erfolgen wird.

Nachdem sich Lateinamerika erstaunlich rasch von der weltweiten Finanzkrise 2008/2009 erholt hatte, setzte sich die positive wirtschaftliche Entwicklung auch 2011 fort. Negative Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa sind in Lateinamerika bislang begrenzt geblieben. 2011 haben sich die Unterschiede in der wirtschaftlichen Dynamik innerhalb Lateinamerikas allerdings weiter verstärkt. Während vor allem in den Ländern Südamerikas die Wirtschaft boomte, waren in den meisten Ländern Zentralamerikas und der Karibik nur moderate Zuwächse ihrer gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung zu verzeichnen.

– Außenwirtschaftlich konnten Rohstoffe exportierende Länder von überdurchschnittlichen Exportzuwächsen profitieren; allerdings sind fast überall auch die Importaufwendungen erheblich gestiegen – mit der Folge sinkender Handelsbilanzüberschüsse.
– Nur noch wenige Volkswirtschaften der Region weisen in ihren Leistungsbilanzen Überschüsse auf. Jedoch können die meisten Länder die Passivsalden ihrer Leistungsbilanzen problemlos mit externen Kapitalzuflüssen finanzieren, wenn auch mit unterschiedlich hohen Risikozuschlägen.
– Für die kommenden Jahre werden die wirtschaftlichen Aussichten für Lateinamerika überwiegend positiv eingeschätzt. Um diese konjunkturell bedingte positive Entwicklung mittelfristig zu verstetigen, muss der erhebliche Produktivitätsrückstand der Region zu den Industrieländern und anderen Schwellenländern abgebaut werden.
– Bei anhaltend positiver wirtschaftlicher Entwicklung sollten die finanziellen Spielräume der öffentlichen Haushalte genutzt werden, um Infrastruktur und Bildungssysteme zu verbessern sowie die soziale Ungleichheit abzubauen.

Kostenloser Download unter: http://www.giga-hamburg.de/giga-focus/lateinamerika

Quelle: GIGA Focus Lateinamerika (1/2012); siehe hierzu auch das Uruguay-Portal

Antibiotikaresistente Bakterien im Stall – welches Risiko besteht für den Menschen?

Februar 8th, 2012

Resistenzen sind in der Klinik und im Stall gleichermaßen zu bekämpfen.

Nicht nur in den Krankenhäusern, auch in Beständen von Nutztieren nehmen die Resistenzen von Bakterien gegen Antibiotika zu. Resistente Stämme sind dabei sowohl unter krankmachenden Keimen als auch unter nicht krankmachenden Bakterien, sogenannten Kommensalen, zu beobachten.

Diese Entwicklung überrascht nicht. Denn immer, wenn Antibiotika eingesetzt werden, entsteht ein Selektionsdruck, und Bakterienstämme, die Abwehrmechanismen gegen die eingesetzten Antibiotika entwickelt haben, können sich ausbreiten. Das ist in den Tierställen nicht anders als in den Kliniken.

Funde von resistenten Keimen sind keine neue Erkenntnis: Antibiotikaresistente Bakterien wurden sowohl in Nutztierbeständen (Geflügel, Schwein, Rind) als auch auf Lebensmittelproben (Schweinefleisch, Geflügelfleisch und Rohmilch) nachgewiesen. „Sowohl in der Klinik als auch in der Tierhaltung muss der Einsatz von Antibiotika auf das therapeutisch notwendige Maß beschränkt werden“, sagt der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Im Bereich der Nutztierbestände müssen wir durch die Aufzucht robuster Tiere und verbesserte Haltungsbedingungen, zu denen eine gute Impfprophylaxe, eine verbesserte Hygiene und gutes Stallmanagement gehören, dafür sorgen, dass die Tiere insgesamt gesünder sind und möglichst keine Antibiotikabehandlungen benötigen.“

Eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt, dass ein genereller Zusammenhang zwischen Behandlungsintensität und Betriebsgröße nicht erkennbar ist.
Durch den Einsatz von Antibiotika entstehen nicht vorwiegend neue Antibiotikaresistenzen bei Bakterien. Vielmehr haben Bakterien, die meist zufällig durch Mutation resistent geworden sind, bei der Anwendung von Antibiotika einen Vorteil gegenüber nichtresistenten Stämmen und vermehren sich stärker als nichtresistente Keime.

Aus dem Resistenzmonitoring ist dem Bundesinstitut für Risikobewertung seit längerem bekannt, dass in den Nutztierbeständen und aus von  ihnen gewonnenen Lebensmitteln wie Fleisch Zoonoseerreger, zum Beispiel Salmonella und Campylobacter, nachgewiesen werden, die auch gegen moderne Antibiotika wie die Fluorchinolone oder Cephalosporine resistent sind. Diese Antibiotika sollten bei der Behandlung von Nutztieren zurückhaltend eingesetzt werden. Untersuchungen von Geflügel-, Schweine- und Rinderbeständen zeigen außerdem, dass in den letzten Jahren das Auftreten von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) und ESBL-tragenden Bakterien zunimmt.

Die bei Nutztieren nachgewiesenen MRSA machen jedoch nur einen sehr kleinen Anteil der Erkrankungen des Menschen aus. Betroffen davon sind überwiegend Personen, die beruflichen Kontakt zu Nutztieren haben. Bei den im Krankenhaus erworbenen Infektionen mit MRSA handelt es sich fast ausschließlich um Stämme, die nur beim Menschen vorkommen. In welchem Umfang die beim Menschen auftretenden Infektionen mit ESBL-bildenden Bakterien ihren Ursprung in der Tierproduktion haben, ist derzeit Gegenstand der Forschung. Bisher gibt es keine Belege für eine direkte Infektionskette. Aus molekularbiologischen Untersuchungen ist aber abzuleiten, dass ein Gesundheitsrisiko für den Menschen von ESBL-bildenden Bakterien aus der Tierhaltung ausgeht. Daher gilt es zu verhindern, dass die antibiotikaresistenten Keime aus dem Tierstall über Lebensmittel oder den Kontakt mit Tieren zum Problem für den Menschen werden.

Aus diesem Grund wurde in einer konzertierten Aktion des Bundesministeriums für Gesundheit, des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bereits 2008 die Deutsche Antibiotika-Resistenz-Strategie (DART) initiiert. Ziel ist es, durch ein Bündel von Maßnahmen sowohl in der Humanmedizin als auch in den Nutztierbeständen die Resistenzen gegen Antibiotika einzudämmen. Dazu werden im human- wie im veterinärmedizinischen Bereich Daten zur Antibiotikaresistenzsituation und -entwicklung bei bakteriellen Krankheitserregern erhoben. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen Ärzte und Tierärzte im Falle einer notwendigen Behandlung von Mensch und Tier gezielt die richtigen Wirkstoffe so effizient wie möglich einsetzen.

Im Bereich der Nutztierhaltung und Lebensmittelgewinnung geht es vor allem darum, durch vorbeugende Maßnahmen die Gesundheit der Nutztiere zu erhalten oder zu stärken, so dass Infektionen der Nutztiere verhindert werden. Dazu gehören unter anderem die konsequente Bekämpfung von Zoonoseerregern in den Beständen, eine gute Hygiene im Stall, eine gute Betreuung der Tiere und gezielte Impfprogramme. Durch die verbesserte Tiergesundheit kann die Antibiotikagabe zur Behandlung von Erkrankungen minimiert werden. Zugleich soll eine bessere Erfassung der Anwendung von Antibiotika im Veterinärwesen die Kontrolle des Einsatzes vereinfachen.

Derzeit ist nach Auffassung des Bundesinstituts für Risikobewertung das Risiko für den Verbraucher gering, bei Beachtung der Regeln der Küchenhygiene über Lebensmittel eine Infektion mit antibiotikaresistenten Erregern zu erwerben, die nicht behandelt werden kann. Durch eine gemeinsame Anstrengung von Behörden, Tierärzten und Nutztierbetrieben soll diese noch günstige Situation unbedingt zumindest erhalten bleiben.

Quelle: BfR – Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

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Körperhologramme: Warum der Mittelfinger so eine lange Leitung hat

Februar 8th, 2012

Jeder Körperteil besitzt im Gehirn einen eigenen Nervenzellbereich – wir haben also eine Karte unseres Körpers im Kopf. Die funktionelle Bedeutung dieser Karten ist aber weitgehend unklar. Welche Auswirkungen sie haben können, haben RUB-Neurowissenschaftler jetzt mit Reaktionszeitmessungen in Kombination mit Lernexperimenten und „computational modeling“ gezeigt. Sie konnten belegen, dass hemmende Einflüsse benachbarter „Fingernervenzellen“ die Reaktionszeit eines Fingers beeinflussen.

Finger am Rand – also Daumen und kleiner Finger – reagieren deswegen schneller als der Mittelfinger, der dem „Störfeuer“ von je zwei Nachbarn pro Seite ausgesetzt ist. Durch gezieltes Lernen lässt sich dieser Geschwindigkeitsnachteil ausgleichen. Die AG von PD Dr. Hubert Dinse (Neural Plasticity Lab am Institut für Neuroinformatik) berichtet in der aktuellen Ausgabe von PNAS.

Daumen und kleiner Finger sind die flottesten

Die Forscher stellten Versuchspersonen eine einfache Aufgabe, um die Entscheidungsgeschwindigkeit zu messen: Sie zeigten ihnen auf einem Monitor eine Grafik, die alle zehn Finger darstellte. Wurde einer der Finger markiert, sollte der Proband so schnell wie möglich mit ebendiesem Finger eine entsprechende Taste drücken. Daumen und kleiner Finger waren dabei am schnellsten. Der Mittelfinger bildete das Schlusslicht. „Man könnte jetzt vermuten, dass das anatomische Gründe hat oder von der Übung abhängt“, so Dr. Dinse, „aber das konnten wir mit weiteren Tests ausschließen. Im Prinzip kann jeder Finger gleich schnell reagieren. Erst bei der Auswahlaufgabe ist der Mittelfinger deutlich benachteiligt.“

Computersimulation bildet Gehirnkarten ab

Um ihre Beobachtung zu erklären, nutzten die Forscher Computersimulationen auf der Basis eines sog. mean field-Modells. Es ist speziell für die Modellierung großer Nervenzellnetzwerke im Gehirn geeignet. Für diese Simulationen wird jeder einzelne Finger durch eine Gruppe von Nervenzellen repräsentiert, die in Anlehnung an die tatsächlichen Verhältnisse im somatosensorischen Cortex des Gehirns in Form einer topographischen Karte der Finger angeordnet sind. „Benachbarte Finger liegen auch im Gehirn und somit auch in der Simulation benachbart“, erläutert Dr. Dinse. Die Kommunikation der Nervenzellen untereinander ist dabei so organisiert, dass die Nervenzellen durch wechselseitige Erregung und Hemmung interagieren.

Hemmende Einflüsse von beiden Seiten verlangsamen den Mittelfinger

Die Computersimulationen zeigten, dass die längere Reaktionszeit des Mittelfingers in einer Mehrfachwahlaufgabe eine Folge der Tatsache ist, dass der Mittelfinger in der Reichweite der Hemmung von jeweils zwei benachbarten Fingern liegt. Daumen und kleiner Finger dagegen erhalten hemmenden Einfluss vergleichbarer Stärke von nur jeweils einem Nachbarfinger. „Mit anderen Worten: Die hohe Hemmung, die die Nervenzellen der Mittelfinger erhalten, sorgt dafür, dass es länger dauert, bis Erregung aufgebaut ist – sie reagieren dadurch langsamer“, verdeutlicht Dr. Dinse.

Gezielte Reduzierung der Inhibition durch Lernen

Aus den Ergebnissen der Computersimulation lässt sich folgern, dass eine schwächere Hemmung durch die Nachbarfinger die Reaktionszeit des Mittelfingers verkürzen müsste. Dazu wäre eine sog. plastische Veränderung des Gehirns notwendig – Spezialgebiet des Neural Plasticity Lab, das sich seit Jahren mit der Entwicklung von Lernprotokollen beschäftigt, welche solche Veränderungen auslösen. Ein solches Protokoll ist die wiederholte Stimulation bestimmter Nervenzellgruppen, die das Labor schon in vielen Experimenten eingesetzt hat. „Wenn man zum Beispiel einen Finger elektrisch oder per Vibration über zwei bis drei Stunden stimuliert, dann verändert sich seine Repräsentation im Gehirn“, erklärt Dr. Dinse. Die Folge sind eine Verbesserung des Tastsinns und eine messbare Verminderung der hemmenden Prozesse in diesem Gehirnbereich. Daraus resultiert auch die Vergrößerung der Repräsentation des stimulierten Fingers.

Zweites Experiment bestätigt die Vorhersage

Die Bochumer Forscher führten nun ein zweites Experiment durch, in dem der rechte Mittelfinger einer solchen Stimulation unterzogen wurde. Das Ergebnis war eine deutliche Verkürzung der Reaktionszeit dieses Fingers in der Auswahlaufgabe. „Dieser Befund bestätigt unsere Vorhersage“, fasst Dr. Dinse zusammen. Die Bochumer Arbeiten stellen somit erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen den sog. lateralen Inhibitionsprozessen und Entscheidungsprozessen her. Sie zeigen, dass Lernprozesse, die kortikale Karten verändern, weitreichende Auswirkungen nicht nur für einfache Unterscheidungsaufgaben, sondern für Entscheidungsprozesse haben können, die bisher sog. „höheren“ kortikalen Arealen zugeschrieben wurden.

Quelle: Ruhr-Universität Bochum; siehe hierzu auch das Buch “Gedanken altern nicht”, 3. erw. Auflage 2010, ISBN: 978-3-8334-5446-2

Schlaganfallsymptome früh behandeln vermeidet Behinderungen

Februar 8th, 2012

Bessere Therapieergebnisse durch speziell geschultes Personal.

Die Chance, einen Schlaganfall ohne anschließende Behinderungen zu überleben, ist deutlich höher, wenn an der Klinik bestimmte Behandlungsstandards gelten. Sie steigt, wenn Ärzte Begleitsymptome wie hoher Blutzucker, Fieber und Schluckstörungen bereits früh behandeln. Die konsequente Behandlung dieser drei Symptome ist neben der Thrombolyse von entscheidender Bedeutung für den anschließenden Grad der Behinderung, erklären die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) anlässlich einer neuen Studie aus Australien.

Im Zentrum der akuten Schlaganfallbehandlung steht die Thrombolyse: Dabei lösen die behandelnden Ärzte mit einem Medikament das Blutgerinnsel im Gehirn auf, das den  Schlaganfall verursacht hat. „Je früher diese Therapie verabreicht wird, desto höher ist der Nutzen“, erläutert Professor Dr. med. Matthias Endres, 1. Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. „Bei vielen Schlaganfallpatienten kann dadurch das Ausmaß der Behinderungen nachweislich verringert werden“, so der Direktor der Klinik für Neurologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Therapie auf den Stroke Units darf sich aber nicht allein auf die Thrombolyse beschränken. Ebenso wichtig ist die Behandlung von Komplikationen des Schlaganfalls. Dazu gehören laut Professor Endres u.a. ein Anstieg der Körpertemperatur, hohe Blutzuckerwerte und Schluckstörungen.

Eine Studie von Schlaganfallexperten in Australien hat jetzt gezeigt, dass die konsequente Behandlung dieser drei Symptome die Behandlungsergebnisse deutlich verbessert. Die Forscher verglichen zwei Gruppen von Stroke Units. In einer Gruppe erhielt das Behandlungsteam eine spezielle Schulung. Dabei wurde angewiesen, bei allen Schlaganfallpatienten alle vier Stunden die Körpertemperatur zu messen und Fieber konsequent mit Paracetamol zu behandeln und den Blutzucker zu senken. Das Pflegepersonal lernte außerdem, Schluckstörungen bei ihren Patienten frühzeitig zu erkennen. Das Behandlungsteam in der Vergleichsgruppe blieb ungeschult. Dort kam es bei 58 Prozent der Schlaganfallpatienten zu schweren Behinderungen oder zum Tod. In den Kliniken, in denen die Behandlungsstandards eingehalten worden waren, sank diese Rate auf 42 Prozent.

Bei den Überlebenden verbesserte sich die Lebensqualität deutlich. „Neben dem Effekt, dass die Sterberate etwas gesenkt werden konnte, zeigt diese Arbeit die große Bedeutung der Symptombehandlung und ihrer Standardisierung“, sagt Professor Dr. med. Wolfgang H. Oertel, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg.

In der australischen Studie wurde im Mittel jeder sechste Patient durch das Behandlungsmanagement von Fieber, hohem Blutzucker und Schluckstörungen vor Tod oder schweren Behinderungen bewahrt. Bei der Thrombolyse liegt diese „Number Needed to Treat“ bei 8 bis 14 Patienten. „Die Studie verdeutlicht, wie wichtig die Umsetzung aller Standards ist, die auch in Deutschland  in den Leitlinien gefordert werden“, sagt DSG-Vorstandsmitglied Prof. Dr. med. Martin Grond, Chefarzt der Neurologie am Kreisklinikum Siegen. „Die Behandlung von Schlaganfall-Patienten darf sich nicht auf eine Thrombolyse beschränken. Ärzte und Pflegepersonal müssen schon sehr früh auch begleitende Symptome der Patienten beachten.“ Die Schulung des Personals ist aus Sicht der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie eine sinnvolle Investition, mit der die Kliniken ihre Behandlungsergebnisse verbessern können. Auf den zertifizierten Stroke Units in Deutschland ist dies bereits gängige Praxis.

Literatur:
S Middleton et al. (2011) QASC Trialists Group. Implementation of evidence-based treatment protocols to manage fever, hyperglycaemia, and swallowing dysfunction in acute stroke (QASC): a cluster randomised controlled trial.Lancet 378: 1699-706, URL: http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736%2811%2961485-2/abstract Im Internet: Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft: http://www.dsg-info.de/

Hintergrund zur Studie:
http://www.acu.edu.au/about_acu/research/about_us/research_centres_-and-institutes/national_centre_for_clinical_outcomes_research/our_research/quality_in_acute_stroke_care/

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)

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Schwerer Vitamin-D-Mangel – Senioren brauchen mehr Sonne

Februar 7th, 2012

Erster Nachweis: Im Alter verschwindet Jahreszeiten-Fluktuation.

Trier (pte020) – Der überwiegende Teil der ältesten Menschen unserer Gesellschaft leidet an akutem Vitamin-D-Mangel. Es macht bei ihnen für die Konzentration des „Sonnenvitamins“ kaum Unterschied, ob gerade Sommer oder Winter ist.

Das berichten Gerontologen aus Trier im Deutschen Ärzteblatt International. „Alte Menschen kommen in unseren Breiten mit dem Vitamin D aus Nahrung und Sonnenexposition so gut wie nie aus. Eine orale Verabreichung von Vitamin D ist bei ihnen ganz besonders zu empfehlen“, so Studienautor Stefan Schilling im pressetext-Interview.

Deutliche Unterversorgung

Schilling erhob die Vitamin-D-Konzentration von 1.578 Patienten, die in seiner geriatrischen Reha-Klink seit 2009 in Behandlung waren, jeweils am Folgetag ihrer stationären Aufnahme. Das Durchschnittsalter der Probanden war 82 Jahre. Bei 89 Prozent von ihnen lag die Vitamin-D-Konzentration unter den derzeit empfohlenen 20 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml), 67 Prozent sogar unter zehn ng/ml, was unstrittig als Schwellenwert für schweren Vitamin-D-Mangel gilt. „Nimmt man die Empfehlung mancher Experten von 30 ng/ml als Richtwert, lagen sogar 96 Prozent darunter“, berichtet Schilling.

Wenngleich die grundsätzliche Vitamin-D-Unterversorgung der Bevölkerung bekannt ist, hatten die Experten nicht mit einer derartigen Verschärfung bei Senioren gerechnet. Zudem war die bei jüngeren Menschen übliche Fluktuation im Vitaminspiegel zwischen Sommer und Winter nicht festzustellen. Für Schilling ein Ergebnis gleich mehrerer Faktoren. „Hochbetagte Menschen sind weniger mobil und gehen seltener in die Sonne als Jüngere, bedecken meist die Haut und besuchen kaum das Freibad. Zudem sinkt die Fähigkeit ihrer Haut, aus dem Sonnenlicht das Vitamin D zu bilden“, so der Forscher.

Orale Gabe lässt schneller gehen

Doch gerade für Senioren ist die ausreichende Vitamin-D-Versorgung immens wichtig. „Vitamin D spielt neben vielen anderen Funktionen auch für den Kalzium- und Knochenstoffwechsel sowie für den Muskelaufbau eine entscheidende Rolle. Sein Mangel macht Stürze und Brüche wahrscheinlicher.“ Umgekehrt zeigen Studien, dass eine Vitamin-D-Verabreichung bereits nach kurzer Zeit die Sturzhäufigkeit um 20 Prozent reduziert und auch die Schrittgeschwindigkeit messbar erhöht.

Quelle: pressetext.com

Buch: „Gedanken altern nicht“, 3. erw. Auflage 2010,
ISBN: 978-3-8334-5446-2

Gehirn limitiert Datenboom im Internet

Februar 3rd, 2012

Grenzen der Verarbeitung zwingen zum Vergessen und Vereinfachen.

Frankfurt (pte022) – Nicht die Speicherkosten, sondern das Gehirn ist die Bremse für den globalen Datenboom im Internet. Das zeigen Forscher der Uni Frankfurt http://www.uni-frankfurt.de im „European Physical Journal“. „Die gesamte Menge an öffentlich verfügbaren Informationen kann nicht schneller wachsen als unsere Fähigkeit, sie zu verarbeiten oder mit ihr umzugehen“, erklärt Studienautor Claudius Gros im pressetext-Interview.

Speicherkosten irrelevant

Die Forscher analysierten 600 Mio. vom Menschen produzierte, über die Suchmaschine Findfiles http://findfiles.net auffindbare Onlinedaten, untersuchten deren Speichergröße und prüften die Gesetzmäßigkeiten. „Man würde erwarten, das die Zunahme der Daten mit den Kosten des Speicherplatzes abfallen, was jedoch nicht der Fall ist. Eine deutlich wichtigere Rolle dürfte die beschränkte Fähigkeit des Gehirns sein, Informationen wahrzunehmen und zu verarbeiten“, so der Physiker.

Hohe Auflösung irritiert

Um das Gehirn als limitierenden Faktor zu verstehen, hilft ein Blick auf seine Arbeitsweise. Unser Denkorgan kann nur einen kleinen Teil der unzähligen Sinneseindrücke und Daten abspeichern, mit denen es täglich bombardiert wird. Dazu führt es ein logarithmisches Herunterskalieren durch. Dieses folgt dem sogenannten „Weber-Fechner-Gesetz„: „Sieht man etwa einen Zehn-Minuten-Film, so speichert das Gehirn dabei nicht zehnmal mehr Informationen als bei einem Ein-Minuten-Film, sondern etwa doppelt so viel“, erklärt Gros.

Was für den Aspekt der Zeit zutrifft, gilt auch für die Auflösung, zeigt der Forscher am Video-Beispiel. „Je detailreicher und je länger ein Video ist, desto mehr muss das Gehirn reduzieren. Kurze, schlechtauflösende Videos werden somit prozentual gleich doppelt so gut wahrgenommen wie lange mit Hochauflösung.“ Bei weiterer technischer Steigerung der Kameraauflösung sei somit ein Trend zu einfachen Videos zu erwarten – wovon auch der Zeichentrick profitiert. In der Werbebranche habe man diese Erkenntnis bereits perfektioniert, so Gros.

Auslagerung statt Verdummung

Während die gesamte Datenmenge im Web weiterhin rasant anwächst – vor allem durch maschinell erzeugte Daten – stagniert die menschliche Verarbeitungskapazität. „Die Folge ist, dass wir immer mehr Daten auslagern. Was früher in Büchern geschah, passiert heute im Internet, wo man Informationen abspeichert oder sucht, statt sie sich zu merken.“ Eine Entwicklung, die Kritiker als Verdummung sehen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20111020022). Für Gros ist es eine „verbesserte Fähigkeit des Offline-Abspeicherns“.

Quelle: pressetext.com

♥ Pferdemedizin.com – Tiermedizinische Beratungen für Naturheilkunde und Homöopathie

Pferdemedizin.com: Beratungspreis bleibt auch 2012 konstant günstig

Januar 31st, 2012

Seit 2009 führt der Tierarzt Dr.Dr. Peter Schneider (pferdemedizin.com) die Beratung von Patientenbesitzern per Email und Telefon durch. Dieses Angebot wird sehr gerne wahrgenommen.

Der günstige Preis für eine Beratung in Höhe von 35 Euro pro Fall wird auch 2012 konstant gehalten. Die Pressemitteilung, in der diese innovative Dienstleistung beschrieben wird, finden Sie << hier >> .