Hautscanner zeigt wirkungsvoll den Einfluss von Ernährung und Lebensstil auf die Gesundheit

Dezember 19th, 2011

Über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg wurde die Konzentration schützender Antioxidantien bei 50 Schülern einer Kasseler Oberschule gemessen. Informationen rund um das Thema gesunder Lebensstil und gemeinsames Mittagessen waren ebenso Inhalt des vom OptecNet im Rahmen der Innovationsliga beauftragten Projektes, wie das eigenständige Bedienen des neuartigen Messgerätes. Die mittels dieses Hautsensors erzielten Ergebnisse wurden jetzt in der Berliner Charité präsentiert.

„Dieser Hautscanner zeigt die Auswirkungen dessen, was wir Tage zuvor getan haben“, erklärt Verfahrensentwickler Professor Jürgen Lademann von der Berliner Charité und bringt gute Zahlen mit: Die Antioxidantien-Werte der getesteten Gymnasiasten haben sich während des Schulprojektes deutlich verbessert. Und es zeigte sich: Wer auf gesunde Ernährung achtet und sich viel bewegt, wird mit Wohlbefinden und einem guten Hautwert belohnt; hingegen lassen durchfeierte Nächte, ein Zuviel an Alkohol oder Nikotin die auf einer Werteskala von eins bis zehn vergebenen Noten in den Keller sinken. So waren die Schüler zunächst überrascht, wie deutlich das Ergebnis ihre aktuelle Lebensweise widerspiegelte und sodann entsprechend motiviert, die Werte zu steigern.

Der von der Kasseler Firma Opsolution NanoPhotonics hergestellte Sensor in der Größe einer Computer-Maus sendet Licht in die Haut, von dem ein Teil ans Messgerät zurück gestreut wird. Diese Rückstreuung enthält wertvolle Informationen, die wie ein Fingerabdruck den Lebensstil und die Stressfaktoren der Testperson beschreiben. Dieses Gesundheitsscreening hatte Felix, einer von 50 Probanden der Elisabeth-Knipping-Schule in Kassel, bereits anlässlich der Laser Messe im vergangenen Mai in München demonstriert. Es sei eine gute Erfahrung gewesen, so der 19-Jährige, die neuen Technologien auch praktisch anzuwenden.

„Neben dem wichtigen Aspekt der Gesundheit der jungen Menschen ist es unser Ziel, nachhaltig die Optischen Technologien ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken und den Wissensdurst der Jugendlichen anzuregen“, betont OptecNet-Projektleiter Dr. Hans-Jürgen Hartmann und begründet damit die Unterstützung des Projektes im Rahmen der Innovationsliga, einer Initiative unter der Schirmherrschaft der Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan. Im Fokus steht die Förderung einer stärkeren Vernetzung von Schulen mit Einrichtungen aus Wirtschaft und Wissenschaft, um den wissenschaftlichen Nachwuchs für die zukunftsträchtigen Optischen Technologien zu begeistern.

OptecNet Deutschland e.V. ist der Zusammenschluss der neun regionalen Kompetenznetze Optische Technologien HansePhotonik, OpTecBB, PhotonicNet, OpTech-Net, PhotonAix, OptoNet, Optence, Photonics BW sowie bayern photonics und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Kompetenznetze vereinen bundesweit rund 500 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Beratung und Finanzen. Das gemeinsame Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Optischen Technologien in Deutschland.

Quelle: OptecNet Deutschland e. V.

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Menschliches Gehirn strukturiert globale Datenproduktion

Dezember 15th, 2011

FRANKFURT – Die globale Produktion von Daten im Internet verfolgt den Zweck, die Informationsentropie zu maximieren. Ökonomische Randbedingungen, wie die Kosten der Datenspeicherung und -Produktion, wirken nicht begrenzend. Allerdings drückt die charakteristische Art der Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn der Datenproduktion ihren Stempel auf, schreiben Claudius Gros und Mitarbeiter im European Physical Journal B und haben damit eine rege Diskussion ausgelöst.

Anfang des 19. Jahrhunderts forderte der Physiologe Ernst Weber Versuchspersonen auf, mit verbundenen Augen veränderliche Gewichte zu halten. Sie sollten angeben, wann diese schwerer wurden. Dabei entdeckte Weber, dass kleine Änderungen nur bei einem kleinen, aber nicht bei einem großen Ausgangsgewicht wahrgenommen werden. Das gilt ganz allgemein nicht nur für Sinneswahrnehmungen, sondern auch für die Speicherung von Informationen im Gehirn. Physiker der Goethe-Universität haben nun herausgefunden, dass diese für das menschliche Gehirn charakteristische Art der Informationsverarbeitung auch der Datenproduktion auf globaler Ebene ihren Stempel aufprägt. In einem Blog der MIT Technology Review wird die Studie rege diskutiert (http://www.technologyreview.com/blog/arxiv/27379/).
Auf dem Prüfstand stand das Weber-Fechner Gesetz. Es besagt, dass der Zusammenhang zwischen einem Stimulus und seiner Wahrnehmung logarithmisch ist. Was die Physiker wissen wollten: Spiegelt sich dieses Gesetz auch in der Statistik der Daten wider, die in großen Mengen im Internet zur Verfügung stehen? Prof. Claudius Gros, Dimtrijé Markovic und Gregor Kaczor am Institut für Theoretische Physik haben dies anhand von 600 Millionen öffentlich zugänglichen Dateien untersucht. Sie entwickelten dazu eine eigene Dateisuchmaschine (http://www.findfiles.net). Mit ihrer Hilfe wurden Dateien von insgesamt sieben Millionen Domänen indiziert – das sind alle Domänen, die von Wikipedia (alle Sprachen) oder dem Open Directory Project (DMOZ) aus verlinkt sind.
Das Ergebnis der statistischen Analyse ist frappierend. Zum Einen konnte eindeutig gezeigt werden, dass ökonomische Randbedingungen, wie die Kosten der Datenspeicherung und -Produktion, keinen limitierenden Faktor für die globale Datenproduktion darstellen, zumindest nicht für die Dateien, die für den menschlichen Gebrauch gedacht sind.
Die Analyse von Gros und Mitarbeitern ist in Einklang mit der Annahme, dass die Produktion von Daten auf globaler Ebene den Zweck verfolgt, die Informationsentropie, also das Maß an Informationen gemäß Shannon, zu maximieren. Maximiert wird dabei nicht der `Brutto‘ Informationsgehalt in Bits und Bytes, sondern der `Netto‘ Informationsgehalt nach Verarbeitung durch das  menschliche Gehirn. Demnach ist die Arbeitsweise des Gehirns der dominierende strukturierende Faktor für die globale Datenproduktion, und nicht die ökonomischen Randbedingungen. Die strukturierenden Faktoren wirken dabei aber nicht in absoluten Maßstäben, sondern in relativen, dem Webner-Fechner Gesetz entsprechend.
Publikation: Claudius Gros, Gregor Kaczor, Dimtrijé Markovic: Neuropsychological constraints to human data production on a global scale, European Physical Journal B, arXiv:1111.6849

Quelle: Goethe-Universität Frankfurt am Main

Anmerkung: siehe hierzu den Artikel „Über die Eigenschaften der Quantenhirne

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Manager: Psychische Belastung steigt weiter

Dezember 14th, 2011

Schlechte Work-Life-Balance trotz erhöhtem Problembewusstsein.

Wien (pte024/14.12.2011/13:25) – Obwohl das Bewusstsein für das ausgewogene Verhältnis von Arbeit und Privatleben unter Führungskräften steigt, sind psychische Probleme in dieser Gruppe auf dem Vormarsch. Darauf deutet eine Umfrage unter 200 österreichischen Führungskräften der ersten und zweiten Ebene. Die Ergebnisse hat das Wirtschaftsforum der Führungskräfte WdF http://wdf.at gemeinsam mit der Vienna Insurance Group http://wienerstaedtische.atam heutigen Mittwoch in Wien präsentiert.

Jeder Siebte ist Burnout-Kandidat

„Die Führungskräfte machen sich mehr Gedanken über den Ausgleich von Beruf und Arbeit als noch 2009“, berichtet Felix Josef vom Marktforscher Triconsult http://triconsult.at . Ausgewogen fühlen sich jedoch nur zwölf Prozent der ersten und 18 Prozent der zweiten Führungsebene: Bei der überwiegenden Mehrheit gehen Berufsanforderungen vor persönlichen Wünschen. Dabei trägt die Arbeit nur zu einem knappen Drittel zum Wohlbefinden bei: Andere als wichtig bezeichnete Elemente wie Beziehung und Familie, Gesundheit, Sport und Sozialkontakte kommen bei vielen zu kurz.

Jeder vierte Manager bezeichnet sich aktuell als krank – etwas weniger als 2009, wobei Probleme im Bewegungsapparat, im Herz-Kreislaufsystem und im Stoffwechsel weiterhin dominieren. Vier Prozent aller Befragten – doppelt so viele wie zuvor – haben psychische Probleme. Burnout kennen immer mehr aus eigener Erfahrung: Ein Prozent der Führungskräfte sind akut und massiv betroffen, sechs Prozent fühlen sich knapp davor und weitere sieben Prozent litten früher daran. „Die Erschöpfungsdiagnose betrifft damit bereits jeden siebten Manager“, warnt WdF-Bundesvorsitzender Viktor Wagner.

Tabu besteht weiterhin

Die Beschleunigung und Technologisierung des täglichen Arbeitslebens sind wesentliche Hintergründe dieser Entwicklung, schätzt Wagner auf pressetext-Anfrage. „Als mit der Krise vor drei Jahren die ökonomischen Belastungen in vielen Branchen stiegen, wurde dies für viele zum Verhängnis. Zwar haben wir 2010 wieder einen Aufschwung erlebt, doch die Sorge sitzt in den meisten noch tief, wie es weitergehen soll“, beobachtet der Experte. Darauf weist auch der Umstand, dass Drogen und Aufputschmittel in Führungsebenen immer häufiger werden.

Als positiven Nebeneffekt der Krise und des häufigen Redens über Burnout sieht Wagner die höhere Bereitschaft, berufliche Überforderungen zuzugeben. „Das frühere Tabu ist aufgeweicht.“ Laut Judit Havasi, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung, hat diese Entwicklung allerdings erst begonnen. Darauf deute der bisherige Verlauf der Awareness-Kampagne „Ganz normal“ http://ganznormal.at . „Über körperliche Beschwerden wie etwa Herzinfarkt redet man schnell, bei seelischen Erkrankungen ist die Verschlossenheit jedoch weiterhin enorm“, berichtet Havasi gegenüber pressetext.

Radfahren wird Chefsache

Positiv vermerken die Experten, dass bloß jeder fünfte Manager selten oder nie Sport betreibt, 36 Prozent mehrmals wöchentlich und acht Prozent sogar täglich. Dabei sind typische Sportarten Wandern, Skifahren, Radfahren und Schwimmen und viele gehen ins Fitnessstudio, während Golf und Tennis die Ausnahme darstellen. Rauchen wird immer verpönter und 55 Prozent der Befragten waren 2011 bei der Gesundenuntersuchung. Rückstände aufholen sollten die Betriebe bei Angeboten zur gesunden Ernährung, zur finanziellen Unterstützung von Fitness-Sport sowie bei Gesundheitstagen.

Quelle: pressetext.redaktion

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Sporttherapie hilft bei Migräne und Kopfschmerzen

Dezember 10th, 2011

Studie zeigt: Walken und Joggen mindert Migränetage und Kopfschmerzstunden deutlich.

Sportliche Betätigung wirkt sich deutlich positiv auf die Stärke, die Häufigkeit und die Dauer einzelner Migräneattacken von Patienten aus. Das hat jetzt eine Studie am Universitätsklinikum Kiel gezeigt, die mit Unterstützung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) durchgeführt wurde. „Vor allem der Sport im aeroben Herzfrequenzbereich zur Steigerung der Ausdauer, zum Beispiel durch ein ausreichend effizientes Lauftraining, soll hierfür in besonderem Maße geeignet sein“, sagt Dr. Stephanie Darbaneau, die die Studie begleitet hat.

In der vorliegenden Studie zu Sport bei Migräne wurde die Wirkung von Joggen und von Walking auf Migräne verglichen. Das Walken wurde dabei als moderate Bewegungsart gewählt, weil es mit den Patienten zwar eine Aktivität, aber keine Leistungssteigerung im Sinne eines Fitnesslevel-Anstiegs erreicht. Das Ansteigen des Fitnesslevels hatte sich in Vorstudien als maßgeblich für den Erfolg für Sport bei Migräne erwiesen.
Von insgesamt 52 Patienten hielten 28 den Trainingsplan (3 x die Woche für 30 Minuten) über den gesamten Zeitraum von zehn Wochen durch. Bei diesen Patienten zeigte sich am Ende der Studie, dass die Migränetage in der Jogginggruppe um 17,2 Prozent und die Kopfschmerzstunden um 21,8 Prozent pro Monat zurückgingen. In der Walkinggruppe kam es durch die moderate Bewegung zu durchschnittlich 1,3 Attacken pro Monat weniger.

Während der Untersuchung beobachteten die Forscher die Entwicklung der Migränesymptome acht Wochen vor und nach dem Training bei Patienten, die durchschnittlich bereits seit 20 Jahren erkrankt waren. In beiden Gruppen (Joggen und Walken gleichermaßen) zeigte sich, dass sich Sport bei der Migräneerkrankung positiv auswirkt. Walking scheint dabei die Reduzierung der Attackenanzahl besonders positiv zu beeinflussen. Ob dafür eine Steigerung des Fitnesslevels notwendig ist, müssen zukünftige Studien zeigen, da es in dieser Studie auch in der Walkinggruppe zu einer Fitnesssteigerung kam. Sporttherapie ist nicht für jeden Patienten das Richtige. Das zeigt die hohe drop out Rate. Allerdings zeigt auch die Erfahrung der Münchner Kopfschmerzambulanz, dass viele Migräne-Patienten den Sport schließlich dauerhaft in den Alltag integrieren. „Von all den nicht-medikamentösen Maßnahmen, ist Sport das, was die Patienten auch nach einem Jahr noch am häufigsten regelmäßig praktizieren“, sagt Prof. Andreas Straube von der DMKG.

Bislang gibt es nur wenige Studien, die den erwarteten positiven Effekt des Sports belegen. Bisher haben zehn Studien den Effekt von Sport auf die Migräneerkrankung untersucht. Dabei verfolgte der größte Anteil dieser Studien ein prospektives Design, das die Migränesymptomatik vor und nach einer Trainingsphase untersuchte. Insgesamt konnten fünf dieser zehn Studien nach einem Ausdauerlauftraining (Dauer zwischen sechs und zehn Wochen) einen positiven Effekt auf die Reduzierung der Attackenhäufigkeit nachweisen. Bei den restlichen fünf Studien blieb der Effekt unklar oder konnte nicht nachgewiesen werden.
Als Erklärung für die vom Ausdauersport erwarteten Effekte wird ein Ansteigen der Schmerzschwelle diskutiert. Ausdauersport soll den Abbau von unter Stress ausgeschütteten Hormonen beschleunigen, den Stresshormonpegel der Patienten senken und dadurch die individuelle Schmerzschwelle beeinflussen.

Quelle: Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft


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Demütige Führungskräfte sind erfolgreicher

Dezember 9th, 2011

Mangement-Berater: Selbstdistanz ist Schlüsselkompetenz.

Buffalo/Kelsterbach – Führungskräfte, die bescheiden auftreten, sind in ihrem Vorgehen wirksamer und auch beliebter. Es gelingt ihnen am besten, Fehler zuzugeben, Stärken anderer anzuerkennen und anderen ein Vorbild im Lernen zu sein, behaupten Forscher der Buffalo School of Management http://mgt.buffalo.edu im „Academy of Management Journal“. Ihre Aussagen spiegeln Ergebnisse einer Befragung unter Geschäftsführern und leitenden Angestellten aus Militär, Handwerk, Gesundheit, Finanzen, Handel und Religion wider.

Positiver Einfluss auf Umfeld

Misslungene Starts, Fehler und Unsicherheiten sind normal und werden am Arbeitsplatz sogar erwartet – auch von Menschen in Führungspositionen. „Wachsen und Reifen im Job beinhaltet das Scheitern. Doch nur wenn Vorgesetzte dies zugeben und die Angst vor Peinlichkeiten überwinden, erlauben das ständige Vorankommen ihres Umfeldes und ihrer Organisation. Zudem werden sie von den anderen weit positiver beurteilt“, berichtet Studienleiter Bradley Owens. Bescheidenheit und Demut steigere auch die Lernorientierung von Teams und den Mitarbeitereinsatz, während sie die Fluktuation der Belegschaft senke.

Vorgesetzte brauchen Selbstdistanz

„Führungskräfte sind erst dann effektiv, wenn sie nicht für sich selbst führen, sondern für ihre Organisation. Dazu brauchen sie unweigerlich Selbstdistanz“, betont Kristian Furch, Geschäftsführer von Leadership Partners http://leadership-partners.eu , im pressetext-Interview. Sichtbar werde diese Eigenschaft am ehesten dann, wenn Menschen ausgewogen sind und die Ruhe bewahren können, sobald sie unter Beschuss geraten oder Fehler passieren.

Demut ist Stärke

„Oft wird vermittelt, Demut sei Zeichen von Schwäche. Schwäche zeigt jedoch vielmehr der, der sich ständig selbst auf die Brust schlagen muss“, betont Furch. Seine These führt der Experte im Buch „Demut macht stark“ noch näher aus: Bescheidenheit und Demut verhelfen demnach zu Teamarbeit, Maßhalten und echtem Selbstwert, schützen vor Selbstüberschätzung oder Machtmissbrauch und machen unabhängiger von äußeren Umständen. Sie erlauben auch, Ziele zu präzisieren, der Realität ins Auge zu blicken und mehr Einfluss zu bekommen.

Quelle: pressetext.com

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Begeisterung steuert Hirnentwicklung

Dezember 9th, 2011

Forscher: Emotionaler Bezug zu Lerninhalten nötig.

Göttingen/London (pte019/09.12.2011/13:50) – Unser Gehirn verändert sich das ganze Leben lang durch neue Erfahrungen. Speziell dann, wenn die Motivation zum Lernen stimmt, vermehren und verbinden sich die grauen Zellen in jenen Regionen, die jeweils am meisten beansprucht werden. Diese These vertritt der Hirnforscher Gerald Hüther von der Universität Göttingen http://psychiatrie-uni-goettingen.de im pressetext-Interview. „Es kommt immer darauf an, welche Bedeutung das Lernen für den Menschen hat – egal wie alt er ist“, betont der Experte.

Motivierte Daumen

Die Gehirnregion für die Daumensteuerung ist bei Jugendlichen in den vergangenen Jahren sprunghaft angewachsen, zeigen englische Studien. Bei täglich gezieltem Daumentraining über mehrere Stunden allein wäre dies laut Hüther kaum in diesem Ausmaß zu beobachten. „Treibender Faktor ist die Begeisterung, mit der Jugendliche mit anderen über SMS kommunizieren. Das Gehirn ist kein Muskel, den man beliebig zwingen und belehren kann, sondern braucht für die Weiterentwicklung die richtige emotionale Anregung.“

Die Bedeutung von Lerninhalten oder dem Lernen selbst macht sich laut dem Göttinger Forscher durch die Aktivierung der Emotionszentren im Mittelhirn bemerkbar. „Bei dem Kribbeln, das man dabei verspürt, werden im Gehirn Neuroplastische Botenstoffe ausgeschüttet – Dopamin oder Peptidhormone wie etwa Endorphine. Diese sind Weichmacher, die das Gehirn dort verformbar machen, wo es gebraucht wird“, so der Experte. Je deutlicher Menschen in ihrer Ausbildung ein Berufsziel vor Augen haben, desto eher meistern sie demnach die Hürden auf dem Weg dorthin.

Taxifahrer-Gehirn

Einen aktuellen Hinweis dafür liefert eine Studie an Londoner Taxifahrern. Schon seit Jahren weiß man, dass bei dieser Berufsgruppe der Hippocampus vergrößert ist – eine für das Gedächtnis und 3D-Bewegung zuständige Gehirnregion. Nun bestätigten Kernspin-Tests bei Taxifahrer-Kandidaten vor und nach dem mehrjährigen Kurs, dass diese Veränderung erst beim geforderten Einprägen der 25.000 Straßen geschieht, berichtet Eleanor Maguire vom University College London http://fil.ion.ucl.ac.uk in der Zeitschrift „Current Biology“.

Hüther sieht seine These darin bestätigt, dass das Hippocampus-Wachstum nur bei den Taxi-Aspiranten eintrat, die die Prüfung bestanden. „Offensichtlich gelingt nur jenen die Umstrukturierung des Gehirns, die sich tatsächlich für diesen Beruf begeistern“, so der Forscher. Allerdings verabsäumte die Studie, den Faktor Motivation gesondert zu untersuchen. „Die Gescheiterten gaben teils an, dass sie nicht genug Zeit oder Geld zum Lernen hatten, während anderen die Prüfung einfach zu schwer war“, so die britische Studienleiterin Maguire gegenüber pressetext.

Ziel gibt Rückenwind

Entscheidend dürfte der Rückenwind an Motivation jedoch besonders für den Schulunterricht sein. „Bildung gelingt dort, wo Lehrer das Interesse der Schüler für Lerninhalte wecken, einen leistungsorientierten Teamgeist entstehen lassen und auch emotional betroffen machen. Schüler müssen herausfinden, was ein Thema für sie selbst bedeutet“, erklärt Hüther. In den meisten Schulen bestehe hier derzeit noch enormer Aufholbedarf.

Quelle: pressetext.com


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Dezember 8th, 2011

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Defektes Gerüstprotein in Nervenzellen verursacht Autismus

Dezember 7th, 2011

Genvarianten beeinträchtigen Signalweiterleitung zwischen Nervenzellen / Heidelberger Humangenetiker veröffentlichen in „Human Molecular Genetics“.

Können Nervenzellen im Gehirn aufgrund eines genetischen Defekts kein funktionsfähiges Gerüstprotein SHANK2 bilden, ist ihre Kommunikation mit anderen Nervenzellen gestört. Mäuse mit solchen fehlerhaften Proteinen zeigen Verhaltensauffälligkeiten, die autistischen Störungen beim Menschen ähnlich sind. Diesen Zusammenhang haben Wissenschaftler der Abteilung Molekulare Humangenetik des Universitätsklinikums Heidelberg und des Max Planck Instituts für medizinische Forschung in Heidelberg erstmals nachgewiesen. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift „Human Molecular Genetics“ veröffentlicht.

2010 hatten die Wissenschaftler um Professor Gudrun Rappold, Leiterin der Abteilung Molekulare Humangenetik, die bis dato unbekannten Veränderungen im genetischen Bauplan (Mutationen) des SHANK2-Proteins bei Patienten mit autistischer Störung oder geistiger Behinderung entdeckt. Im Erbgut von insgesamt 580 Patienten fanden sie zehn verschiedene Mutationen von SHANK2. Drei davon nahmen sie in der aktuellen Arbeit näher unter die Lupe. „Mit unseren Versuchen haben wir erstmals gezeigt, dass diese Mutationen im SHANK2-Gen zu morphologischen Veränderungen in den Nervenzellen führen und bei Mäusen Symptome auslösen können, wie sie in ähnlicher Weise bei autistischen Störungen auftreten“, erklärt Rappold.

Autismus ist eine angeborene Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns, die häufig mit verminderter, selten aber auch überdurchschnittlicher Intelligenz und Spezialbegabungen wie einem fotografischen Gedächtnis einhergeht. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch Sprachdefizite, eingeschränkte soziale Interaktion und stereotype Verhaltensweisen. Darüber hinaus sind autistische Störungen sehr heterogen. Neben den Veränderungen im SHANK2-Gen kennt man bisher nur eine ganz begrenzte Anzahl von weiteren Genmutationen, die diese Erkrankungen auslösen können; die Auswirkungen dieser genetischen Veränderungen auf die Nervenzellen sind noch wenig erforscht.

Mäuse zeigen charakteristische Verhaltensänderungen

Wie sich Nervenzellen ohne funktionsfähiges SHANK 2 verhalten, untersuchten die Heidelberger Wissenschaftler an isolierten Gehirnzellen von Mäusen, in die sie die genetische Information für jeweils eine der drei SHANK 2-Varianten einschleusten. Die Zellen bildeten daraufhin das veränderte, defekte Gerüstprotein – und büßten einen Teil ihrer Fähigkeit ein, sich zu vernetzen: Die Zellen bildeten weniger Kontaktstellen für andere Nervenzellen aus und sind deshalb vermutlich weniger empfänglich für bestimmte Botenstoffe ihrer Nachbarn. „Die Signalübertragung zwischen den einzelnen Neuronen kann deshalb deutlich beeinträchtigt sein“, fasst Rappold zusammen.

Die untersuchten Mutationen unterschieden sich dabei im Ausmaß der durch sie verursachten morphologischen und funktionellen Veränderungen an den Nervenzellen. Das passt zu der Beobachtung, dass es auch Träger von SHANK2-Mutationen gibt, die selbst nicht erkranken und das mutierte Gen aber an ihre Kinder weitergeben. Erst bei diesen treten die charakteristischen Symptome auf. Professor Rappold erklärt das so: „Diese Genvarianten sind ein Risikofaktor. Zu einer autistischen Störung kommt es in diesen Fällen aber erst, wenn noch weitere Risikofaktoren vorliegen.“

Im Gehirn lebender Mäuse führte das veränderte Gerüstprotein zu Verhaltensänderungen: In speziellen Tests zeigten die Tiere z.B. ein geringeres Lernvermögen als unbehandelte Mäuse und weniger Interesse an ihrer Umwelt – vergleichbar mit verschiedenen autistischen Störungen bei Menschen. „Unsere Ergebnisse lassen darauf schließen, dass eine korrekte innere Struktur der Nervenzellen nötig ist für eine normale Entwicklung von Sprache, sozialer Kompetenz und kognitiven Fähigkeiten“, so die Humangenetikerin.

Literatur:
Berkel, S., Tang, W., Treviño, M., Vogt, M., Obenhaus HA, Gass, P., Scherer, S. W., Sprengel, R., Schratt, G., Rappold, G. A.: SHANK2 variants associated with autism spectrum disorder impair neuronal morphogenesis and can be linked to physiological effects. Human Molecular Genetics, Epub ahead of print, 2011.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg


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Sparmonster.com: Online-Ticketshop eröffnet

Dezember 5th, 2011

Der neue Online-Ticketshop auf Sparmonster.com ist eröffnet. Hier können Sie Tickets von über 24.000 weltweiten Top-Events online erwerben.

„Verkehrte Welt“ – Sexualität in der Schwangerschaft

Dezember 1st, 2011

Berlin – Angebliche medizinische Gründe, die gegen Sex in der Schwangerschaft sprechen, beruhen auf Mythen. Womöglich sind sie aber eine gute „Ausrede“ für den Mann. Denn in der Schwangerschaft ist die Welt ein wenig verdreht: Sie will mehr als sonst, er weniger. Darauf wies heute Dr. Babett Ramsauer vom Vivantes Klinikum Berlin Neukölln beim 25. Deutschen Kongress für Perinatale Medizin hin, der noch bis zum Samstag im Berliner ICC stattfindet.

Schon ein Blick in entsprechende Internetforen bringe Erstaunliches zu Tage, sagte die Frauenärztin. Entgegen der sonst passiveren Rolle, dem im Vergleich zu Männern nicht so häufigen sexuellen Verlangen der Frauen, äußern Schwangere in den Foren ein lustvolles, „unersättlich“ erscheinendes Bedürfnis, das von ihren Männern nicht befriedigt werde. Die Schwangerschaft scheint die sexuelle Welt auf dem Kopf zu stellen.

Frau Dr. Ramsauer hat zahlreiche Paare zu dem Thema befragt. Dabei stellte sich heraus, dass sich Frauen in der Schwangerschaft als attraktiver und anziehender empfinden. Sie scheinen endlich einmal mit ihrer Figur zufrieden zu sein und sich wohl zu fühlen, trotz der Veränderungen ihrer körperlichen Proportionen: kein Lamentieren über „zu“ große oder „zu“ kleine Brüste, runde Formen und eingeschränkte Beweglichkeit, sogar dicke Füße gehören halt dazu. Dieses Selbstbewusstsein scheint einen weitreichenden Einfluss auf das sexuelle Verlangen zu haben. Die Frauen fühlen sich anziehend und sind lustvoll.  Die medizinische Seite ist dabei sicher nur ein Aspekt der Erklärung: Durch hormonelle Umstellungen entsteht eine vermehrte Lubrikation (Feuchtigkeit in die Scheide), die zu einer gesteigerten Erregbarkeit auch schon vor direktem sexuellen Kontakt führt.

Die Rolle des Mannes hingegen ist zunehmend von Angst gesteuert. Werdende Väter reden gerne von Gefahren wie vermeintlich mögliche Verletzungen des Kindes, Auslösen von Blutungen, Verursachung eines Blasensprunges oder Auslösen von Wehentätigkeit durch Sex. Spätestens mit der ersten Wölbung des Babybauches kommt es bei nicht wenigen Männern zu einer vollständigen sexuellen Blockade. Und das zu einem Zeitpunkt, wo eventuelle anatomische Besonderheiten, die eine gewisse Kreativität bei Sexualpraktiken verlangen, überhaupt nicht akut sind. Eigentlich könnte doch dabei jetzt ein anderer Aspekt in den Vordergrund treten: Sexualität nun endlich unbeschwert zu genießen. Es ist passiert, was vielleicht das Ziel der letzten Monate war; oder es ist das passiert, was zwar nicht gewollt, aber nun Realität ist – eine Schwangerschaft ist eingetreten. Man hat sich mit dieser neuen Situation arrangiert. Vorbei die Zeit der lästigen Verhütung, des auf der Hut sein, damit „nichts passiert“ oder des auf der Hut sein, dass etwas passiert, vorbei Sex nach Kalender und Uhrzeit, getimt nach dem vermuteten Einsprung. Das alles müsste eine Erleichterung sein, spiegelt sich aber im männlichen Verhalten nicht wider.

Aufklärung kann zumindest teilweise weiter helfen. Es gibt keine wissenschaftlichen Studien die belegen, dass Sexualität in der Schwangerschaft einen Schaden verursachen könnte und besser unterbleiben sollte. Mythen lassen sich schnell entkräften.

° Im Sperma sind Prostaglandine enthalten, die Frühgeburten auslösen: Die Menge an Prostaglandinen im Sperma ist zu gering, um eine Geburt auszulösen. Frühgeburt durch Sex ist wissenschaftlich nicht belegt.
° Durch mechanischen Reiz und Orgasmus der Frau kommt es zu Geburtswehen: Auch diese Theorie ist durch Untersuchungen nicht zu belegen. Weder Penetration noch Petting mit nachfolgendem Orgasmus führt zu Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur und in der Folge zu Wehen.
° Durch Sex bekommen Frauen vermehrt Infektionen in der Schwangerschaft: Belegt ist zwar, dass in sozial schwächeren Gesellschaftsschichten Genitalinfektionen grundsätzlich häufiger vorkommen. Der „Ping-Pong-Effekt“ beschreibt die wechselseitige Ansteckung der Sexualpartner. In diesen Partnerschaften liegt eine Infektion aber gehäuft bereits bei Eintreten der Schwangerschaft vor. Für eine Neuinfektion in der Schwangerschaft, außerhalb dieses Risikokollektives, ist die Ursache vielmehr in einer individuellen Veranlagung als in der Ansteckung durch den Partner zu suchen.

Somit sei Sexualität in der Schwangerschaft keine medizinische, sondern eine partnerschaftliche, gesellschaftliche, geschlechtsspezifische und religiöse Frage, sagte Babett Ramsauer.

Hier sei ein Blick in die muslimische Welt interessant. Der Koran schreibt in mehreren Suren über Sexualität und auch über Sexualität in der Schwangerschaft. Sexualverkehr mit ihren schwangeren Frauen ist demnach nicht nur erlaubt, sondern auch die Pflicht der Ehemänner. Eine Befragung der muslimischen Frauen zu diesem Thema ist nur eingeschränkt möglich und kann nicht repräsentativ sein. Aber es gibt Anhaltspunkte dafür, dass die „keusche, demütige“ muslimische Frau ein befriedigendes Sexualleben vor allem in der Schwangerschaft hat.

Unser westlich orientiertes, kaum noch durch Religion geprägtes Denkschema gerate durcheinander, eklärte die Frauenärztin. Schwangere Frauen bei uns werden von ihren Männern enttäuscht. Zur Rolle von Gynäkologinnen und Gynäkologen gehört es durchaus, ihre Patientinnen zu beraten, wie ihr sexuelles Verlangen gerade in der Schwangerschaft befriedigt wird. Die Rolle des Gynäkologen sollte jedoch nicht wieder die des „Gottes in Weiß“ – quasi als Religionsersatz – sein.

Den Männern kann die Angst vor Sexualität in der Schwangerschaft ihrer Frauen durch eine gute Aufklärung genommen werden. Und wo Gynäkologen übereilte Sexverbote bei fast jeglicher Form einer Risikoschwangerschaft aussprechen, spiegelt das meist mehr deren Angst wider als wissenschaftliche Erkenntnisse.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften