Buch „Leitfaden für eine naturheilkundliche Brustkrebstherapie“ jetzt auch als eBook verfügbar

Juli 20th, 2011

Der Leitfaden ist im Apple iBookstore, im Amazon Kindle-Shop und in vielen anderen Shops erhältlich (ISBN: 9783842388260, Preis: Euro 9,99).

Epigenetik: Gewalt an Schwangeren verändert Genetik der Kinder

Juli 19th, 2011

Konstanzer Wissenschaftler weisen einen epigenetischen Einfluss von häuslicher Gewalt gegenüber Schwangeren auf die Erbanlagen der Kinder nach.

Wenn Mütter in der Schwangerschaft häusliche Gewalt erfahren und somit fortgesetzt einem starken Stress-Erleben ausgesetzt sind, verändert dies die genetische Veranlagung des Kindes und lässt es in seinem späteren Leben anfälliger für Stress und psychische Erkrankungen werden. Was von Wissenschaftlern bereits aus Studien mit Mäusen vermutet wurde, konnte eine Zusammenarbeit von Psychologen und Biologen der Universität Konstanz erstmalig auf molekularer Basis beim Menschen nachweisen. Die Arbeitsgruppen des Psychologen Prof. Dr. Thomas Elbert und des Evolutionsbiologen Prof. Axel Meyer, Ph.D., zeigten auf, dass eine andauernde Bedrohungssituation bei einer Schwangeren eine epigenetische Veränderung im Glucocorticoid Rezeptor-Gen des Kindes bewirkt – einer Erbanlage, die mit Verhaltensauffälligkeiten und der Anfälligkeit für seelische Erkrankungen in Zusammenhang gebracht wird. Die Forschungsergebnisse wurden aktuell im Wissenschaftsjournal „Translational Psychology“ der „Nature“-Verlagsgruppe veröffentlicht.

Nachgewiesen werden konnten Veränderungen in den sogenannten Methylisierungsmustern der DNA, was Folgen auf die Entwicklung des Kindes haben kann: „Die genetische Ausprägung im Kind verändert sich, es entwickelt eine anfälligere Stressachse“, erklärt Thomas Elbert die Auswirkungen auf das Kind: „Der Körper der Mutter signalisiert diesen Kindern, dass sie in einer bedrohlichen Umgebung aufwachsen werden. Die Kinder verhalten sich dadurch in ihrem späteren Leben ängstlicher und weniger neugierig.“

„Das Glucocorticoid Rezeptor-Gen ist ein Rezeptor des Stresshormons Cortisol und dient als eine Art Schaltstelle im Hormonsystem“, führt Axel Meyer aus: „Es ist eine Schnittstelle für die Auswirkungen von Hormonen auf Hirnfunktionen – wie zum Beispiel die Reaktion auf Stressoren – und beeinflusst damit die Stressempfindlichkeit eines Menschen wie auch seine Anfälligkeit für psychische Störungen.“ Die Konstanzer Forscher konnten einschlägige Veränderungen in dem Gen bei zehn- bis neunzehnjährigen Kindern vorfinden, deren Mütter in der Schwangerschaft häuslicher Gewalt ausgesetzt waren. Dr. Helen Gunter und Karl Radtke aus der Arbeitsgruppe von Axel Meyer analysierten die Strukturen des Rezeptor-Gens bei 25 Müttern und deren Kindern. Dr. Martina Ruf, Dr. Katalin Dohrmann und Dr. Maggie Schauer aus der Arbeitsgruppe von Thomas Elbert ermittelten den psychologischen Effekt der häuslichen Gewalt, welcher die Mütter vor, während und nach ihrer Schwangerschaft ausgesetzt gewesen waren, auf die Mütter und deren Kinder.

Die Wissenschaftler charakterisierten die epigenetischen Effekte von mütterlichem Stress auf die Erbanlagen ihrer Nachkommen, die möglicherweise eine Veranlagung zu späterer Psychopathologie verursachen können. „Wir wussten zuvor schon aus unseren vorausgehenden Studien, dass Stresshormone massive Veränderungen im Immunsystem nach sich ziehen können. Wir hätten aber nicht erwartet, dass sich auch diese Bedrohungseinflüsse so deutlich im menschlichen Genom nachweisen lassen“, erläutert Elbert.

Die Forscher weisen ausdrücklich darauf hin, dass ihre Studie zwar deutlich korrelierende Befunde aufzeigt, dies jedoch kein letztgültiger Beweis eines kausalen Zusammenhangs zwischen mütterlicher Gewalterfahrungen und DNA-Veränderungen bei ihren Nachkommen ist. Im nächsten Schritt ihrer Forschung wollen die Konstanzer Wissenschaftler ihre Untersuchung der stressverursachten epigenetischen Veränderungen auf das gesamte menschliche Genom ausweiten und die biologischen Mechanismen detailliert analysieren.

Ermöglicht wurde das interdisziplinäre Forschungsprojekt durch das Genomics Center der Universität Konstanz (GeCKo), das im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wird. Ein entscheidender Beitrag im Projekt kam von einem Mitglied des Zukunftskollegs der Universität Konstanz, Dr. Helen Gunter.

Quelle: Universität Konstanz

Charité etabliert NanoTherm-Therapie bei Rückfällen von Gehirntumoren

Juli 7th, 2011

Neue Behandlungsform durch Universitätsklinikum entwickelt.

Die Charité-Universitätsmedizin Berlin hat ein neues Therapieverfahren an der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Campus Virchow etabliert, welches ausgewählten Patientinnen und Patienten die Behandlung von rezidivierenden Gehirntumoren durch einen neuen nanomedizinischen Ansatz ermöglicht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité entwickelten das wissenschaftliche Fundament für die auf Nanotechnologie basierende Krebstherapie. Die klinische Studie, die die EU-Zulassung der Therapie ermöglichte, wurde ebenfalls in enger Zusammenarbeit mit der Charité durchgeführt. Die Therapie selbst wird nun von der MagForce Nanotechnologies AG, einer Ausgliederung der Charité, angeboten.

Die Grundlage des Therapieverfahrens bilden eisenoxidhaltige Nanopartikel, die zu Therapiebeginn in einem Biopsie-ähnlichen Verfahren direkt in den Tumor eingebracht werden. Die Behandlung findet dann in einem Magnetfeldapplikator (Nano-Activator™) statt, welcher ein für den Menschen ungefährliches Magnetwechselfeld erzeugt. Durch dieses hochfrequente Magnetfeld werden die Nanopartikel in Schwingung versetzt, wodurch Wärme direkt im Tumorgewebe entsteht. Abhängig von der erreichten Temperatur und der Behandlungsdauer wird der Tumor so direkt zerstört oder für eine begleitende Strahlen- oder Chemotherapie sensibilisiert. Diese neuartige Therapie verheißt verlängerte rückfallfreie Überlebenszeiten für Patienten mit Glioblastome-Rezidiv, einer besonders tückischen Hirntumorerkrankung.

„Ich freue mich sehr, dass wir nach jahrelanger Beteiligung an der Forschung und Entwicklung der NanoTherm® Therapie nun an dem Punkt sind, ausgewählten und mit anderen Methoden nicht mehr erfolgversprechend behandelbaren Patienten diesen neuartigen therapeutischen Ansatz für rezidivierende Glioblastome bieten zu können“ sagte Prof. Volker Budach, Leiter der Klinik für Radioonkologie.
„Dies ist ein weiteres positives Beispiel dafür, wie die von uns unterstützte Forschung Therapien von morgen hervorbringt“, hob Prof. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, hervor.  „Die Charité war Teil aller Entwicklungsphasen dieser neuartigen medizinischen Technologie. Wir haben unsere Forscherinnen und Forscher stets unterstützt, das Potential ihrer Ideen voll auszuschöpfen, speziell in diesem vielversprechenden Gebiet der Nanomedizin.“
Derzeit haben sich die gesetzlichen Krankenkassen noch nicht generell bereit erklärt, diese neue Therapieoption für Patienten zu bezahlen, so dass die Therapiekosten bei den gesetzlichen Krankenkassen im Einzelfall zu beantragen sind.

Quelle: Charité

Prognos World-Report 2035: Verschuldungskrise kostet deutsche Wirtschaft 107 Mrd.

Juni 28th, 2011

Deutliche Abschwächung der konjunkturellen Dynamik zu erwarten – Beitrag der „alten“ Industrieländer zum globalen BIP-Wachstum sinkt von 50% auf knapp 30% im Jahr 2035

Basel/Berlin, 27. Juni 2011 – Neuer Prognos World Report „Industrial Countries 1995 – 2035“ vorgelegt: Die Basler Prognos AG gibt mit dem neuen World Report einen Ausblick auf die Entwicklung der Weltwirt­schaft bis zum Jahr 2035. Die zukünftige Entwicklung von 32 Industrieländern und den wichtigen Schwel­lenländern wird auf der Basis eines bewährten Prognosemodells im Detail dargestellt.

Hoch verschuldete Länder drücken das Wachstum in Deutschland

Um die Bedeutung dieser dämpfenden Effekte für die deutsche Wirtschaft bestimmen zu können, wurde in einem Szenario unterstellt, dass es in den vergangenen drei Jahren zu keiner massiven Verschlechte­rung der Haushaltslage in den aktuell hoch verschuldeten Industrieländern gekommen wäre. Der Ver­gleich dieses Szenarios mit unserer Referenzprognose zeigt, dass in diesem Fall das deutsche Brutto­inlandsprodukt im Jahre 2020 um – preisbereinigt – 24 Mrd. Euro höher ausfiele. Kumuliert beträgt die Abweichung zur Referenzprognose im Zeitraum 2010 bis 2020 ca. 107 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Abweichung in der durchschnittlichen Wachstumsrate in diesem Zeitraum von knapp 0,1 Prozent-punkten. „Bezogen auf das Pro-Kopf-Einkommen bedeutet dies, dass im Jahr 2020 jeder Ein­wohner in Deutschland allein aufgrund des exorbitant gestiegenen Schuldenstands in zahlreichen Ländern auf ein Einkommen von 300 Euro verzichten muss. In dieser Rechnung bleiben die Effekte unbe­rücksichtigt, die sich ergeben würden, wenn es zu Kreditausfällen einzelner Länder käme“, so Gramke.

Schlechte Wachstumsaussichten in den „Schuldenländern“

Wir erwarten als wahrscheinlichstes Szenario, dass es in den einzelnen aktuell gefährdeten Ländern nicht zu einem Schuldenschnitt oder zu einem Staatsbankrott kommt. Vielmehr werden sich die von ex­ternen Stützungsmaßnahmen abhängigen Länder wie Griechenland bemühen, die auferlegten Sparvor­gaben umzusetzen und weiterhin Kreditmittel auf der Basis kurzfristigen Taktierens erhalten. Als real­wirtschaftliche Konsequenz wird in den verschuldeten Ländern insbesondere der Private Konsum in den nächsten Jahren stagnieren. Die geringen Wachstumsbeiträge werden hauptsächlich durch die Exporte erzielt, die durch die reale Abwertung infolge schwacher Lohn- und Preisentwicklung gepusht werden. „Griechenland und Irland beispielsweise, aber auch Großbritannien werden erst gegen Ende dieses Jahrzehnts wieder ein Niveau des reales Pro-Kopf-Einkommens aufweisen, wie sie es vor Ausbruch der Finanzkrise hatten“, erläutert Böllhoff.

Konjunkturelle Dynamik in Deutschland wird deutlich nachlassen – Wachstum bei 1%

Auch jenseits der Belastungen durch die hoch verschuldeten Länder, die sich unmittelbar auf die deutsche Ex­portwirtschaft auswirkt, wird die starke konjunkturelle Dynamik der deutschen Wirtschaft am aktuellen Rand in den kommenden Jahren deutlich nachlassen. Hierfür sind verschiedene Gründe auszumachen: Die aktuell hohen Zuwächse stellen auch eine technische Reaktion auf den tiefen Einbruch im Jahr 2009 dar. Im weiteren konjunkturellen Verlauf ist eine Annäherung an die längerfristige Wachstumsrate des Bruttoinlandprodukts zu erwarten. Dieser langfristige Wachstumspfad wird nur noch bei rund 1,0% lie­gen. Zudem laufen die weltweit als Reaktion auf die Finanzkrise ergriffenen expansiven Maßnahmen auf Seiten der Fiskal- und Geldpolitik aus. Mittelfristig (2012-2020) wird das BIP-Wachstum der Weltwirtschaft nur noch ca. 3% betragen (gegenüber 4,3% bzw. 4,0% in den Jahren 2010 und 2011). Die ent­sprechenden Prognosen für die USA und für die EU belaufen sich auf 1,8% bzw. 1,5% p.a.

Chinas Wachstumstempo ist nicht durchzuhalten – Bedeutung „alter“ Industrieländer schwindet

Angesichts der absehbaren mittelfristigen Wachstumsschwäche vor allem der USA wird die chinesische Regierung unserer Einschätzung zufolge in den nächsten Jahren verstärkt bemüht sein, die entwick­lungsstrategische Abhängigkeit von der Auslandsnachfrage zu reduzieren und mittels struktureller Maß­nahmen die Inlandsnachfrage zu stärken (Stützung des Privaten Konsums z.B. durch den Ausbau der sozialen Sicherungssysteme). Ein zukünftig knapperer Arbeitsmarkt wird das Wachstum des chinesi­schen Lohn- und Preisniveaus beschleunigen und damit zusätzlich die chinesischen Exporte belasten. Insgesamt rechnen wir damit, dass das chinesische Bruttoinlandsprodukt mittelfristig (2012-2020) „nur“ noch mit etwas über 6% p.a. expandieren wird.
Die Bedeutung der alten Industrieländer für die Weltwirtschaft wird bis 2035 deutlich abnehmen: Sie werden im Jahre 2035 nur noch knapp 30% zum weltweiten Wirtschaftswachstum beisteuern, in den letzten Jahren war es die Hälfte. „Allein der Wachstumsbeitrag Chinas fällt mit 19 % im Jahr 2035 höher aus als der der USA mit 15%. Und Indien wird 2035 für das globale Wachstum die gleiche Bedeutung aufweisen wie die Europäische Union“, so Kai Gramke. Diese Verschiebungen dürfen nicht darüber hin­weg täuschen, dass sich die Differenz zwischen den Durchschnittseinkommen in Entwicklungs- und Industrieländern weiter vergrößern wird: Zwar fällt in den ärmeren Länder bis 2035 in der Regel das Pro-Kopf-Wachstum deutlich höher aus, wegen des großen Vorsprungs der „alten“ Industrieländer im Aus­gangsniveau nimmt der Einkommensabstand aber weiter zu. So wird beispielsweise der absolute Vorsprung Deutschlands gegenüber China im Pro-Kopf-Einkommen im Jahr 2035 rund 28‘000 Euro betra­gen. Im Jahr 2010 waren es knapp 25‘000 Euro.

Prognos World Report „Industrial Countries 1995–2035“, Basel, Juni 2011, Englisch, rd. 550 Seiten, EUR 2.500,-
Weitere Informationen/Bestellmöglichkeit: worldreport(at)prognos(dot)com

Quelle: www.prognos.com/worldreport

Die Prognos World Reports, seit 1971 jährlich erscheinend, dienen als Planungs­instrument für internati­onale Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik. Mit rund zwanzig Tabellen und Grafiken pro Land sowie umfassenden Ländervergleichen zeigt der aktuelle Prognos World Report „Industrial Countries 1995–2035“ die demografische und wirtschaftliche Entwicklung von 32 Industrieländern und den wichti­gen Schwellenländern bis 2035 detailliert auf.

Fliegenspray für Pferde selber machen

Juni 22nd, 2011

So schön der Sommer auch ist, die in dieser Zeit vermehrt auftretenden Insekten werden nicht nur von Reitern und Pferdebesitzern, sondern vor allem von den Pferden als besonders lästig empfunden.

Wer Fliegen und Mücken nicht mit der chemischen Keule zuleibe rücken möchte, der kann ein sehr wirkungsvolles Fliegenspray auch selber herstellen. Dazu wird ein Liter Obstessig mit 12 Tropfen Crab Apple (Bach-Blütenpräparat), einer gehackten Knoblauchknolle, einer Zitrone, einem Päckchen Nelken sowie einem kleinen Fläschchen Niem- oder Teebaumöl gemischt. Diese Flüssigkeit in einen Fünfliterkanister einfüllen und mit Wasser aufgießen. Anschließend sollte der Kanister einige Tage stehen, damit die Mischung ziehen kann. Zu empfehlen ist die portionsweise Umfüllung in eine Sprühflasche; das erleichtert die Anwendung am Pferd. Darüber hinaus lässt sich der kleinere Behälter besser vor jeder Anwendung schütteln, um das enthaltene Öl gut mit den restlichen Inhaltsstoffen zu vermischen.

Rebelliert das Pferd gegen das Einsprühen oder soll auch der Kopf ohne Stress behandelt werden, bietet sich die Verwendung eines nicht mehr benötigten Deorollers an. Dieser wird vorher gut ausgespült und anschließend mit dem selbst erstellten Fliegenschutzmittel befüllt. Mit dem zweckentfremdeten Deoroller lassen sich auch empfindliche Stellen am Kopf, wie beispielsweise die Partie um die Augen, gut einreiben.

nach: Anke Klabunde, http://www.aid.de/

EHEC: Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr informiert sich über Forschungsarbeit von Prof. Karch

Juni 18th, 2011

Studien in Münster rücken das Umweltverhalten des aktuellen Erregers in den Mittelpunkt.

Münster (ukm/dre/jb). Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr informierte sich am Samstagnachmittag (18.06.) im Institut für Hygiene in Münster über die aktuelle  Forschungsarbeit des Wissenschaftlerteams der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) um EHEC-Experte Prof. Dr. Dr. h. c. Helge Karch am Universitätsklinikum Münster (UKM).

Im vom Robert Koch-Institut (RKI) ernannten Konsiliarlabor für das Hämolytisch-Urämische Syndrom (HUS) am Institut für Hygiene laufen derzeit weitere umfangreiche Laboruntersuchungen zum Umweltverhalten des Ausbruchsstamms. Bereits am 25. Mai hatte Prof. Karch den spezifischen EHEC-Erreger identifiziert, der für das aktuelle Ausbruchsgeschehen verantwortlich ist und daraufhin einen schnellen Bestätigungstest entwickelt.

Der Bundesgesundheitsminister lobte die Arbeit der Münsteraner Wissenschaftler: „Die schnelle Identifizierung des Ausbruchsstammes war extrem wichtig für die Bekämpfung der aktuellen Epidemie. Für diesen unermüdlichen Einsatz bin ich dem Wissenschaftlerteam um Prof. Karch ebenso dankbar wie dem Ärzte- und Pflegepersonal in den Krankenhäusern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Gesundheitsinstitute.“

Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Forschungsarbeit im münsterschen Hygiene-Institut sind Studien zum Reservoir und zum Umweltverhalten des EHEC-Erregers. Prof. Karch: „Viele Menschen scheiden derzeit den Erreger aus. Wir können also nicht ausschließen, dass er sich in unserer Umwelt bereits eingenistet hat. Daher müssen wir jetzt auch Strategien entwickeln, wie wir ihn dauerhaft wieder beseitigen können.“

Bereits fest steht, dass der aktuelle Erreger wie ein „klassischer“ EHEC sehr niedrige pH-Werte (2,5 bis 3,5) mindestens zwei Stunden toleriert. Das bedeutet, dass er anders als z.B. Salmonellen die normale Säurebarriere des menschlichen Magens überstehen kann und schon wenige Keime zur Infektion und zur Erkrankung führen können. Der jetzige Ausbruchsstamm und der zehn Jahre alte HUSEC041 zeigen zudem das gleiche „Anheftungsmuster“ an den Darmzellen. „Auch außerhalb des Körpers kleben sie an allen Oberflächen, weil sie ausgezeichnete Biofilmbildner sind. Sie bilden eine Art Schleimschicht, in der sie sich einnisten und auch längere Zeiträume gut überstehen können. Weiterhin ist der Ausbruchsstamm kältetolerant und überlebt seit dem 24. Mai in unserem Labor-Kühlschrank Temperaturen von fünf Grad Celsius“, so EHEC-Experte Karch. Diese und weitere Eigenschaften werden momentan in Münster untersucht.

Quelle: Universitätsklinikum Münster

Anmerkung: siehe hierzu auch die Artikel über „Bakterielle Biofilme im lebenden Organismus“ und „Über die Bedeutung zellwandfreier Bakterienformen

Blutschwitzen bei Kälbern – Ursache wahrscheinlich gefunden

Juni 1st, 2011

01.06.2011 – Die Impfungen mit dem Impfstoff PregSure BVD führen bei Rindern zur Bildung von Antikörpern, die sich an Zellen des Blutes anheften können. Werden diese Antikörper mit dem Kolostrum der geimpften Kuh an das Kalb weitergegeben, können sie dort Blut und Knochenmarkszellen zerstören. In betroffenen Betrieben führt das bei bis zu 15% der Kälber zu der als „Blutschwitzen“ bekannt gewordenen Erkrankung. Eine Arbeitsgruppe der Abteilung „Veterinärmedizin“ des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) um Max Bastian stellt in der Zeitschrift VACCINE nun Untersuchungen zu möglichen Ursachen dieses Phänomens vor. Die Publikation ist online bereits verfügbar

„Unsere Ergebnisse liefern erstmals eine plausible Erklärung für mögliche Ursachen des Krankheitsbildes“, erklärt Prof. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. „Jetzt werden Schritte möglich, solche Reaktionen zu vermeiden. Damit zeigt sich erneut ein Erfolg der Verbindung von regulatorischer Arbeit mit eigener Forschung im PEI“, so Cichutek weiter.

Beim Blutschwitzen treten im ersten Lebensmonat bei einzelnen Kälbern plötzlich unstillbare Blutungen aus Körperöffnungen und Verletzungen auf. Blutungen aus der scheinbar intakten Haut haben zur Namensgebung geführt. Wissenschaftlich wird die Krankheit mittlerweile Bovine Neonatale Panzytopenie (BNP) genannt.

Im März 2009 hatte es erste Hinweise gegeben, dass betroffene Betriebe oft den Impfstoff PregSure BVD zur Bekämpfung der Bovinen Virusdiarrhöe bei den Muttertieren eingesetzt hatten. Für Deutschland sind mittlerweile über 3.000 Fälle registriert (Stichtag 28. Februar 2011), in Europa sind es insgesamt über 4.500 Berichte. Ab März 2010 verzichtete der Hersteller auf Anraten des PEI auf die Vermarktung von PregSure BVD in Deutschland. Am 16. Juli 2010 folgte der Ausschuss für Tierarzneimittel (CVMP) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) der Empfehlung des PEI, die Zulassung ruhen zu lassen. Das Ruhen der Zulassung trat im Oktober 2010 in Kraft – entsprechende Chargen wurden zurückgerufen.

Schon vorher, zu Beginn des Jahres 2010, hatten Wissenschaftler des PEI aus den Abteilungen „Veterinärmedizin“ und „Arzneimittelsicherheit“, unterstützt durch den Rindergesundheitsdienst in Nordrhein-Westfalen, begonnen, nach den möglichen Ursachen der BNP zu suchen.

Zunächst wiesen die Forscher bei Labortieren (Meerschweinchen) nach, dass geimpfte, nicht jedoch ungeimpfte Tiere im Blutserum Antikörper enthielten, die an Rinderblutzellen (Leukozyten) binden. Dieses Phänomen zeigte sich dann auch bei PregSure BVD-geimpften Kühen. Bei Rindern, die andere Impfstoffe erhalten hatten, war dieser Effekt nicht nachweisbar. „Der Nachweis, dass diese toxischen Antikörper der Mütter von BNP-Kälbern sich auch an die Zelllinie heften, die zur Herstellung des Impfstoffes verwendet wird, ist für uns ein deutlicher Hinweis, dass der Impfstoff ursächlich am Entstehen der Krankheit beteiligt ist“, so Max Bastian. Auf der Basis dieser Ergebnisse lassen sich viele Besonderheiten der BNP, insbesondere die Übertragung durch das Kolostrum, erklären. Es liegt nun am Hersteller, die Impfstoffproduktion so zu verändern, dass die Entstehung dieser Antikörper sicher vermieden wird. „Besonders wichtig für die Besitzer der Rinder ist der Hinweis, dass das Auftreten der Erkrankung vermeidbar ist, selbst wenn mit PregSure BVD geimpft wurde“, betont Klaus Cußler, Leiter des Fachgebiets ‚Sicherheit veterinärmedizinischer Mittel und Tierschutz‘ im PEI. „Gefährdete Kälber dürfen nicht das Kolostrum ihrer Mutter erhalten, dann ist die Erkrankung sicher zu verhindern“, so Cußler.
>> weitere Informationen

Quelle: Paul-Ehrlich-Institut

Mehr Sport – weniger Gewalt

Mai 12th, 2011

12.05.2011 – Eine aktuelle Studie der Universität Würzburg hat das Bild von Jugendlichen in den Medien untersucht. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt: Gewalt ist kaum noch ein Thema, stattdessen treten Beruf, Sport und Politik in den Vordergrund.

Ob Schlägereien in U-Bahnen, exzessiver Alkoholkonsum oder übermäßige Mediennutzung: Jugendliche haben in der öffentlichen Wahrnehmung nicht den besten Ruf. Umso überraschender ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Lehrstuhls Empirische Bildungsforschung an der Uni Würzburg. Die Analyse von 145 Zeitungsberichten über einen Zeitraum von zwei Wochen hinweg zeichnet ein unerwartet positives Bild Heranwachsender.

Die Ergebnisse der Studie

„Im vergangenen Jahr hatte unsere Medienanalyse gezeigt, dass 49 Prozent aller Berichte Jugendliche negativ dargestellt haben. Dieser Anteil ist in diesem Jahr auf rund 30 Prozent gesunken“, sagt Professor Heinz Reinders, Studienleiter und Inhaber des Lehrstuhls Empirische Bildungsforschung.

Verantwortlich dafür sei vor allem eine geringere Zahl von Berichten über Jugendgewalt. Mehr als ein Viertel aller Zeitungsartikel hatten im Vergleichszeitraum 2010 das Gewaltverhalten von Jugendlichen zum Gegenstand. In diesem Jahr sank dieser Wert deutlich auf nur knapp über zehn Prozent. Auch das Thema Raub hat stark an Präsenz verloren: Während sich 2010 noch 15 Prozent aller Berichte mit diesem Thema beschäftigten, beträgt der Anteil in 2011 gerade mal 7,6 Prozent – eine glatte Halbierung also.

Im Gegenzug dafür seien die Themen Beruf (16,6 Prozent), Sport (13,8 Prozent) und Politik (11,7 Prozent) deutlich in den Vordergrund gerückt, so Reinders. Vor allem Artikel über die Berufsaussichten und Ausbildungsmöglichkeiten von Jugendlichen hätten deutlich zugenommen. Besonders markant sei auch der Anstieg bei den Berichten über sportliche Aktivitäten Jugendlicher. Hier stieg der Anteil an allen Zeitungsartikeln von 2,1 Prozent im Jahr 2010 auf knapp 14 Prozent im Jahr 2011.

„Damit haben wir nicht gerechnet“, kommentiert Reinders die Ergebnisse und zeigt sich vor allem über den Rückgang an Berichten über Jugendgewalt überrascht: „Das ist eigentlich immer ein beliebtes Thema für die Medien. Und die tatsächliche Jugendgewalt ist ja nicht wirklich rückläufig.“

Medienberichte gegen den Trend

Die Bildungsforscher der Uni Würzburg begrüßen diesen Trend allerdings. „Jugend wird vielfach als inaktiv und politisch desinteressiert wahrgenommen, quasi abgeschottet im Cyberspace sozialer Netzwerke“, erläutert Reinders. Da seien Berichte über politisches Engagement und sportliche Aktivitäten von Jugendlichen eine schöne Alternative. Gleichzeitig weiß Reinders, dass es sich hier um eine Momentaufnahme handelt, die sich mit thematischen Konjunkturen wieder ändern könne.

Denn die Medienanalyse wird jährlich in den ersten zwei Aprilwochen durchgeführt, um über mehrere Jahre hinweg vergleichbare Zeiträume betrachten zu können. „Wenn aber in dieser Zeit große Agenturmeldungen über den Ticker gehen, dann bestimmen die natürlich maßgeblich das Medienbild und werden von den Regionalblättern übernommen. Da wird dann schnell ein kleines Thema ganz groß.“

Wären die Analysen etwa direkt nach dem 12. September 2009 erfolgt, als an einem Münchner S-Bahnhof Dominik Brunner durch eine tödliche Attacke zweier Jugendlicher starb, dann wären vermutlich andere Themen als Gewalt bei Jugendlichen nicht zum Tragen gekommen.

Deshalb achten die Würzburger Bildungsforscher darauf, ob in den insgesamt 145 analysierten Zeitungsberichten einzelne Meldungen das gesamte Themenspektrum dominieren. „Wir hatten mit dem Girls Day am 14. April ein solches Thema“, erläutert Reinders. Die gestiegene Zahl an Berichten zu diesem Thema erkläre dies aber nicht, schließlich wurde die Medienanalyse 2010 im gleichen Zeitraum durchgeführt.

Quelle: Universität Würzburg

Jeder Zehnte leidet an Sozialer Phobie

Mai 2nd, 2011

Deutsche Forscher untersuchen weit verbreitete Angstkrankheit.

Dresden (02.05.2011) – Jeder Mensch war schon einmal aufgeregt oder ängstlich – beispielsweise vor einer Prüfung oder einem Rendezvous. Diese Soziale Angst, bei der Betroffene befürchten, sich peinlich zu verhalten oder einen negativen Eindruck zu hinterlassen, ist Gegenstand von Untersuchungen an der TU Dresden http://psychologie.tu-dresden.de. „Das Kniffelige an der Sozialen Phobie ist, dass jeder sie kennt“, sagt der Psychologe David Bräuer. Er forscht mit seinen Kollegen an der im Fachjargon „Soziale Phobie“ genannten Angst.

Leidende fürchteten sich davor, dass sich Menschen über sie lustig machen oder etwas Komisches über sie denken. Diese Angstkrankheit ist weit verbreitet. Etwa zehn Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter „Sozialer Phobie“, erläutert der Wissenschaftler. „Das kann der Vortrag im Seminar, ein Termin mit dem Chef, aber auch einfach das Gespräch mit Freunden sein“, erklärt Bräuer im Gespräch mit pressetext. Schlimm wird es, wenn Betroffene wegen panischer Ängste gar nicht mehr aus dem Haus gehen.

Entweder kämpfen oder fliehen

Dabei ist Angst selbst eine natürliche und wichtige Reaktion des Menschen. „Ohne Angst werden Menschen nicht alt“, sagt Bräuer. Normale Angst führt dazu, dass sich Menschen Situationen genauer ansehen. Angst bereitet den Körper darauf vor, entweder zu kämpfen oder zu fliehen. „In der Wildnis ist das ein sinnvoller Mechanismus. Diese Angst hat aber keinen Sinn, wenn man vor der Prüfungstür steht“, erklärt Bräuer. Ein Sozialphobiker sei ein Mensch dann, wenn er sich von dieser Angst abhalten lasse, sich auf die Prüfung zu konzentrieren.

Die Dresdner Forscher möchten ermitteln, ob es bei sozialen Phobikern auch körperliche Symptome gibt. „Es gibt eine Vielzahl von Fragen, die wir im Moment noch nicht beantworten können, zum Beispiel ob sich bei Menschen mit Sozialer Angst Veränderungen im Hormonhaushalt oder bei der Herzrate finden“, sagt der Psychologe Stephen Crawcour vom Dresdner Institut. In bestimmten Fällen könne es auch sein, dass es ein Problem mit dem Selbstwertgefühl der Person sei, sagt Bräuer. Dann sei es möglich auf Menschen zu treffen, die souverän wirken, aber vor einem Date panische Ängste bekommen.

Quelle: pressetext.redaktion

Sonne, Wind und Wellen – natürliche Grenzen erneuerbarer Energien

April 21st, 2011

Am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena wurden erstmals mit Hilfe der Thermodynamik die natürlichen Grenzen erneuerbarer Energien und die möglichen Klimaauswirkungen bei deren Nutzung untersucht.

Die Analysen legen nahe, dass die Energie aus Wind und Wellen nur begrenzt verfügbar sein könnte und eine großflächige Nutzung dieser Energiequellen möglicherweise negativ auf deren Erzeugung durch das Klimasystem zurück wirkt. Auf Sonnenenergie basierende Energieumwandlungen könnten hingegen den zunehmenden menschlichen Energiebedarf auf der Erde langfristig und klimafreundlich abdecken.

Die Energieversorgung stellt eine der größten Herausforderungen für die Zukunft unserer Zivilisation dar. Während die klimaschonende Atomenergie ein Restrisiko ihrer Sicherheit erneut bestätigt, trägt die Verbrennung fossiler Brennstoffe unweigerlich zum Klimawandel bei. Alternative Energien aus natürlichen Quellen, wie Sonnen-, Wind – und Wellenenergie, sind hingegen risikoarm und werden als erneuerbar und klimafreundlich angesehen. Beide Aspekte, die Erneuerbarkeit und die Klimaverträglichkeit, wurden nun erstmals unter thermodynamischer Betrachtung des gesamten Erdsystems von Forschern des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena genauer untersucht.

Dr. Axel Kleidon, Leiter der unabhängigen Max-Planck-Forschungsgruppe „Biosphärische Theorie und Modellierung“, beruft sich auf die anerkannten Gesetze der Thermodynamik, einer etablierten physikalischen Theorie, um zwischen Wärmeenergie und sogenannter “Freier Energie” zu unterscheiden. „Nur die Freie Energie ist relevant für die Nutzung erneuerbarer Energien“, so Kleidon. Sie bezieht sich auf jenen Anteil einer Energieform, der genutzt werden kann, um physikalische Arbeit zu verrichten, wie zum Beispiel das Hochheben oder Beschleunigen einer Masse, aber auch für die Energieproduktion für die Menschheit. Die natürlichen Grenzen für die Erzeugung von Freier Energie aus natürlichen Quellen auf der Erde wurden bisher kaum beachtet und in der aktuellen Forschung zum Klimawandel und Erneuerbaren Energien stark vernachlässigt. Kleidon und seine Gruppe konnten berechnen, dass die Fähigkeit des Erdsystems, unterschiedliche Formen Freier Energie zu erzeugen, auf ungefähr 1.000 Terawatt begrenzt ist (1 Terawatt entspricht 1012 Watt und ist eine Einheit für den Energieverbrauch). „Nur etwa 0,6 Prozent der immensen Energiemenge von etwa 160.000 Terawatt Sonnenenergie, die als Strahlung die Erde erreicht, kann also als Freie Energie genutzt werden“, bestätigt Kleidon die geringe Effizienz der Umwandlung von Sonnenstrahlung in Freie Energie. Vom Menschen werden derzeit nur maximal 50 Terawatt Freier Energie verbraucht.

Diese thermodynamische Sichtweise für die Nutzung erneuerbarer Energien beinhaltet auch, dass verschiedene Arten erneuerbarer Energien unterschiedlich stark begrenzt sind. Wellen werden im Wesentlichen durch Wind erzeugt; Wind entsteht indirekt durch Wärmegradienten und somit letztlich aus der Sonnenenergie. Durch die schlechte Energieumwandlung der Sonnenenergie und wegen ihrer Abhängigkeiten vom Klimasystem sind die erneuerbaren Energiequellen Wind und Wellen daher nur in begrenzter Stärke produzierbar. Ein deutlich erhöhter Verbrauch dieser Energieformen, im Rechenbeispiel durch eine 1000fache Aufstockung heute existierender Anlagen, könnte nicht aufgefüllt werden und in der Folge sogar zu Rückkopplungen mit dem Klimasystem der Erde führen. Der Verbrauch der begrenzten Wind- und Wellenenergie würde dann über das Klimasystem die Regeneration dieser Energieformen zusätzlich drosseln.

Deutlich besser sieht es bei der Nutzung von Solarenergie aus. Die pflanzliche Photosynthese oder auch Solarkraftwerke können das Sonnenlicht direkt nutzen, um Freie Energie zu produzieren. Trifft die Sonnenstrahlung hingegen ungehindert auf die Erde und erwärmt lediglich den Boden, so ist die Freie Energie der Sonnenergie größtenteils verschwendet. „Damit erhöhen die Photosynthese und Solarzellen die Gewinnung Freier Energie innerhalb des Erdsystems“, erläutert Kleidon. Entscheidend hierbei: nur etwa 5 % der als Freien Energie nutzbaren Sonnenenergie wird bisher vom Mensch verbraucht, es gibt also noch viel Spielraum, diese Energiequelle stärker zu nutzen.

Quelle: Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena; Forschungsgruppe „Biosphärische Theorie und Modellierung“

Anmerkung: siehe hierzu auch den Beitrag „Energiestoffwechsel und Milieutherapie